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Schlagwort: FC Bayern München

Jogi Löw ist nicht Bill Shankly

„Was heißt hier cool? Fußball ist ein großartiger Sport, aber es geht ja nicht um Leben und Tod.“

Sagt er in einem ansonsten reichlich unergiebigen Interview bei der Zeit von morgen. Lediglich die Tatsache, dass einige Spieler „Angst“ vor Jürgen Klinsmann gehabt haben sollen, scheint noch erwähnenswert, allerdings sagt das die Zeit, und nicht Jogi, Ruhepuls von 60 selbst beim Elfmeterschießen gegen Argentinien.

Angst vor Klinsmann: Ob Philipp Lahm vorsorglich schon mal Windeln kauft? Wurde er gar erpresst, bei Bayern zu bleiben? Knutschfotos sollen ja aufgetaucht sein. Klinsmann, der stalken-Lassende, man weiß es nicht.

Angst.

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Butt-Plug

Gleich nachdem die Wahl zur Alliteration der Woche auf den schmarkanten Titel Bayern buhlt um Butt gefallen ist, muss der dem Titel folgende Beitragstext Erwähnung finden:

Hans-Jörg Butt steht beim portugiesischen Traditionsklub noch bis zum Ende der kommenden Saison unter Vertrag, möchte Benfica aber liebend gerne verlassen, weil er über die Rolle des Reservisten nicht hinauskommt.

Dazu fällt einem nicht viel mehr ein als: hä?

Die Bayern buhlen um einen Torhüter, den sie dann die komplette Saison lang auf die Ersatzbank setzen wollen, und wählen dabei ausgerechnet einen, der seinen Verein verlassen will, „weil er über die Rolle des Reservisten nicht hinauskommt“?

Hätte ich es nicht letztens schon getan, müsste an dieser Stelle wieder Obelix zitiert werden.

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Es gibt nur zwei Möglichkeiten

Entweder wir gewinnen, verlieren oder spielen Unentschieden. Einwände anyone?

Diese grundlegende Information kann man aber nicht bei allen voraussetzen, schon gar nicht, wenn sie seit 20 Jahren Trainer sind. Oder womit hat Hitzfeld sonst gerechnet? Spielabbruch? Das Stadion stürzt ein? Er erleidet kurz vor Abpfiff einen Herzinfarkt?

„Es ist etwas Besonderes, wenn man nicht damit rechnet, deutscher Meister zu werden.“

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Nach Punktabzug Koblenz: Werder hofft wieder

„Die“ TuS Koblenz ist seit heute wieder in Abstiegsgefahr. Der Ex-Club von Stefan Kuntz und Milan ¦a¨ić — mittlerweile in Diensten des direkten Konkurrenten Kaiserslautern — wurde vom DFB zum höchsten Punktabzug aller Zeiten verurteilt: 8 Punkte, womit er auf dem letzten Übersommerungsplatz der zweiten Liga und nur noch 3 Punkte vor dem 1. FC Kaiserslautern liegt. Der kicker, Spiegel und andere Groschenromane haben ihre Tabellen bereits aktualisiert.

Nach Eintreffen dieser mittleren Wasserbombe macht man sich nun auch in Bremen wieder Hoffnungen, trotz einer ähnlich verkorksten Saison wie jener des 1. FCK doch noch ins Meisterrennen eingreifen zu können. Einer der Gründe dafür sei, dass Lothar Matthäus sein Praktikum an der Weser endlich beendet habe.

Noch mehr Grund zur Hoffnung soll aber ein möglicher Punktabzug für den Tabellenführer Bayern München sein. Uli Hoeneß habe in seiner Geschäftsstelle neben eBay und Google auch ähnlich neuartiges Teufelszeug wie Fax-Geräte oder Bildschirmtext verboten. Dies soll er seinen Mitarbeitern mit hochrotem „This is urgent“ Gesicht entgegengebrüllt haben. „Wenn ich das schon nicht draußen in der Welt verhindern kann, hier bei mir gibt es sowas nicht.“ In Ermangelung der nötigen Technik erfuhren die Münchner Bayern erst aus der Zeitung davon, dass der DFB Einsicht in die Verträge von Marc van Bommel und Oliver Kahn verlangt hatte.

Es wird vermutet, dass Marc van Bommel einen grob unsportlichen Passus in seinem Vertrag habe, nach welchem ihm fünfzehn Gelbe und drei Gelb-Rote pro Saison zustünden, bevor er mit einer Geldstrafe an den Club, Zahlung in die Mannschaftskasse oder mit einem Auftritt als Franz Beckenbauer-Double (inklusive später zu leistender Alimente) auf der Weihnachtsfeier bestraft würde. Ferner sei es möglich, dass Marc van Bommel per Vertrag dazu verpflichtet ist, einen auf gut Freund mit Oliver Kahn zu machen, weil Oliver Kahn immer einen zum Anbeißen braucht, ob Gegner oder Mitspieler spielt dabei keine Rolle.

Bei Oliver Kahn wird eigentlich nichts vermutet, außer, dass er den Schlag in Marc van Bommels Gesicht nach dem Jahrmillionensieg in Getafe nur angetäuscht und gar nicht bis zum Ende durchgeführt habe. Sollte sich dieser Verdacht erhärten, wären Millionen Fußballfans enttäuscht, einige drohten schon mit Austritt aus dem DFB, der Boxverband meldete sich kurz („Keine Eier, diese Fußballer“) zu Wort und der Imageverlust für den deutschen Fußball wäre riesig, speziell den Insassen des Herthaner Jugendinternats gingen so die Vorbilder verloren.

Die fristgerechte Antwort auf das Verlangen nach Vertragseinsicht seitens des DFB blieb man in München schuldig, so dass das DFB-Kontrollrückgrat zur Stunde tagt. Die mögliche Strafe solle zwischen Zwangszuweisung einer Email-Adresse an Uli Hoeneß‘ samt Pflichtteilnahme an einem Internetkurs (für Anfänger) bis hin zum zweistelligen Punktabzug liegen. Sollte es zum Äußersten kommen, werden exakt so viele Punkte abgezogen, wie Oliver Kahn in dieser Saison Spiele bislang „alleine gewonnen“ hat. Das wären … dann doch nicht so viele, womit Google endlich auch Zugriff auf Bayern-Interna erhielte.

Der per E-Mail befragte Jürgen Klinsmann äußerte sich nur knapp zum Thema: „Ich kann jetzt nicht. Ich chatte gerade mit eBay, ob sie nicht ab Sommer als Großsponsor bei uns einsteigen wollen.“

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Die Ringelsocken waren’s

Da wird es der Borussia aus Dortmund wohl nicht so viel nützen, morgen in extra nur fürs Finale kreierten Trikots anzutreten: es lag nämlich an den Socken, wie der Helden von Berlin Norbert Dickel zu berichten weiß.

Kleine Randnotiz: Das Rekordergebnis im Pokal-Finale liegt bei 5:0. In dieser Höhe gewann der FC Schalke 04 1972 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Und sollten dem BVB nicht bis morgen noch ein paar modische Kniffe einfallen, die die Bayern „verwirren“ könnten, wackelt der Rekord morgen ordentlich.

Wobei das immer so eine Sache ist mit Weissagungen vor sportlichen Wettbewerben, weshalb sich dieser Teil des Beitrags auch im Falle eines Dortmunder Sieges von selbst vernichten wird.

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I bet you look good on the Sportplatz

Naja. Wäre aber auch doof, wenn man das nicht täte.

Nachher interessierte sich noch jemand für die fußballerische Leistung, die man erbracht hat. Wie gut, dass die Titelzeile für Fr“o“nck Ribéry nicht zutreffen kann. Da interessieren sich die Reporter dann doch eher für seine fußballerische Leistung. Bei all den unangebrachten Superlativen würde man sich dann aber doch lieber wünschen, dass die Titelzeile gälte, auch für Franck Ribery.

Also, mir kann man es aber auch nicht Recht machen. Morgens Brötchen mit Marmelade oder mit Käse?

Immerhin war es nur ein Autounfall und nicht Uli Stein oder Toni Schumacher oder gar der Dieter-Jakobs’sche-Tornetzhaken. I bet you look good.

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Wie ich das Internet besser verstehen lernte

Markus Lotter hat jetzt auch endlich seine Lektion gelernt. Oder vielleicht schon ein paar Mal vorher, das ist hier unbekannt. Niemand verfolgt doch ernsthaft die Kommentare in einer FC-Bayern-Kolumne, in denen sich dann die Bayern-Hasser und -Lieber verbal auf die Mütze geben, dass es kracht. Nur kracht es eben jedes Mal auf die gleiche Weise beim Thema FC Bayern, überall dort, wo man kommentieren kann. Und das ist so vorhersagbar wie langweilig, dass es in punkto Langeweile eigentlich nur noch vom Betrachten eines Formel-1-Rennens überboten wird.

Oder von einer Kolumne darüber, dass sich in einer Kolumne über den FC Bayern die Leute anschließend in den Kommentaren die Köpfe einschlagen. Naja, meine Oma hat auch nie verstanden, wie das mit dem Fernsehen technisch eigentlich funktioniert.

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Murmel… fauna

Man sollte sich ernsthaft sorgen, wenn einen selbst 9 Tore nicht hinterm Ofen hervorlocken können.

Bayern Maester.

Das hatten wir doch schon so oft, das ist deswegen auch nix Neues und auch eigentlich nichts Bedauernswertes, selten haben uns so viele Tore so gut unterhalten. Doch, ach, es ist ja kein Fließband. Es fließt immerzu, nur fließen wir nicht immerzu mit.

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Bayer Leverkusen — Hamburger SV

Lange, lange ist es her. So lange, dass man sich selbst an dieser Stelle nicht persönlich daran erinnert, weil das Gehirn noch nicht so weit ausgebildet war, Erinnerungen zu speichern, bei Blog-G wird man sich qua Alter besser erinnern.

In der Saison 1979/1980 fand der UEFA-Cup wie gewohnt statt, die diversen Runden wurden gespielt, bis es zum Halbfinale kam. Man weiß, Halbfinale ist dann, wenn noch vier Mannschaften übrig sind. Und 1979/80 kamen vier der vier Halbfinalteilnehmer aus Deutschland. Da hat sich die übrige europäische Fußballwelt wahrscheinlich in immens hoher Zahl vor dem Fernseher versammelt, um folgende Spiele zu betrachten:

Di 08.04. VfB Stuttgart - Borussia M‘gladbach 2:1
Mo 21.04. Borussia M‘gladbach - VfB Stuttgart 2:0
Di 08.04. FC Bayern München - Eintracht Frankfurt 2:0
Mo 21.04. Eintracht Frankfurt - FC Bayern München 5:1 n.V.

Warum UEFA-Cup-Halbfinals damals an Montagen und Dienstagen durchgeführt wurden, ist unbekannt, klar ist aber, dass schon der Halbfinalsieg der Eintracht nach Verlängerung gegen Bayern eine der Sternstunden der Frankfurter Vereinshistorie ist, die dann schließlich zu einer noch größeren Sternstunde führte, wie die weiteren Informationen von fussballdaten.de bezüglich des UEFA-Cup-Finales von 1980 zeigen, welches ja bekanntlich damals noch in Hin- und Rückspiel in den Stadien der jeweiligen Finalisten ausgetragen wurde:

Mi 07.05. Borussia M‘gladbach - Eintracht Frankfurt 3:2 (1:1)
Mi 21.05. Eintracht Frankfurt - Borussia M‘gladbach 1:0 (0:0)

Aufgrund der heute noch verwendeten Auswärtstorregelung in europäischen Pokalwettbewerben gewann Frankfurt somit als einer von sechs deutschen, fünf bundesdeutschen in diesem Bewerb gestarteten Teilnehmern zum ersten, einzigen und wahrscheinlich auch letzten Male den UEFA-Cup. Als Schütze des entscheidenden Tores durfte sich ein mir zuvor unbekannter Herr namens Fred Schaub tief in die Annalen der Eintracht eingraben. Dass er das so dringend benötigte Tor erst in der 81. Minute des Spiels erzielte und noch dazu erst vier Minuten vorher eingewechselt worden war, wird nicht wenig zu seinem vermuteten besonderen Status bei der Eintracht beigetragen haben. Die Aufstellung der Eintracht lautete in jenem Spiel übrigens:

Jürgen Pahl
Willi Neuberger
Bruno Pezzey
Charly Körbel
Horst Ehrmantraut
Werner Lorant
Bernd Hölzenbein
Bernd Nickel
Ronald Borchers
Bum-Kun Cha
Norbert Nachtweih

Allesamt Namen, die uns sehr vertraut sind (mit Ausnahme eben jenes Fred Schaubs), außerdem sehen wir hier, dass Bum-Kun Cha gleich mit zwei verschiedenen Clubs den UEFA-Pokal gewann, schließlich wiederholte er den Titelgewinn von 1980 im Jahr 1988 unter Rainer Calmund und dem Bayerkreuz.

Im Viertelfinale dieses überaus deutsch dominierten Wettbewerbs schalteten die Bayern übrigens in einem weiteren deutschen Duell den 1. FC Kaiserslautern aus, der „DDR“-Vertreter Dynamo Dresden scheiterte in einem weiteren-weiteren deutschen Duell in der 2. Runde am VfB Stuttgart.

Zur Stunde sind 3 der 5 Teilnehmer im UEFA-Pokal weiter, einer wird natürlich beim kommenden Achtelfinale zwischen Bayer Leverkusen und dem Hamburger SV ausscheiden, dennoch bleibt je nach Lossituation ein rein deutsches Halbfinale im „Bereich des Möglichen“.

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Lupenrein, sofern die Lupe rein ist

Die Nachforschungen, ob es überhaupt jemals einen lupenreinen Hattrick in der Bundesliga gegeben hat, können eingestellt werden, nachdem Luca Toni am Sonntag drei Mal gegen Hannover 96 traf. Dabei brachte er das Kunststück fertig, in einer Halbzeit je ein Mal mit dem linken Fuß, dem rechten Fuß und dem Kopf zu treffen. Chapeau.

Die Frage, ob dies vorher schon mal jemand fabriziert hat, ist damit allerdings nicht beantwortet.

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Hertha ist gerade hip: Pantelic

Heute möchte ich kurz darauf verweisen, dass bei Hertha ein gewisser Herr Olic Petric Pantelic schon nach nur gefühlten sieben Monaten im Trikot der alten Dame auf Rang 5 der ewigen Torschützenliste des Berliner Clubs vordringen kann, wenn er am Wochenende trifft. Während man bei Bremen, Gladbach oder Bayern dafür schon, na sagen wir mal, 8 Jahre im jeweiligen Verein und regelmäßig zweistellig treffen muss, reichen für die Hertha-Torschützenliste schon zwei erfolgreiche Wochen pro Quartal, wenn man denn derer sechs erreicht.

So ist das mit dem guten Näschen der Hertha für gute Stürmer.

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