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Kategorie: Klug geschissen ist noch lange nicht die halbe Miete

Wenn Trainer Baade eins kann, dann isses klugscheißen

Mit Legenden aufräumen: Matthäus und sein verschossener Elfmeter im Pokalfinale

Der Elfmeter, den Lothar Matthäus im Pokalfinale 1984 für Mönchengladbach verschossen hat, war nicht jener, der das Spiel entschied. Matthäus verschoss als allererster Schütze, nach je fünf Spielern stand es 4:4 im Elfmeterschießen.

Erst nach sechs weiteren Elfmetern (vor-)entschied der Gladbacher Norbert Ringels mit seinem Fehlschuss das Spiel, denn die letzliche Entscheidung bewirkte Michael Rummenigge mit seinem verwandelten Elfmeter zum 8:7-Gesamt-Endstand.

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Endlich gibt es wieder Remis im Fußball

Lange Zeit mussten wir uns mit Unentschieden begnügen, endlich sind sie wieder da, die (außer in den USA) heiß geliebten Remis. Deshalb musste weltfussball.de auch gleich die Bilanz gegen Irland in die neue Wertung umrechnen:

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Schmankerl

Das eine oder andere Printprodukt lege ich mir ja nun doch zu, wie schon an anderer Stelle ausgeführt. Das Problem beim Versuch, Printprodukte in einem Blog zu erwähnen, ist, dass man so schlecht darauf verlinken kann. Aber neuerdings nenne ich ja eine Kamera mein eigen, die ich immer mit mir rumtrage, so wie ich auch mein Telefon und mein Adressbuch und meine Agenda immer mit mir rumtrage. Dazu noch dieses Tennisspiel, Taschenrechner, -lampe, Wecker, Radio, Diktiergerät und MP3-Player. Alles vereint in jenem praktischen Allrounder, mit welchem ich folgendes Schmankerl aus dem kicker-Bundesligasonderheft (Seite 40) fotografierte:

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Leider durchgefallen

Seit der Sport1-Ticker nicht mehr in html zu haben ist und zu einem unzähmbaren Flashmonster mutiert ist, bin ich auf der Suche nach einem vernünftigen Fußballticker. Was liegt da näher, als beim Veranstalter selbst nachzuschauen: bei der Bundesliga.

Leider hat sich der Bundesligaticker gerade aus der Reihe der in Frage kommenden Ticker verabschiedet.

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Wenn ich schon erfahre, dass auf Elfmeter entschieden wurde, möchte ich auch wissen, ob er verwandelt wurde. Am besten sofort und nicht erst, wenn der Schlusspfiff ertönt. Sonst bräuchte ich ja keinen Ticker zu bemühen.

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Trinkt mehr Tinte!

In Berlin versucht die B. Z., eine tägliche Sport“zeitung“ zu etablieren — zur Qualität dieser bemühe man Leodators ausführliche Revue. Motivation ist neben der Tatsache, dass es in Deutschland keine tägliche Sportzeitung gibt, auch der große Erfolg der täglichen Ausgabe der Sport-FOTO, die zur WM eine tägliche, allerdings nur im Netz verfügbare Ausgabe zum Download zur Verfügung stellte.

Da ich während der WM davon nicht wusste und erst im Zuge der Aktion der B. Z. davon erfuhr, habe ich mir diesen Download heute mal angeschaut. Ich werde nicht dorthin verlinken, findet wohl jeder selbst, Werbung für diese Veranstaltung muss auch nicht sein.

Offensichtlich ist die Sport-FOTO eine Kooperation mit einem Tintenpatronenhersteller eingegangen, fordert sie doch ihre Leser auf, das .pdf-Dokument

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herunterzuladen und auszudrucken!

Ich frage mich: warum? Die Telekom fordert mich auch nicht auf, von mir geführte Telefonate aufzuzeichnen, zu transkribieren und auszudrucken. Genausowenig erwartet mein Briefträger, dass ich alle Postkarten, die ich bekomme, einscanne und online stelle. Und der Pastor der Kirche nebenan hat auch nie davon gesprochen, dass wir das Glockenläuten, das ich höre, ja mal digitalisieren könnten.

Wenn ich etwas lesen will, was ich im Netz finde, dann lese ich es. Wozu soll ich es noch ausdrucken?

Und was soll überhaupt der Blödsinn, das Ganze nur als .pdf anzubieten? Die Marketingstrategen unter Euch dürfen mir gerne erklären, was der Vorteil eines unhandlichen .pdfs ist, und warum es Leute gibt, die mittels fast Viertelseiten-großen Fotos tatsächlich ihre Farbpatrone leerjagen. Nur um die Bilder, die sie ohnehin auf dem Monitor sehen, in schlechterer Qualität dann auch auf Papier bestaunen zu können.

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Deutsch jetzt endlich ganz einfach

Ein Lexikon, zwei Lexikons.
Ein Kaktus, zwei Kaktuss.
Ein Atlas, zwei Atlass.
Ein Stadion, zwei Stadions.
Eine Lampe, zwei Lampes.
Eine Fanhorde, zwei Fanhordes.
Eine Arena, zwei Arenas.

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Lok Leipzat

Die taz schreibt über das Leipziger Zentralstadion und damit auch über Lok Leipzig. Leider schreibt sie Folgendes:

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Und damit begibt sie sich in die illustre Reihe der vielen Veröffentlichungen, in denen irgendwo ein unverzeihlicher Fehler steckt. Denn Lok Leipzig war nie im UEFA-Pokal-Finale. 1987 stand Lok Leipzig im Finale des Europapokals der Pokalsieger.

Achja, mit dabei damals war übrigens Olaf Marschall, der damals noch so aussah (obere Reihe, dritter Fußballer von links) [Link leider tot.]. Schöne Trikotwerbung auch bei Lok Leipzig im Jahre 1987. Erinnert mich fast an diesen Brauch, den eigenen Teamnamen auf dem Shirt, der Jacke, der Lederhose zu tragen.

Der taz allerdings sei verziehen, schließlich ließ sie einmal die FOTO-Zeitung ihre Titelseite montieren. Klar, dass dabei eine Menge Fehler zum Konzept gehört.

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Man weiß, dass WM war, wenn…

…man beim Schwimmen schon nach 30 Minuten schlappmacht, weil man sich 4 Wochen lang gerade mal von zu Hause bis zum Biergarten bewegt hat — nicht ohne sich dann im Biergarten beim Fußball Schauen darüber aufzuregen, dass sich der eine oder andere Spieler zu wenig bewegt.

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Voller Stolz

Ich möchte kurz vor dem Ende der WM noch einmal auf diesen Eintrag hinweisen:

Spanien, die erfolgreichste Nationalmannschaft seit Paul Janes, auf deren Geschichte man mit Stolz zurückblicken kann, ist im Achtelfinale ausgeschieden. Das ist wesentlich mehr als die Spanier sonst erreichen. Deshalb muss ich mich entschuldigen. Ja, man kann dieses Trikot voller Stolz tragen. Dann muss man allerdings recht niedrige Ansprüche haben.

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Audi hat seinen Firmensitz verlegt

Audi hat seinen Firmensitz jetzt von Ingolstadt nach Spanien verlegt. Anders ist es nicht zu erklären, warum Audi die spanische Fußballmannschaft am 1. Juli 2006 „begrüßt“. Spanien ist seit dem Achtelfinale gegen Frankreich ausgeschieden. Das war am Dienstag. Man darf davon ausgehen, dass die spanische Mannschaft, selbst wenn sie mit dem Fahrrad gefahren sein sollte, ihr Heimatland inzwischen erreicht hat.

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Deshalb sag ich immer wieder, liebe Firmen, wenn Ihr Werbung machen wollt mit Fußball, stellt mich doch als inhaltlichen Berater ein. So kann das doch nicht weitergehen, dass sich eine nach der anderen Firma (und natürlich sind es eigentlich die Werbeagenturen) mit kruden Fußballinhalten bzw. -aussagen blamiert.

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Neues aus dem Elfenbeinturm

Der schlaue Kulturforscher Klaus Theweleit irrt im Interview mit der FR an zwei Stellen. Er irrt übrigens nicht das erste Mal. Er sagt zum Thema der Choreographien bzw. der Nutzung von farbiger Kleidung zur Identifikation mit einem Team:

„Diesen Event kann man ja niemals [als Zuschauer im Stadion, Anm. von mir] selbst erleben, der einzelne Fan sieht ja nur seine direkten Nachbarn, die Wirkung der Masse ist nur fürs Fernsehen.“

Das ist falsch, denn man muss nur wenige Meter entfernt von einer aus einzelnen Zuschauer bestehenden „Farbenmasse“ sein, um sie wahrnehmen zu können. Ich weiß nicht, auf welchen Sitzen im Stadion der Kulturforscher normalerweise sitzt. Vielleicht hinter einer Säule, so dass er tatsächlich gerade mal seinen Nebenmann sehen kann. Aber wenn man in einem Stadion sitzt/steht, hat man Blick auf ca. 90% der übrigen Zuschauer. Natürlich sieht man dann auch, wie die Zuschauer ein solches Farbenmeer darstellen.

Zweitens sagt er zu der Frage, warum man ins Stadion geht, obwohl doch:

„Schließlich sieht man das Spiel im Fernsehen für gewöhnlich besser. Man geht trotzdem hin…“

Das ist natürlich der größte Unsinn, den ich je zu diesem Thema gehört habe. Im Fernsehen sähe man das Spiel besser, wenn dieses eine Halbtotale vom Spielfeld anböte. In Wirklichkeit ist es aber deutlich weniger als ein Drittel des Spielfeldes, welches die Kamera einfängt. Und selbstredend sieht man deshalb ein Spiel im Stadion besser als im Fernsehen, weil man alle Spieler sehen kann. Wer noch nicht mal weiß, dass es zum Verstehen des Spiels wichtig ist, dass man alle Spieler sehen kann, sollte sich gerne Kulturforscher nennen, dann aber zum Spiel „Fußball“ seinen Mund halten.

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Dolmetschen für Dummies

Vielleicht sollte mal jemand der Dolmetscherin vom ZDF, die die Interviews mit tschechischen Spielern dolmetscht, erklären, dass sie auch die Fragen des Journalisten übersetzen muss, nicht nur die Antworten des Spielers.

Vielleicht aber auch nicht. In den meisten Fällen kann man sich die Fragen dazudenken.

Trotzdem wird sie beim nächsten Turnier wohl nicht mehr fürs ZDF arbeiten, wenn sie so weitermacht. Gleichzeitig frage ich mich, ob Fußballlaien denn nicht kurz gebrieft werden, wenn sie für ein Fußballprogramm dolmetschen müssen. Beim ZDF offensichtlich nicht.

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WM schon lange vorbei

Wie uns eine bekannte Zeitung mitteilt, haben die Spiele der WM 2006 schon längst stattgefunden, und zwar irgendwann im Sommer 1980. Kein Wunder, dass ich keine Karten bekommen habe. Zu der Zeit lernte ich gerade lesen und schreiben, da war es etwas schwierig mit dem Anmelden auf der Ticketseite der FIFA. Davon, dass es noch kein Internet gab, ganz zu schweigen.

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Und auch wenn ich hier selbst klugscheiße, will ich jetzt keinen Klugscheißer hören, der mir erzählt, dass es sehr wohl 1980 schon so etwas wie Internet gab.

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