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Schlagwort: Gerd Müller

Aber manche sind gleicher

Wer gedacht hätte, dass Uli Hoeneß der erste Präsident des FC Bayern München war, der wegen Steuerhinterziehung verurteilt wurde, bevor er ins Amt kam, liegt falsch. Das hat Franz Beckenbauer schon lange vor ihm geschafft, als er Ende der 1970er wegen Steuerhinterziehung in der Schweiz (!) zu einer Geldstrafe verurteilt wurde und später eben Präsident. Nachzulesen, wie vieles andere rund um den Fakt, dass alle Tiere gleich sind, vor allem in Bayern manche aber eben gleicher, hier in der taz.

Selbst, wenn man vieles von dem dort Geschilderten schon hat läuten hören, kommt man beim Lesen aus dem Staunen kaum noch heraus, wie hier:

„Der Minister habe ihm eröffnet, er könne nicht zustimmen, weil er selbst früher Beckenbauer bei der Steuerhinterziehung über die Schweiz geholfen habe.“

Aber lest selbst.

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Ewige Torschützenliste im DFB-Pokal

Korrekt müsste der Titel eigentlich lauten: Ewige Torschützenliste im DFB-Pokal und im Tschammer-Pokal. Denn als solcher wurde dieser Wettbewerb im Jahre 1935 eingeführt. Die letzte Ausspielung erlebte er im Jahr 1944, mit dem erfolgreichen Titelverteidiger Dresdner SC. Danach wurde er als DFB-Pokal wiederbelebt und allgemein gültig ist in Deutschland die Zählweise, dass man beide Wettbewerbe zusammenfasst und auch zusammen wertet. So auch geschehen in dieser Liste, der ewigen Torjägerliste im DFB-Pokal. Dennoch hat kein Spieler aus der Zeit vor dem Krieg Eingang in diese Liste der 40 besten Torschützen erhalten, die nur 9 Ausspielungen waren wohl zu wenige, um auf die nötige Zahl der Tore zu kommen, zumal viele Spieler ab 1939 auch zur Wehrmacht gehen mussten und nicht weiter Fußball spielen konnten. Sehr erstaunlich ist hier der riesige Abstand vom ersten Müller zum zweiten Müller. Gerd erzielte fast doppelt so viele Tore im DFB-Pokal wie der Zweitplatzierte, der seinerseits nur zwei Tore Abstand auf den Dritten besitzt. Einige Spieler in dieser Liste sind übrigens (Stand Oktober 2019) noch aktiv. Neben der grauen Eminenz Claudio Pizarro gilt das für Thomas Müller, Robert Lewandowski und Mario Gomez. Alle vier sind mit ihren Clubs auch ins Achtelfinale der Ausgabe 2019/20 eingezogen, können also auch noch weiter treffen und damit Boden gut machen in dieser Liste. Martin Harnik, der an den HSV ausgeliehen ist, kann hingegen nicht mehr treffen, er schied mit seinem Club gegen jenen von Mario Gomez aus.

Spannend sind natürlich rund um den DFB-Pokal auch immer Aktivitäten, die einem selbst dabei helfen können, ein wenig am Erfolg zu partizipieren. Der Rekordgewinner des DFB-Pokals setzte sich zuletzt in einer Werbeaktion für faires Spielen in Casinos ein und zog Vergleiche zum sportlichen Fußballspielen. Um wen es sich hierbei handelt, erfährt man weiter unten. Dieser besondere Spieler im deutschen Fußball setzt sich mit seinem Namen jedenfalls dafür ein, dass man bei Automaten in Deutschland eine faire Siegchance hat und man diesen Anbietern trauen kann. Wie man auf dieser Webseite sieht, geht es den besten Casinoanbietern neben vorteilhaften Willkommensboni und hohen Auszahlungsraten insbesondere auch darum, sichere Spielautomaten anbieten zu können. Mit der steigenden Anzahl an Anbietern im Internet ist es immer gut zu wissen, wo man seriös und zuverlässig für sein Geld ein wenig am Glücksspiel teilnehmen kann. Glück, das brauchen auch immer wieder unterklassige Teams im DFB-Pokal, um sich gegen klassenhöhere Clubs durchzusetzen. Dies gelingt zwar immer mal wieder, aber eben doch eher selten und wenn, dann noch seltener gleich mehrmals in Folge. Und so findet sich auch kein Spieler in den Topplätzen dieser Wertung, der nicht Profi gewesen wäre – oder es noch ist.

Liste Torjäger DFB-Pokal

Hier nun die komplette Liste in der praktischen Übersicht:

Spieler Tore
Gerd Müller 78
Dieter Müller 48
Klaus Fischer 46
Manfred Burgsmüller 40
Klaus Allofs 39
Hannes Löhr 39
Ronald Worm 35
Claudio Pizarro 34
Robert Lewandowski 33
Karl Allgöwer 31
Thomas Müller 31
Dieter Hoeneß 28
Erwin Kostedde 28
Jupp Heynckes 27
Heinz Flohe 26
Mario Gomez 26
Hans-Joachim Abel 25
Bernd Hölzenbein 25
Stefan Kuntz 25
Frank Neubarth 25
Karl-Heinz Rummenigge 25
Erich Beer 24
Bruno Labbadia 24
Frank Mill 24
Bernd Rupp 24
Horst Hrubesch 23
Wolfgang Overath 23
Thomas Allofs 22
Dieter Herzog 22
Christian Schreier 22
Rüdiger Wenzel 22
Carsten Jancker 22
Bernd Nickel 21
Uwe Seeler 21
Roland Wohlfarth 21
Martin Harnik 21
Miroslav Klose 20
Uwe Rahn 20
Wynton Rufer 20
Michael Rummenigge 20

Somit sind gleich zwei Brüderpaare hier vertreten: Michael und Karl-Heinz Rummenigge und Klaus und Thomas Allofs. Uli Hoeneß hingegen hat anders als sein Bruder nicht ausreichend häufig getroffen, um hier berücksichtigt zu werden. 12x traf Uli Hoeneß und liegt damit auf Rang 103 – zu wenig für einen Spitzenplatz unter den ewigen Torjägern im DFB-Pokal. Gewonnen hat er den DFB-Pokal auch nur ein einziges Mal, nämlich 1970. Sein Bruder Dieter hingegen spielte 1982 im Finale mit Turban und köpfte mit dieser Kopfverletzung sogar noch ein Tor beim 4:2-Sieg über den 1. FC Nürnberg. Auch das ist hier natürlich mitgezählt. Insgesamt gewann Dieter Hoeneß dreimal den DFB-Pokal, nämlich 1982, 1984, 1986, dies aber anders als Uli Hoeneß ohne die Mithilfe des Führenden in dieser List, dem Rekordmann Gerd Müller.

Rekordsieger im DFB-Pokal: Bastian Schweinsteiger

Rekordsieger des DFB-Pokals ist übrigens Bastian Schweinsteiger mit 7 Titeln, einer mehr als die Zweitplatzierten Franck Ribery, Philipp Lahm, Claudio Pizarro und Oliver Kahn. Sollte Werder Bremen in diesem Jahr den DFB-Pokal gewinnen, zöge Claudio Pizarro mit seinem alten Teamkameraden Schweinsteiger an gewonnenen Titeln gleich.

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Ewige Torschützenliste Europapokal der Pokalsieger

Eigentlich sagt man, dass im Sport alle Rekorde irgendwann einmal gebrochen werden. Erst Recht im Fußball, wo man eher nach Zahl der Tore oder Einsatzminuten oder Platzverweisen schaut und rechnet. Somit sind hier keine absoluten Leistungen im Spiel, die in anderen Sportarten irgendwann mal an ihre rein biologisch machbaren Grenzen stoßen. Und doch gibt es da eine ganz besondere Form von Rekorden, die auch im Fußball auf ewig Bestand haben werden. Es sind jene Rekorde, aus Wettbewerben, die eingestellt wurden. Zumindest so lange niemand auf die Idee kommt, den Europapokal der Pokalsieger doch wieder einzuführen, gilt dieser Umstand nämlich für genau diesen Europapokal, der damals sogar als E2 eingestuft war, somit vor dem UEFA-Pokal. Schließlich spielten hier ausschließlich Titelträger aus der Vorsaison mit und nicht etwa schnöde etwaige Fünft- oder gar Sechstplatzierte einer Liga. Somit ist der Rekordtorjäger, den man unten in der Liste findet, zunächst auf unbestimmte Zeit genau dieser des Europapokals der Pokalsieger.

Sensationen hier viel wahrscheinlicher

Was diesen Pokal so besonders machte, war, dass hier auch immer wieder wirklich kleine Clubs teilnehmen konnten, wenn ihnen die Überraschung gelungen war, ihren jeweiligen nationalen Pokal zu gewinnen. Und somit sogar kleine Clubs mit ein bisschen Losglück sogar eine ernsthafte Chance erhielten einen Europapokal zu gewinnen und sich in die Liste der Sieger des Europapokals der Pokalsieger eintragen zu dürfen. Damals machten Wetten auf Außenseiter, die man zu jener Zeit noch nicht wie heute mit einem bet365 Angebotscode online platzieren konnte, auch noch wesentlich mehr Sinn als in der Champions League oder Europa League heutzutage. Wobei Spielereien mit diesem Wettbewerb natürlich nicht mehr möglich sind, solange die UEFA es sich nicht noch einmal anders überlegt.

Liste Torjäger Europapokal der Pokalsieger

Doch blicken wir nun tatsächlich auf die Ewige Torschützenliste des Europapokals der Pokalsieger, die jemand anführt, der zwar gleich zwei WM-Finals in seiner Karriere bestritt, aber erstens nie Weltmeister wurde und zweitens dennoch nicht zu den ganz großen Koryphäen des Weltfußballs gehört. Hier immerhin führt er diese Liste an.

Name Spiele Tore
1. Rob Rensenbrink 33 25
2. Gerd Müller 25 20
3. Hans Krankl 33 18
4. Gianluca Vialli 28 17
5. Kurt Hamrin 20 16
6. Hristo Stoitchkov 26 14
Bernd Schuster 27 14
8. Francois van der Elst 26 13
9. John Bosman 25 12
Allan Simonsen 17 12
11. Klaus Allofs 31 11
Domingos Mascarenhas 10 11
Jorge Mendonca 19 11
14. Janos Göröcs 12 10
Ian Wright 13 10
Nestor Combin 9 10

Rob Rensenbrink heißt der gute also, der diese Ewige Torjägerliste anführt, gefolgt vom Ewigen Gerd Müller, der hier ausnahmsweise einmal nicht den Rekord hält. Der Dritte im Bunde ist ebenfalls ein Deutschsprachiger, mit Hans Krankl aber ein Österreicher. Und ansonsten tauchen dort neben Bernd Schuster und Klaus Allofs doch einige Namen auf, die man überhaupt noch nie vernommen hat, mit durchschnittlichem Fußballwissen ausgestattet.

Weitere Deutsche in der Liste

Weitere Deutsche in dieser Liste mit wenigstens mehr als nur drei oder vier Toren gibt es übrigens auch noch eine, die aber den hier beliebig gewählten Cut anhand des Kriteriums „mindestens zweistellig erzielte Tore in diesem Wettbewerb“ nicht geschafft haben. Als da wären Uwe Seeler mit 7 Treffern aus 11 Partien, der weitgehend unbekannte Ferdinand Keller, ebenfalls vom HSV, ebenfalls mit 7 Toren in sogar nur 6 Partien. Außerdem auch Carsten Jancker und Ulf Kirsten mit jeweils 6 Toren, was auch Lothar Emmerich und Bernd Hölzenbein schafften. Einige weniger bekannte Deutsche auslassend kommt dann Fredi Bobic mit 5 Treffern in Diensten des VfB Stuttgart, und dann folgen drei Spieler mit jeweils 4 Toren: Marco Bode, Frank Neubarth und der gute, alte Paul Breitner.

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„Profis“ – als Paul und Uli noch Freunde waren

Das Samstagabendspiel der Bundesliga ist beendet und das Aktuelle Fußballstudio hat noch nicht begonnen. Da kann man die Zeit nutzen, eine Bildungslücke zu schließen. Und zwar recht passend zu den Themen, die aktuell die Bundesliga bewegen. Ritter Paul Breitner ist bei seinem (Ex-) Freund Uli Hoeneß in Ungnade gefallen, dieser ließ ihn bitten, vorerst nicht mehr auf der Ehrentribüne zu erscheinen. Dabei lebten die beiden als Aktive doch lange Jahre in einer WG zusammen, teilten das Zimmer bei Auswärtsspielen, in Trainingslagern und somit auch das Bett.

In die Spätphase dieser zumindest physisch engen Beziehung fällt die Doku „Profis“, in der die beiden während der Saison 1978/79 ein Jahr lang begleitet werden. Ein Jahr, in dem sich für beide unheimlich viel ereignete, wie für den Verein FC Bayern ebenfalls. Man möge sich nicht von der nur anfänglich sehr schlechten Bildqualität abhalten lassen, zumal das ganze Stück mit 58 Minuten kürzer ist als eine einfache Antwort von Rainer Calmund. In diesen 58 Minuten erlebt man aber nicht nur einen damals noch nachdenklichen, fast schüchternen Uli Hoeneß und den auch damals schon mit der Gewissheit, die Löffel voller Weisheit schon als Kind einverleibt bekommen zu haben, ewig dozierenden Paul Breitner. Nein, man erlebt einiges an Bundesliga-Historie hautnah.

Von der Zeit Uli Hoeneß‘ beim 1. FC Nürnberg, Spielszenen gegen seinen Bruder Dieter, den er später als erste Amtshandlung in seinem neuen Job als Manager zum FC Bayern holte, von der Revolution beim FC Bayern gegen den geplanten neuen Trainer Max Merkel, wie die Mannschaft offenbar zuvor beim 1:7 bei Fortuna Düsseldorf gegen den ungeliebten, weil unfähigen Trainer Gyula Lorant (dessen Unfähigkeit hatte Paul Breitner schon noch wenigen Tagen erkannt, klar) spielte und sich ohne Lorant zu einem 7:1 bei Borussia Mönchengladbach aufschwang, wie der Hamburger SV Meister wurde, bis hin zu einer lange Szene fast am Schluss, in der man Paul Breitner mit Mikro ausgestattet während eines Bundesligaspiels beim Ächzen, Jammern, Anfeuern, Kommandieren, Reklamieren und sich Ärgern zuhören kann.

Wer sich nicht für die Beziehung der beiden auch heute noch Protagonisten nicht nur des FC Bayern, sondern des gesamten deutschen Fußballs interessiert, für den lohnt sich schon dieses Schmankerl, einmal Mäuschen bei einem so meinungsstarken Spieler wie Paul Breitner während einer Partie spielen zu dürfen. Und für Collinas Erben vielleicht auch ein gut nutzbares Beispiel dafür, wie ein Schiedsrichter eben öfter mal einfach weghören sollte, wenn sich ein Spieler aufregt.

Und, natürlich, entstanden noch in den 1970er Jahren, ist „Profis“ mit seiner trotz der sich überschlagenden Ereignisse aus heutiger Warte gemächlichen Erzählweise und noch gemächlicheren Stimme aus dem Off auch in Bezug aufs Handwerk einer filmischen Dokumentation ein Zeitzeugnis – wie natürlich an erster Stelle der Bundesliga selbst.



Prädikat: Nicht nur für Fans des 1. FC Nürnberg ein echtes Muss.

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Alle Meister in der NASL

Die NASL war die North American Soccer League, die in den Jahren von 1968 bis 1984 eben in Nordamerika als professionelle Fußballliga betrieben wurde. Andere, meist lokale Ligen im Fußball gab es auch vorher und nachher, doch eine US-weite, bzw. mit Einbeziehung von Teams aus Kanada sogar internationale Profiliga gab es vorher nicht.

Wie es der Zufall so wollte, wurde dann zeitgleich eine Konkurrenzveranstaltung aus der Taufe gehoben, die anders als die NASL auch von der FIFA anerkannt wurde. Diese United Soccer Association getaufte Liga blieb hierzulande aber noch unbekannter als es bei der NASL der Fall war, zudem rekrutierte sie sich aus zwölf tatsächlich in Europa und Südamerika beheimateten Clubs, die eine Art Showliga in den USA abhielten. Diese überlebte aber nur ein Jahr, 1967, ehe sie anschließend mit der NASL zusammengeführt wurde.

(Alternde) Stars aus Europa in den Kadern der Teams

In Europa hätte man wohl kaum Notiz von dieser Liga genommen, wenn nicht viele bekannte Stars aus dem europäischen Fußball dem Lockruf des für damalige Verhältnisse tatsächlich großen Geldes, das es eine zeitlang in der NASL zu verdienen gab, gefolgt wären.

Darunter so illustre Namen des Weltfußballs wie:

  • Pelé
  • Johan Cruyff
  • Gerd Müller
  • George Best
  • Gordon Banks
  • Franz Beckenbauer
  • Bobby Moore
  • Eusebio
  • Carlos Alberto

Diese spielte in stets unterschiedlichen Besetzungen der Liga eine reguläre Saison und anschließend Playoffs, die in einem einzigen Finalspiel mündeten. Das gewannen in den Jahren des Bestehens der NASL die folgenden Clubs:

Jahr Meister
1968 Atlanta Chiefs
1969 Kansas City Spurs
1970 Rochester Lancers
1971 Dallas Tornado
1972 New York Cosmos
1973 Philadelphia Atoms
1974 Los Angeles Aztecs
1975 Tampa Bay Rowdies
1976 Toronta Metros-Croatia
1977 New York Cosmos
1978 New York Cosmos
1979 Vancouver Whitecaps
1980 New York Cosmos
1981 Chicago Sting
1982 New York Cosmos
1983 Tulsa Roughnecks
1984 Chicago Sting

Rekordsieger der versunkenen NASL ist damit der wohl bekannteste Club der Historie der NASL, Cosmos New York, wo Franz Beckenbauer zusammen mit Pelé spielte und drei Mal nordamerikanischer Meister wurde, nämlich in den Jahren 1977, 1978 und 1980. Nach einer zwischenzeitlichen Rückkehr in die Bundesliga, zum Hamburger SV, kehrte Beckenbauer 1983 noch einmal für einige Spiele in die NASL zurück, da stand sie aber schon kurz vor ihrer Auflösung. Ihre letzte Saison erlebte sie 1984.

Zuschauerinteresse in der NASL meist nur vierstellig

Immer noch war Fußball bei den Amerikanern nicht angekommen. Die Zuschauerzahlen schwankten zwischen etwa 3.000 noch in den 1960er Jahren, erreichten ihren Höhepunkt 1980 mit 14.440 im Schnitt und wären deutlich schlechter gewesen, wenn nicht wenigstens in New York regelmäßig teils mehr als 40.000 Zuschauer – meist mit noch sehr jungen europäischen Wurzeln – zu den Spielen der NASL gekommen wären. Auch wenn man Bilder wie dieses aus der NASL kennt, mit prall gefüllten Tribünen, war das eben fast ausschließlich in New York der Fall. Meist sah es dann eher so aus. Eine Ausnahme stellten meist die Teams aus Kanada dar, wo der Zuschauerzuspruch ebenfalls recht hoch war.

In Deutschland als Operettenliga angesehen

Da man fast nur auf alternde Stars aus Europa und Südamerika setzte, fehlte dem gemeinen Amerikaner die Identifikationsmöglichkeit mit den Spielern. Zudem wurde Fußball damals noch als absolut exotisch in den USA angesehen. Der Begriff der „Operettenliga“ wurde damals sehr despektierlich für die NASL in Deutschland eingeführt, gerade so als sei das kein ernsthafter Sport. Eben nur Zeitvertreib, wie man es den amerikanischen Bemühungen, im Fußball endlich Fuß zu fassen ohnehin zu jener Zeit gerne vorwarf. Wie in einer Show am Broadway fühlte man sich aus Europa kommend wohl, wenn man die Spiele der NASL verfolgte. Noch dazu hatte man dort das Unentschieden abgeschafft. Gab es nach 90 Minuten keinen Sieger, wurde ein Shootout ähnlich desjenigen, welches im Eishockey angewandt wird. Auf europäische und südamerikanische Fußballseelen wirkte dies damals recht befremdlich.

Ständiges Kommen und Gehen der Clubs an der Tagesordnung

Insgesamt gab es genau 43 verschiedene Teams, die in den 17 Jahren ihres Bestehens an der NASL teilnahmen. Viele von ihnen existierten aber oftmals nur zwei bis vier Saisons, was die Identfikation zusätzlich erschwerte. Hinzu kamen Namensänderungen und Umzüge, wie man es auch heute noch aus dem US-Sport kennt. Kein einziges dieser 43 Teams schaffte es jedenfalls, von Beginn der NASL bis zu ihrem Ende dabei zu bleiben.

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Ewige Torschützenliste des FC Bayern München in der Bundesliga

Bekanntlich erst 1963 und damit als letztes Land der größeren Fußballnationen in Europa führte man in Deutschland eine landesweite höchste Liga im Fußball ein. Seit über 50 Jahren rollt also der Ball an jedem Wochenende in der Saison und die Tore fallen ein ums andere. Natürlich ist der Rekordmeister FC Bayern München auch jener Club mit den meisten Toren in der Ewigen Tabelle der Bundesliga.

Wie viele Tore erzielten aber die einzelnen, besten Spieler des Rekordmeisters FC Bayern? Über allem thront dabei natürlich das absolute Torwunder Gerd Müller, der mehr als doppelt so viele Tore wie der Zweitplatzierte Karl-Heinz Rummenigge erzielte. Die folgende Liste zeigt alle Top 20 Torschützen des FC Bayern München seit Einfühung der Bundesliga. Bis auf einige Spieler aus den ganz frühen Jahren sind nur äußerst bekannte Namen dabei.

Liste der Torschützen des FC Bayern München in der Bundesliga

Spieler Einsätze Tore
1. Gerd Müller 427 365
2. Karl-Heinz Rummenigge 310 162
3. Roland Wohlfarth 254 119
4. Dieter Hoeneß 224 102
5. Giovane Elber 169 92
6. Thomas Müller 233 91
7. Mehmet Scholl 333 87
8. Claudio Pizarro 224 87
9. Uli Hoeneß 239 86
10. Lothar Matthäus 301 85
11. Paul Breitner 255 83
12. Arjen Robben 144 78
13. Roy Makaay 129 78
14. Mario Gomez 115 75
15. Franz Roth 322 72
16. Franck Ribery 211 72
17. Rainer Ohlhauser 160 64
18. Dieter Brenninger 190 59
19. Klaus Augenthaler 404 52
20. Robert Lewandowski 69 52

Stand dieser Liste ist der 6. Oktober 2016, später erzielte Tore werden erst nach Saisonende eingepflegt werden.

Beste Torjäger nach Torquote

Berücksichtigt man bei den erzielten Toren auch die Zahl der absolvierten Spiele, so erhält man eine Torquote, die aussagt, wie viele Tore der jeweilige Spieler pro Spiel erzielt hat. Hier fanden nur Spieler mit mindestens 10 Partien Eingang in die Berechnung – und schon tauchen mit Luca Toni, Mario Mandzukic und Jürgen Klinsmann drei Spieler auf, die nicht in den absoluten Top 20 der Torschützen des FC Bayern München in der Bundesliga zu finden sind. Unangefochtener Erster auch dieser Liste ist allerdings wiederum Gerd Müller.

  1. Gerd Müller 0,85
  2. Robert Lewandowski 0,75
  3. Mario Gomez 0,65
  4. Luca Toni 0,63
  5. Mario Mandzukic 0,61
  6. Roy Makaay 0,60
  7. Giovane Elber 0,54
  8. Arjen Robben 0,54
  9. Karl-Heinz Rummenigge 0,52
  10. Jürgen Klinsmann 0,48

Hinzufügen muss man aber den Hinweis, dass einige der gelisteten Spieler noch aktiv sind. Sie können sich also in Bezug auf ihre Torquote noch steigern oder aber auch verschlechtern, sofern sie noch für den FC Bayern München aktiv sind.

Viele noch aktive Spieler in den Listen

In der Liste der reinen Zahl der Tore können sie sich hingegen logischerweise nur noch verbessern. Das gilt aktuell – zum Zeitpunkt des Entstehens des Beitrags – für Arjen Robben, Franck Ribery und Thomas Müller sowie Robert Lewandowski, der zwar erst auf Rang 20 der Liste auftaucht, aber nach Gerd Müller die zweitbeste – und enorm beeindruckende – Torquote von 0,75 Toren pro Spiel aufweist. Sicher mag es damit zu tun haben, dass die Dominanz des FC Bayern in den letzten Jahren noch größer geworden ist als in den ersten Jahren des Bestehens der Bundesliga, dass so viele aktuelle Spieler in den Top 20 vertreten sind. Vielleicht nicht ganz fair gegenüber früheren Größen wie Dieter Hoeneß, Jürgen Klinsmann oder Mehmet Scholl, aber so sind die Verhältnisse nun mal.

Auf der anderen Seite hat das den angenehmen Vorteil, dass man diese Größen heute noch leibhaftig vor Ort im Stadion sehen kann, auch wenn FC Bayern Tickets höchst begehrt sind. Die Allianz-Arena ist schließlich bei Partien in der Bundesliga immer ausverkauft, und das schon seit etlichen Jahren. Wer sich aber lange genug bemüht, wird irgendwann auch an FC Bayern München Tickets kommen – und vielleicht den einen oder anderen aus obiger Liste live ein Tor erzielen sehen.

Nur eins ist sicher wie das Amen in der Kirchen: jemanden, der Gerd Müller in dieser Liste ablöst, wird man in diesem Leben nicht mehr miterleben können. Umso beeindruckender bleibt die Leistung vom „Bomber der Nation“, wenn man neben den Toren für den FC Bayern München auch noch seine Leistungen und Torwerte in der Nationalmannschaft von Deutschland berücksichtigt.

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Update! „Tor des Jahres“ — alle auf einen Klick-Blick

[Update Nr xy] Marcel Risse 2016 mit einem überaus sehenswerten Freistoßtor, Lukas Podolski 2017. Nils Petersen mit schönem Weitschuss 2018.

[Update Januar 2016] Das Tor des Jahres 2015 erzielte Carsten Kammlott. Das wird hier extra noch mal erwähnt, weil man sich den dazugehörigen Beitrag der Sportschau ruhig geben sollte, sofern man sehen möchte, wie ein Profi der 3. Liga so lebt. Jeden Sonntag bei den Eltern zum Essen (wobei das der eine oder andere Weltmeister ja ebenso pflegen soll) und derlei mehr. Nicht prickelnd, aber erhellend. Und das Tor an sich natürlich: hier der Beitrag (der obere), sicher nicht lange online. (Außerdem erfährt man so, dass Reinhold Beckmann immer noch die Sportschau macht. Dachte, der spielt jetzt Gitarre.) Und für die Jüngeren vielleicht interessant, dass dieses Tor einen weltbekannten Vorfahren hatte. Das Tor, nicht Kammlott.

[Update April 2013] Dass ein Schwede mit bosnischen Wurzeln in einem Freundschaftsspiel in Schweden gegen England das Tor des Jahres in Deutschland erzielen kann, bleibt eines dieser Geheimnisse des professionellen Sportjournalismus. Ein fantastisches Tor erzielte Ibrahimovic mit seinem Fallrückzieher natürlich unbestritten, aber die Frage, was das bei den deutschen Toren des Jahres zu suchen hat, bleibt offen — vielleicht mal bei der Sportschau nachfragen.

[Update 29. Januar 2012] Heute gibt es dann den Neuzugang für 2012 2011: Señor Raúl. Ein schön anzusehender Lupfer beim hohen Sieg gegen den 1. FC Köln. Was der FC Schalke übrigens auch ohne Raúl schafft, wie gestern gesehen.

[Update 24. Januar 2011]

Ein Schuss aus 60 Metern. Kreativ. Gab es erst seit 2007 nicht mehr.

[Update 7. April 2009]

Ich hab dann mal eine nur wenig Voraussicht benötigende Änderung vorgenommen, siehe Ende der Liste. Sollte ich mich getäuscht haben, werde ich mich damit bestrafen, selbst so ein Tor wie das von Grafite erzielen zu müssen und es so lange zu versuchen, bis es klappt — allerdings ohne Gegenspieler. Schwer genug.

Aber ich werde mich ohnehin nicht täuschen.

Und wie profan Ballacks Tor von 2008 plötzlich wirkt …

Aus aktuellem Anlass, da Diego mit seinem Tor aus 60m Entfernung gegen Alemannia Aachen gerade Tor des Monats wurde, ein Überblick über die bisherigen Schützen des „Tor des Jahres“ seit der Einführung dieser Wahl im Jahr 1971.

1971 Ulrik Le Fevre
1972 Günter Netzer und Gerd Müller
1973 Günter Netzer
1974 Erwin Kostedde
1975 Klaus Fischer
1976 Gerd Müller
1977 Klaus Fischer
1978 Rainer Bonhof
1979 Harald Nickel
1980 Karl-Heinz Rummenigge
1981 Karl-Heinz Rummenigge
1982 Klaus Fischer
1983 Jürgen Wilhelm
1984 Daniel Simmes
1985 Pierre Littbarski
1986 Stefan Kohn
1987 Jürgen Klinsmann
1988 Jürgen Wegmann
1989 Klaus Augenthaler
1990 Lothar Matthäus
1991 Andreas Müller
1992 Lothar Matthäus
1993 Augustine „Jay-Jay“ Okocha
1994 Bernd Schuster
1995 Jean-Pierre Papin
1996 Oliver Bierhoff
1997 Lars Ricken
1998 Olaf Marschall
1999 Giovane Elber
2000 Alex Alves
2001 Kurt Meyer
2002 Benjamin Lauth
2003 Nia Künzer
2004 Klemen Lavric
2005 Kasper Bögelund
2006 Oliver Neuville
2007 Diego
2008 Michael Ballack
2009 Grafite
2010 Michael Stahl
2011 Raúl
2012 Zlatan Ibrahimovic
2013 Raúl und Julian Draxler
2014 Mario Götze
2015 Carsten Kammlott
2016 Marcel Risse
2017 Lukas Podolski
2018 Nils Petersen
2019 Marcel Hartel

Mit Nia Künzer immerhin schon eine Frau als Gewinnerin dabei, sowie mit Jürgen Wilhelm und dem damals 80-jährigen Kurt Meyer auch zwei Amateure. Rekordsieger bleibt Klaus Fischer mit 3 Toren, vor Günter Netzer, Gerd Müller, Lothar Matthäus und Karl-Heinz Rummenigge mit je 2 Toren des Jahres.

In den meisten Fällen braucht man nur auf die Jahreszahl und den Namen zu schauen, schon ist klar, welches Tor es gewesen sein muss. Beispiele:

Lothar Matthäus 1990
Nia Künzer 2003
Lars Ricken 1997
Klaus Fischer 1982
Oliver Bierhoff 1996

Was an dem wurschtigen, glücklich abgefälschten, kraftlosen, unplatzierten Torschuss Bierhoffs von 1996, der dem armen tschechischen Torhüter durch die plötzlich nur noch mit der Konsistenz unaufgeblasener Luftballons funktionierenden Hände glitt, Tor-des-Jahres-würdig gewesen sein soll (außer eben seiner Wirkung), wird sich uns nie erschließen. Klaus Fischers Tor von 1982 begeistert da schon eher, so wie alle seine Tore des Jahres es vermögen.

Ich persönlich hätte auch diesmal eher auf Christoph Preuß‘ Fallrückzieher gesetzt als auf diese dann doch irgendwie gar nicht so schwierigen Tore der Marke Augenthaler 1989, Alves 2000 oder eben Diego 2007, aber ich bin ja auch nicht die Masse.

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Alle Gewinner des Goldenen Schuhs der UEFA

Von 1968 bis 1991 wurde der „Goldene Schuh“ an jenen Torschützen vergeben, der in einer der jeweils höchsten Liga der Länder der UEFA die meisten Tore erzielte. In dieser Zeit wurde die Ehrung durch die französische Zeitschrift france football vergeben.

Zwischen 1992 und 1996 wurde diese Ehrung dann nicht mehr vergeben, was zumindest jene fünf Spieler traurig stimmen dürfte, die sie in dieser Phase gewonnen hätten. Deutsche Spieler gewannen diese Wertung nur 2x, beide Male war es natürlich Gerd Müller, der europaweit die meisten Tore in einer der ersten Ligen erzielte. Aber auch ansonsten finden sich interessante Namen in dieser Liste, nicht immer waren es mit Siegern aus Rumänien, Zypern oder Österreich die absoluten Superstars des Fußballs, die am Ende einer Saison den Goldenen Schuh erhielten.

Saison Sieger Club Land Liga Tore
1967/68 Eusébio Benfica Lissabon Portugal Primeira Divisão 42
1968/69 Petar Schekow ZSKA Sofia Bulgarien A Grupa 36
1969/70 Gerd Müller FC Bayern München Deutschland Bundesliga 38
1970/71 Josip Skoblar Olympique Marseille Frankreich Division 1 44

1971/72 Gerd Müller FC Bayern München Deutschland Bundesliga 40
1972/73 Eusébio Benfica Lissabon Portugal Primeira Divisão 40
1973/74 Héctor Yazalde Sporting Lissabon Portugal Primeira Divisão 46
1974/75 Dudu Georgescu Dinamo Bukarest Rumänien Divizia A 33
1975/76 Sotiris Kaiafas OmoniaNikosia Zypern First Division 39
1976/77 Dudu Georgescu Dinamo Bukarest Rumänien Divizia A 47
1977/78 Hans Krankl Rapid Wien Österreich Bundesliga 41
1978/79 Kees Kist AZ Alkmaar Niederlande Eredivisie 34
1979/80 Erwin Vandenbergh Lierse SK Belgien Erste Division 39
1980/81 Georgi Slawkow Botew Plowdiw Bulgarien A Grupa 31
1981/82 Wim Kieft Ajax Amsterdam Niederlande Eredivisie 32
1982/83 Fernando Gomes FC Porto Portugal Primeira Divisão 36
1983/84 Ian Rush FC Liverpool England First Division 32
1984/85 Fernando Gomes FC Porto Portugal Primeira Divisão 39
1985/86 Marco van Basten Ajax Amsterdam Niederlande Eredivisie 37
1986/87 Rodion Camataru Dinamo Bukarest Rumänien Divizia A 44
Anton Polster FK Austria Wien Österreich Bundesliga 39
1987/88 Tanju Çolak Galatasaray Türkei 1. Lig 39
1988/89 Dorin Mateus Dinamo Bukarest Rumänien Divizia A 43
1989/90 Hugo Sánchez Real Madrid Spanien Primera División 38
Christo Stoitschkow ZSKA Sofia Bulgarien A Grupa 38
1990/91 Darko Pancev Roter Stern Belgrad Jugoslawien Prva Liga 34

Interessant ist in dem Zusammenhang natürlich die Frage, welche von den vielen existierenden denn wohl die beste Liga der Welt ist oder in dem Falle zumindest die beste Liga Europas. Bei der Wertung des Goldenen Schuhs hat man es mit der Wiedereinführung dieser Ehrung so geregelt, dass die Ligen entsprechend ihrer Spielstärke einen Faktor zugewiesen erhalten, mit dem die Zahl der Tore eines Spielers multipliziert wird, um schließlich am Ende einen vergleichbaren Wert zu erhalten. So erhält beispielsweise die zypriotische Liga den Wert „1″, während die Primera Division mit dem Faktor „2″ in die Wertung eingeht. Seit der Wiedereinführung des „Goldenen Schuhs“ im Jahr 1997 sieht die Siegerliste wie folgt aus:

Saison Sieger Club Land Liga Tore Pkte
1996/97 Ronaldo FC Barcelona Spanien Primera División 34 68
1997/98 Nikolaos Machlas Vitesse Arnheim Niederlande Eredivisie 34 68
1998/99 Mário Jardel FC Porto Portugal Primeira Divisão 36 72
1999/2000 Kevin Phillips AFC Sunderland England Premier League 30 60
2000/01 Henrik Larsson Celtic Glasgow Schottland Premier League 35 52,5
2001/02 Mário Jardel Sporting Lissabon Portugal Primeira Liga 42 63
2002/03 Roy Makaay Deportivo La Coruña Spanien Primera División 29 58
2003/04 Thierry Henry FC Arsenal England Premier League 30 60
2004/05 Thierry Henry FC Arsenal England Premier League 25 50
Diego Forlán FC Villarreal Spanien Primera División 25 50
2005/06 Luca Toni AC Florenz Italien Serie A 31 62
2006/07 Francesco Totti AS Rom Italien Serie A 26 52
2007/08 Cristiano Ronaldo Manchester United England Premier League 31 62
2008/09 Diego Forlán Atlético Madrid Spanien Primera División 32 64
2009/10 Lionel Messi FC Barcelona Spanien Primera División 34 68
2010/11 Cristiano Ronaldo Real Madrid Spanien Primera División 40 80
2011/12 Lionel Messi FC Barcelona Spanien Primera División 50 100
2012/13 Lionel Messi FC Barcelona Spanien Primera División 46 92
2013/14 Cristiano Ronaldo Real Madrid Spanien Primera División 31 62
Luis Suárez FC Liverpool England Premier League 31 62
2014/15 Cristiano Ronaldo Real Madrid Spanien Primera División 48 96
2015/16 Luis Suarez FC Barcelona Uruguay La Liga 40 80
2016/17 Lionel Messi FC Barcelona Argentinien La Liga 37 74
2017/18 Lionel Messi FC Barcelona Argentinien La Liga 34 68
2018/19 Lionel Messi FC Barcelona Argentinien La Liga 36 72

Ein wenig erinnert das Ganze natürlich schon an die Vorgehensweise im US-Sport, wo man beispielsweise in der NBA alles nur Denkbare an Zahlen zusammensammelt und auch diese vergleichbar macht, Durchschnittswerte berechnet etc. pp. Das ist im Fußball zwar auch immer mehr in Mode, Preise verleiht man zum Glück aber immer noch nur für den besten Torschützen und eventuell für den besten Scorer oder den besten Vorlagengeber. Sowie natürlich auch eine Wertung für den besten Torhüter und den besten Fußballer allgemein, ohne Rücksicht auf die Zahl der Tore zu nehmen.

Bisher gewannen nur wenige Spieler diese Wertung mehr als ein Mal, in letzter Zeit häuft sich ein solches Ereignis allerdings. Hier also die Liste aller Spieler, die mehr als ein Mal den Goldenen Schuh Europas gewannen:

Spieler Häufigkeit
Lionel Messi 6x
Cristiano Ronaldo 4x
Gerd Müller 2x
Thierry Henry 2x
Diego Forlan 2x
Eusebio 2x
Mario Jardel 2x
Fernando Gomes 2x
Dudu Georgescu 2x
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[Update] Alle Fünferpacks der Bundesliga im Video

[22.9.2015: Update mit Robert Lewandowskis Fünferpack von heute, dem ersten in diesem Jahrtausend in der Bundesliga und dem ersten seit 24 Jahren.]

Naja, fast alle. Dazu die Bilder vom einzigen Spiel in 50 Jahren, in welchem ein Spieler der Bundesliga 6x traf. Wo liegt eigentlich Messis Rekord? Dieter Müller darf seinen jedenfalls nun schon seit 36 Jahren hegen und pflegen. Fernsehbilder gibt es allerdings keine davon.

Dieter Müller, 17. August 1977 1. FC Köln — Werder Bremen 7:2



Von hier an dann alle fünffachen Torschützen, welche es in der Liga je gab. Einziger Spieler, dem dies mehrfach gelang, ist die Standardantwort bei Quizspielen, wenn es um Torrekord geht: Gerd Müller. Und das gleich vier Mal.

Robert Lewandowski, 22. September 2015, Bayern München — VfL Wolfsburg 5:1

[Video folgt]

Michael Tönnies, 27. August 1991 MSV Duisburg — Karlsruher SC 6:2



Dieter Hoeneß, 25. Februar 1984 Bayern München — Eintracht Braunschweig 6:0



Frank Hartmann 1. November 1986 1. FC Kaiserslautern — FC Schalke 04 5:1




Jürgen Klinsmann, 15. März 1986 Fortuna Düsseldorf — VfB Stuttgart 0:7



Jupp Heynckes, 29. April 1978 Borussia Mönchengladbach — Borussia Dortmund 12:0



Gerd Müller, 10. September 1976 Bayern München — TeBe Berlin 9:0



Gerd Müller, 5. Mai 1973 Bayern München — 1. FC Kaiserslautern 6:0



Gerd Müller, 19. Februar 1972 Bayern München — Rot-Weiß Oberhausen 7:0



Franz Brungs, 2. Dezember 1967 1. FC Nürnberg — Bayern München 7:3



Leider bislang nicht als bewegte Bilder zu finden:

Atli Edvaldsson, 4. Juni 1983 Fortuna Düsseldorf — Eintracht Frankfurt 5:1
Manfred Burgsmüller, 6. November 1982 Borussia Dortmund — Arminia Bielefeld 11:1
Gerd Müller, 12. Juni 1976 Bayern München — Hertha BSC 7:4
Klaus Scheer, 1. September 1971 FC Schalke 04 — 1. FC Köln 6:2
Rudolf Brunnenmeier, 27. Februar 1965 TSV 1860 München — Karlsruher SC 9:0
Karl-Heinz Thielen, 7. Dezember 1963 1. FC Köln — 1. FC Kaiserslautern 5:1

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Alle Torschützenkönige der Champions League sowie des Europapokals der Landesmeister

Wie schon bei der Liste der Torschützenkönige des UEFA-Pokals bzw. der Europa League muss man darauf hinweisen, dass die absoluten Zahlen der jeweiligen Torschützenkönige pro laufender Saison nicht unbedingt vergleichbar sind. Zu unterschiedlich sind die Modi und die daraus resultierende Anzahl der Spiele in den jeweiligen Phasen ihrer Existenz gewesen, als dass man ernsthaft die Rekordtorzahl von Lionel Messi mit jenen von beispielsweise Gerd Müller vergleichen könnte. Der Europapokal der Landesmeister war, wie der Name schon sagt, ein echter Pokalwettbewerb mit KO-Spielen von Anfang an. Dagegen ist die Champions League, ebenfalls wie der Name sagt, zumindest in seiner ersten Phase ein Ligenwettbewerb – mit dementsprechend deutlich mehr Partien und somit auch mehr Zeit, überhaupt Tore zu erzielen.

Aus dem Grund, dass die Champions League aber den historischen Nachfolger des Europapokals der Landesmeister dartellt, sind hier also alle Torschützenkönige seit Gründung dieses Wettbewerbs in einer Liste erfasst. Diese Liste umfasst die folgenden oft klangvollen und manchmal weniger bekannten Namen:

Jahr Spieler Nation Club Tore
1955/56 Milos Milutinovic Jugoslawien Partizan Belgrad 8
1956/57 Dennis Viollet England Manchester United 9
1957/58 Alfredo di Stefano Spanien Real Madrid 10
1958/59 Just Fontaine Frankreich Stade Reims 10
1959/60 Ferenc Puskas Ungarn Real Madrid 10
1960/61 Jose Aguas Portugal Benfica Lissabon 11
1961/62 Bent Löfqvist Dänemark B 1903 Odense 7
Ferenc Puskas Ungarn Real Madrid 7
Alfredo Di Stefano Spanien Real Madrid 7
Heinz Strehl Deutschland 1. FC Nürnberg 7
Justo Tejada Spanien Real Madrid 7
1962/63 Jose Altafini Italien AC Mailand 14
1963/64 Ferenc Puskas Ungarn Real Madrid 7
Vladimir Kovacevic Jugoslawien Partizan Belgrad 7
Sandro Mazzola Italien Inter Mailand 7
1964/65 Eusébio Portugal Benfica Lissabon 9
Jose Augusto Torres Portugal Benfica Lissabon 9
1965/66 Eusébio Portugal Benfica Lissabon 7
Florian Albert Ungarn Ferencvaros 7
1966/67 Jürgen Piepenburg DDR ASK Vorwärts Berlin 6
Paul van Himst Belgien RSC Anderlecht 6
1967/68 Eusébio Portugal Benfica Lissabon 6
1968/69 Denis Law Schottland Manchester United 9
1969/70 Mick Jones England Lees United 7
Ove Kindvall Schweden Feyenoord Rotterdam 7
1970/71 Antonis Antonianidas Griechenland Panathinaikos 10
1971/72 Johan Cruyff Niederlande Ajax Amsterdam 5
Lou Macari Schottland Celtic Glasgow 5
Silvester Takac Jugoslawien Standard Lüttich 5
Antal Dunai Ungarn Ujpest Budapest 5
1972/73 Gerd Müller Deutschland FC Bayern München 12
1973/74 Gerd Müller Deutschland FC Bayern München 8
1974/75 Gerd Müller Deutschland FC Bayern München 5
Eduard Markarow UdSSR FC Ararat Jerewan 5
1975/76 Jupp Heynckes Deutschland FC Bayern München 6
1976/77 Gerd Müller Deutschland FC Bayern München 5
Franco Cucinotta Italien FC Zürich 5
1977/78 Allan Simonsen Dänemark Bor. Mönchengladbach 5
1978/79 Claudio Sulser Schweiz Grasshopper Zürich 11
1979/80 Sören Lerby Dänemark Ajax Amsterdam 10
1980/81 Karl-Heinz Rummenigge Deutschland FC Bayern München 6
Graeme Souness Schottland FC Liverpool 6
Terry McDermott England FC Liverpool 6
1981/82 Dieter Hoeneß Deutschland FC Bayern München 7
1982/83 Paolo Rossi Italien Juventus 6
1983/84 Wiktor Sokal UdSSR Dinamo Minsk 6
1984/85 Torbjörn Nilsson Schweden IFK Göteborg 7
1984/85 Michel Platini Frankreich Juventus 7
1985/86 Torbjörn Nilsson Schweden IFK Göteborg 6
1986/87 Borislav Cvetkovic Jugoslawien Roter Stern Belgrad 7
1987/88 Ally McCoist Schottland Glasgow Rangers 4
Georghe Hagi Rumänien Steaua Bukarest 4
Jean-Marc Ferrari Frankreich Girondins Bordeaux 4
Michel Spanien Real Madrid 4
Rabah Madjer Algerien FC Valencia 4
Rui Aguas Portugal Benfica Lissabon 4
1988/89 Marco van Basten Niederlande AC Mailand 9
1989/90 Jean-Pierre Papin Frankreich Olympique Marseille 7
1989/90 Romário Brasilien PSV Eindhoven 7
1990/91 Jean-Pierre Papin Frankreich Olympique Marseille 6
Peter Pacult Österreich FC Tirol 6
1991/92 Jean-Pierre Papin Frankreich Olympique Marseille 5
Sergej Juran Russland Benfica Lissabon 5
1992/93 Romário Brasilien PSV Eindhoven 7
1993/94 Wynton Rufer Neuseeland Werder Bremen 8
Ronald Koeman Niederlande FC Barcelona 8
1994/95 George Weah Liberia Paris St. Germain 8
1995/96 Jari Litmanen Finnland Ajax Amsterdam 9
1996/97 Milinko Pantic Jugoslawien Atlético Madrid 5
1997/98 Alessandro Del Piero Italien Juventus 10
1998/99 Andrij Schewtschenko Ukraine Dynamo Kiew 8
1998/99 Dwight Yorke Trinidad & Tobago Manchester United 8
1999/00 Raúl Spanien Real Madrid 10
Rivaldo Brasilien FC Barcelona 10
Mario Jardel Brasilien FC Porto 10
2000/01 Raúl Spanien Real Madrid 9
2001/02 Ruud van Nistelrooy Niederlande Manchester United 10
2002/03 Ruud van Nistelrooy Niederlande Manchester United 12
2003/04 Fernando Morientes Spanien AS Monaco 9
2004/05 Ruud van Nistelrooy Niederlande Manchester United 8
2005/06 Andrij Schewtschenko Ukraine AC Mailand 9
2006/07 Kaká Brasilien AC Mailand 10
2007/08 Cristiano Ronaldo Portugal Manchester United 8
2008/09 Lionel Messi Argentinien FC Barcelona 9
2009/10 Lionel Messi Argentinien FC Barcelona 8
2010/11 Lionel Messi Argentinien FC Barcelona 12
2011/12 Lionel Messi Argentinien FC Barcelona 14
2012/13 Cristiano Ronaldo Portugal Real Madrid 12
2013/14 Cristiano Ronaldo Portugal Real Madrid 17
2014/15 Cristiano Ronaldo
Lionel Messi
Neymar
Portugal
Argentinien
Brasilientd>
Real Madrid
FC Barcelona
FC Barcelona
10
10
10
2015/16 Cristiano Ronaldo Portugal Real Madrid 16
2016/17 Cristiano Ronaldo Portugal Real Madrid 12
2017/18 Cristiano Ronaldo Portugal Real Madrid 15
2018/19 Lionel Messi Argentinien FC Barcelona 12
2019/20 Robert Lewandowski Polen FC Bayern München 15

Wer die gesamte Liste überblickt, erkennt, dass die ganz langen Dominanzphasen wie aktuell vom Ausnahmetalent Lionel Messi und seinem ewigen Konkurrenten Cristiano Ronaldo eher nicht die Regel in diesem Wettbewerb sind, obwohl sich seit geraumer Zeit gleich mehrere Mannschaften aus einer Liga für die Champions League qualifizieren können.

Insofern wird es auch in Zukunft wieder spannend sein, vor der Saison zu wetten, welcher der Stars (oder Außenseiter?) es in der kommenden Saison schaffen wird, sich die Torjägerkrone im Königswettbewerb des europäischen Vereinsfußballs aufzusetzen.

Wer sich nicht allein mit der Frage der Torschützenkönige in der Champions League befassen will, der kann sich online auch anderweitig vergnügen. Dies ist zum Beispiel bei Online Sportwetten möglich, und auch wenn dies ein österreichischer Anbieter ist, so kann von überall aus dort mitgemacht werden.

Bemerkenswert ist in der Champions League übrigens weiterhin, dass seit ihrer Einführung kein einziger Club seinen CL-Titel verteidigen konnte – ganz anders als es bei den Torschützenkönigen aussieht. Hier war Lionel Messi rekordmäßige vier Mal in Folge der beste Schütze des gesamten Wettbewerbs, auch Cristiano Ronaldo verteidigte seinen Titel zuletzt. Davor war die auch schon Ruud van Nistelrooy gelungen und das bei gerade mal wenig mehr als 20 Saisons, die die Königsklasse in dieser Form existiert.

Einziger Afrikaner übrigens bislang, der in der Champions League die meisten Tore erzielte, ist George Weah aus Liberia, der trotz aller weiteren starken Spieler vom schwarzen Kontinent der einzige bleibt. Damals gelang ihm dies übrigens in den Farben von Paris Saint Germain, welches in letzter Zeit stark aufgerüstet hat, auf seinen eigenen ersten Champions-League-Titel allerdings erstmal noch weiter wird warten müssen. Ein wenig Hintergrund zu George Weah findet man zum Beispiel beim kicker, auch wenn derzeit wohl eher die aktuellen Stars der Champions League interessieren dürften. Messi, Ronaldo – und vielleicht auch bald Thomas Müller, der zu seine Namensvetter Gerd Müller in diese Liste dazustoßen kann.

Die Liste der häufigsten Torschützenkönige (nur in der CL) sieht ganz oben jedenfalls so aus:

Spieler Häufigkeit
Lionel Messi 4x
Cristiano Ronaldo 3x
Ruud van Nistelrooy 3x
Andrij Schewtschenko 2x
Raúl 2x

Da alle übrigen nicht mehr (in der CL) aktiv sind, bleibt es an den beiden Ersten, ihre Bilanz weiter zu verbessern.

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Keane close, Klose closer

Immer noch wird auf jenes Tor von Miroslav Klose gewartet, mit welchem er Gerd Müller ein- und bei einem möglichen Nachlegen an Toren in der Nationalmannschaft überholen wird. Eigentlich wäre die Sommerpause der richtige Zeitpunkt für Diskussionen, ob Klose dann besser wäre als Müller oder nicht, zumal es bei solchen Fragen ja kein richtig oder falsch geben kann, sie also sehr gut die Funktion eines Sommerlochfüllers übernehmen können.

Doch sind solche Diskussionen immer auch ein wenig ermüdend, schließlich haben beide Standpunkte ihre Berechtigung.

Deshalb zu diesem Thema ein anderer Einwurf, welcher bislang wohl wenig bekannt sein dürfte.

Im Länderfußball liegen die beiden mit ihrer Trefferzahl auf Platz drei und vier aller Zeiten — bei europäischen Fußballern. Es gibt also zwei Männer, die noch mehr Tore erzielt haben als Gerd Müller und Miroslav Klose und es sind die Herren Sandor Kocsis mit 75 Treffern und Ferenc Puskas mit 84 Treffern auf meilenweit entfernter Position 1. Beides Ungarn also, was wieder einmal deutlich macht, wie überlegen diese Nationalmannschaft zu ihrer Zeit war. Und auch ein wenig näher bringend, warum die Wahl zum Tor des Jahres der FIFA neuerdings als „Ferenc-Puskas-Award“ bezeichnet wird, war er doch ein echter támadójátékos.

Auf Platz fünf schließlich niemand aus dieser Zeit, sondern jemand aus einer kleineren Nation, was ebenfalls überraschen dürfte: Robbie Keane mit inzwischen 59 Toren in 126 Partien, womit er Rekord-Nationalspieler und Rekord-Torschütze Irlands ist. Diesen Double-Double oder wie man so etwas nennt, gibt es wohl sonst auch selten. Denn wer lange spielt, ist irgendwann meistens auch alt und fällt auf dem Platz immer weiter nach hinten zurück. Nicht so Robbie Keane. Und auch nicht Miroslav Klose.

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„Als die Liga laufen lernte“ — die 1960er in Bild und Ton

Falls es jemand nicht mitbekommen hat: Die Bundesliga wird in diesen Tagen 50 Jahre alt. Anlass zu diversen Specials in diversen Medien.

Eine besondere Perle zum Thema hat die Deutsche Welle gerade veröffentlicht. Leider viel zu kurze 26 Minuten, die sich mit den 1960er Jahren der Bundesliga beschäftigen und dabei nicht allein auf den Platz, sondern auch daneben blicken.

Prädikat wertvoll.



Erstgebloggt von allesaussersport.de.

Schöner Nebeneffekt beim Schauen dieses Filmchens: Wer sich Uwe Seeler sympathisch machen möchte, dem sich sonst doch allzu oft allzu kurzsätzig Äußernden, findet hier gute Gelegenheit dazu. Ansonsten viele Spielszenen und O-Töne aus einer Zeit, in der noch nicht jede Partie aus allen Perspektiven aufgezeichnet wurde. Für den Liebhaber ein Muss, für alle anderen ein schönes Bonbon. Und das Beste ist: Die späteren Jahrzehnte sollen auch noch folgen.

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Sportspiegel-Reportage über Gerd Müllers Abschied vom FC Bayern

Der Sportspiegel drehte 1979 diesen 40-Minüter unter dem gleichnamigen Titel über „Kleines, dickes Müller“ und man muss aus mehreren Gründen ein paar Tränchen verdrücken:

So viel Zeit für die hintergründige Betrachtung eines Fußball-Stars, so wenig Pathos, gar keine alles Authentische niederschreiende Hintergrundmusik und auch keine Schnittvergewaltigungen der Realität.

Vor allem aber so viel Gerd Müller in offenen Worten wie sonst nie (und heute leider schon gar nicht mehr) über Ängste, Selbstvertrauen, Gegenspieler zu jenen Zeiten und auch seine Trauer, wie er nur noch als Zuschauer Ende 1979 im Olympiastadion sitzend seinen früheren Kameraden beim Spiel zuschaut.

Gerd Müller, wie man ihn nicht kannte — und Sportjournalismus, wie man ihn sich wenigstens ein bisschen mehr wünscht.



Zuerst geteilt vom umtriebigen Scudetto.

Achja, und Franz-Josef Strauß kommt auch drin vor. Und in Nördlingen, Müllers Heimatstadt in Bayern, spricht man Schwäbisch. Der Müller Gerd selbst hingegen quasi kein Englisch, dafür angenehm viel übers Fußballspielen; zudem ist eine schöne Studie über die kulturellen Eigenarten jener Zeit zu erleben.

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