Fußballblogger’s Disease, die, zu deutsch zwar offiziell „Fußballbloggerkrankheit“ genannt, wegen Sperrigkeit dieses Ausdrucks aber gerne aus dem englischen verkürzt zu Fublos D.
Gefährliche kognitiv manipulierende Erscheinung, tritt ohne Vorwarnung, bei längerem Bloggen aber mit größerer Wahrscheinlichkeit auf, unter Einfluss derer zwanghaft alle sensitiv wahrgenommenen Reize vor, während und nach einem Fußballspiel auf Blogtauglichkeit untersucht werden; kann vom unter Fublos D Leidenden willentlich über längeren Zeitraum nicht abgestellt werden; führt dazu, dass der unter Fublos D Leidende ein Fußballspiel selbst weder in seiner Gänze wahrnehmen, geschweige denn genießen kann.
Bewirkt konträr zur verbreiteten Annahme jedoch nicht, dass tatsächlich Blogtaugliches gefunden wird. Bei schwererem Verlauf kommt es zur völligen Amnesie bezüglich des zuvor gesehenen Fußballspiels.
Äußerungen Betroffener finden sich z. B. hier:
„Ich hab zwischendurch den Blog eine Zeit lang ruhen lassen und gemerkt, wie erholsam es ist, ein Spiel gucken zu können, ohne sich alle Sekunde zu denken, was davon kann ich wie verwerten …“
Sowie ohne Quelle, aber verbriefte Aussagen anderer Fußballblogger, die …
„… endlich wieder ein Spiel schauen wollten, ohne krampfhaft zu überlegen, was man darüber bloggen könnte.“
Nur wenige Fußballblogger sind resistent gegen diese bei langfristigem Verlauf für das betriebene Fußballblog tödliche Krankheit. Einzig bislang bekanntes Gegenmittel ist eine längere Blogpause oder ein Themenwechsel innerhalb des Blogs, wodurch der Betroffene nicht mehr zur Gruppe der Fußballblogger gezählt wird und nicht mehr an dieser Krankheit leiden kann.
Fublos D trifft insbesondere die Subspezies der Vereinsblogger, weniger die artverwandte Spezies der Fußballkulturblogger.
Wird von Außenstehenden meist als irrationale Erscheinung, über die man leicht mittels Alkohol oder einer Einstellung à la „sich einfach mal nicht zusammenzureißen, sondern das Spiel schauen“ hinwegkommen könne, fehlinterpretiert.
Ähnlichkeiten mit der schon länger bekannten „Live-Blogger’s-Blindness“, bei der ein gerade ein Spiel livetickernder Publizist hinterher keinerlei Auskunft über die Qualität des live-getickerten Spiels geben kann, legen gemeinsame Wurzeln der Störungen nahe. Diese Annahme bedarf aber noch weiterer Erforschung.
Solche ist bis zum ersten medizinischen Kongress zu dieser Art kognitiver Aufmerksamkeitsstörungen bzw. kognitiver Zwangsstörungen geplant, Ergebnisse können aber nicht garantiert werden. Dr. Socrates hat seine Schirmherrschaft für diesen ersten Kongress bereits zugesagt.
Fußballblog-Anfänger halten sich meist für ganz besonders immun gegen Fublos D, stoßen vielen Beobachtungen zufolge aber inbesondere bei laut vernehmlich geäußertem Glauben an die eigene Immunität eigenartig schnell in Bereiche vor, in denen schon von Fublos D die Rede sein muss.
Alternative Strategien zur Bekämpfung der Fublos D als die oben skizzierten sollten dringend entwickelt und getestet werden. Entwarnend darf ergänzt werden, dass eine umfassende Genussfähigkeit eines Fußballspiels nach oft ohne äußeren Anlass auftretendem Verschwinden von Fublos D nach nur wenigen Stunden wiederhergestellt wird. Berichte über bleibende Schäden durch Fublos D sind bislang nicht verzeichnet worden.