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Autor: Trainer Baade

Schee war’s

Aber jetzt ist es vorbei.

Hätte nicht gedacht, dass ich das noch bzw. so bald erlebe, aber wer jetzt noch ernsthaft den Franz als Überhaupt-Irgendwas beim Fußball einsetzt, der spielt mit seinem Ruf. Sage nicht ich, sondern die vielen weiteren Stimmen im weltweiten Netz in Deutschland. Der glanzvollen Nichtleistung vom Spiel Dortmund gegen Bayern kann selbst der Franz unmöglich noch weniger Expertise folgen lassen.

Ich hätte schwören können, dass seine Absetzung noch nicht in diesem Jahrzehnt passiert, sondern erst dann, wenn’s quasi biologisch nicht mehr geht.

Jetzt, wo es vorbei ist, wird man schon ein bisschen sentimental. Aber nur ein bisschen. Und freut sich darauf, wer wohl danach folgen wird. Vielleicht einer mit Fußballverstand, das wäre ja schon mal was. Also einen solchen von heute, nicht von vor 15 Jahren, bittschö.

Bliebe die Frage nach der Anschlussverwendung für den Franz.

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Gewinnspiel: Mit Coke zur EM — 2 Tickets samt Flug gewinnen

[Update] Eine Entscheidung ist schon gefallen: Es wird das Spiel gegen Dänemark sein, am 17. Juni 2012.

So, ein ganz besonders schöner Beitrag für die Kategorie „EM 2012 — Noch ist Polen nicht verloren“, jedenfalls aus Sicht des späteren Gewinners.

Entweder Ihr wohnt schon in relativer Nähe zum Flughafen Köln — oder Ihr seid so gierig auf die EM, dass Ihr auch eine Anreise zum Kölner Flughafen in Kauf nähmet. Hin- und Rückflug zum Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Dänemark in Lemberg (Lwiw) sind inklusive, solche 2 Tickets könnt Ihr hier bei Trainer Baade in Kooperation mit Coke gewinnen (und Ihr dürft drei Mal raten, wer dabei die Tickets stiftet.)

Schluss des Gewinnspiels — endlich einmal also mit echten Preisen — ist Dienstag, der 17.4. um 12h High Noon mitteleuropäischer Sommerzeit.

Von seitens Coke wünscht man sich, dass Ihr Euch als total verrückte Fans verkleidet, denn das Motto von Coke zur Euro 2012 ist „Fanfieber“.

Das möchte ich Euch nun nicht aufdrücken, denn die Hürde, ein Foto einzusenden, erscheint mir dann doch etwas hoch.

Machen wir es also wie bei den vielen Gewinnspielen ohne Gewinn, die es hier auf der Seite schon gab, die Älteren werden sich erinnern, die Jüngeren gleich aufgeklärt.

Der Titel des Beitrags ist übrigens nicht ganz richtig: „Mit Coke und Trainer Baade zur EM“ müsste es heißen, denn ich werde zum Spiel gegen Dänemark nach Lwiw mitfliegen, ebenfalls ab Köln. Der Gewinner sitzt dann wahrscheinlich im selben Flieger ab Köln zur Partie gegen Dänemark.

Gewinnspiel

Welche deutschen Spieler bestritten mindestens ein Endrundenspiel bei einer EM?

Ihr müsst nur einen richtigen Namen nennen, nur einen Namen pro Kommentar, und dann nehmt Ihr teil, sofern Eure Antwort richtig ist. Bitte aber immer Vor- und Nachnamen des Spielers nennen, es gab bekanntlich auch das eine oder andere Brüderpaar in der Nationalmannschaft. Ich gehe bekanntlich immer mit den einfachsten Antworten in Vorleistung, dann Ihr. Also, bitteschön:

Spieler Einsätze bei EM-Endrunden
Klaus Allofs 6
Markus Babbel 7
Michael Ballack 11
Frank Baumann 2
Franz Beckenbauer 4
Erich Beer 2
Thomas Berthold 1
Oliver Bierhoff 4
Manfred Binz 3
Fredi Bobic 5
Marco Bode 5
Rudi Bommer 1
Hannes Bongartz 1
Rainer Bonhof 2
Uli Borowka 4
Tim Borowski 2
Hans-Peter Briegel 7
Thomas Brdaric 1
Paul Breitner 2
Andreas Brehme 9
Guido Buchwald 6
Bernhard Cullmann 3
Dietmar Danner 1
Karl del‘Haye 1
Sebastian Deisler 2
Bernard Dietz 5
Thomas Doll 3
Dieter Eckstein 1
Stefan Effenberg 5
Dieter Eilts 6
Fabian Ernst 1
Heinz Flohe 2
Bernd Förster 5
Karl-Heinz Förster 7
Steffen Freund 4
Arne Friedrich 7
Torsten Frings 8
Clemens Fritz 4
Michael Frontzeck 1
Mario Gomez 4
Jürgen Grabowski 2
Thomas Häßler 11
Dietmar Hamann 6
Thomas Helmer 9
Mathias Herget 4
Jupp Heynckes 2
Thomas Hitzlsperger 5
Horst Hrubesch 3
Bernd Hölzenbein 2
Uli Hoeneß 4
Horst-Dieter Höttges 2
Bodo Illgner 5
Eike Immel 4
Carsten Jancker 2
Marcell Jansen 5
Jens Jeremies 3
Manfred Kaltz 4
Oliver Kahn 6
Ulf Kirsten 2
Jürgen Klinsmann 13
Miroslav Klose 8
Andreas Köpke 6
Jürgen Kohler 10
Erwin Kremers 2
Stefan Kuntz 5
Kevin Kuranyi 6
Philipp Lahm 9
Jens Lehmann 8
Pierre Littbarski 6
Thomas Linke 1
Sepp Maier 4
Felix Magath 2
Lothar Matthäus 11
Norbert Meier 2
Per Mertesacker 6
Christoph Metzelder 6
Frank Mill 3
Dieter Müller 2
Gerd Müller 2
Hans Müller 4
Andreas Möller 8
Caspar Memering 1
Günter Netzer 2
Oliver Neuville 1
Jens Nowotny 5
Hans Pflügler 1
David Odonkor 1
Lukas Podolski 3
Marko Rehmer 2
Stefan Reuter 8
Karl-Heinz Riedle 5
Paulo Rink 3
Simon Rolfes 2
Wolfgang Rolff 5
Karl-Heinz Rummenigge 7
Matthias Sammer 10
Mehmet Scholl 6
Bernd Schneider 3
Harald Schumacher 7
Bernd Schuster 2
Michael Schulz 1
Georg Schwarzenbeck 4
Bastian Schweinsteiger 8
Uli Stielike 7
Thomas Strunz 5
Olaf Thon 4
Andreas Thom 1
Rudi Völler 8
Berti Vogts 2
Mirko Votava 1
Herbert Wimmer 4
Christian Wörns 3
Wolfram Wuttke 1
Christian Ziege 8

Die Zahl der Einsätze ist nicht nötig, wird aber von mir ergänzt.

Ein“sende“schluss ist Dienstag, 17.4., um 11.59h, es gilt die Zeit des Servers von Trainer-Baade.de.

Viel Spaß.

Achso, ja, eine gültige Emailadresse müsst Ihr in dem Fall natürlich hinterlassen, anderenfalls kann der dann hier in der Redaktion ermittelte Gewinner ja nicht informiert werden, dass sie oder er 2 Tickets für die Vorrundenpartie der EM in der Ukraine erhalten wird, für das deutsche Spiele gegen Dänemark in Lemberg, samt Hin -und Rückflug von Köln aus.

Weiterhin viel Spaß, späterhin dann viel Erfolg.

Nachtrag Keine Doppelnennungen. Wer schon in der Liste steht bzw. in den Kommentaren erwähnt wurde, zählt nicht mehr als gültige Antwort.

Update Und hier haben wir den Gewinner. Vielen Dank an alle fürs Mitmachen und hoffentlich hat es auch ohne Gewinn ein bisschen Spaß bereitet.

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Tonite’s Matchup: Klopp vs Jupp

Herzlich willkommen zur Vorstellung der Teilnehmer eines der entscheidenden Meisterschaftskämpfe in dieser Saison. Abgesehen vom doppelten P gibt es nicht viel, was die beiden heutigen Kontrahenten, die einzig verbliebenen ernsthaften Titelanwärter, gemein haben, aber das macht die Angelegenheit umso spannender.

In der roten Ecke des Herausforderers, bereits rötlich leuchtend:

Jupp.

Der Altmeister, der dennoch als Herausforderer in dieses Match geht, kennt keinen „special move“, sein „special move“ ist es schließlich, keinen special move zu haben. Er kennt nur eine Strategie, und die lautet: Die besten Spieler aufstellen und dann hoffen, dass es irgendwie schon klappt. In Ermangelung von annähernd gleichstarken Gegnern, kann er das selten erproben. Dieser Umstand erklärt, dass Jupp die Sache mit dem Einwechseln und Akzente Setzen trotz seiner beinahe ewig währenden Karriere noch nicht so ganz in sein Repertoire aufgenommen hat. Eingewechselt wird, wie in der Sitzung vor Anpfiff besprochen.

Natürlich kann Jupp auf seine vielen Gladiolen verweisen, auch wenn selbst ohne Brille nicht zu übersehen ist, wie verwelkt diese inzwischen sind. Der letzte große Triumph für Jupp datiert von 1998, als Klopp noch in der Abwehr von Mainz 05 dilettierte. Apropos Klopp:

In der schwarz-gelben Ecke des Champions:

Klopp.

Was viele nicht wissen: Klopp wird gar nicht von ihm selbst gesteuert, sondern von seinem Co-Trainer Zeljko Buvac. Buvac bereitet im Hintergrund die entscheidenden Moves vor, er bestimmt, wann es Zeit ist, zuzuschlagen, oder wann, den Gegner am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen. Hat also so viele „special moves“ zur Verfügung, dass das sein „special move“ ist: Den Gegner nie wissen zu lassen, was er als nächstes plant.

Das Einzige, was Klopp selbst in seinen Klopp einbringt, ist sich vollständig auf dessen Außendarstellung und das Motivieren seiner Spieler zu verlegen, welches er beides bis zur Perfektion beherrscht. Special move von Klopp bei der Außendarstellung: Im Jubel noch mehr auszuflippen, als es Peter Neururer je bei seinen Tänzen vermochte, ohne so wie dieser damit seine Reputation zu vernichten.

Ärgster Schwachpunkt von Klopp: Reißt national Bäume aus, ist international aber ein unbeschriebenes Trainerblatt. Und wenn der Gegner am heutigen Abend eins mitbringt, dann ist es internationale Abgewichstheit, wie auch immer die genau aussehen mag.

Ausblick Wir dürfen gespannt sein, wer nach wie vielen Runden des Kampfes einen entscheidenden KO-Treffer wird setzen können. Aller Voraussicht nach wäre nach einem frühen Tor für Klopp die Partie — siehe mangelnde Adaptionsmöglichkeiten von Jupp — schon entschieden, soweit eine Partie vor dem Schlusspfiff des Schiedsrichters entschieden sein kann.

Woran Klopp sich die Zähne ausbeißen könnte, ist, dass Jupps Strategien zwar veraltet sind, er diese aber mit einer Inbrunst verteidigt, wie man es von alten Menschen kennt und fürchtet, denen im Seniorenheim das Apfelmus als Nachtisch weggenommen werden soll. Problematisch beim Gegner: Manchmal vergessen die Spieler von Klopp vor lauter Sinnieren über den nächsten special move, wo das Tor eigentlich steht. Ausgleichende Gerechtigkeit: Dafür erinnert sich der Torhüter von Jupp manchmal nicht, wo sich sein Tor befindet, wenn er durch die Lüfte irrt.

Seien Sie live dabei und schalten Sie heute Abend ein, wenn die gespannte Match-Gemeinde erfahren wird, wer den Gegner am Ende ausknockt: Tonite’s Matchup, 20h, Westfalenstadion, Klopp vs Jupp. Garantiert das letzte vorentscheidende Match vor dem nächsten.

photo credit: blah.adam.
photo credit: xmacex

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Welchen Teil von „Nein“ verstehen sie nicht?

Ich schrob es hier bereits anlässlich des Geklappers vor der WM 2011, dass man olle Kamellen nicht aufwärmen darf und eine Fortsetzung nie so gut ist wie der erste Teil. Welche unsäglich Nichtsahnenden dichten, fabulieren, schwadronieren also im Zuge einer möglichen Bewerbung Deutschlands um die Ausrichtung der EM 2020 schon wieder von „einem neuen Sommermärchen“?

Erstens das Wetter, zweitens der Franz und drittens überhaupt: Es gibt kein neues Sommermärchen mehr, weil man in dem Moment, in dem man es sich im Vorhinein wünscht, jegliche Spontaneität in dieser Richtung zunichte gemacht hat. Es damit ver-un-mög-licht hat.

Man darf also getrost allen Schreiberlingen, die hoffnungsfroh „ein neues Sommermärchen?“ fragen, antworten:

Nein.

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Tractor Boys mit neuem Shirt

Wenn man daran denkt, wie man im Süden Deutschlands schon mal seine neuen Trikots präsentiert, mit Lightshow und Models mit Brüsten auf Laufstegen, in einem kleinen Räumchen, dann hat diese Trikotvorstellung von Ipswich Town noch mal die Extraportion Milch mehr Charme als sie es ohnehin schon hat.



Gut, ein Pferd hat allerdings auch nicht jeder Fußballclub in seinem Wappen …

Gesehen beim KohlenSchaufler.

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Kinder, Kinder

Eine/r der lieben Kleinen darf demnächst mal Bundesligaluft schnuppern. Was glaubt Ihr, welches dieser Kinder wird der oder die Glückliche sein?



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Die Erfinder des Berlin-Berlin-“Schlachtrufs“

Die Erfinder des 2xBerlin!-Wirfahrendajetztmalhin!-Schlachtrufs im Zuge von Veranstaltungen im DFB-Pokal sind die Fans von Bayer Uerdingen, heute KFC Uerdingen. Zumindest ist das so, wenn man RPO Glauben schenken darf, was oft schwerfällt. Hier allerdings nicht ganz so schwer, war das 1985er-Finale des DFB-Pokals doch das erste, das in Berlin stattfand.

Von manchen Bräuchen nimmt man an, dass sie schon immer zum Fußball gehörten. Dann ist es schwer vorstellbar, dass diese Dinge einmal anders waren. Zum Beispiel sich wegen der (selbst ernannten) Zugehörigkeit zu einem Fußballverein gegenseitig auf die Fresse zu hauen, und dabei so viel Spaß zu empfinden, dass man es freiwillig immer wieder macht. Oder aber eben im DFB-Pokal dieses Berlin-Fahren-usw. anzustimmen, was es erst seit dem 6. April 1985 gibt, als Bayer Uerdingen sein Halbfinale im DFB-Pokal in Saarbrücken gewann. Womit seine Fans sicher sein konnten, tatsächlich nach Berlin zu fahren, bzw. den für sie dazu nötigen Anlass zu besitzen.

Den heute deutschlandweit bekannten Slogan „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“ erfanden die Uerdinger Fans, nachdem ihre Mannschaft am Ostersamstag 1985 das Halbfinale mit 1:0 beim Zweitligisten 1.FC Saarbrücken gewonnen hatte.

So wären die Urheber dieses Slogans schon mal geklärt. Fehlt nur noch die Antwort auf die Frage der Herkunft der „Melodie“.

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Hagebuttentee (II)

Die Tür zum Proberaum fiel zum letzten Mal ins Schloss, als er noch damit beschäftigt war, seinen Verstärker in den Kofferraum zu bugsieren. Die Rückbank musste er nicht umklappen, denn die war ohnehin schon kaputt und stets nach hinten gelehnt, als müsste ständig ein Verstärker transportiert werden. Dabei war dieses das letzte Mal, wenigstens in diesem Wagen. Er hatte einen Käufer in der selben Stadt gefunden. Damit war dieses Kapitel der Arbeitsverweigerung beendet. Was nicht beendet war, war das Pfeifen in seinem Kopf, das den Grund für seinen Entschluss geboten hatte, den Verstärker zum Verkauf anzubieten. Von da an gab es nur noch ein Thema in seinem Leben, und das war der Fußball.

Denn wer vor der Aufgabe flüchtet, eines Tages nicht mehr zur Uni gehen zu — ein Müssen war es ja nicht, sondern ein Wollen — dürfen, der findet schlagartig neue Beschäftigungswege, wenn die Worte auf den wenigen Verwandtenfeiern, zu deren Besuch man sich durchringen kann, immer die selben sind, wo sie sich doch eigentlich ebenso wie die Antworten darauf ändern sollten. Fußball als Handbremse der Zeit, als ewiges Bildnis des Dorian Gray, angenehmerweise noch damit verbunden, Siege zu feiern und einzutauchen in eine Gruppe von anderen Jungs, die ihre Wege ebenfalls in verminderter Geschwindigkeit zurücklegten. Nicht jene auf dem Platz, da wo es anders als man gerne behauptet eben überhaupt nicht entscheidend ist, sondern jene im Leben.

Bis dahin hatte es noch den Konflikt gegeben zwischen der Frage, ob es besser wäre, zu proben, Proben zu proben, bei denen der Mangel an Talent immer wieder in solcher Dichte im Proberaum umherwaberte, dass man die Fenster öffnen musste. Mit geöffneten Fenstern aber durfte man nicht proben, also ging man raus und holte sich gleich eine dicke Schale Pommes, die ebenso passend zum Ende der Bundesliga-Konferenz einen willkommenen Anlass bot, gar nicht erst weiterzuproben, abgeschweift von dem eigentlich neu zu komponierenden Intro desjenigen Songs, der ganz besonders am Mangel an Talent krankte – so wie alle anderen Songs im Programm auch.

Proben oder doch lieber zum Fußballplatz gehen, wo zu jeder Jahreszeit Jungs rumhingen, die entweder stoned waren und Lust hatten, herumzukicken, oder noch nicht wieder richtig nüchtern vom Vorabend, es zu Hause aber nicht mehr aushielten, wo ohne Freundin und ohne neue DVD eventuell der Blick in den Spiegel gedroht hätte. Dieser Konflikt war nun keiner mehr, er würde von nun an an jedem Wochenende zum Platz gehen, um sich dem Nachdenken zu entziehen. Was die Hartnäckigkeit erklärte, mit der er bei jedem Wind und jedem Wetter am Platz aufkreuzte, auf dem die Regeln so einfach schienen und ein Mangel an Talent kein Hinderungsgrund war.

Denn echte Fußballer waren das hier alle nicht. Die wenigsten besaßen Scheinbeinschoner, die wenigsten wussten, wie man einen Einwurf regelgerecht ausführt, und dennoch trug die Hälfte von ihnen Trikots, vom AC Florenz, vom 1. FC Köln oder vom FC Liverpool. Mancher gar mit einem Tattoo davon irgendwo auf dem Körper, dessen Besitzer schlicht das Vorstellungsvermögen dazu fehlte, sich dieses Tattoo vom mit dem Wappen vom niemals alleine Gehen auf einem vergilbten Körper vorzustellen, wenn man ihn ins unterste Geschoss des Krankenhaus fahren würde. Und wie wenig von den auf den Körper gemalten Versprechungen geblieben sein würde, wenn man zufällig als Letzter aus dieser Runde ins Grass gebissen hätte. Dann würde man den Weg von der Kapelle bis zur Gruft zwar nicht alleine, aber doch ohne alte Freunde zurücklegen.

Vielleicht war es auch kein Mangel an Vorstellungsvermögen, vielleicht war es immer noch diese merkwürdige Mischung aus Glaube an die eigene Unsterblichkeit, die Spätpubertierende nun mal auszeichnet, vermengt mit der noch nicht spruchreifen Gewissheit, dass man ohnehin einen Weg wählen würde, der das Tattoo tatsächlich nicht besonders alt werden lassen würde. Die Verwesung beginnt wohl schon am ersten Tag, und je nach Kontostand wäre der Sarg ohnehin nicht übermäßig gegen Eindringlinge geschützt. Und nicht zuletzt wäre es dann ja ohnehin ganz egal.

Natürlich waren auch einige im FC-Bayern-Trikot dabei, mancher im Gladbach-Trikot und am Ende waren alle sowieso nicht gekommen, um diese Trikots spazieren zu tragen, sondern dem zu entgehen, was ohne Fußball am Wochenende gedroht hätte: Diese bleierne Sinnlosigkeit des Wochenendes. So aber schaffte das eine oder andere mehr erzielte Tor als der Gegner Sinn, wenigstens bis man zu Hause ankam. Und wem es dann noch nicht genug Eskapismus bot, zu fußballen, der verfasste dann auch noch Spielberichte über die erlebten Partien, auch wenn darin in Ermangelung von Schiedsrichtern, aufgebrachter Massen, die Busse auf Autobahnen stoppen oder an Galgen hängende Trainerfiguren bastelten, nicht allzu viel vorkommen konnte als dann doch wieder die eigene Talentlosigkeit. Wenn man darüber wenigstens lachen konnte, dann hatte man vielleicht doch dem Hinabschieben ins unterste Geschoss ein Schnippchen geschlagen, wenn auch nur temporär.

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Ein verschobenes Spiel kommt selten allein

Da hatten die 66 Spieler und 6 Trainer wohl gedacht, in den Tiefen der Weimarer Kreisliga würde es niemandem auffallen, wenn sie sich gemeinsam zu einer klitzekleinen Manipulation verabreden. Und so mit den Geldern der Wettmafia den Mannschaftsausflug nach Malle finanzieren wollten.

Doch das Internet schläft nie und so dürfen sich die Ertappten nun eine gute Ausrede einfallen lassen, wie sie diese drei obskuren Ergebnisse am selben Spieltag rechtfertigen wollen.

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Stettiner Teil-Steilhänge

Darauf aufmerksam geworden beim spielbeobachter, dessen Blog ein Bild des Stadions Miejski Sczcecin in seinem Header trug. Da er es dort nicht mehr verwendet, muss man sich anders behelfen, denn das Gesamtkunstwerk Stadion Miejski in Stettin ist ein ganz besonderes. Es ist nach einer Seite offen und noch dazu auf der offenen Seite tiefer als dort, wo die Tribünen stehen.

Das ist jetzt verbal etwas unperfekt beschrieben, aber man schaue es sich am besten selbst an.

Architekt soll ein gewisser Herr Escher gewesen sein.

Fantastisches Ding. Die Farben, die Flutlichter, die Form des Tribünendachs — eine tadellose außerirdische Komposition.

Offizieller Name: Florian-Krygier-Stadion, benannt nach dem 2006 verstorbenen ehemaligen Trainer des ansässigen Zweitligisten Pogon Stettin.



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Mein neues Lieblingsstadion.

Mehr Fotos im Bericht des spielbeobachters.

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Sympathieträger Hoffenheim

Lange hat man sich gefragt, was das soll mit diesem Hoffenheim, guckt kein Mensch, spielen nicht schön, was soll denn so eine zusätzliche graue Maus, wenn man auch den VfL Bochum haben könnte oder immer mal wieder so echte Farbtupfer wie die SpVgg Unterhaching oder den SSV Ulm. Als sie noch schön spielten und zur Herbstmeisterschaft jagten, stellte man sich diese Frage nicht, weil sie schön und für diesen Wimpernschlag der Bundesligageschichte extrem erfolgreich spielten. Seit jener Halbserie aber plätschert nur noch ideenloses, blutleeres, x-beliebiges Gekicke aus den Hoffenheimer Trikots.

Das kann der DFB doch nicht ernst meinen, sich eine solche graue Maus heranzuzüchten, wenn man schon Leverkusen und Wolfsburg hat, wenn dann tatsächlich bei der Paarung Wolfsburg gegen Hoffenheim eine im nicht messbaren Bereich liegende Zahl an Menschen die Einzeloption im Bezahlfernsehen wählt. Und die Menschen selbst nach Siegen nicht mal feiern. (Sollte man sehen.)

Jetzt ist klar geworden, was die Funktion von Hoffenheim ist, und man muss zugeben: So schlecht ist die Idee nicht. Man hat Hoffenheim in die Liga geholt, weil sie ein echter Sympathieträger sind. Und zwar tragen sie durch ihre bloße Existenz die Sympathien zu den übrigen Klubs hin. Während man sich früher nie vorstellen konnte, jemals für Hertha BSC zu sein, wünscht man jetzt in jedem Spiel Hoffenheim eine Niederlage, egal, gegen wen. Selbst Leverkusen wirkt plötzlich richtig lebendig, und selbst Bremer und Hamburger sind sich einig, dass man gegen Hoffenheim stets gewinnen müsse — auch der jeweils andere.

Hat man sich dann einmal im Leben über einen Sieg eines Vereins gefreut, weiß man plötzlich, wie das ist, sich für Gladbach, für Nürnberg oder für Kaiserslautern zu freuen. Die Sympathien, kostenlos, unterbewusst, rundum geschickt von Hoffenheim überall hingetragen, wo sie antreten, wachsen und wenn die TSG dann in wenigen Saisons ihren Zweck erfüllt haben wird, wird sie sang- und klanglos von der Bundesligabühne verschwinden, während alle anderen Teams so schrecklich sympathisch wirken, dass jeglicher Tod und Hass aus der Bundesliga verschwunden sein wird.

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EM-Spielplan 2012 zum Ausdrucken

Die Euro 2012 steht schon fast vor der Tür, was man vielleicht nicht so merkt, weil die Bundesliga und die Champions League noch so viel Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen.

Doch in weniger als 10 Wochen geht es los, in den vier Vorrundengruppen, Gruppe A und B in Polen, Gruppe C und D in der Ukraine. Man sollte sich so langsam seine Tipps zurecht legen. Dabei hilft dieser Spielplan, den das famose „Fortuna München – Visuelle Kommunikation“ in Kooperation mit dieser Seite hier zusammengebaut hat. Einfach ausdrucken, eintragen, was man selber an Ergebnissen hofft oder erwartet, an die Wand hängen und fertig.

Oder auch umgekehrt: Erst an die Wand hängen, und dann selbst eintragen. Man darf sogar eintragen, was man nicht an Ergebnissen wünscht und kann dann hoffen, dass die eigenen Tipps nicht eintreten. Man darf ihn sogar ausdrucken und dann nur die echten Ergebnisse eintragen, gar keine Tipps.

Die Liste der bisherigen Europameister ist auch dabei und insgesamt ist der Spielplan so, wie ich selbst ihn mag: Übersichtlich, ohne Schnörkel und trotzdem mit dem gewissen Etwas. Viel Spaß damit.

Zum Download des EM-Spielplans 2012.

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