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Kategorie: Zettel-Ewalds Sammelsurium

Alles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde

Alibi

Mal sehen, welche Dinge uns da einfallen. Zum Beispiel die Zusatzprüfung zur Führerscheinprüfung, die sich mit dem „umweltschonenden Fahren“ beschäftigt. Kann man da wirklich durchfallen? Denke nein. Zusätzlich zu Integrationskursen gibt es Tests zum politischen System der Bundesrepublik. Kann man da durchfallen? Schon, aber es hat – fast – keine Konsequenzen. Ach, und natürlich die Ausbildung zum Fußballlehrer in der Sporthochschule Köln. Selbst Mario Basler und Thomas Häßler haben sie bestanden.

Noch Fragen, ob das, was da gelehrt wird, auch ernsthaft abgeprüft wird?

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Epoche Internet oder Vom brennenden Ehrgeiz der Erwachsenen

Mancher möchte in Bayern die Tabellen für die F-Jugend [Link leider tot] abschaffen, da so der Leistungsgedanke weniger wichtig wird und Trainer eine größere Motivation hätten, auch mal nicht so starke Spieler aufzustellen oder einzuwechseln. Eigentlich mache man die Tabellen eh nur für die Trainer und die Eltern, wird dort argumentiert.

Und siehe da: Die Trainer legen sofort ihr Veto gegen die Abschaffung der Tabellen ein. Sofern ich mich erinnere, wusste ich als F-Jugendlicher nicht mal, dass es eine Tabelle mit meiner eigenen Mannschaft drin gibt und habe trotzdem Spaß am Spiel gehabt, sonst wäre ich ja nicht weiter — freiwillig — dorthin gegangen.

In der E-Jugend war mir dann schon klar, dass es eine Tabelle gab, zu Gesicht habe ich sie aber nie bekommen. Alle Jubel-Spieltage mal druckte der Lokalteil der Zeitung auch die Tabellen der E-Jugend, so lange war man im Unklaren, wie denn die anderen gespielt hätten. Und was nützt es, den eigenen Punktestand zu kennen, aber nicht zu wissen, wie viele Punkte die anderen Teams erreicht haben?

In der F-Jugend keine Tabelle zu haben, das würde tatsächlich nur für die Erwachsenen einen Unterschied machen. Einem F-ling reicht es doch, das jeweils anstehende Spiel zu gewinnen. Das folgende Wochenende ist ohnehin noch Jahre vollgestopft mit neuen Erfahrungen entfernt.

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Das ewige 7:3

Auf den Kicker zu verlinken heißt normalerweise, Eulen nach Athen zu tragen. Da wir — Gott sei’s geklagt — in Deutschland keine Alternative haben, gehe ich davon aus, dass die meisten meiner Leser ohnehin mehr oder weniger alles lesen, was dort geschrieben wird. Allerdings soll es auch noch Arbeitszeit geben und auch Leser, die nicht ganz so fußballwild wie meinereins sind.

Für jene hier also der Hinweis, dass der Kicker die Wahl zum Europapokalspiel der Europapokalspiele veranstaltet und dabei auch die Originalartikel aus jenen Zeiten als pdf verfügbar macht. Dass das obligatorische 7:3 von Bayer Uerdingen gegen Dynamo Dresden die Wahl gewinnt, steht nur deshalb in Frage, weil es eventuell genug Bayernhasser gibt, die für das Barcelona unter den Armageddons stimmen könnten.

Ich empfehle den Bericht von Bremens 5:0 gegen Dynamo Berlin, jenen vom 3:3 der Bayern in Dresden (das erste deutsch-deutsche Duell überhaupt) und wegen dieses Beitrags von mir das 5:4 Bayer Leverkusens gegen PSV Eindhoven, der junge Ronaldo wird in den höchsten Tönen gelobt.

Aber im Grunde sind alle lesens- und eben auch sehenswert, wegen der Bilder aus jener Zeit, aber auch wegen der anderen Sprache und der viel ausführlicheren Berichterstattung als heute: 30 Schmankerl für Amateure.

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Mourinho ist frei

Jetzt dürfen sich alle Trainer von Klubs in der Champions League noch sicherer auf ihren Schleudersitzen fühlen. Nein, Ottmar Hitzfeld nicht. Der spielt bekanntlich Verlierer-Cup.

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Bremen, das neue Bayern

Zur Abwechslung spielt in dieser Saison mal Werder Bremen gegen Real Madrid. Sonst sind es Jahr für Jahr die Bayern, die uns dann in einem „ewigen Klassiker“ von den gerade übertragenden Sendern präsentiert werden. Man muss daran erinnern, dass vor dem Jahre 2000 Bayern und Real Madrid im Europapokal der Landesmeister nur drei Mal aufeinandertrafen. Und dass Deutschland erst 2002 bei einer WM auf Brasilien traf, obwohl doch beide Teams diejenigen mit den meisten Spielen bei einer WM sind.

Es wird nicht langweiliger, wenn Bayern mal nicht gegen Brasilien und Deutschland nicht gegen Real Madrid spielt. Das wiederum ist aber nur für jene zu verstehen, die sich intensiv mit Fußball beschäftigen. Also nicht für die UEFA.

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Icon-Quiz

Heute mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad:

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Wer weiß, was dieses Icon im Rahmen eines Fußballspiels bedeuten soll, kann der strahlende Sieger werden.

Es ist ganz einfach: Das Icon symbolisiert einen verwandelten Strafstoß.

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So gesehen im Liveticker der ARD.

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Fortuna Düsseldorf rekordiert

Das Interessante an zu-Null-Serien ist, dass man erst weiß, wie lange sie gewesen sein werden, wenn sie zu Ende sind. Wie viele begonnene zu-Null-Serien wurden schon kurz nach ihrem Anfang — quasi im selben Spiel noch — bereits beendet? Fast alle. Nur die ganz seltenen Fälle der länger dauernden zu-Null-Serien schaffen es überhaupt in den Fokus unserer Aufmerksamkeit, wobei „unserer“ ganz stark davon gelenkt ist, welcher aktuellen zu-Null-Serie „die Medien“ ihre Aufmerksamkeit schenken.

Heute ging eine der bemerkenswerteren zu-Null-Serien zu Ende. Michael Melka — ein Name, der auf landwirtschaftliche Tätigkeiten schließen ließe, wäre er nicht osteuropäischer, sondern westdeutscher Herkunft — hat gerade seine kleine persönliche Serie beendet, die gar nicht so persönlich ist. Schließlich ist ein Torwart immer nur das letzte Glied einer mehr oder minder erfolgreichen Kette: seiner davor stehenden Abwehr nämlich. Michael Melka im Tor von Fortuna Düsseldorf musste heute das erste Gegentor der Saison hinnehmen.

Zuvor war er achthundertundeine Minute ohne Gegentor geblieben und stellte damit einen neuen Regionalligarekord auf. Der alte Rekord war laut SPON von Goran Curko (dessen Nachnamen man auf keinen Fall mit Robert Hoyzer in Verbindung bringen sollte) von Tennis (!) Borussia (!) Berlin (!) mit siebenhundertvierundsiebzig Minuten. Ob Nord oder Süd, weiß ich leider nicht.

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Die Tasmania-Rechnung

Nur noch 29 Spiele für Hansa, aber noch 10 Punkte, die es zu überbieten gilt, neben den vielen weiteren Negativmarken, die man tunlichst vermeiden sollte. Oder auch nicht: Besser ein schlechtes Image als gar keins.

Allerdings hat Hansa Rostock heute auch nicht bei „irgendwem“ verloren (was grundsätzlich schwierig wäre, gegen „irgendwen“ zu verlieren), sondern beim Tabellenzweiten Arminia Bielefeld, der nur wegen Kloses Ausgleich nicht Co-Tabellenführer ist.

Ein sehr kluger Bielefelder Spieler sagte gerade im Interview: „Wir haben vier Tore gemacht, das war das Entscheidende.“ Daraus könnte man eine allzeit zitierbare Weisheit des Fußballs machen, mit austauschbarer Anzahl der Tore.

Nicht viel schlechter ist dieses Zitat von heute: „Wichtig ist, dass wir die wichtigen Punkte holen.“ Die unwichtigen sollte man allerdings auch nicht von der Bettkante stoßen.

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Kiek mal da

Endlich lesen wir mal eine vollkommen ehrliche Meinung bezüglich der schon traditionell ästhetisch überzeugenden Trikots des VfL Bochums. Leider haben die Autoren jenes Beitrags zwischen den Worten „super“ und „aus“ das Wort „beschissen“ vergessen, sie bitten das nachträglich zu entschuldigen.

Was sie nicht zu entschuldigen bitten, weil es ohnhin unentschuldbar ist, ist die inflationäre Verwendung des Wortes „möchten“. In fast allen Beitragen möchten die Betreiber uns irgendwelche Trikots vorstellen, und man kann nicht anders als zu denken: Verdammt, dann tut es endlich.

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(Otterbach)

Manche Beiträge schreibt man wie gesagt nur, weil die Überschrift so gefällt. Der dazugehörige Schiedsrichter allerdings nicht unbedingt.

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Geliebte schwarze Pädagogik

Ah, ich wusste schon, warum ich den Schnauzbartträger Scolari immer so sympathisch fand. Disziplin, Ordnung, etwas, was man sonst gar nicht unbedingt erwartet bei einem Brasilianer. Und heute hat er dann endlich mal selbst-Selbstdisziplin gezeigt, indem er als alter Mann, als sehr alter Mann, einem Serben einen auf die Fresse gehauen hat.

Abgesehen davon, dass wir einen solchen Wicht, der in seinem hohen Alter noch handgreiflich wird, nicht mehr ernst nehmen können, empfehlen wir auch höchstsofort einen Wechsel des Trainers von Portugal. Wer Disziplin fordert, dann aber selbst anderen auf die Glocke haut, kann nicht mehr ernst genommen werden.

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