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Schlagwort: FC Schalke 04

Am Hause — Ein Beitrag für Bastarde

Zu, eigentlich. Heute aber mal am.

Leser aus Mecklenburg-Vorvateristimkrieg, Schleswig-Holstein oder Baden-Württemberg sollten jetzt weglesen, es wird nun regional angetatscht. Das ist immer dann langweilig, wenn man selbst regional ist, aber anders. Deshalb. Bitte gehen Sie weiter, sollten Sie nicht aus dem Westen kommen. Falls doch, ich habe Sie gewarnt.

Die eine Hälfte der Bekanntschaft reist morgen, was beim Lesen dann wohl heute sein dürfte, zur Tinnitus-artigen Aufstiegsfeier der einen, wahren Borussia (sofern man URLs als Kriterium gelten lässt), die andere freut sich mit Schalke über die semi-Qualifikation Schalkes für die Chämpions League (deren unakzeptable Buchstabenkombination hier nicht nur jedes Mal die Finger brechen lässt, sondern auch einen alternativen Namen erfordert) und das letzte Drittel wartet darauf, dass die Fortuna endlich wieder im Profifußball ankommt, während das andere Viertel sicher ist, dass man beim BVB im nächsten Jahr im Europapokal richtig, richtig weit kommen wird.

Kurz gesagt, hier aufgewachsen, ist man zwangsläufig mit diesen und jenen verwandt, verschwägert, bekannt und in schlimmeren Fällen gar befreundet. Man kann also gar nicht anders als mit Menschen anderer fußballerischer Orientierung zu leben. Komischerweise fällt das sehr leicht, während es zu Zeiten von Turnieren und Ländern wesentlich schwerer fällt, zu akzeptieren, dass für eine Mannschaft zu sein gleichzeitig bedeutet, der anderen Mannschaft im Zweifelsfalle eben eine Niederlage zu wünschen. Hier in dieser Mischpoke aus Schalke, Gladbach, Dortmund und was es eben sonst noch gibt, ist morgen bis heute jedenfalls großer Feiertag angesagt. Und das Wundersame daran ist: Es fahren sogar Menschen mit nach Gladbach, die gar keine Gladbach-, sondern irgendetwas-anderes-Fans sind. Einfach for the fun of it, wie niemand so schön sagt. Ein bisschen feiern, sich freuen, Gladbach ist zurück, hooray, da kann man schon mal die Niers gerade sein lassen oder auch dem Mönch in den Teich pinkeln. Hauptsache feiern.

Damit das niemand falsch versteht: Nein. So ist es dann doch nicht. Niemand verlässt seinen eigenen Klub, geht ihm fremd oder verkauft seine Seele, wenn er morgen mit Borussia den Aufstieg feiert, obwohl er selbst RWO- oder Bochum-Fan ist. Der beste Freund ist schließlich Gladbach-Fan seit Kindesbeinen, und alleine trinken macht schließlich auch keinen Spaß. Wer würde dem besten Freund bei der Hochzeit in die Suppe spucken? Und also geht man überall hin, ohne sich zu verleugnen. Niemand fragt, aber es zweifelt auch niemand. Jedenfalls nicht hierzukreise.

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Die Ringelsocken waren’s

Da wird es der Borussia aus Dortmund wohl nicht so viel nützen, morgen in extra nur fürs Finale kreierten Trikots anzutreten: es lag nämlich an den Socken, wie der Helden von Berlin Norbert Dickel zu berichten weiß.

Kleine Randnotiz: Das Rekordergebnis im Pokal-Finale liegt bei 5:0. In dieser Höhe gewann der FC Schalke 04 1972 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Und sollten dem BVB nicht bis morgen noch ein paar modische Kniffe einfallen, die die Bayern „verwirren“ könnten, wackelt der Rekord morgen ordentlich.

Wobei das immer so eine Sache ist mit Weissagungen vor sportlichen Wettbewerben, weshalb sich dieser Teil des Beitrags auch im Falle eines Dortmunder Sieges von selbst vernichten wird.

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Geduld überwindet Holzäpfel

— und niemand braucht klare Definitionen der Anforderungen an die Zielperson.

Mirko Slomka ( 4. Januar 2006 – 13. April 2008)
Oliver Reck (12. Dezember 2005 – 4. Januar 2006)
Ralf Rangnick (28. September 2004 – 12. Dezember 2005)
Eddy Achterberg (15. September 2004 – 28. September 2004)
Jupp Heynckes (1. Juli 2003 – 15. September 2004)
Marc Wilmots (26. März 2003 – 30. Juni 2003)
Frank Neubarth (1. Juli 2002 – 26. März 2003)
Huub Stevens (9. Oktober 1996 – 1. Juli 2002) *
Jörg Berger (11. Oktober 1993 – 3. Oktober 1996)
Helmut Schulte (18. Januar 1993 – 10. Oktober 1993)
Udo Lattek (1. Juli 1992 – 17. Januar 1993)
Klaus Fischer (1. Mai 1992 – 30. Juni 1992)
Aleksandar Ristic (1. Januar 1991 – 30. April 1992)
Klaus Fischer (14. November 1990 – 31. Dezember 1990)
Peter Neururer (11. April 1989 – 13. November 1990)
Diethelm Ferner (20. September 1988 – 10. April 1989)
Horst Franz (29. Dezember 1987 – 18. September 1988)
Rolf Schafstall (1. Juli 1986 – 7. Dezember 1987)
Diethelm Ferner (1. Juli 1983 – 30. Juni 1986)
Jürgen Sundermann (24. Januar 1983 – 30. Juni 1983)
Siggi Held (1. Juli 1981 – 20. Januar 1983)
Rudi Assauer (27. Mai 1981 – 30. Juni 1981)
Fahrudin Jusufi (21. April 1980 – 26. Mai 1981)
Dietmar Schwager (5. Dezember 1979 – 22. April 1980)
Gyula Lóránt (19. März 1979 – 4. Dezember 1979)
Ivica Horvat (1. Juli 1978 – 17. März 1979)
Uli Maslo (21. Dezember 1977 – 24. Mai 1978)
Friedel Rausch (10. März 1976 – 20. Dezember 1977)
Max Merkel (1. Juli 1975 – 9. März 1976)
Ivica Horvat (1. Juli 1971 – 30. Juni 1975) *
Slobodan Cendic (8. September 1970 – 30. Juni 1971)
Rudi Gutendorf (22. November 1968 – 7. September 1970)
Günter Brocker (18. November 1967 – 17. November 1968)
Karl-Heinz Marotzke (1. Juli 1967 – 13. November 1967)
Fritz Langner (26. April 1964 – 30. Juni 1967) *
Georg Gawliczek (1. Juli 1963 – 25. April 1964)

* Die einzigen Trainer, die länger als drei Jahre tätig waren, zwei davon vor über 30 Jahren.

Aus der Wikipedia.

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Mladen Krstajić: Ungeschickt ist anders

Was zur im christlichen Glauben abgeschafften Hölle war an der Kopfballabwehr von Mladen Krstajić jenes Balles, der ziemlich genau nur 20cm unterhalb der Latte gerade im Begriff war, die Torlinie zu überschreiten, „ungeschickt“?

Wer stellt solche Fragen nach dem heutigen Spiel Schalkes 04s in Barcelona?

Wer hat schon mal mitten in einem — diese Dinger pflegen für gewöhnlich in Echtzeit zu laufen, man hat also noch weniger Zeit, nachzudenken, die richtige Entscheidung abzuwägen und sich vorher noch über strategische Abwägungen Gedanken zu machen, als ein Schiedsrichter das hat — richtigen Fußballspiel versucht, einen Ball vorwärts laufend mit dem Hinterkopf aus der Luft von der gedanklich nach oben verlegten Linie zu kratzen und dabei noch mit ordentlich Effet den Ball mit diesem Hinterkopf-Kopfball gleich noch zur Ecke zu klären?

Offensichtlich niemand, der — wie gerade im TV geschehen — Fragen danach stellt, ob diese Kopfballabwehr „ungeschickt“ war und was man daran hätte besser machen können.

Das Argument, dass man mit solch einer armseligen medialen Begleitung eines Fußballspiels ja nur die Massen ködern will, ist keins. Die Massen interessieren sich eh nicht die Bohne für die Interviews nach dem Spiel. Diese Interviews schauen nur diejenigen, die sich wirklich für Fußball interessieren. Nicht umsonst muss man in fast jeder Kneipe, in der man Premiere schaut, nach Abpfiff darum bitten, dass bei den folgenden Interviews der Ton noch aktiviert bleibe, was selbst bei vielzahlig anwesendem Fußballpublikum eher widerstrebend bewilligt wird.

Ungeschickt ist also nur die Frage, nicht aber die Kopfballabwehr.

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Der einfache Weg, es allen Recht zu machen

ist Scheiße!
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Fenerbahçe = Laternengarten

Tja, wer hätte das gewusst? Die Türken unter den Türken natürlich und dann noch eine Handvoll Kurden. Hierzulande aber wohl kaum jemand, äh … Fenerbahçe ist ein Stadtteil Istanbuls, und die Bedeutung des Wortes setzt sich so zusammen:

Ein „fener“ ist eine Laterne, aber auch ein Leuchtturm, ein „bahçe“ ist ein Garten, aber auch eine Gärtnerei. Da Leuchtturm-Gärtnerei nicht allzu viel Sinn ergibt, bedeutet der Name des Clubs, der gerade versucht, weiter zu kommen als Schalke 04, auf deutsch eben Laternengarten.

Und eben jene gehen hier gerade an (nicht die Gärten), weshalb wir uns dem Spiel zuwenden.

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Das schlägt dem Fass den Boden aus

So wie kein Normalsterblicher, der nicht auch Zwiebelfisch liest, ahnen kann, woher die Redewendung im Titel stammt, wird es irgendwann auch mit dem Elfmeterschießen und der Legende sein, dass Deutsche keine Elfmeterschießen verlieren.

„The Germans were (as always) clinical with all their penalties […]“

schreibt 101greatgoals.

Die Schützen für den FC Schalke Nullvier waren:

Rafinha (BRA)
Rakitic (CRO)
Altintop (TUR)
Jones (GER/USA)

Ganz klar: Deutsche sind immer präzise im Elfmeterschießen.

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Ich bin ein Trikot — kauf mich hier raus

Merchandising. Ganz großes Thema, nicht erst seit Manchester United als erstes auf die Idee gekommen ist, die Trikots des Clubs „profässionäll“ zu vermarkten, sondern schon seit Jägermeister Braunschweig.

Wie wir alle wissen, betreiben die diversen Clubs diverse Anstrengungen, um in diesem Bereich große Erlöse zu erzielen. So ist auch die Idee, jedes Jahr und eigentlich auch für jeden Anlass, ein neues Trikot herauszubringen, seien es DFB-Pokal-, Auswärts- oder Champions-League-Spiele, ebenfalls in erster Linie dem Gedanken geschuldet, dem idiotischen Hardcorefan noch ein paar Piepen extra aus der Tasche zu ziehen.

Wie viel erlöst man denn nun aber mit dieser Sparte der Erlössparte überhaupt? Lange Zeit blieb das im Dunkeln, und ich meine: zurecht.

Wie uns der Print-Spiegel (ja, so etwas gibt es noch) in seiner letzten Ausgabe aufklärt, liegt nämlich der FC St. Pauli mit seinen (angestrebten) Trikotverkäufen auf Platz 9 bundesweit. Platz 9 bundesweit, somit noch vor Eintracht Frankfurt oder dem „Glubb“ aus Nürnberg. Wie viele Trikots muss man denn nun verkaufen, um solche gestandenen und langjährigen Bundesligisten wie die Diva vom Rhein-Main oder den ehemaligen Rekordmeister hinter sich zu lassen?

Die Antwort ist ernüchternd: 25.000 Trikots will/wird/hat der FC St. Pauli verkauft.

25.000!

Das ist wesentlich weniger als die Zahl der Menschen, die regelmäßig ins Waldstadion oder ins Frankenstadion geht, und dachten wir nicht alle, dass es mindestens noch ein paar Tausend weit verstreut und entfernt lebender Fans dieser Vereine gäbe, die durchaus unbedingt im Trikot ihres Lieblingsclubs schlafen wollen? 25.000, das ist dermaßen wenig, dass man kaum glauben kann, dass die Einkünfte aus diesen Aktionen überhaupt eine Rolle spielen im Etat eines mittelgroßen Clubs.

Anders sieht das hingegen bei den Bayern aus, die laut Spiegel in diesem Jahr den Verkauf von 900.000 Trikots anstreben. In dieser Größenordnung hätte ich eigentlich auch Schalke (120.000) oder Dortmund (80.000) verortet. Offensichtlich ist die Klientel doch zu klein oder zu klamm.

Mit nur 25.000 verkauften Trikots auf Platz 9 bundesweit: Ich bin entsetzt, aber auch erleuchtet.

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Wolfram Wuttke ist zurück

Klinsmann, Klinsmann, Klinsmann, wer interessiert sich schon für Klinsmann? Der Flipper, was konnte er schon, außer sich die Lunge aus dem Hals rennen und köpfen?

Echte Fußballliebhaber stehen da eher auf die Sorte verrückt und durchgeknallt, kann dafür aber alles am Ball, ganz konträr zu den Fähigkeiten im Leben:

Wolfram Wuttke hat endlich nach seiner aktiven Karriere den großen Sprung geschafft: er wird Sportdirektor beim TSV Crailsheim. Wir freuen uns darauf, ihn nach kurzer Lehrzeit vielleicht bald bei seinen alten Klubs Schalke 04 oder beim HSV in ähnlicher Position zu sehen. Dann ist endlich wieder Feuer unterm Dach und es wird ordentlich Geld verjubelt.

Nachtrag: So [Link leider tot] sieht Wolfram Wuttke übrigens jetzt aus und das hier macht er eventuell, unverbürgt.

Noch ein Nachtrag: Einer der Gründe für Wuttkes Ruf.

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Individuelle Stadien

Im Interview mit den 11 Freunden spricht mir Thomas Meggle aus der Seele, mir altem Sozialfußballromantiker:

Allein durch die Individualität des Stadions wird sich die besondere Stimmung sogar sehr gut transportieren lassen. Ich konnte als Kind immer durch die „Sportschau“ zappen und wusste sofort, in welchem Stadion ich bin. Dortmund mit den Trainerbänken und der Stehtribüne oder Köln mit den charakteristischen Sitzreihen. Diese Besonderheiten, die zeigen, in welchem Stadion man sich befindet, gibt es heute kaum noch. Heute sehen alle Stadien irgendwie gleich aus. Aber für mich war es schon immer ein wichtiger Bestandteil des Fußballs, in charakteristischen Stadien zu spielen.

„Ich habe immer gesagt“, dass ich es fürchterlich finde, dass man inzwischen nicht mehr weiß, ob man in München, Schalke, Rostock oder Wolfsburg ist, wenn man einen Spielbericht sieht und dass durch diese Gleichförmigkeit der Schauplätze ein Stück Reiz der Beschäftigung mit den Spielstätten und dem, was darin passiert, verloren geht.

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Idole aus der Jugend treffen sich selbst bzw.

Wenn mich nicht alles und Jens uns alle nicht täuscht, wird Manuel Neuer am 10. Februar 2008 gegen sein altes Idol in Personalunion mit dem Torhüter der Nationalmannschaft spielen. Schöne Geschichten, die der Fußball schreibt, so es denn stimmt, dass Manuel Neuer damals immer früher ins Stadion ging, um Jens Lehmann beim Aufwärmen zuschauen zu können.

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