| ist Scheiße! |
Schlagwort: Werder Bremen
In einer einzigseitigen Partie gegen das Albanien des Jahres 19831 gewann Werder Bremen heute zwar mit 1:0, verpasste aber nach der Niederlage mit Null zu minus Zwei aus dem Hinspiel die Qualifikation für die Europameisterschaft. Schade. Vielleicht klappt’s ja für Südafrika.
Kleiner Tipp zur Nacht: Eckballvarianten üben.
Wieso das Albanien von 1983 mit einer solchen Leistung nun in der Runde der Letzten ist, bleibt für den neutralen Beobachter unklar und wirkt auch ein wenig unfair, wie man es häufig vom Fußballsport hört. Der Mensch aber strebt nach Fairness im Umgang miteinander.
1 Zur Erinnerung und für die Jüngeren unter jenen: Das albanische Modell lässt sich gut in dieser mathematisch glasklar ausbaldowerten Zahlenreihe abbilden: 9-1-0.
7 KommentareHeute möchte ich kurz darauf verweisen, dass bei Hertha ein gewisser Herr Olic Petric Pantelic schon nach nur gefühlten sieben Monaten im Trikot der alten Dame auf Rang 5 der ewigen Torschützenliste des Berliner Clubs vordringen kann, wenn er am Wochenende trifft. Während man bei Bremen, Gladbach oder Bayern dafür schon, na sagen wir mal, 8 Jahre im jeweiligen Verein und regelmäßig zweistellig treffen muss, reichen für die Hertha-Torschützenliste schon zwei erfolgreiche Wochen pro Quartal, wenn man denn derer sechs erreicht.
So ist das mit dem guten Näschen der Hertha für gute Stürmer.
1 KommentarHat der VfL Bochum nach dem glücklicherweise anerkannten Tor gegen Werder Bremen schon jene peinliche Liste auf seiner Webseite aktualisiert, wie häufig er durch Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt wurde?
1 KommentarIch wollte nur mal kurz anmerken, dass ich auch immer dann Schlafstörungen habe, wenn ich am nächsten Tag um 10h morgens trainieren muss, aber erst um 6h besoffen ins Bett gehe. Schlafstörungen insofern, als ich dann irgendwie einfach so unglaublich müde bin nach dem Aufwachen um 9h, dass mein Körper mir doch jetzt glatt mitteilt, ich müsse unbedingt noch 6 Stunden weiterpennen.
„Schlafstörungen“ nennt man diese gefährliche Krankheit, die schon ganze Kulturen vernichtet hat.
5 KommentareT-R-A-I-N-I-E-R-T.
Ja, das tut er. Das Unterhaltsame daran ist, dass er einer Ländermannschaft vorsteht und für ihn somit das unglaublich schlechte Argument „wir brauchen mehr Geld“ wegfällt. Er hat nur das, was dieses Land hervorbringt, und genau das, also diese Spieler, muss er selber besser machen. Er kann nicht einfach neue Spieler kaufen.
Genau das macht ihn auch so glaubwürdig in seiner Art, weil er nämlich mit demselben Schrott, mit dem Rudi 2004 so dermaßen verkackt hat, plus ein paar Ergänzungen, Dritter bei einer WM wurde, bei der der Weg doch deutlich anders war als 2002. Und abgesehen vom (für mittlerweilige Verhältnisse) blamablen 0:3 gegen Tschechien hat Jogi mit seiner Mannschaft wohl so ziemlich alles abgeräumt, was es in dieser Zeit abzuräumen gab. Deshalb darf so einer auch denjenigen die Leviten lesen, die glauben, dass man nur mit Geld weiterkäme.
Wie wäre es mit Strategien (ich meine keine wirtschaftlichen, sondern fußballerische)? Wie wäre es damit, dass man einfach mal ein bisschen bei z. B. Rosenborg Trondheim nachschaut, was dort denn so alles geht, ohne dass die große Kohle vorhanden ist.
Es scheint lächerlich, dass KHR jeden Montag bis Freitag darüber jammert, dass er nicht genug Geld hat, um Spieler zu kaufen. Was sollen denn dann Rostock, Cottbus und Bochum sagen? Und warum sollten genau diese Teams denn nicht auch mal einen Sieg gegen die Bayern landen, wie sie es alle Jubeljahre tun?
Aber ich schweife ab, denn der Unterschied zwischen Cottbus und Bayern ist natürlich viel größer als jener zwischen Bayern und Liverpool oder Lyon. Der Hauptunterschied liegt doch nicht in der verfügbaren Kohle, sondern darin, dass Bayern kein Konzept, keine Strategie und seit Jahren schon eigentlich keinen Wissenüberschuss hat. 1983 war es vielleicht noch ausreichend, einfach drei Ex-Profis in den Vorstand/Trainerteam zu stellen, auf dass man den anderen Bundesligateams überlegen war.
2007 ist es definitiv nicht mehr so, dass Franz „Dummschwätzer“ Beckenbauer, Würstchen-Uli und der seltsam aggressive Kalle als hätte er schlecht gefrühstückt einen Innovationsvorsprung ergeben. Im Gegenteil. Weil diese Akteure so verhaftet sind in der Zeit, in der sie selbst erfolgreich waren, ist für alle der Zug abgefahren. Mal eben ein paar Euronen raushauen für ein paar Semi-Weltklassestars, und dann glauben, dass man damit Markierungen setzt. Mag ja sein.
Eine Strategie ist dahinter trotzdem nicht zu erkennen.
Um genau zu sein: eine Strategie ist das natürlich schon, Ribéry und Toni und Klose zu kaufen. Und dann zu hoffen, dass sie einfach besser sind als die Wattenscheids und St. Paulis dieser Liga. Nur steht dahinter kein fußballerisches System und das ist auch der Grund, warum Bayern in der Champions League ungefähr so dasteht wie Hessen Kassel in der Bundesliga: Weil man einfach nicht weiß, was man überhaupt spielen möchte.
Die große Kunst, 3-4 teure Spieler zusammenzukaufen, kann nur so lange als Kunst gelten, bis man auf wirkliche Künstler trifft, die Fußball einer neuen Dimension spielen. Und dazu gehört traurigerweise weder Bayern noch Werder Bremen. Vom anderen Kroepoek ganz zu schweigen.
Bedauerlich an dieser Tatsache ist nicht, dass es so ist, sondern dass weder der Uli noch der Kalle die wahren Ursachen dessen erkennen. Sie glauben, sie scheitern, weil sie zu wenig Geld haben, um real-madridesk eine noch bessere Mannschaft zusammenzukaufen. In Wirklichkeit scheitern sie daran, dass sie überhaupt keine Vison vom Fußball haben, den sie spielen lassen wollen. Was soll Fußball des Jahres 2008 denn für Bayern sein?
6 KommentareVon fred klauen heißt klauen:
Weiße Hosen, das muss mal gesagt werden, passen zwar ganz hervorragend zu diesem seltsamen Grünspangrün der werderaner Trikotfärberei, sehen aber insbesondere zu dieser Jahreszeit nach der ersten Grätsche – wie soll ich sagen – etwas vollgeschissen aus.
Streichen wir das „etwas“ und wir können sofort unterschreiben. Wir streichen außerdem die Ehrung für das „dreckigste Shirt“ des Spiels und führen stattdessen, nunja.
Einen Kommentar hinterlassenVor dem Spiel Deutschlands in Wales hörte man eigentlich genug über den Roma Fred Eastwood, auch in einem leider jetzt nicht mehr verfügbaren Artikel der Berliner Zeitung. Obwohl solche Fünf-Absatz-Zusammenfassungen der Karriere und des Charakters eines Spieler, wie dort eine vorlag, immer auch ein wenig klischeebeladen, weil vereinfacht sind, sind die Gründe von Fred Eastwoods Wechsel zu den Wolverhampton Wanderers bemerkenswert:
„Er fühle sich stark genug für die Premier League, sagte Freddy Eastwood damals, wolle aber nicht auf der Bank sitzen, sondern jede Woche spielen.“
Was hindert Lukas Podolski daran, zu einem Verein zu gehen, bei dem er Stammspieler wäre? Ist es der schlechte Berater? Oder ist es das Gefühl, gescheitert zu sein, wenn er Bayern verlässt, ohne je Stammspieler gewesen zu sein? Sollte er unbedingt Champions League spielen müssen, um sich „international“ weiterentwickeln zu können, gibt es da auch noch Werder Bremen, den FC Schalke 04 und wie jedes Jahr Hertha BSC Berlin.
4 KommentareHier hatte ich über Mirko Votava geschrieben, und zwar behauptete ich, dass er 629 Profispiele gemacht habe und damit Rekordhalter bei den Einsätzen in der ersten Bundesliga wäre, wenn er denn diese Spiele alle in der ersten Bundesliga absolviert hätte. Leider sei ihm das eine oder andere Jahr zweite Liga dazwischen gekommen, weshalb Charly Körbel weiterhin Rekordspieler der Bundesliga ist.
Jetzt stellt sich heraus: 629 Einsätze sind der falsche Wert.
Hätte er alle seine Profispiele in der ersten Bundesliga absolviert, wäre er mit den nicht einberechneten 96 Spielen in der Primera División für Atlético Madrid nämlich auf 725 Einsätze gekommen und hätte damit wohl tatsächlich eine Rekordmarke für die Ewigkeit gesetzt.
Hier noch mal die Bilanz bei fußballdaten.de, die ich verwendete, und hier die aus Spanien fehlenden Spiele bei Weltfussball.
Trainer-Baade-Watch-Blog tut Not.
2 Kommentare… bleibt beim Versuch, etwas über die Bundesliga zu erfahren, meistens ausgeschlossen.
[photopress:i_want_you.jpg,full,alignleft]International will die DFL mehr Geld „erlösen“. Dafür sollte man sich vielleicht aber auch ein bisschen internationaler geben, als es der Verfügbarkeitscheck der Webauftritte der deutschen Bundesligisten ans Licht bringt: Überhaupt nur 4 von 36 Klubs bieten mehr als eine zusätzliche englische Version an. Dazu gehören Bayern, Stuttgart, Schalke und Hertha, allerdings ist Russisch als dritte Sprache der Webseite bei den Schalkern wohl nicht auf ihrem eigenen Mist gewachsen und in Spanisch gibt’s den VfB Stuttgart sicher auch erst seit dem Einkauf der beiden Mexikaner (nichts Genaues weiß man nicht).
So viel Phantasielosigkeit hätte ich den Vereinen gar nicht zugetraut. Warum gibt es z. B. Hertha BSC nicht in polnisch, oder den BVB mit Kuba in Polnisch? Warum Werder nicht wenigstens in irgendeiner skandinavischen Sprache oder Bayer Leverkusen in Portugiesisch? Offensichtlich gibt es da nicht so viel zu „erlösen“, als dass man sich die Mühe machen müsste, den potenziellen Kunden dort abzuholen, wo er mit seinem Geld steht. Dann darf man sich aber auch nicht wundern, wenn er sich lieber der Premier League zuwendet.
In der zweiten Liga gibt es überhaupt nur zwei Klubs, Mönchengladbach und Köln, die eine englische Version anbieten, das überrascht zumindest bei den Kandidaten wie Kaiserslautern und 1860 München, die in einem WM-Stadion zu Hause sind und lange Jahre Erstligisten waren. Bei Hoffenheim mit seinem SAP-Mäzen überrascht es ebenfalls.
Insgesamt ein schwaches Bild, besonders, wenn man sich die teilweise nur fragmentartig vorhandenen Inhalte der deutschen Version in den englischen Versionen anschaut. So eine Übersetzung von zwei, drei Absätzen, die die meisten Beiträge haben, kostet auf dem freien Weltmarkt ein paar Euro, die wird man doch wohl noch investieren können?
Erste Liga
Bayern München: Spanisch, Englisch, Chinesisch, Japanisch
VfB Stuttgart: Englisch, Spanisch
FC Schalke 04: Englisch, Russisch
Hertha BSC Berlin: Englisch, Chinesisch
VfL Bochum: Englisch
1. FC Nürnberg: Englisch
Borussia Dortmund: Englisch
Werder Bremen: Englisch
Hamburger SV: Englisch
VfL Wolfsburg: Englisch
Bayer Leverkusen: Englisch
Arminia Bielefeld: Englisch (noch sehr abgespeckt)
Eintracht Frankfurt: Englisch (nur eine Seite plus ein Newsletter)
Hansa Rostock: -
Hannover 96: -
Energie Cottbus: -
Karlsruher SC: -
MSV Duisburg: -
Zweite Liga
Borussia Mönchengladbach: Englisch
1. FC Köln: Englisch
Alemannia Aachen: -
FSV Mainz: -
1. FC Kaiserslautern: -
Greuther Fürth: -
TSG Hoffenheim: -
1860 München: -
FC St. Pauli: -
TuS Koblenz: -
SC Paderborn: -
Kickers Offenbach: -
SV Wehen: -
SC Freiburg: -
VfL Osnabrück: -
Erzgebirge Aue: -
FC Augsburg: -
Carl Zeiss Jena: -
Moderne Zeiten.
9 Kommentare7 Tore für Portsmouth, 8 Tore für Bremen. Das ist doch gar nix. 9:0 gewann der SC Heerenveen gegen Heracles Almelo mit Martin Pieckenhagen im Tor. Der hat auch gleich ein paar schlaue Sätze dazu zu sagen, zum Beispiel dass man dem siebenfachen gegnerischen Torschützen Afonso Alvez (nein, da fehlt kein L) einfach mal ein bisschen mehr physische Gegenwehr hätte zuteil werden lassen müssen und dann hätte das schon besser geklappt.
Wer Lust auf Tore hat, sollte übrigens öfter mal bei Heerenveen reinschauen, zuletzt gab es ein 5:3 zu Hause gegen Helsingborgs IF und ein 1:5 auswärts, jetzt ein 9:0. Immer was los, drüben, in den Tornetzen Hollands.
2 KommentareOh mein Gott!
Ich bin kein Werder-Fan. Ich bin aber einer dieser Leute, die für deutsche Mannschaften sind, wenn diese im Europapokal spielen. Mit Grausen musste ich vorhin feststellen, dass Tim Wiese für die Torwächterposition bei Werder Bremen ausfällt. Das an sich würde mich nicht so interessieren, hieße der Ersatzmann nicht Christian Vander. Nun bekomme ich langsam Hemmungen, Spieler zu dissen, die deutlich jünger sind als ich und in ihrer Karriere noch kein Bein auf den Boden bekommen haben. Dennoch:
Was Christian Vander einst beim VfL Bochum in der Bundesliga an Torhüterqualitäten zeigte, dürfte kaum reichen, um in der Champions League zu bestehen. Nun bleibt einem nur, zwei Dinge zu hoffen:
Erstens, dass die Torwarttrainingsabteilung bei Werder Bremen so gut ist, dass sie diesen Mann auf ein höheres Niveau gehoben hat, oder
zweitens, dass Olympiakos Piräus von Werder Bremen über 90 Minuten so weit vom Tor entfernt gehalten wird, dass Christian Vander kein Unheil anrichten respektive seiner Karriere weiteren Schaden zufügen kann.
11 KommentareAuf den Kicker zu verlinken heißt normalerweise, Eulen nach Athen zu tragen. Da wir Gott sei’s geklagt in Deutschland keine Alternative haben, gehe ich davon aus, dass die meisten meiner Leser ohnehin mehr oder weniger alles lesen, was dort geschrieben wird. Allerdings soll es auch noch Arbeitszeit geben und auch Leser, die nicht ganz so fußballwild wie meinereins sind.
Für jene hier also der Hinweis, dass der Kicker die Wahl zum Europapokalspiel der Europapokalspiele veranstaltet und dabei auch die Originalartikel aus jenen Zeiten als pdf verfügbar macht. Dass das obligatorische 7:3 von Bayer Uerdingen gegen Dynamo Dresden die Wahl gewinnt, steht nur deshalb in Frage, weil es eventuell genug Bayernhasser gibt, die für das Barcelona unter den Armageddons stimmen könnten.
Ich empfehle den Bericht von Bremens 5:0 gegen Dynamo Berlin, jenen vom 3:3 der Bayern in Dresden (das erste deutsch-deutsche Duell überhaupt) und wegen dieses Beitrags von mir das 5:4 Bayer Leverkusens gegen PSV Eindhoven, der junge Ronaldo wird in den höchsten Tönen gelobt.
Aber im Grunde sind alle lesens- und eben auch sehenswert, wegen der Bilder aus jener Zeit, aber auch wegen der anderen Sprache und der viel ausführlicheren Berichterstattung als heute: 30 Schmankerl für Amateure.
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