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Schlagwort: Deutschland

Behinderten-EM 2008

Die EM der geistig Behinderten findet kurz vor der EM der nur anderweitig Behinderten in der Schweiz, Österreich, Liechtenstein und Deutschland statt.

Dort werden ingesamt sechs verschiedene EM-Titel vergeben, da die Teams nach Behinderung in Gruppen aufgeteilt werden, die dann jeweils einen eigenen Europameister küren.

Das legt nahe, für Österreich bei der EM eine solche Regelung zu übernehmen. Österreich in einem gesonderten Wettbewerb mit Granaten wie San Marino, Luxemburg oder Armenien und schon sieht der österreichische Ausblick auf dieses Turnier nicht mehr ganz so düster aus.

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Rommedahl fordert Wildcard

Dennis Rommedahl spielt internationalen Fußball in Hummel-Sportkleidung. Der Kenner weiß nun, dass er für Dänemark antritt. Und für eben jenes Dänemark fordert Rommedahl eine Wildcard, die zur Teilnahme an der EM berechtigt, ohne dass Dänemark sich sportlich qualifiziert hätte.

So richtig ernst meint er sein Anliegen wohl nicht. Es würde jedoch hervorragend zu der bekannten Aktion Österreich zeigt Rückgrat (und nimmt nicht teil) passen. Österreich raus, Dänemark rein. Die Gefahr, bei schlechtem Fußball und schon früh entschiedenen Vorrundenspielen einzuschlafen, wäre dramatisch reduziert.

Warum die in ihrer Qualigruppe viertplatzierten Dänen eine Wildcard bekommen sollten, die so gut wie seit Jahren nicht mehr punktenden und deshalb vor ihnen auf dem dritten Platz rangierenden Nordiren hingegen nicht, lässt Rommedahl allerdings ebenso offen, wie wen er mit den „langweiligen“ Mannschaften meint, die statt Dänemark teilnähmen.

Ich tippe auf Deutschland. Langweilig, dieses ewige Gewinnen.

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Stell Dir vor, es ist Taktiktraining und keiner geht hin

Lädt nicht der Sport lädt dazu ein, ihn in diesem schlichten Muster von Helden und Versagern darzustellen? Und „Bild“ tut das dann?

Das Problem ist vor allem das Fernsehen. Die Sender wollen der Einschaltquote wegen gerade bei wichtigen Turnieren wie Weltmeisterschaften oder der Champions League, dass auch Leute zusehen, die sich eigentlich nicht so sehr für Fußball interessieren. Diese verstehen aber nicht, wie das Spiel funktioniert, und auch der Sportmoderator lässt sie im Dunkeln. Im Vergleich dazu sind die amerikanischen Sportsender sehr gut. Dort wird erklärt, was man nicht sieht. Die Taktik, die Regeln, die Stärken und Schwächen der Kontrahenten.

Neben vielem anderen Interessanten lesen wir vor allem das Obige in diesem Interview mit Detlev Claussen, der ja auch beim Direkten Freistoß schreibt.

Wir müssen allerdings ergänzen, dass selbst die meisten Leute, die Fußball spielen sich nicht für das Spiel interessieren, die Taktik, die Regeln. Sie machen irgendetwas, sie bolzen rum, sie rennen und sie dribbeln, das vor allem, und natürlich Torschüsse. Aber meist wollen die acht Millionen Deutschen, die Fußball spielen, das Spiel als solches nicht begreifen. Wenn Schachspieler mit so geringem Interesse für ihre Tätigkeit an die Sache herangehen würden wie diejenigen, die Fußball spielen, hätte Deep Fritz schon in seiner ersten Entwicklungsstufe alles abgeräumt.

Ausnahmen davon, denen auch noch ein wenig Talent und Ehrgeiz in die Wiege gelegt wurden, sieht man dann meist in der Nationalelf.

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Правда

Da die Kommentatoren beim Frauenfußball den meisten eher unbekannt sind, habe ich hier mal ein Bild des Kommentators vom heutigen Spiel gegen Nordkorea verlinkt.

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Neulich beim Herrenausstatter

Der Herrenausstatter war zwar die Auslage eines Berufsfachkleidungsgeschäfts, dass man aber immer und überall an das verlorene Halbfinale erinnert werden muss, ist nicht schön.

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Harry Wijnvoord und die deutsche Nationalmannschaft

Mittags in Deutschland.

Ich beginne mal wieder mit den üblichen Worten: „Ja, nee,“ nicht die Männer-, sondern die Frauen-Nationalmannschaft. Harry Wijnvoord hat schon lange abgedankt bei „Der Preis ist heiß“. Eventuell gibt es die ganze Sendung samt ihres grotesken Walters nicht mehr. „Ruck-Zuck“ könnte da nachgerückt sein, aber auch das ist wohl schon wieder tot.

Wer jetzt sehr traurig ist, weil er nicht mehr weiß, was er an einem freien Tag mittags im Fernsehen schauen soll, dem kann geholfen werden: Ungefähr zur selben Zeit werden normalerweise Länderspiele der Frauen-Nationalmannschaft gesendet.

Gott weiß, warum. Selbst die U21-17 der Männer spielt nicht mittags.

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Heute beginnt die WM

Heute beginnt die WM 2010. Im Südpazifik startet das Südpazifikturnier, welches dem Ozeanischen Fußballverband als Vorausscheidung der WM-Qualifikation dient.

War nicht gestern noch WM in Deutschland?

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England pander to Germany again

Auf ihrer Webseite titelt die UEFA:

„England pander to Germany again“

Dazu sollte man wissen, dass „to pander to sth“ u. a. „an etwas appellieren“ bedeutet, allerdings gibt es in diesem Fall sicher noch eine andere, treffendere Bedeutung, die bislang unbekannt ist. Nichtsdestotrotz haben wir so mal wieder etwas gelernt. Erstens, was „to pander“ bedeutet und zweitens, dass auch bei den Machern der UEFA-Webseite die Redakteure Witzen mit Namen nicht gänzlich abgeneigt sind.

Das lässt mich bezüglich des hier drunter stehenden Beitrags ganz relaxt fühlen.

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Zweistellig

Wenn ich diesem Beitrag Glauben schenken darf, hat die deutsche Nationalmannschaft auch in ihrer wackeligen Anfangsphase nie zweistellig verloren. 0:9 lautete die höchste Niederlage, gegen England war das.

Lasst uns gemeinsam beten, dass es auch in Zukunft nie zu einer zweistelligen Niederlage kommen wird. Und: ja. Auch die Atheisten dürfen jetzt mitbeten, weil wir uns natürlich nur an den Fußballgott wenden, den es genausowenig gibt wie alle anderen Götter. Beim Fußballgott darf man diese Tatsache aber wenigstens aussprechen, ohne in Schwulitäten zu kommen.

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Cat Whitehill doesn’t care

„It doesn’t really matter how I look on the field.“

But we do.

Ein netter „Spot“ auf der Seite von Nike über das WNT. WTF — WNT? Was ist das? Auf deutsch wäre es die FNM, es ist das „women’s national team“ der USA. Die Hintergrundmusik gefällt. Cat Whitehill auch.

[photopress:wnt.jpg,full,centered]

Auch wenn es zum Teil nur ein Klischee ist, muss ich trotzdem fragen: Warum sehe ich so etwas Gelungenes (nicht Cat Whitehill, der Spot) nie von deutschen (National-)Mannschaften?

Ich wünschte, die Antwort wäre, dass ich nie danach suche … dem ist aber nicht so.

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Die Antwort auf die Frage, was ein Assist ist

Als Jüngling verschlang (würde eigentlich lieber verschling schreiben) ich die Literatur zu vergangenen Fußballspielen und -turnieren. Kaum etwas, dass sich mir nicht eingeprägt hätte. Bei manchen Quizspielen wurde ich schon gar nicht mehr als Teilnehmer zugelassen, weil ich sowieso immer alles gewann. Klar, unter Einäugigen, die sich auch noch für anderes interessierten und Fußball immer nur als Spiel, selten aber als Hort quasi unendlicher (na, sagen wir mal seit ca. 1850) Statistiken begriffen, ist das nicht schwer.

Was mir aber zwangsläufig (den ersten Videorekorder bekamen wir (das bin in diesem Fall nicht ich, sondern der Haushalt meiner Eltern) 1988, kurz vorm Wimbledon-Finale) fehlte, waren Bilder zu den vielen Zahlen, die ich bezüglich der ganzen Welt- und Europameisterschaftsturniere gespeichert hatte.

Letztens erst sprach ich Bernd Schuster seine Klasse ab, naja, vielmehr zog ich sie in Zweifel.

Ein ganz großes Ereignis, zumindest von den Zahlen her, war für mich immer das Spiel Deutschland gegen, man verzeihe mir, obwohl ich es doch besser weiß, „Holland“ bei der EM in Italien 1980. 3:2, ein scheinbar selbstverständlicher Sieg, der nur durch die Einwechslung eines gewissen Jungspunds namens Lodda „alles Übel dieser Welt“ Maddäus noch in Gefahr geriet, als er, glaubt man den mir damals vorliegenden Aufzeichnungen, noch einen Elfmeter verursachte und sich auch sonst ziemlich ungeschickt anstellte.

Ein ganz Großer des deutschen Fußballs war vor allem wegen dieser Partie aber auch immer Klaus Allofs. Deutschland gewinnt 3:2, alle drei Tore von Klaus Allofs. Und eben, wie erwähnt, die Gegentore nur wegen dieses Bubis mit der minderen Fußballintelligenz.

Endlich bringt — mal wieder — youtube Licht in dieses Dunkel und ich muss erkennen: Dieser Sieg geht eindeutig auf Bernd Schusters Kappe (zumindest, was die Erzielung der Tore angeht (außerdem bekommt man in Deutschland keine caps für einen Nationalmannschaftseinsatz)).

Hier also die Tore für Deutschland des Spiels vom 14.6.1980: Deutschland — Nederland

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Die Bundesliga wurde ausgelost

Da staunt Felix Magath und Arsène Wenger wundert sich. Ausgelost? Die Bundesliga wird ausgelost? Die vielen Titel für die Bayern — alles nur Losglück? Gladbach abgestiegen, weil die Losfee falsch zugriff?

Nein. In Österreich wird der Spielplan tatsächlich ausgelost. In Deutschland macht das der Herr, den ich leider nicht ergooglen konnte. Dieser Herr lost nicht, er tüftelt. Das hat auch viel mehr Charme, meine ich. Früher schob er seine Täfelchen auf der Ansteckwand hin und her, berücksichtigte die Stones im Rheinstadion oder die Buchmesse in Frankfurt, die Doppelnutzung des Münchner Olympiastadions durch die Bayern und 1860 selig oder den noch nicht verlegten Rasen in Homburg. Heute wird auch dieser Herr das wohl am Rechner machen, was weniger charmant, aber immer noch besser als losen ist.

Wer schon mal einen Spielplan mit Doppelnutzung eines Stadions inklusive Sonderwünschen bei Terminen erstellt hat, weiß, welches Vergnügen das ist. Die grundlegende Lösung für einen Spielplan einer Liga heißt übrigens Round Robin, nur für den Fall, dass Ihr auch mal einen Ligaspielplan erstellen wollt. Auslosen funktioniert da eben nur für eines der vielen möglichen Anfangsszenarien des Round-Robin-Verfahrens, wie eben in Österreich geschehen. Der Rest ergibt sich von selbst.

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