Zum Inhalt springen

Schlagwort: FC Schalke 04

Der Professor, mit 18

Ja, sowas gibt es. Auch der Professor war mit 17 Jahren und einem Extra-Tag schon so schlau „dat glaubt man gar nicht“.

Wer nicht so schlau, aber auch nicht doof war, war Rolf Töpperwien. Man ist immer wieder erstaunt, wie tief man eigentlich in youtube hinabsteigen muss, um endlich mal ein Interview von einem bedeutenden, oder sagen wir, interessanten Spiel zu finden, bei dem nicht Rolf Töpperwien der Chefinvestigator ist. Hier aber ist er es. Und jetzt mal ehrlich: Wer von Euch Lesern wäre mit 18 plus 1 Tag so souverän am Mikro gewesen wie hier in diesem Fall der Professor?



Dass Schalker damals schon echte Ruhrgebietskanaillen waren, daran hatte ja auch vorher niemand einen Zweifel. Selbst die für damalige Zeiten gut behelmten Bullen haben Probleme, für Klarheit zu sorgen. Man würde sich doch dann und wann wieder Interviews wünschen, in denen die dahinter stehenden Fans „Olaf, Olaf!“ skandieren. Nicht aus Schalke-tum, sondern aus Fußball-tum. Achja, alte Kamellen off. Aber!

13 Kommentare

Mourinho rutscht Hand aus

Es gibt Nachrichten, die sind so abstrus, dass es schwer fällt, sie zu glauben.

Griechenland Europameister gehört in die Rubrik. Andy Möller wechselt zu Schalke war ein ganz heißer Kandidat der Kategorie „unglaubwürdig“, muss eine Ente sein. Ebenso dass Litmanen zu Hansa Rostock wechselt oder dass Uli Hoeneß keine Email-Adresse besitzt.

Und dann gibt es Nachrichten, bei denen wundert man sich überhaupt nicht und hält das Geschehene für absolut zutreffend, ohne es weiter prüfen zu müssen.

Matthäus mit Tochter Müller-Wohlfarth liiert. Christoph Daums Haarprobe ist positiv.

Und jetzt eben „Mourinho schlägt Fan“.

Das passt einfach.

Wenn man annimmt, dass Jose Mourinho sein Auftreten eben nicht zu großen Teilen inszeniert, sondern wirklich so ist, wie er sich gibt, dann passt es, dass der Auserwählte sich von ein paar dahingeworfenen Beleidigungen so sehr provoziert fühlt, dass ihm die Hand ausrutscht. Dieses Jähzornige in seinem Auftreten, das deutlich spürbare Brodeln eines Vulkans in ihm, macht es kaum noch nötig, die Meldung von seiner Attacke noch weiter zu prüfen. Juristisch selbstredend schon, aber das Bauchgefühl sagt:

Das passt.

6 Kommentare

Kurz verdrechselt

Erpressungsversuch gescheitert. Nachdem kompromittierende Handy-Fotos von seinen Zeichnungen an der Takttiktafel in die Fänge zwielichtiger Menschen fielen, versuchten diese, Jürgen Klinsmann zu erpressen: Sie drohten, öffentlich zu machen, was er da so an die Tafel geschrieben hatte. Glücklicherweise schwieg die Presse über diesen Vorfall so lange, bis die Übeltäter endlich gefasst waren. Der kleine Philipp, der schließlich am Übergabeort des Lösegelds gestellt wurde, redete sich damit heraus, dass ihm sein neuer Werbepartner, ein gewisser Herr Springer, dazu geraten hatte, mehr von diesen geheimen Leserfotos zu machen, dann gäbe es 500 Euro extra. Klinsmann selbst sagte, er hätte zu keiner Zeit schlecht schlafen können: „Auf den Fotos war ja nur das, was wir in einer weit entfernten Zukunft umsetzen möchten. Mit der Gegenwart hat das natürlich nichts zu tun.“

Klopp und Zorc ziehen die Reißleine. Nachdem bei Berechnungen einer eigens angeheuerten Beraterfirma herauskam, dass Borussia Dortmund in dieser Saison bislang die wenigsten Spiele verloren, die meisten Remis und die wenigsten attraktiv gespielt hatte, erkannte Jürgen Klopp sofort und als einziger im Raum diesen unauflöslichen Widerspruch und zog die Reißleine. Der ebenfalls zum Zieh-Zeitpunkt auf der Falltür befindliche Michael Zorc hatte gerade noch verdutzt und ungläubig auf die vielen Zahlen der von der Beraterfirma hereingereichten Tabelle geschaut. Just wollte er zur Frage ansetzen, was denn dieses Pluszeichen vor der Tordifferenz bedeute, so etwas kenne er aus seinen Büchern nicht, da ward er auch schon mit in den Schlund gerissen. Klopps Zukunft ist unbekannt, allerdings werden ihm Kontakte zur Abenteuerurlaub-Branche nachgesagt.

Jürgen Klinsmann kein Schuljunge. Jürgen Klinsmann will auf keinen Fall die Trainer-Schulbank drücken. „So lange ich hier Trainer eines Bundesligisten bin, kann ich nicht gleichzeitig eine Trainer-Ausbildung machen, das wird jeder verstehen.“ Matthias Sammer als DFB-Verantwortlicher für die Trainerlizensierung hatte diese Ausbildung vom Novizen gefordert. „Es kann nicht immer eine Lex Matthäus geben, irgendwann ist auch mal Schluss damit.“ Jens Lehmann murmelte auf der selben Pressekonferenz etwas von einem „Hubschrauber“, mit dem sowas trotz Terminproblemen mögliche werde, wurde aber aufgrund der schon angeworfenen Rotorblätter des direkt neben der Tür wartenden Helikopters von niemandem mehr verstanden.

Theo Zwanzigers Wahl doch gültig. Obwohl es viele zweifelnde Stimmen gab, ist Theo Zwanzigers Wahl zum Präsidenten des Deutschen Fußballbundes tatsächlich gültig und er in Wahrheit kein Erfüllungsgehilfe der DFL dabei, möglichst viel Kohle aus dem Premiumprodukt Bundesliga und symbiotisch verwachsenem Pay-TV zu pressen. Zwar sei er bei den Verhandlungen über den neuen Sonntagstermin zu spät gekommen, allerdings hatte ihn der Verantwortliche auch nicht informiert. Deshalb bliebe die Gültigkeit seiner Wahl unberührt. Da niemand weiß, wer denn jetzt eigentlich verantwortlich ist, ist Oliver Bierhoff als Bauernopfer im Gespräch, der seinerseits darauf verwies, alle privaten Werbeverträge regel- und vor allem fristgerecht angemeldet zu haben.

Werder Bremen hat nun doch kein Disziplinproblem. Die Gerüchte seien kürzend verfälscht worden: „Es ist nicht alles wahr, was in den Zeitungen stimmt.“ Weder sei Ze Roberto, der Zweite, unabgesprochen nicht aus dem Urlaub zurückgekehrt („Teil unseres neuen Konzepts“), noch hätte Miroslav Klose in einer ultrageheimen [********] (geheim) spontan die Taktik des Teams geändert. Meldungen darüber, dass es Jefferson Farfans Oma wieder besser gehe, seien hingegen zutreffend, wenn auch nicht Teil des Konzepts.

Peter Neururer Trainer auf Schalke. Nachdem der Ruf aus Schalke ertönt war, dass man den Heiland wieder benötige, machte Peter Neururer beim MSV Duisburg kurzen SMS-Prozess: „Ich bin dann mal weg.“ simste er dem kurz zuvor noch euphorisiert ob der Vertragsverlängerung mit Neururer ins Mikrofon säuselnden Walter Hellmich: „Der MSV gehört in die Champions League. Und ich auch.“ Im Exklusiv-Telefon-Interview auf 90elf, in dem Neururer aus der Kabine heraus noch schnell seine Expertentipps abgab, erinnerte er daran, dass er schließlich der erste war, der so blöd war, sich eine mühsam eingetippte Datenbank von seinem Sohn löschen zu lassen. Hinweise auf eine eventuell existente Berufsethik und Solidarität unter Kollegen schnaufte Peter der Große nuschelig in seinen Schnäuzer weg: „Lächerlich. Es ist niemand positiv auf Solidarität getestet worden, deshalb sollte man das Ganze schnell abhaken.“ Außerdem sei er damals falsch zitiert worden.

Markus Babbel grinst nach Pokal-Aus. „Wir haben viel gelernt. Wir machen jeden Fehler beim nächsten Mal ein bisschen besser“, versprach er den Journalisten. Die aber wollten das gar nicht hören, sondern warteten auf die endgültige Zusage Franck Ribérys, auch im nächsten Jahr noch unter Babbel zu trainieren. „Isch blaibe — vorerst“, sprach Ribéry in astreinstem Deutsch, wobei er das „vorerst“ nicht aussprach, sondern mittels Gebärdensprache in den Raum schraubte. Horst Heldts Nachfolger Rudi Völler erklärte Ribéry daraufhin strahlend zum „unverkäuflichen Drecksack“, während sich im selben Moment ein Hubschrauber mit madrilenischem Kennzeichen in die Lüfte erhob. Als sich die Staubwolken verzogen, tauchten die Schemen eines vom Hubschrauber Zurückgelassenen auf, der flugs versprach: „Zur WM 2010 bin ich wieder fit.“

3 Kommentare

„Das tut weh“

Natürlich tut das weh, eine Mannschaft, einen Trainer, beinahe alle Neueinkäufe, quasi einen ganzen Club und zu schlechter Letzt auch noch die eigene Reputation inklusive Autorität derart herabgewirtschaftet zu haben, dass es inzwischen schon beim Zusehen dessen weh tut, wie der Mann, dem alles weh tut, sich nun ständig erklären muss, was von ihm selbst gar nicht mehr zu erklären sein sollte.

2 Kommentare

„Keiner soll sich beklagen“

kicker: Am 1. August bekommt Schalke den Gegner für die Champions-League-Qualifikation zugelost. Zittern Sie schon vor einem Kracher, Herr Müller?

Andreas Müller: Bammel habe ich nicht. Nach unserer letzten Saison in der Champions League sollte die Mannschaft genügend Selbstvertrauen entwickelt haben, um gegen jeden Gegner zu bestehen.

kicker: Wie wichtig ist das neuerliche Erreichen der Gruppenphase?

Müller: Sie hat entscheidenden Charakter. (…) Diese Entwicklung müssen wir fortsetzen. Genauso, wie die Spieler lernen, mit dem Rhythmus Liga-Champions-League umzugehen.

(…)

kicker: Welche psychologische Wirkung hätte ein Scheitern?

Müller: Mit dieser Möglichkeit beschäftige ich mich nicht. Ich drehe es um: Das Wissen, in der Champions League dabei zu sein, würde einen zusätzlichen Schub für den Bundesligastart geben.

kicker: Fred Rutten ist nun einige Wochen im Amt. Welchen Eindruck haben Sie von ihm?

Müller: Seine Arbeit überzeugt mich total. Er hat einen klaren Plan, sowohl, was Trainingsarbeit und Spielphilosophie betrifft als auch im Umgang mit den Spielern.

kicker: Erklären Sie bitte die sportlichen Vorstellungen.

Müller: In der abgelaufenen Saison haben alle gesagt: Schalke steht defensiv gut, nach vorne fehlen die Ideen. Fred legt auch großen Wert auf eine gute Organisation, aber schon jetzt zeichnet sich ab, dass er das Kreative ungemein fördert. (…)

(…)

kicker: Ist Rutten ein harter Hund?

Müller: Für mich ist seine Art normal. Natürlich fordert er Dinge wie Disziplin und Respekt ein. Und er kann harte Entscheidungen treffen. Doch er haut keinem mit dem Holzhammer auf den Kopf. Selbst unangenehme Dinge verkauft er mit viel Charme, er kommuniziert viel und schafft dadurch eine gute Atmosphäre.

kicker: Brauchte die Mannschaft einen Disziplinfanatiker?

Müller: Ich sehe es als Generationenfrage. Früher waren viele Sachen selbstverständlich. Spieler gehen es heutzutage manchmal etwas lockerer an und dann beginnt es langsam zu bröckeln. Regeln müssen eingehalten werden.

kicker: Also war Mirko Slomka zu nachsichtig mit den Spielern?

Müller: Die Zeit unter Mirko war nicht unerfolgreich, er hat einen guten Job gemacht. Mit Fred Rutten wollten wir der Mannschaft neue Impulse geben. Wenn man am Ende etwas in der Hand halten möchte, muss sehr sensibel darauf geachtet werden, dass auch die letzten zehn Prozent mobilisiert werden. Ich will Konstanz bis zum Ende sehen.

kicker: Hält Schalke nächsten Sommer die Schale in der Hand?

Müller: Den Traum, Meister zu werden, verlieren wir nie aus den Augen. Wir starten jedes Jahr den nächsten Versuch. Aber wir sind realistisch. Für den Titel muss alles optimal laufen.

(…)

kicker: Zehn Millionen für Jefferson Farfan, knapp sechs für Orlando Engelaar. Sind die beiden die entscheidenden Mosaiksteine?

Müller: Mit Farfan und Engelaar haben wir zwei Topleute verpflichtet. Farfan hat in Eindhoven seine Torjäger-Qualitäten nachgewiesen und wird unsere Offensive beleben. Engelaar zeigt, dass er ein Organisator ist, der die Mitspieler führen kann. (…)

Erschienen im kicker vom 28. Juli 2008.

Zum Thema „Wir starten jedes Jahr den nächsten Versuch“ siehe auch „Die Schale muss weg“.

1 Kommentar

Morph your picture

Kennt jemand diesen kleinen Generator, bei dem man sein Bildchen hochlädt und eine simple Geschlechtsumwandlung durchführen oder beliebige Jahrzehnte an Alter hinzufügen kann lassen kann? Nein? Dann einfach mal bei den Betreibern der Schalker Seite nachfragen. Offensichtlich haben die Webmaster des FC Schalke zu viel mit diesem Ding herumexperimentiert und zu wenig Zeit auf die Abwehr von Hackerangriffen verwendet.

Wer noch das Bild von Matthias Herget im Gedächtnis hat, wie er mit wehenden Haaren für die Nationalmannschaft über den Platz sprintet, dabei das eine oder andere Tor erzielt und zudem für damalige Zeiten recht vital aussah, der sollte jetzt lieber die Finger von der Maus lassen. Auf keinen Fall klicken.

Für die Traditionsmannschaft des FC Schalke 04 spielt Matthias Herget nämlich noch und was so eine richtige Mannschaft ist, die etwas auf sich hält, gibt es natürlich Profile für jeden einzelnen Spieler. Mit Kaderbild für jeden einzelnen Teilnehmer. Allerdings hat man es mit dem künstlich herbeigeführten Alterungsprozess bei Matthias Herget für meinen Geschmack ein wenig übertrieben.

1 Kommentar

Bayern München war schon mal Meister?

11Freunde, SPON, Tagesspiegel, DerWesten, man weiß ja nicht mehr, wen man verlinken soll, alle Beiträge tauchen ohnehin auf allen Seiten gleichzeitig auf, dann eben nun auch hier, womit ich mich keineswegs einreihen möchte in die zuvor Genannten, fehlt jenen offensichtlich der geschulte Blick des Klugscheißers, der die folgenden Worte Mike Hankes bezüglich einer uns allen bekannten Szene sofort in den Mittelpunkt seines Beitrags gehoben hätte:

Plötzlich trabte Leverkusens Torwart Jörg Butt über das ganze Spielfeld zum Punkt, meine Verwunderung war groß, mein einziger Gedanke: „Was will der denn jetzt?“. Ich wusste nicht, dass er die vorherigen Elfmeter für Bayer auch schon geschossen hatte. Damit habe ich mich damals nun wirklich nicht beschäftigt.

Wir schreiben das Jahr 2004 — und Mike Hanke weiß nicht, dass Hans-Jörg Butt regelmäßig Strafstöße schießt und verwandelt? Zu diesem Zeitpunkt hatte Hans-Jörg Butt bereits 23 Tore in der Bundesliga erzielt und Mike Hanke hatte davon nichts mitbekommen?

Mir würde ja noch der Kiefer aus der Lade fallen, wenn ich mich nicht schon länger mit solchen Themen — dem schier unfassbaren Desinteresse an und der Gleichgültigkeit der Beteiligten gegenüber dem eigenen Beruf — „beschäftigte“. Was zur Hölle hat Mike Hanke in all den Jahren zuvor gemacht? Sich über seine Gegner informiert offensichtlich nicht.

Und so ein gnadenlos ignoranter Knilch wird auch noch für eine WM nominiert.

Es wäre ja traurig, wenn es nicht so teuer wäre.

11 Kommentare

Chaos um K.

Eigentlich geht’s gar nicht um K., sondern um Schwächen von Typo 3 und daraus folgende weitere lustige Ereignisse, dennoch ist man geneigt, zu sagen: Dass man das selbst sogar geglaubt hätte, wenn man es denn gelesen hätte, spricht Bände über a) und b). Aber lest selbst.

Ein schönes Stück.

Nachtrag: Königsblog und tumulder wussten es schon eher und wissen noch mehr.

4 Kommentare

Das einfache Hin- und Rückfahrtticket

Heute gibt es nix zu gewinnen, weil es keine erschöpfend richtige oder falsche Antwort gibt. Wer aber Lust hat, kann angesichts der immer unwahrscheinlich wahrscheinlicher werdenden Rückkehr des Prinz Pussy in den Club seines ersten Bundesligaeinsatzes gerne mal ein wenig sammeln, welche anderen Fälle dieser Art es bislang gegeben hat:

Bei einem Verein die Profikarriere begonnen, dann zu genau einem anderen Verein gewechselt und nach einer dort glücklichen oder -losen Zeit wieder zurückgewechselt und am Ausgangspunkt dann noch einen beträchtlichen Teil seiner Karriere gespielt (also nicht nur noch 1 Benefizspiel, um dann ins Management zu wechseln z. B.).

Mir fällt spontan nur

Olaf Thon (Schalke 04/Bayern München)

ein, auf den das zutrifft, aber die Historie sowie die Kenner ebenjener werden schon noch ein paar weitere Beispiele finden. Heute Abend will ich nicht unter einem doppelten Dutzend Fälle in den Kommentaren sehen. Googlen o. Ä. ist dieses Mal natürlich erlaubt, es zählen aber nur Spieler von solchen Clubs, welche den Großteil des Zeitraums der Karriere des Spielers in der 1. Liga verbracht haben.

Was das Schwarmgedächtnis bislang fand:

Olaf Thon (Schalke 04 – Bayern München – Schalke 04)
Jupp Henyckes (Mönchengladbach – Hannover 96 – Mönchengladbach)
Ralf Falkenmayer (Eintracht Frankfurt – Bayer Leverkusen – Eintracht Frankfurt)
Norbert Nigbur (Schalke 04 – Hertha BSC Berlin – Schalke 04)
Manfred Kaltz (HSV – Girondins Bordeaux – HSV)
Mathias Schipper (Schalke 04 – Alemannia Aachen – Schalke 04)
Klaus Fichtel (Schalke 04 – Werder Bremen – Schalke 04)
Friedhelm Funkel (Bayer Uerdingen – 1. FC Kaiserslautern – Bayer Uerdingen)
Hansi Dorfner (1. FC Nürnberg – Bayern München – 1. FC Nürnberg)
Uwe Freiler (FC Homburg – Waldhof Mannheim – FC Homburg)
Klaus Berge (Schalke 04 – 1. FC Saarbrücken – Schalke 04)
Thomas Kristl (1. FC Nürnberg – 1. FC Saarbrücken – 1. FC Nürnberg)
Friedel Lutz (Eintracht Frankfurt – TSV München 1860 – Eintracht Frankfurt)
Jürgen Täuber (1. FC Nürnberg – Schalke 04 – 1. FC Nürnberg)
Helmut Winklhofer (Bayern München – Bayer Leverkusen – Bayern München)
Thomas Strunz (Bayern München – VfB Stuttgart – Bayern München)
Andreas Bielau (Sachsenring Zwickau – Carl Zeiss Jena – Sachsenring Zwickau)
Bernd Bransch (HFC Chemie – Carl Zeiss Jena – HFC Chemie)
Rüdiger Schnuphase (Rot-Weiß Erfurt – Carl Zeiss Jena – Rot-Weiß Erfurt)

76 Kommentare

Wir schreiben das Jahr 1904

Und Andreas Müller lässt sich zum Thema seiner Fehleinkäufe und deren großen Disziplinlosigkeiten so zitieren:

„Man kann den Spielern nur vor den Kopf schauen.“

Natürlich kann man das nur, es ist ja auch erst 1904.

Wäre es hingegen 2009, oder damals eben 2008 oder 2007, könnte man Testverfahren anwenden, die Aufschluss über die Persönlichkeitsmerkmale eines Menschen mit einer gewissen Zuverlässigkeit geben, ohne dass dem Probanden dabei besondere Möglichkeiten zur Manipulation dieser Tests offenstehen.

Tja, das wäre was, Manager Müller, wenn man dann vielleicht schon bevor man ein paar Millionen Euro auf den Kopp gehauen hat, wüsste, was man da eigentlich kauft. So eine Art Stiftung Warentest für Persönlichkeitsprofile. Ja, da freut man sich jetzt schon drauf auf Schalke. Man könnte dann vielleicht sogar schon lange vor 2007 bei Arsenal oder beim AC Milan anfragen, ob sie nicht mal ein paar Kopien dieser Testbögen rüberfaxen könnten.

Bis dahin allerdings muss man es beim Handlesen Bauchgefühl Vor-den-Kopf-Schauen belassen.

Schade um die Millionen.

11 Kommentare

Huub Stevens‘ Wutrede

Wer niederländisch versteht, plattdeutsch reicht wahrscheinlich auch, ist beim Video von Huub Stevens‘ Wutrede (ab 0:50) mit darauffolgendem vorzeitigem Abgang aus der Pressekonferenz vor dem Spiel PSV Eindhoven gegen FC Liverpool im Vorteil. Anlass waren die Fragen der Journalisten zu den Streitigkeiten von Huub Stevens mit seinem Spieler Carlos Salcido.

Ob da jemand schon mal ganz bewusst seinen eigenen Abschuss vorbereitet, um in Kürze woanders einzusteigen?

6 Kommentare

Der verbale Schatten Thomas Hörsters

So langsam sollten Trainer es doch mal verstanden haben: Realistische Einschätzungen der Leistungsfähigkeit des eigenen Teams werden zwar nicht mit Enthauptung — moderne Zeiten wie diese — aber zumindest mit der Entlassung bestraft. Geteert und gefedert wird nicht mehr. Dennoch sollte man nie zugeben, dass man ratlos ist und oder die Mannschaft im aktuellen Zustand keine Chance beim nächsten Gegner oder auf die Erreichung der gesetzten Ziele hat.

Armin Veh sprach letztens noch davon „gefühlt Neunzehnter“ in der Tabelle zu sein, was zu zwei Anmerkungen verleitet: Armin Veh kennt sich in der Bundesliga tatsächlich nicht so gut aus, sonst wüsste er, wie das mit den 17 Heimspielen pro Saison zustande kommt. Zweitens war die Auskunft über seine inneren JBKs so ziemlich das letzte, was er als Trainer tat.

Großes Vorbild einer solchen Selbstaufgabe vor laufender Kamera war Thomas Hörster, der in einem Interview kurz nach Schlusspfiff eines verlorenen Spiels zugab, „keine Hoffnung mehr und nach dieser Leistung aufgegeben“ zu haben, Bayer Leverkusen noch vor dem Abstieg retten zu können. Womit auch das das letzte war, was er als Trainer dieser Mannschaft tat.

Ein anderer deutscher Trainer ist zur Zeit war bis neulich bei Real Madrid, wo man ohnehin schon große Probleme mit Einschätzung und Realität und beidem gleichzeitig erst recht hat. Am Sonntag sprach Bernd Schuster darüber, wie er die Chancen seiner Mannschaft einschätzt, das kommende Spiel in Barcelona zu gewinnen:

„Das ist unmöglich.“

Konsequenz: Auf Schalke und wo sonst noch der Erfolg fehlt, dürfte demnächst erneut der Name Bernd Schuster in der Verlosung sein, wenn es wieder heißt: Dreh dich, Trainerkarussell.

6 Kommentare

Die Schale muss weg

Ja, getz lass uns mal zur Sache kommen, Schätzchen, während die Hülsenfrüchte weiterhin dort remainen, wo sie eigentlich verkauft werden sollen. Es ist schon interessant, wie man mit wenig Bla-bla viel gar nix sagen kann, aber das hier hat schon Qualitäten, die nahezu Nahe Normalnull liegen. Also kurz vor Ajax Amsterdam.

Falls jemand auf Schalke Andreas Müller als „Schalker“ empfinden sollte, sollte er das nun und möglichst schnell kundtun. Viel Zeit wird er dafür nicht mehr haben.

Wer hat dieses Rhetoriktalent je bloß eingestellt?

„Das Gequatsche, ‚Ich will die Schale‘, das muss weg‘“.

Welche Mitarbeiter „um die Mannschaft herum“ meint Müller, wenn nicht sich selbst?

6 Kommentare