Neuerdings werden Deutschlandfahnen sogar an Fahrrädern gesichtet. Was folgt als nächstes? Deutschlandfahnen an Füßen? Deutschlandfahnen an Satelliten? Deutschlandfahnen in U-Bahnschächten?
1 KommentarAutor: Trainer Baade
Togo foult Südkorea kurz vor der Strafraumgrenze. Hätte man da nicht noch 3-4 Meter warten können? Dann hätte es endlich den ersten Elfmeter gegeben. Das ist schon das 12. WM-Spiel und es gab noch keinen einzigen Elfmeter. Wann gibt es schon mal einen Bundesligaspieltag ohne Strafstoß? Und das sind nur 9 Spiele pro Spieltag. Na gut, immerhin werden wir durch ein herrliches Freistoßtor entschädigt.
1 KommentarDie Rubrik „Billige Lacher“ wird gleich mal mit einem Paukenschlag eröffnet. Einer der Spieler von Togo hat auf seinem Rücken stehen: „C. Kader“. Das ist lustig. Natürlich nicht, wenn man selbst im C-Kader ist. Aber so schon.
1 KommentarBahnt sich etwa gerade die erste Überraschung an? Togo ist 1:0 in Führung gegangen. Gegen wen? Gegen Südkorea. Wir schauen auf die Bank von Südkorea und sehen: Dick Advocaat [Link leider tot].
Na dann… ist natürlich klar, dass Südkorea nix reißen wird. Wo Advocaat ist, ist der Erfolg schon nach Hause gegangen.
Er schaffte es ja sogar mit der goldenen Generation der Holländer zu scheitern, von seinem unrühmlichen Auftreten bei Borussia Mönchengladbach ganz zu schweigen.
1 KommentarVielleicht sollte mal jemand der Dolmetscherin vom ZDF, die die Interviews mit tschechischen Spielern dolmetscht, erklären, dass sie auch die Fragen des Journalisten übersetzen muss, nicht nur die Antworten des Spielers.
Vielleicht aber auch nicht. In den meisten Fällen kann man sich die Fragen dazudenken.
Trotzdem wird sie beim nächsten Turnier wohl nicht mehr fürs ZDF arbeiten, wenn sie so weitermacht. Gleichzeitig frage ich mich, ob Fußballlaien denn nicht kurz gebrieft werden, wenn sie für ein Fußballprogramm dolmetschen müssen. Beim ZDF offensichtlich nicht.
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Der Ort, in dem die Schweizer Nationalmannschaft ihr Quartier betrogen hat, heißt Bad Bertrich. Abgesehen davon, dass natürlich niemand jemals zuvor diesen Namen gehört hat, fühlen sich zumindest die Peers meiner Generation doch arg an den „Bärtram“ aus den Brösel-Comics erinnert.
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5 KommentareJa, es ist schade, dass Schottland nicht dabei ist. Dass Irland nicht dabei ist, dass Wales nicht dabei ist und dass Nordirland nicht dabei ist. Nur England spielt von den Britischen Inseln mit und so gibt es auch nur vier mal die Gelegenheit, ein WM-Spiel einer britischen Mannschaft in einem Pub zu schauen und ein bißchen dieser sagenumwobenen, besonderen britischen Atmosphäre beim Fußball zu atmen.
2 KommentareWann werden die Deutschlandfahnen eigentlich wieder eingerollt? Wenn die deutsche Mannschaft jämmerlich im Achtelfinale ausgeschieden ist oder erst nach dem Ende des Turniers? Bin ja mal gespannt, ab wann die Leute sich wieder für ihre Fahnen schämen.
5 KommentareLuis Aragones ist der sympathische Mann, der seine Spieler mit rassistischen Sprüchen motiviert und hinterher erklärt, er würde diese Sprüche auch bei allen anderen Spielern anwenden, insofern sei sein Spruch vom „Scheißneger“ reine Motivationshilfe gewesen und keineswegs rassistisch. Das hat der spanische Verband wohl ähnlich gesehen und es bei einer klitzekleinen Geldstrafe belassen.
Dieser sympathische Herr hat wieder eine Kostprobe seines Humors gegeben, als er in Deutschland mit der spanischen Mannschaft, deren Trainer er ist, ankam und einen Blumenstrauß zur Begrüßung bekam:
Einen Kommentar hinterlassen„Was soll das, mir einen Blumenstrauß zu schenken?! Der passt mir doch nicht in den Arsch!“
Das wichtigste vorweg: Die Sache mit dem Namen auf der Eintrittskarte ist ein Scherz. Niemand fragt danach, auch nicht stichprobenartig, zumindest an den Eingängen, an denen ich mich ins Stadion begeben habe.
Möglicherweise trägt die Tatsache, dass ich hier und auch andere an anderen Orten davon erzählen, dass der Name des Ticketbesitzers überhaupt nicht überprüft wird, dazu bei, dass das in Kürze doch geschieht. Mag sein; an jenem Samstag aber hätte jeder späte Käufer von Karten noch Glück gehabt, und wäre unkontrolliert (in Bezug auf seinen Namen und den auf der Karte) ins Stadion gekommen.
Nun aber der Reihe nach:
Nachdem das Eröffnungsspiel der Deutschen hielt, was es versprach und die Italiener beim Training fünfe gerade sein und vor allem ins Tor ihres Testspielgegners purzeln ließen, machte ich mich also folgenden Samstag um 13h auf in Richtung Dortmund. Das war leichter gesagt als getan, denn als der RE um 13.39h im Duisburger Hauptbahnhof einlaufen sollte, hatte er erstmal fünf Minuten Verspätung. Fünf Minuten an einem WM-Tag mit dem sich mir später erschließenden Chaos verbuche ich aber noch unter Höflichkeitsfünfminuten, sofern man keinen Anschlusszug auf Kante genäht hat. Hatte ich nicht, also waren die fünf Minuten für mich kein Problem. Anders stellte es sich schon dar, überhaupt erst an Bord des Zuges zu kommen. Proppevoll, wahlweise auch knüppelvoll war der Zug und mir blieb nur ein Sitzplatz auf der Treppe, eingepfercht zwischen Massen von anderen Menschen, die fast alle kein Deutsch, sondern andere Sprachen sprachen.
Hinter mir standen drei Schotten und unterhielten sich. Schotten höre ich immer gerne beim Reden zu, weil das meine Komplexe ob meines harten deutschen Akzents beim Gebrauch von Englisch verringert. Neben mir und unter mir waren schon mehrere echte Trinibagonier, so hatte es zumindest den Anschein. Rechts hinter mir drei Asiatinnen, vor mir noch ein paar Undefinierbare und direkt vor mir ein Velberter mit seinem Sohn sowie ein Opi, der sein Hemd schon mächtig durchgeschwitzt hatte.
Ist ja erstmal abschreckend, wenn man das so sieht, ein komplett durchgeschwitzter Mann, doch nur wenige Haltestellen später sollte ich mich bereits im selben Zustand befinden. Die Luft war zum Schneiden und die doch höchst sicheren Züge der Deutschen Bahn wackelten bedenklich in jeder Kurve und beim Anfahren. Bis auf den letzten Quadratzentimeter voll besetzte Regionalexpresse gibt es eben auch in NRW nur selten und so fuhr der Zug doch um Einiges langsamer als sonst. Ein- und Aussteigen war nur noch über die (Ge-)Beine meiner Person möglich und nachdem Essen passiert war, war eigentlich gar kein Zusteigen mehr für Außenstehende drin.
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Drinnen hoffte ich zunächst, dass die Fahrt möglichst schnell vorübergehen möge, nach kurzer Zeit aber kamen der Vater mit seinem Sohn und der durchgeschwitze Opi ins Gespräch und siehe da: Der Opi war ein echter Fußballliebhaber und gar Augenzeuge der WM 1974. Interessiert ließ er sich erstmal das Ticket des Vaters für das heutige Spiel zeigen und erzählte dann davon, wie leicht es 1974 war, eine Karte zu kaufen. Einfach ins Reisebüro gehen, sich die gewünschten Karten aushändigen lassen, bezahlen, und wieder gehen. 1974 stand angeblich nicht mal die Paarung auf der Karte, weil man schon Karten kaufen konnte, als die Gruppen noch gar nicht feststanden. Heute, zur WM 2006 konnte unser Opi aber keine Karten bestellen, weil er gar keinen Computer geschweige denn Internet hat, und nur dort wurden ja die Karten verkauft. „Ich bin da etwas rückständig.“. Macht nix, Opi, in Angola oder Togo hat auch nicht jeder Internet und somit auch keine Karten bestellen können.
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So würde er heute also leer ausgehen, anders als 1974. Immerhin brachte es unser Opi auf drei Partien bei der WM 1974, nämlich Holland — Bulgarien 4:1 im Westfalenstadion sowie Zaire — Brasilien 0:3 im Waldstadion („Die Brasilianer gingen schnell in Führung und hatten dann keine Lust mehr“, was wir hier bestätigt finden) und das legendäre Zwischenrundenspiel Deutschland — Schweden 4:2 im Düsseldorfer Rheinstadion.
Schweden, Schweden… da war doch was? Genau, der Waggon war zu mehr als 50% voll mit in gelb gekleideten Fans der Schweden, was wiederum nicht gleichbedeutend ist damit, ein Schwede zu sein. Von den Millionen Idioten, die sich ein T-Shirt kaufen, auf dem „Sweden“ statt „Sverige“ steht, war hier schon die Rede, auch in diesem Zug waren sie wieder zu Dutzenden anzutreffen. Wie sich später herausstellen sollte, gehörte mein Begleiter und Sitzplatznachbar, der für unsere Karten verantwortlich zeichnete, ebenfalls zu jenen Trägern eines T-Shirts mit „Sweden“-Aufdruck. Immerhin, er hatte sich wenigstens auch optisch dem WM-Turnier angepasst. Die meisten der Schweden-Fans im Zug jedenfalls sprachen deutsch. Das sollte sich schnell ändern, sobald wir den Hauptbahnhof erreicht hatten.
Die Türen öffneten sich, die Menschen strömten aus dem Zug und Sauerstoff endlich wieder in meine Lungen/mein Hirn. Nachdem ich wieder beatmet wurde, ging ich runter in den Hauptbahnhof, wo es ebenso voll war wie zuvor im Zug: WM-Atmosphäre. Auf dem Vorplatz trommelten und sangen die Trinibagonier, dass es mich schon packte. Eine äußerst friedliche, begeisterte Stimmung herrschte vor und endlich habe ich auch Bilder zur Verfügung von dem Bahnhofsstadion, das in Dortmund errichtet wurde.
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Eine nette Idee: aus Baugerüsten wurde eine nicht gerade kleine Stadionimitation gebaut, mit einer riesigen Folie überhängt, auf der schwatz-gelbe Fans Fahnen schwenken. Darin eingelassen blitzen die ganze Zeit an verschiedenen Orten Kameras auf, gerade so, als würden Fans Fotos schießen. Untermalt wird das Ganze von ziemlich lauten Fangesängen, die ebenso vom Band eingespielt werden wie Kommentatorenschnipsel. Dazu kann man auf dem Platz vor dem Bahnhof durch einen “Spielertunnel” auf dieses Stadion zulaufen.
Schöne Sache, vor allem abends, wie hier auf dem unteren Bild, recht wirkungsvoll.
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Dazu noch der pakistanische Taxifahrer, der die Menschenmengen aus dem Wagen heraus mit seinem Handy filmte, die Mädels, die Promotion machten und freundlich strahlten, die Umsonst-WM-Ausgabe der WR und allerbestes Wetter, perfekte Stimmung an diesem Tag. Der weitere Weg mit der U-Bahn zum Stadion war unkompliziert und gleichzeitig fantastisch, wie die Schweden bekannte Melodien „Alles außer Dortmund ist Scheiße“ oder „Ihr habt bezahlt, jetzt könnt ihr gehen“ mit irgendwelchen schwedischen Texten sangen und überhaupt alle friedlich feierten. Elektrisierend.
Doch vorher sollte ja noch das Spiel England — Paraguay in der Westfalenhalle geschaut werden. Wie auch dort schon Gänsehautstimmung pur herrschte, wann es zum einzigen Mal ein bißchen Ärger gab und wieso die Gelb-Rote Karte für Trinidad & Tobago in Wahrheit gar nicht zählt, lest Ihr im zweiten Teil.
12 KommentareJeder so, wie er es braucht. Die Holländer, möglichst weit weg von den eigenen Fans im kleinen Örtchen Hinterzarten, stören sich sogar daran, dass auf ihrem Bus „Oranje op weg naar goud“ steht, weil das nicht ihrem bescheidenen Selbstverständnis entspräche.
Die Amerikaner hingegen, mitten in der Großstadt, mitten in Hamburg, fahren jedes Mal mit dicker Polizei-Eskorte durch die Landschaft. Für den Mannschaftsbus wird sogar der sonstige Verkehr gestoppt. Wie das aussieht, wenn Hamburger Essende in Hamburg reisen, zeigt Euch dieser Link.
3 KommentareHier bei Kostenlos.de gib es jetzt mal was Richtiges zu gewinnen, nicht diesen ganzen Merchandising-Scheiß. Hauptpreis bei dieser Aktion sind zwei aufblasbare „Klöppel“-Sticks mit einem tollen Werbeaufdruck darauf. Unfassbar praktisch für jedes Fansein und für jegliche Form von Aggression, die man durch Zusammenklöppeln der beiden Klöppel abbauen möchte.
Um am Gewinnspiel teilzunehmen, bitte folgenden Satz in den Kommentaren beenden und dabei die Emailadresse hinterlassen (wird nicht veröffentlicht):
Brasilien wird deshalb nicht Weltmeister, weil…
Die Jury besteht aus Trainer Baade. Einsendeschluss ist Dienstag, der 13. Juni 2006. Viel Erfolg!
(Der Produzent der Klöppel nennt diese selbst übrigens Bang-Sticks. Dieser Ausdruck ist mir aber zu verfänglich, deshalb verlose ich hier „Klöppel“.)
20 KommentareGefragt, was ihm in den Sinn kommt, wenn er an Deutschland denkt, antwortet Bono im Interview mit der Welt neben seinem üblichen Sermon zu Afrika / Menschenretten / tolle ihm bekannte Politiker Folgendes:
„Ich denke an Freunde wie Herbert Grönemeyer, Wim Wenders, Die Toten Hosen, Xavier Naidoo…“
Bono ist mit Xavier Naidoo befreundet? Und an den denkt er, wenn er an Deutschland denkt? Kein Wunder, dass Deutschland so unbeliebt ist im englischsprachigen Raum. Das könnte einem doch glatt den Tag vermiesen, dass überhaupt jemand mit Xavier Naidoo befreundet sein will, wenn, ja, wenn nicht in einer Stunde die WM begönne.
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