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Schlagwort: WM 1998

Wunderknaben, diese Österreicher

Für die WM 1998 nahm Udo Jürgens keinen Song mit der deutschen Nationalmannschaft auf wie noch 1978 („Buenas Dias, Argentina“) und 1990 („Wir sind schon auf dem Brenner“), sondern mit der ebenfalls qualifizierten Nationalmannschaft Österreichs, wo alle Trends eben immer mit ein bisschen Verzögerung eintreffen: „Wunderknaben“.

Da Österreich seit dieser WM 1998 in der deutschen medialen Wahrnehmung aus dem Fußball verschwunden ist, youtube aber erst deutlich später gegründet wurde, ist dieser Song wohl kaum bekannt. Zwar hier nur eine Kurzversion, doch auch diese macht schon deutlich: Im Fußball nicht, und auch bei den Songs zur WM kann Österreich den Deutschen nicht das Mikro reichen.



Bei der WM 1998 war dann aber nach der Vorrunde Schluss für die nur im Song so benannten „Wunderknaben“.

Der Titel ist übrigens eine Referenz an das deutlich erfolgreichere, dann aber nach Anschluss aufgelöste Nationalteam der Österreicher in den 1930er Jahren.

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Pixel für Pixel Qualitätstore

Aus noch nicht näher beleuchteten Gründen verspüre ich immer wieder eine ganz große Affinität zu dieser komischen Pixelart. Nicht, dass ich dafür ein Experte wäre oder jemals — von selbst designten, aber nie wirklich zu Leben erwachten C64-Sprites abgesehen — etwas eigenverantwortlich mit dieser Pixelart zu tun gehabt hätte. Doch diese erfreut hier immer wieder.

Schön, wenn es da etwas Neues in Sachen Fußball aus dieser Richtung gibt. Dann ist es auch zu verschmerzen, dass es von England aus betrieben wird und recht wenige Exemplare mit Relevanz für den deutschen Fußball vorhanden sind. Einige Bekannte sind dann aber auch zu finden, so Paul Gascoignes Tor 1996 für England gegen Schottland [Links leider tot, Seite existiert wohl nicht mehr] oder Marco van Bastens Tor 1988 gegen die UdSSR oder Michael Owens Solo 1998 gegen Argentinien.

Wenn ich es richtig gelesen habe, kann man sich dort auch bestimmte Tore wünschen, die in dieser Pixelart dargestellt werden. Wahrscheinlich war es nicht allzu clever, die Seite erst hier zu erwähnen, und dann einen Wunsch an die dortigen Macher zu richten, aber ich werde dann mal nach Klaus Fischers Fallrückzieher 1982 fragen — oder jenem Tor von Trainer Baade zum 3:3 gegen den OSC Rheinhausen aus ähnlicher Zeit. Wobei von Letzterem wohl kein Video mehr existiert.

Am Besten schaut man sich aber ohnehin die gesamte Seite an: Pixelreplay. [Wie gesagt, leider tot.]

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Die Plakate der Gastgeberstädte der WM

Ohne besonderen Anlass wandert der Blick hier auf die WM-Plakate der Austragungsstädte der vergangenen Weltmeisterschaften. Warum es diese Einrichtung manchmal gab und manchmal nicht, ist bislang nicht eruiert. Eine Quelle spricht davon, dass es diese erst seit 1998 gibt, dem widerspricht aber die Existenz der Plakate der WM-Städte von 1982. Und Gründe sind auch keine bekannt.

Jene der WM 2010 — obwohl vorhanden — sind völlig an mir vorbei gegangen. Bei jenen von 1982 kannte ich nur das Plakat von Gijon (Gijon!) und Oviedo, in jenes von Bilbao hab ich mich spontan verliebt, bin aber zu sehr Banause, um möglicherweise enthaltene Assoziationen entdecken zu können.

WM 1950 in Brasilien
WM 1954 in der Schweiz
WM 1958 in Schweden
WM 1962 in Chile
WM 1966 in England
WM 1970 in Mexiko
WM 1974 in Deutschland
WM 1978 in Argentinien
WM 1982 in Spanien
WM 1986 in Mexiko
WM 1990 in Italien
WM 1994 in den USA
WM 1998 in Frankreich (leider nur 5 von allen)
WM 2002 in Japan und Südkorea
WM 2006 in Deutschland
WM 2010 in Südafrika

Falls jemand Links zu den Plakaten der Austragungsorte der fehlenden WM findet, würde ich mich sehr freuen, dies in den Kommentaren zu erfahren.

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Alle Gewinner des Goldenen Balls bei Weltmeisterschaften

Der „Goldene Ball“ wird seit 1982 nach jeder Weltmeisterschaft an den besten Spieler des Turniers vergeben, wie auch der Silberne Ball und der Bronzene Ball an den zweit- und drittbesten Spieler. Das Prozedere läuft so ab, dass die FIFA 10 Spieler des Turniers zur Auswahl stellt, und „Medienvertreter“ dann abstimmen, wer diese Auszeichnung erhalten soll.

WM Goldener Ball Silberner Ball Bronzener Ball
WM 1982 Paolo Rossi Falcao Karl-Heinz Rummenigge
WM 1986 Diego Maradona Harald Schumacher Preben Elkjær Larsen
WM 1990 Salvatore Schilacci Lothar Matthäus Diego Maradona
WM 1994 Romario Roberto Baggio Christo Stoitschkow
WM 1998 Ronaldo Davor Suker Lilian Thuram
WM 2002 Oliver Kahn Ronaldo Hong Myung-Bo
WM 2006 Zinedine Zidane Fabio Cannavaro Andrea Pirlo
WM 2010 Diego Forlan Wesley Sneijder David Villa
WM 2014 Lionel Messi Thomas Müller Arjen Robben
WM 2010 - - -

Ehrungen von Einzelspielern in einem Mannschaftssport sind immer fragwürdig und abgesehen von Faktivem wie Torschützen abzulehnen. Aus Gründen der Vollständigkeit ist diese Auflistung hier dennoch enthalten.

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Playoffs mit Teilnehmern aus Europa

Folgend eine Aufstellung aller je mit Teams aus Europa stattgefunden habender Playoff-Spiele für die Qualifikation zu einer EM oder WM.

Eigentlich sollte es nur um die WM-/EM-Playoffs der UEFA aus jüngerer Zeit gehen, sprich seit der WM 1998, als diese Playoffs in großem Umfang eingeführt wurden. Wenn man dann aber einmal dabei ist, sieht man, dass diese Erfindung schon lange existiert und insofern gar nicht so merkwürdig ist, wie sie auf den in 1980er Jahren Fußballsozialisierten heute immer noch wirkt.

Obschon sie natürlich begrüßenswert ist: Jede auf sportlichem Wege durch den Ausgang eines Spiels zustande gekommene Entscheidung ist besser als eine mit irgendwelchen ominösen Torkoeffizienten oder Fairplaywertungen oder — im Prinzip noch absurder — durch einen Quervergleich von Gruppendritten, welche gegen unterschiedliche Gegner antraten. Wie man unten sieht kommt dieser Weg der Entscheidung erstaunlich häufig ohne Zusätze an die Spielzeit von 180 Minuten aus, der Auswärtstorregel, über deren Berechtigung man natürlich ebenfalls streiten könnte, sei Dank.

Wen nur die jüngere Zeit interessiert, der möge sofort nach unten scrollen, andere werden sicher einige Begnungen aus älterer Zeit finden, welche ihnen entfallen waren.

WM 1958

Israel Wales 0:2 (0:1)
Wales Israel 2:0 (0:0)
 

WM 1962

Israel Italien 2:4 (2:0)
Italien Israel 6:0 (1:0)
 
Marokko - Spanien 0:1 (0:0)
Spanien Marokko 3:2 (2:1)
 
Jugoslawien Südkorea 5:1 (1:0)
Südkorea Jugoslawien 3:1 (2:0)
 

WM 1974

Die UdSSR trat aus politischen Gründen nicht zum Rückspiel in Chile an. Chile hingegen trat an und schoss sofort das 1:0. Im Anschluss wurde die Partie abgebrochen, weil ohne Gegner kein Wiederanstoß möglich war. Gewertet wurde das Spiel mit 2:0 für Chile, welches sich damit für die WM-Endrunde in Deutschland qualifizierte.

UdSSR Chile 0:0
Chile UdSSR 2:0 am Grünen Tisch
 

WM 1978

Ungarn Bolivien 6:0
Bolivien Ungarn 2:3
 

WM 1986

Da es Vierer- und Dreiergruppen in der Qualifikation gab, mussten die jeweils Zweiten der Dreiergruppen noch durch eine zusätzliche Playoff-Runde, Schottland sogar gegen den Vertreter Ozeaniens antreten.

Belgien - Niederlande 1:0
Niederlande - Belgien 2:1
 
Schottland - Australien 2:0
Australien - Schottland 0:0
 

EM 1996

Die 6 besten Gruppenzweiten aus den 8 Gruppen waren direkt qualifiziert. Der letzte und der vorletzte der Tabelle der Gruppenzweiten bestritten ein Entscheidungsspiel auf neutralem Boden, der passend zum EM-Ausrichter von 1996 in Liverpool, England, lag.

Irland - Niederlande 0:2 (0:1)
 
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Wenn der Dummschwätzer mal ein Großer war

Das erste Wort des Titels müsste natürlich „als“ heißen, aber der Unterschied zwischen wenn und als ist so marginal, dass ihn des Lesers Hirn schon von selbst korrigiert haben wird.

Hier wurde ja, als das noch ein paar Kalorien hatte, gerne über den Dummschwätzer gelästert, der inzwischen zwar kein Jota Substanz mehr in seine Äußerungen gebracht hat als früher, den aber nun mal ohnehin niemand mehr ernst nimmt. Und ganz so falsch liegt er ja auch oft nicht, wenn er sich zu Bayern-internen Dingen mit dem Abstand eines etwas weiter Außenstehenden äußert.

Dies ist also ein ironiefreier Beitrag über den Dummschwätzer. Wir glauben ja kaum noch, dass er wirklich mal zur Crème de la Crème des internationalen Fußballs gehört hat. Auch wenn es überall zu lesen ist. Denn wir haben ja die Videos gesehen von der WM 1974, auch einige von 1972, ein paar Ausschnitte von Bundesliga-Spielen oder Europapokalfinals: alles nicht so dolle, dass es einen vom Hocker reißen würde. Was ja noch dann verschmerzbar wäre, wenn alle anderen zu jener Zeit denselben Nachgeschmack in Form von eingeschlafenen Füßen auf der Zunge hinterlassen würden. Sieht man hingegen Johan Cruyff spielen, schnalzt man auch heute noch mit den eingeschlafenen Füßen und erkennt durchaus seine exponierte Stellung im Weltfußball jener Zeit. Mühelos sogar, so mühelos, wie Cruyff durch die Reihen der Gegner wandelte.

Dennoch muss an dieser Stelle eine Lanze für des Dummschwätzers aktive Leistung und vor allem Reputation zu jener Zeit gebrochen werden. Von Journalisten durchgeführte Wahlen sind zwar naturgemäß immer äußerst subjektiv, nimmt aber nur eine ausreichend große Zahl daran teil, darf man schon von einer gewissen Objektivität bei der Bewertung von Spielern ausgehen. Natürlich ist die Platzierung in einer solchen Wertung wie sie gleich hier folgt, nie intervallskaliert, insofern wissen wir wenig darüber, wie groß die Unterschiede zwischen Platz 1 und 2 oder zwischen Platz 5 und 50 gewesen sein mögen. Sie sind aber die hier relevanten Daten.

Diese Zahlenreihe spricht nämlich eindeutig für den Dummschwätzer. Schauen wir sie erst an, und lösen danach auf.

1966: 3.
1967: 4.
1968: 4.
1969: -
1970: 4.
1971: 5.
1972: 1.
1973: 4.
1974: 2.
1975: 2.
1976: 1.

Das ist nicht etwa das Ergebnis bei der Wahl zu Deutschlands Fußballer des Jahres, sondern von jener zu Europas Fußballer des Jahres.

Franz Beckenbauer war also in einer ganzen Dekade mit einer Ausnahme immer in den Top 5 dieser Wertung, welche er noch dazu 2x gewann und 2x als Zweiter beendete.

Man mag gerne einwenden, dass es damals ohnehin nur ein paar Länder gab, in denen Fußball von Weltformat praktiziert wurde und es somit wesentlich einfacher war als heute, diese Weltspitze zu erreichen. Stimmt. Dann war das eben so. Aber in dieser war der Dummschwätzer dann Zeit seiner Karriere immer dabei. In der Weltspitze.

Nachzuprüfen bei den Ergebnissen zur Wahl zum Fußballer des Jahres in Europa. (Mit weiteren Schmankerln, z. B. kam Europas Fußballer des Jahres von 1976 bis 1981 ununterbrochen aus der Bundesliga. Sogar Felix Magath war mal unter den Top 5 Europas, gleich zwei Mal kamen die Spieler auf den ersten drei Plätzen aus Deutschland. Der heute übermächtig groß erscheinende Zinedine Zidane gewann nur ein einziges Mal, 1998. Und die letzten Deutschen, die darin zu finden sind, sind im Jahre 2002 Oliver Kahn (3.) und Michael Ballack (5.). Wobei die Quoten nicht schlecht stehen, dass es in diesem Jahr mal wieder einer unter die Top 5 schaffen könnte. Aber das ist ein anderes Thema.)

Der Dummschwätzer: eine Dekade lang vorne dabei. Und wenn das damals alle so sahen, muss er wohl wirklich ein Guter gewesen sein.

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Souveräner Gruppensieger: Österreich (ehrlich!)

Heute kaum noch vorstellbar, aber 1998 qualifizierten sich aus der UEFA-Gruppe 4 zwei Mannschaften direkt für die WM in Frankreich, die mittlerweile schon froh sind, dass die UEFA noch keine Vor-Qualifikation vor der eigentlichen Qualifikation eingerichtet hat, weil sie diese mit großer Wahrscheinlichkeit nicht überstehen würden. Die Rede ist von Österreich und Schottland, wobei sich Österreich als Gruppensieger (!) und Schottland als bester Gruppenzweiter aus allen Gruppen direkt qualifizierten. Und 1998 war schließlich dieser Vorhang, der mal mitten in Europa in der Gegend rumhing, schon lange gefallen, auch die ehemaligen Sowjetrepubliken traten schon unter eigener Fahne an. Wie auch die ehemaligen Teilrepubliken Jugoslawiens mit ihren eigenen Auswahlen teilnahmen.

Keine 12 Jahre her, also noch nicht mal eine gesamte Fußballerlaufbahn, dennoch sind beide komplett in der Versenkung verschwunden, diese durchaus einmal traditionell häufigen Teilnehmer an einer Fußball-WM.

Nachdem auch Belgien nicht mehr aus seiner Talsohle rauskommt, Irland am fehlenden Videobeweis scheitert und Norwegen seit jener WM 1998 leider keine Bäume mehr ausreißt, wäre es wohl an der Zeit, sich beim nächsten Mal ein paar andere Underdogs auszuwählen, denen man ein bisschen was zutraut. Zum Beispiel nie die Vorrunde zu überstehen, so wie Schottland, aber nun gut, immerhin sind sie fast jedes Mal höchst tragisch gescheitert.

Vorschläge für Zweitmannschaften beim nächsten Turnier? (Womit man durchaus nicht wirken möchte wie der Belzebub eines jeden „echten“ Fußballfans, wie ein „Erfolgsfan“ nämlich. Nur kann man schlecht zu einer Mannschaft halten, die gar nicht teilnimmt.) Begründung muss natürlich nicht sein, wäre aber wahrscheinlich wissenswert.

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Alle Spiele um Platz 3 bei einer WM

Als kleiner Appetizer für heute Abend: Es gab da durchaus, logisch ja auch bei zwei unterlegenen Halbfinalteilnehmern, immer mal wieder sehr gute Paarungen auf dem Papier, die dann auch hielten, was sie versprachen. Zwar schaut sich wahrscheinlich kein Mensch der Welt ein Spiel um Platz 3 von 1962 noch einmal im Re-live an (außer mir), aber heute Abend kann immerhin noch Historisches passieren. Ein 4:0 gilt es zu überbieten. Oder die 9 Tore insgesamt aus der Niederlage gegen Frankreich von 1958.

Noch nie gab es übrigens ein Elfmeterschießen im Spiel um Platz 3.

Swynestygä.

1930 kein Spiel um Platz 3
1934 Deutschland – Österreich 3:2
1938 Brasilien – Schweden 4:2
1950 kein Spiel um Platz 3
1954 Österreich – Uruguay 3:1
1958 Frankreich – Deutschland 6:3
1962 Chile – Jugoslawien 1:0
1966 Portugal – UdSSR 2:1
1970 Deutschland – Uruguay 1:0
1974 Polen – Brasilien 1:0
1978 Brasilien – Italien 2:1
1982 Polen – Frankreich 3:2
1986 Frankreich – Belgien 4:2 n. V.
1990 Italien – England 2:1
1994 Schweden – Bulgarien 4:0
1998 Kroatien – Niederlande 2:1
2002 Türkei – Südkorea 3:2
2006 Deutschland – Portugal 3:1
2010 Deutschland – Uruguay 3:2

Rekord-Dritter bei einer WM, ganz zufällig: Deutschland, wie diese Auflistung der Häufigkeiten von dritten Plätzen zeigt.

1. Deutschland 4
2. Frankreich 2
Brasilien 2
Polen 2
Schweden* 2
6. Chile 1
Österreich 1
Portugal 1
Italien 1
Kroatien 1
Türkei 1

(* Schweden erreichte auch 1950 den dritten Platz, als es kein Spiel um den dritten Platz, sondern eine Finalrunde mit 4 Teams gab.)

Noch dazu Deutschland heute mit der Chance, den Vorsprung auszubauen. Ein Rekord, auf den man wahrlich gerne verzichten würde. Wahlweise eintauschen gegen eine handgefertigte rostbraune Stehlampe aus Ostfriesland.

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Das Abschneiden der Titelverteidiger

Abschneiden, abschneiden. Man denkt unwillkürlich an Heinz Gründel und bekommt Hunger. Hier geht es aber darum, was der Titelverteidiger der vorhergegangenen Weltmeisterschaft jeweils erreicht hat bei der nächsten WM. Man darf mit Fug und Recht sagen: eigentlich hat bislang nur Brasilien seinen Titel verteidigt. Das, was Italien da zwei Mal zum Titel geführt hat (in einer Zeit, als die Zeiten anders waren), kann man wohl kaum als regulären Wettbewerb bezeichnen.

Nun gut, wir sind (außer Brustring und direkter-freistoss) keine Schiedsrichter, deshalb hier also die Liste, wie die jeweiligen Titelverteidiger beim folgenden Turnier abgeschlossen haben:

1930 Weltmeister Uruguay
1934 nicht teilgenommen
1934 Weltmeister Italien
1938 Weltmeister
1938 Weltmeister Italien
1950 Vorrunde
1950 Weltmeister Uruguay
1954 4. Platz
1954 Weltmeister Deutschland
1958 4. Platz
1958 Weltmeister Brasilien
1962 Weltmeister
1962 Weltmeister Brasilien
1966 Vorrunde
1966 Weltmeister England
1970 Viertelfinale
1970 Weltmeister Brasilien
1974 4. Platz
1974 Weltmeister Deutschland
1978 2. Finalrunde
1978 Weltmeister Argentinien
1982 2. Finalrunde
1982 Weltmeister Italien
1986 Achtelfinale
1986 Weltmeister Argentinien
1990 Vize-Weltmeister
1990 Weltmeister Deutschland
1994 Viertelfinale
1994 Weltmeister Brasilien
1998 Vize-Weltmeister
1998 Weltmeister Frankreich
2002 Vorrunde
2002 Weltmeister Brasilien
2006 Viertelfinale
2006 Weltmeister Italien
2010 Vorrunde
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Alle Gewinner des Yashin-Awards

Auf deutsch müsste diese tolle, bedeutungsgesalbte Trophäe eigentlich Jaschin-Trophäe heißen, aber heutzutage hat man sich bei der FIFA ja auf die einheitliche englische Schreibweise geeinigt.

Wobei man sich bei der FIFA eh nicht so ganz einig zu sein scheint, ob es nun „Yashin-Award“ heißt oder „Golden Glove“, zu deutsch also „Goldener Handschuh“, denn auch der „Golden Glove“ geistert als Bezeichnung immer wieder durch die Medien.

Deshalb also Yashin-Award. Zu Ehren des großartigen sowjetrussischen Torwarts Lew Jaschin. Oder Lev Yashin, wie man will. Gewonnen hat er selbst sie übrigens nie. Unter anderem deshalb, weil sie offiziell erst seit 1994 verliehen wird. Alle vorherigen Nennungen sind jene Torhüter, die in die „Elf des Turniers“ gewählt wurden. Fragwürdig, aber hier sind sie:

Jahr Gewinner
WM 1930 Enrique Ballesteros
WM 1934 Ricardo Zamora
WM 1938 Frantisek Planicka
WM 1950 Roque Maspoli
WM 1954 Gyula Groscis
WM 1958 Harry Gregg
WM 1962 Viliam Schrojf
WM 1966 Gordon Banks
WM 1970 Ladislao Mazurkiewicz
WM 1974 Jan Tomaszewski
WM 1978 Ubaldo Fillol
WM 1982 Dino Zoff
WM 1986 Harald Schumacher
WM 1990 Sergio Goycochea
WM 1994 Michel Preud‘homme
WM 1998 Fabien Barthez
WM 2002 Oliver Kahn
WM 2006 Gianluigi Buffon
WM 2010 Iker Casillas
WM 2014 Manuel Neuer
WM 2018 -
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The Cup of Life

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mir völlig entfallen war, was Ricky Martin mit Fußball zu tun hat. Weltmeisterschaft, 1998, Frankreich. Berti Vogts ließ sich von der FOTO den ollen Loddar ins Team quatschen, der ja dann bekanntlich verursacht hat, dass Wörns auf dem Platz so rasiert wurde, wie Klinsmann es vor der WM 2006 mit ihm neben dem Platz tat. Und Ricky Martin sang den offiziellen Song zur WM 1998. Falls er es nicht immer noch tut.



„The Cup of Life“ also, 1998. Komisch, dass die offiziellen Songs zu Weltmeisterschaften immer nur bis einen Tag nach der WM im Gedächtnis bleiben. Obwohl: wenn man länger zuhört — auch wieder nicht.

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Alle deutschen WM-Torschützen

Jahr Spieler WM Tore
1. Miroslav Klose 2002-2014 16
2. Gerd Müller 1970-1974 14
3. Jürgen Klinsmann 1990-1998 11
4. Thomas Müller 2010-2014 10
Helmut Rahn 1954-1958 10
6. Uwe Seeler 1958-1970 9
Karl-Heinz Rummenigge 1978-1986 9
8. Rudi Völler 1986-1994 8
9. Hans Schäfer 1954-1962 7
10. Helmut Haller 1962-1970 6
Lothar Matthäus 1982-1998 6
Max Morlock 1954 6
13. Franz Beckenbauer 1966-1974 5
Lukas Podolski 2006-2010 5
15. Oliver Bierhoff 1998-2002 4
Andreas Brehme 1986-1994 4
Paul Breitner 1974-1982 4
Edmund Conen 1934 4
Ottmar Walter 1954 4
19. Michael Ballack 2002-2006 3
Pierre Littbarski 1982-1990 3
Wolfgang Overath 1966-1974 3
Toni Kroos 2014-2018 3
André Schürrle 2014 3
Fritz Walter 1954-1958 3
25. Klaus Allofs 1986 2
Klaus Fischer 1978-1982 2
Heinz Flohe 1974-1978 2
Mario Götze 2014 2
Karl Hohmann 1934 2
Mats Hummels 2014 2
Sami Khedira 2010-2014 2
Ernst Lehner 1934-1938 2
Dieter Müller 1978 2
Oliver Neuville 2002-2006 2
Mesut Özil 2010-2014 2
Bastian Schweinsteiger 2006 2
Joachim Streich 1974 2
34. Rüdiger Abramczik 1978 1
Uwe Bein 1990 1
Marco Bode 1998-2002 1
Rainer Bonhof 1974-1978 1
Albert Brülls 1962 1
Cacau 2010 1
Hans Cieslarczyk 1958 1
Bernd Cullmann 1974-1978 1
Lothar Emmerich 1966 1
Arne Friedrich 2010 1
Torsten Frings 2002-2006 1
Josef Gauchel 1938 1
Jürgen Grabowski 1966-1974 1
Willi Hahnemann 1938 1
Siggi Held 1966-1970 1
Richard Herrmann 1954 1
Uli Hoeneß 1974 1
Martin Hoffmann 1974 1
Bernd Hölzenbein 1974-1978 1
Horst Hrubesch 1982 1
Carsten Jancker 2002 1
Marcell Jansen 2010 1
Berni Klodt 1954-1958 1
Stanislaus Kobierski 1934 1
Philipp Lahm 2006 1
Reinhard Libuda 1970 1
Thomas Linke 2002 1
Andreas Möller 1990-1998 1
Hansi Müller 1978-1982 1
Rudolf Noack 1934 1
Alfred Pfaff 1954 1
Uwe Reinders 1982 1
Marco Reus 2018 1
Karl-Heinz Riedle 1990-1994 1
Bernd Schneider 2002-2006 1
Karl-Heinz Schnellinger 1958-1970 1
Otto Siffling 1934-1938 1
Jürgen Sparwasser 1974 1
Horst Szymaniak 1958-1962 1
Otto Siffling 1934-1938 1
Wolfgang Weber 1966-1970 1

Stand: 15. Juni 2018.

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Alle Torschützenkönige der WM

Seit 1930 werden im Fußball Weltmeisterschaften ausgetragen. Seit 1930 gibt es also jeweils mindestens einen Spieler, der die meisten Tore bei einer WM erzielt. All diese werden hier schön übersichtlich in einer Liste aufgeführt, wobei diese gerade bei der WM 1962 es ein wenig an Übersichtlichkeit mangeln lässt. Das aber ist den Fakten geschuldet, nicht der Form der Darstellung der besten Torschützen eines jeweiligen WM-Turniers. Seit geraumer Zeit kann es übrigens nicht mehr mehr als einen „Torschützenkönig der WM“ geben, da bei Torgleichstand inzwischen weitere Faktoren zur Ermittlung eines Siegers hinzugezogen werden.

Liste der Torschützenkönige bei WM

Jahr Spieler Club Tore
1930 Guillermo Stabile Argentinien 8
1934 Oldrich Nejedly Tschechien 5
1938 Leonidas Brasilien 7
1950 Ademir Brasilien 9
1954 Sandor Kocsis Ungarn 11
1958 Just Fontaine Frankreich 13
1962 Vavá
Valentin Ivanov
Leonel Sanchez
Garrincha
Florian Albert
Drazen Jerkovic
Brasilien
UdSSR
Chile
Brasilien
Ungarn
Jugoslawien
4
4
4
4
4
4
1966 Eusébio Portugal 9
1970 Gerd Müller Deutschland 10
1974 Grzegorz Lato Polen 7
1978 Rob Rensenbrink
Mario Kempes
Niederlande
Argentinien
6
6
1982 Paolo Rossi Italien 6
1986 Gary Lineker England 6
1990 Salvatore Schilacci Italien 6
1994 Oleg Salenko
Hristo Stoitchkov
Russland
Bulgarien
6
6
1998 Davor Suker Kroatien 6
2002 Ronaldo Brasilien 8
2006 Miroslav Klose Deutschland 5
2010 Thomas Müller Deutschland 5
2014 James Rodriguez Kolumbien 6
2018 Harry Kane England 6
2022 - - -

Rekordtorschütze bei einem einzelnen WM-Turnier bleibt damit bis auf Weiteres Just Fontaine, der 1958 gleich 13x einnetzte – und das bei nur 6 absolvierten Spielen. Mehrfach schon waren deutsche Spieler Torschützenkönig einer WM. Allerdings angesichts der allgemeinen Erfolgsgeschichte (bundes-) deutscher Mannschaften bei derartigen Turnieren dann doch vergleichsweise wenige. Nämlich nur Gerd Müller 1970 mit 10 Treffern und Miroslav Klose 2006 mit auch eher kümmerlichen 5 Treffern, der wiederum direkt gefolgt wurde von Thomas Müller 2010 in Südafrika, der ebenfalls 5 Tore erzielte. Zunächst mal kann sich Miroslav Klose eines ersten Ranges in der Gesamtwertung der Torschützen einer WM aber sicher sein, denn die Karriere von Thomas Müller im Länderfußball wurde letztens bekanntlich etwas unvermittelt von Bundestrainer Jogi Löw beendet. Einzige Chance in dieser Hinsicht für Thomas Müller, noch einmal Torschützenkönig einer WM zu werden: falls Löw vor der WM 2022 noch geschasst wird. Allerdings, auch das ein wenig erstaunlich, hat es noch kein einziger Spieler geschafft, zweimal Torschützenkönig einer WM zu werden. Und das gilt sowohl für den großen Pelé wie auch den großen Gerd Müller.

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