Erst am 14. Oktober 2006 wurde Herbert Grönemeyer Mitglied beim VfL Bochum. Weil wir ja alle einen Hang zur Symbolik haben, bekam er die Mitgliedsnummer 4630. Ist bekanntermaßen die alte Postleitzahl von Bochum und gleichzeitig der Titel eines seiner Alben.
1 KommentarKategorie: Zettel-Ewalds Sammelsurium
Alles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde
Die besten Fußballtrainer der Welt.
Ihre Taktiken, von den Anfängen bis zu ihren glorreichen Siegen.
Vergesst die Fussbroichs, vergesst die Beckhams, vergesst die Osbournes sofern Ihr überhaupt noch Fernsehn schaut, etwas, was man sich so langsam abgewöhnen sollte. Seid Ihr aber noch dabei, dann sind allein die Pfaffs sehenswert. Die hier relevanten Pfaffs bilden nicht die Dynastie der deutschen Nähmaschinen-Hersteller, sondern die Dynastie der Mitbegründer der Hochzeit des belgischen Fußballs.
Auch wenn Pfaff selbst diese Serie als sterbenslangweilig bezeichnet lasst Euch nicht täuschen, das ist wieder nur der übliche Schabernack, den der junge alte Herr gerne treibt, dem das Herz auf der Zunge liegt. Und dass Opa mal ein Bier zu viel in sich hineinschüttet, kennen wir ohnehin noch gut von Opa Franz, sollte also kein Grund sein, sich dieses Realitätsfernsehen nicht anzuschauen.
3 KommentareNeulich, im Stadion.
„Warum pfeift der Schiedsrichter jetzt?“
„Das war ein Foul.“
Stille.
„Was ist ein Foul?“
1 KommentarWer reisewillig ist, findet jetzt einen Job in Katar.
Voraussetzung: „passion for football“. Na, wie wär’s, lieber Leser? Mal weg aus dem Schmuddelwetter, in die warme Sonne. In Kürze trifft man sicher Thomas Doll in der Liga, der gegen Armin Vehs Team um die Tabellenspitze kämpft. Lässt sich doch gut vermarkten. Der Sympathische gegen den Überforderten. Narbenface gegen Babyface. „Der mit der langen Leine“ gegen den, „der vom kleinen Horst gefeuert wurde“.
[photopress:manager_in_katar.jpg,full,centered]
Euch fällt bestimmt noch etwas Besseres ein. Falls ja: Sofort bewerben.
Einen Kommentar hinterlassen… bleibt beim Versuch, etwas über die Bundesliga zu erfahren, meistens ausgeschlossen.
[photopress:i_want_you.jpg,full,alignleft]International will die DFL mehr Geld „erlösen“. Dafür sollte man sich vielleicht aber auch ein bisschen internationaler geben, als es der Verfügbarkeitscheck der Webauftritte der deutschen Bundesligisten ans Licht bringt: Überhaupt nur 4 von 36 Klubs bieten mehr als eine zusätzliche englische Version an. Dazu gehören Bayern, Stuttgart, Schalke und Hertha, allerdings ist Russisch als dritte Sprache der Webseite bei den Schalkern wohl nicht auf ihrem eigenen Mist gewachsen und in Spanisch gibt’s den VfB Stuttgart sicher auch erst seit dem Einkauf der beiden Mexikaner (nichts Genaues weiß man nicht).
So viel Phantasielosigkeit hätte ich den Vereinen gar nicht zugetraut. Warum gibt es z. B. Hertha BSC nicht in polnisch, oder den BVB mit Kuba in Polnisch? Warum Werder nicht wenigstens in irgendeiner skandinavischen Sprache oder Bayer Leverkusen in Portugiesisch? Offensichtlich gibt es da nicht so viel zu „erlösen“, als dass man sich die Mühe machen müsste, den potenziellen Kunden dort abzuholen, wo er mit seinem Geld steht. Dann darf man sich aber auch nicht wundern, wenn er sich lieber der Premier League zuwendet.
In der zweiten Liga gibt es überhaupt nur zwei Klubs, Mönchengladbach und Köln, die eine englische Version anbieten, das überrascht zumindest bei den Kandidaten wie Kaiserslautern und 1860 München, die in einem WM-Stadion zu Hause sind und lange Jahre Erstligisten waren. Bei Hoffenheim mit seinem SAP-Mäzen überrascht es ebenfalls.
Insgesamt ein schwaches Bild, besonders, wenn man sich die teilweise nur fragmentartig vorhandenen Inhalte der deutschen Version in den englischen Versionen anschaut. So eine Übersetzung von zwei, drei Absätzen, die die meisten Beiträge haben, kostet auf dem freien Weltmarkt ein paar Euro, die wird man doch wohl noch investieren können?
Erste Liga
Bayern München: Spanisch, Englisch, Chinesisch, Japanisch
VfB Stuttgart: Englisch, Spanisch
FC Schalke 04: Englisch, Russisch
Hertha BSC Berlin: Englisch, Chinesisch
VfL Bochum: Englisch
1. FC Nürnberg: Englisch
Borussia Dortmund: Englisch
Werder Bremen: Englisch
Hamburger SV: Englisch
VfL Wolfsburg: Englisch
Bayer Leverkusen: Englisch
Arminia Bielefeld: Englisch (noch sehr abgespeckt)
Eintracht Frankfurt: Englisch (nur eine Seite plus ein Newsletter)
Hansa Rostock: -
Hannover 96: -
Energie Cottbus: -
Karlsruher SC: -
MSV Duisburg: -
Zweite Liga
Borussia Mönchengladbach: Englisch
1. FC Köln: Englisch
Alemannia Aachen: -
FSV Mainz: -
1. FC Kaiserslautern: -
Greuther Fürth: -
TSG Hoffenheim: -
1860 München: -
FC St. Pauli: -
TuS Koblenz: -
SC Paderborn: -
Kickers Offenbach: -
SV Wehen: -
SC Freiburg: -
VfL Osnabrück: -
Erzgebirge Aue: -
FC Augsburg: -
Carl Zeiss Jena: -
Moderne Zeiten.
9 KommentareJustament endgültig entschieden:
Da nimmt man dem Zufall seinen großen Einfluss im Fußball, indem man eine Liga mit 34 Spielen spielen lässt, nur um ihn durch die Hintertür wieder hereinzulassen! Und das wegen den paar Penunzen aus zwei Partien und der vermeintlichen „besonderen Spannung“, die dort herrscht. Die Spannung wird vor allem dazu dienen, den Mannschaften einen formidablen Rückstand in der Saisonplanung im Vergleich zu ihren 17 Konkurrenten zu geben, egal, wie die Relegation ausgeht.
Endlich wissen wir aber okay, das wussten wir schon länger, nun aber genau wie viele Absteiger die kommende, quasi neue zweite Liga haben wird: nur noch drei, statt wie bisher vier, und womöglich sogar nur noch zwei statt wie bisher vier, je nach Ausgang der Relegation. Sollte der dritte noch die Relegation nach oben verlieren, spielen von 18 Mannschaften im folgenden Jahr 14 wieder in der zweiten Liga. Es scheint fast, als wollte da jemand die hohe Fluktuation in der zweiten Liga abschaffen, zugunsten von stabileren Zweitligaklubs, die nicht nach ein-zwei Jahren völlig in der Versenkung (Babelsberg, TeBe, Ulm) versinken.
Für die zweite Liga eventuell sinnvoll, für die erste eine, aus sportlicher Sicht, Katastrophe.
8 KommentareWo stand Borussia Mönchengladbach noch mal nach fünf Spieltagen der letzten Saison? Richtig, auf Platz 1 (wenn auch nur für weniger als 24h). Und wo endete die Saison? Richtig, auf dem letzten Platz.
Das könnte man jedenfalls einwerfen, wenn man glaubte, dass diese völlig konstruierten Serien irgendetwas an Vorhersagekraft für das Jetzt besäßen. Tun sie aber nicht, deshalb streichen wir das oben Gesagte ganz schnell wieder aus dem Protokoll.
Einen Kommentar hinterlassen7 Tore für Portsmouth, 8 Tore für Bremen. Das ist doch gar nix. 9:0 gewann der SC Heerenveen gegen Heracles Almelo mit Martin Pieckenhagen im Tor. Der hat auch gleich ein paar schlaue Sätze dazu zu sagen, zum Beispiel dass man dem siebenfachen gegnerischen Torschützen Afonso Alvez (nein, da fehlt kein L) einfach mal ein bisschen mehr physische Gegenwehr hätte zuteil werden lassen müssen und dann hätte das schon besser geklappt.
Wer Lust auf Tore hat, sollte übrigens öfter mal bei Heerenveen reinschauen, zuletzt gab es ein 5:3 zu Hause gegen Helsingborgs IF und ein 1:5 auswärts, jetzt ein 9:0. Immer was los, drüben, in den Tornetzen Hollands.
2 KommentareExtended version.
Letztens musste ich die Gelegenheit wahrnehmen, das Freitagabendspiel der Bundesliga via BVB-Netradio zu verfolgen.
Die Alternative wäre einzig der immer dröge und vor allem lahme Liveticker des Kickers oder ein noch schlimmerer Liveticker gewesen, einer, in dem z. B. Tor mit mehr als einem O geschrieben oder Sätze mit mehr als einem Ausrufezeichen beendet werden, nur weil sich der kleine Student an der Tastatur nicht anders, mit Worten nämlich, artikulieren kann. Da wird heftigst auf die 1 gekloppt, bei gleichzeitiger Betätigung der Shift-Taste, die eigene Erregung wird durch diese physisch intensive, energieverbrauchende Handlung kanalisiert, mit viel Glück gar sublimiert. Dem Leser ist aber damit nicht geholfen. Ein Tor bleibt immer noch ein Tor und ein knapp vorbei schlitternder, verunglückter Fernschuss wird nicht knapper dadurch, dass man noch zwei Mal auf die 1 drückt.
Das Netradio sollte es also sein, das BVB-Netradio.
So viel fremdschämen kann man sich allerdings nicht, dass man diese Option noch einmal ernsthaft wahrnehmen könne. Sollte man BVB-Fan sein, empfindet man diese Dokumentation des Spiels wohl als angemessen. Sollte man neutraler Hörer sein wie ich in diesem Falle, weiß man nicht, mit welchem Recht solche Dinge über den Äther des Internets geschickt werden.
Man könnte auch einfach Uwe Kaluschke oder Heinz Kohlmeyer aus der Fankurve das Mikro vor die Nase halten, viel mehr über das Spiel würde man auch nicht erfahren. Ständig wird über die totale Parteilichkeit des Schiedsrichters genörgelt, der wird auch noch live via Netradiomikrofon angeprangert, „Najas“ wechseln sich damit ab, dass die heiß emotionalisierten Jungs wohl sogar gleichzeitig noch „Premiere“ sehen, denn ständig geben sie Kommentare ab, dass sie erst noch mal die Wiederholung schauen müssen, bevor sie dem Hörer jetzt sagen können, was passiert ist, nicht ohne sich zu erdummen, den Schiedsrichter aufs Schärfste dafür anzugreifen, dass er das, was sie selbst erst in der vierten Wiederholung erkannten, nicht sofort sah.
Dazu kommt, dass man sich ständig an irgendwelchen Kleinigkeiten hochzieht anstatt wirklich das Spiel zu beschreiben. Und der ebenfalls beteiligte Stadionsprecher Norbert Dickel wirkt so aufgepeitscht, dass man sich nicht vorstellen kann, dass er bei brenzligen Situationen einen kühlen Kopf bewahrte und seiner Funktion als Stadionsprecher nachkommen kann. Die anderen Beteiligten kann man getrost vergessen und man sieht wieder einmal, dass gutes Radiomachen ein Handwerk ist, welches gelernt sein will.
Gibt es einen dermaßen peinlichen Service eigentlich auch bei anderen Bundesligaclubs?
8 KommentarePeter Neururer ist schon länger arbeitslos und gerade tritt auch noch Werner Lorant wegen Erfolglosigkeit freiwillig zurück.
Wir könnten fast glauben, der Fußball würde Fortschritte machen, gäbe es da die Reanimierung von Jupp Derwall Kalli Feldkamp bei Galatasaray Istanbul nicht. Seine letzte Trainerstation war der 1. FC Kaiserslautern im Jahre des Herrn 1992.
Lädt nicht der Sport lädt dazu ein, ihn in diesem schlichten Muster von Helden und Versagern darzustellen? Und „Bild“ tut das dann?
Das Problem ist vor allem das Fernsehen. Die Sender wollen der Einschaltquote wegen gerade bei wichtigen Turnieren wie Weltmeisterschaften oder der Champions League, dass auch Leute zusehen, die sich eigentlich nicht so sehr für Fußball interessieren. Diese verstehen aber nicht, wie das Spiel funktioniert, und auch der Sportmoderator lässt sie im Dunkeln. Im Vergleich dazu sind die amerikanischen Sportsender sehr gut. Dort wird erklärt, was man nicht sieht. Die Taktik, die Regeln, die Stärken und Schwächen der Kontrahenten.
Neben vielem anderen Interessanten lesen wir vor allem das Obige in diesem Interview mit Detlev Claussen, der ja auch beim Direkten Freistoß schreibt.
Wir müssen allerdings ergänzen, dass selbst die meisten Leute, die Fußball spielen sich nicht für das Spiel interessieren, die Taktik, die Regeln. Sie machen irgendetwas, sie bolzen rum, sie rennen und sie dribbeln, das vor allem, und natürlich Torschüsse. Aber meist wollen die acht Millionen Deutschen, die Fußball spielen, das Spiel als solches nicht begreifen. Wenn Schachspieler mit so geringem Interesse für ihre Tätigkeit an die Sache herangehen würden wie diejenigen, die Fußball spielen, hätte Deep Fritz schon in seiner ersten Entwicklungsstufe alles abgeräumt.
Ausnahmen davon, denen auch noch ein wenig Talent und Ehrgeiz in die Wiege gelegt wurden, sieht man dann meist in der Nationalelf.
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