Zum Inhalt springen

Kategorie: Zettel-Ewalds Sammelsurium

Alles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde

Des Kickers neue Kleider

Manchmal hat man sich so sehr daran gewöhnt, dass etwas häßlich und schlecht für die Augen ist, dass es einem nach Jahren der Nutzung nicht mehr auffällt. Schaue ich zum Beispiel morgens in den Spiegel, erleide ich keinen Schock mehr. Ich habe mich in jahrelanger Kleinarbeit an diesen Anblick gewöhnt. Dasselbe galt für die Webseite eines gewissen Herrn kicker. Der hat allerdings seinen Anblick heute deutlich geändert. Das muss man erstmal verdauen, so früh am Morgen.

[photopress:screenshot_kicker.jpg,full,centered]

17 Kommentare

Es gibt keine Ketten im Fußball

Uli Stielikes und Horst Hrubeschs Aufatmen ist bis hierhin zu hören. Urs Siegenthaler stellt im sehr lesenswerten Interview mit der Welt fest:

„Es gibt keine Ketten im Fußball.“

Auch wenn wir alle wissen, dass es auf jedem Kreisligaplatz Ketten und gegelte Frisuren gibt, ist es fußballtaktisch eine beruhigende Erkenntnis. Das ganze Gerede um Vierer-, Dreier, gar Einerketten (im Tor) ist also überflüssig. Ich hoffe schwer, dass Siegenthaler das nicht auf Druck der Sponsoren gesagt hat, damit Frauen weiterhin dem Fußball zugewandt blieben, weil sie nun wissen, dass sie dieses Kettengerede gar nicht verstehen müssen.

Gleichzeitig hoffe ich auch, dass unsere Viererkette hinten rechtzeitig vor der WM versteht, dass sie gar keine Kette ist. Stattdessen muss jetzt wieder jeder selbst denken und kann sich auch unabhängig von seinem Nebenmann bewegen.

Weiter unten sagt Siegenthaler noch:

„Es gibt Stürmer, die stehen schon am Pfosten, wenn die Flanke von außen erst unterwegs ist. Da denke ich: Leck mich, der muß doch den Rhythmus des Flankengebers übernehmen!“

Das ist das Problem, wenn man erst so kurz im deutschen Fußball dabei ist. Jahrelang war doch Christian Ziege in der Nationalmannschaft. Wenn der geflankt hat, musste man schon am Pfosten stehen, um dann später, wenn der Ball runterkommt, 20m weiter hinters Tor gelaufen zu sein, wollte man die Flanke erreichen.

Aber auch Siegenthaler wird noch verstehen, welche Erblasten wir dank Ribbeckscher FOTOscher und Völlerscher Nominierungspraxis noch so mit uns rumschleppen.

7 Kommentare

Skandal schwappt über die Alpen

In Italien fällt der ganze Fußball auseinander, selbst der Mann, dessen Heiligenschein wir immer erahnten, ihn dann aber doch nie sehen konnten, scheint beteiligt zu sein: Collina.

In Deutschland geht es nun im selben Stile weiter. Beim Heimspiel gegen Japan ist der Schiedsrichter ein Deutscher. Mensch, Clinsfornia, etwas unauffälliger würde es doch auch gehen. Mit einem kleinen Reiseangebot nach Huntington Beach oder vielleicht mit lebenslanger Bierversorgung durch einen der Sponsoren der Nationalmannschaft. Man muss ja nicht gleich die eigenen Leute als „Neutrale“ auf an den Platz schicken.

7 Kommentare

Hitler, der Quotenträchtige

Hitler interessiert sich doch für Fußball [Link leider tot]. Das ist neu. Denn eigentlich weiß man doch von ihm, dass er nur ein Mal in seinem Leben bei einem Fußballspiel war. 1936, bei der Olympiade, als Deutschland gegen Norwegen spielte. Deutschland verlor 0:2 und Hitler die Lust am Fußball.

Im Hamburger Schauspielhaus weiß man davon anscheinend nichts, sonst könnte man den Mann mit dem Bart nicht doch noch zum Lederanbeter transformieren. Ich hab es natürlich nicht selbst gesehen; was ich in diesem Beitrag lese, wirkt auf mich allerdings wie die Auswüchse eines ziemlich wirren Hirns. Nein, nicht Adolfs, das ohnehin, aber auch das des Autoren dieses Stückes.

5 Kommentare

Gut geklaut ist besser als schlecht selbst gemacht

Diese Devise gilt ja für fast alles im Internet. Und siehe da, auch die FAZ macht der ZEIT jetzt etwas nach. Der Versuch bei der ZEIT war schon so naheliegend, so eigentlich-schon-immer-da, man muss es nur aufnehmen, dass es doch schon fast ein bißchen peinlich ist, dass die FAZ erst jetzt mit dieser Idee aus der Konserve kommt.

2 Kommentare

Goleo war gestern, heute ist Hanniball

Das Maskottchen der Handball-WM 2007 in Deutschland heißt „Hanniball“. Das hat schon mal mehr Esprit als der Name „Goleo“ und „Pille“ zusammen, inklusive der Äußerungen, die Goleo und Pille so von sich geben. Ein nettes Wortspielchen, von dem Fußballfans nur träumen können, schließlich sind Fußballfunktionäre und -organisationskomiteemitglieder komplett ironiebefreit.

3 Kommentare

You have to win Spiel

Die Sportfreunde Stiller haben vor ein paar Tagen eine neue Platte herausgebracht. Wie der Bandname schon sagt, sind die Sportfreunde Stiller relativ Sport- und im Besonderen Fußball-affin. Da sie aus München stammen, kann man sich denken, mit welchen Oberfuzzies des deutschen Fußballs sie viel zu tun haben. Einen Sampler, von Mehmet Scholl selbst zusammengestellt, haben sie angeregt. Danach haben sie ein Lied mit dem Calle Del‘Haye dieses Jahrzehnts gemacht: mit Roque Santa Cruz, Titel des Stücks ist: „Ich Roque“. Nun ist das neue Album nach einem Originalzitat von Bixente Lizarazu benannt:

„You have to win Zweikampf“

[photopress:sportfreundestiller.jpg,full,centered]
Wenn der Bixente (und die Sportfreunde) sich da mal nicht irren. Das ist eine dieser vielen mythisch anmutenden Fußball“weisheiten“, die noch nie überprüft wurden. Ich bin der Meinung, die gewonnenen Zweikämpfe nützen einem nicht viel, wenn man danach einen Fehlpaß spielt. Gut, das ist jetzt etwas sehr polemisch, aber ob man in erster Linie über gewonnene Zweikämpfe das eigentliche Ziel des Spiels erreicht — es zu gewinnen — da bleibe ich skeptisch. Wir werden das in Kürze ausführlicher diskutieren.

4 Kommentare

Gerade im Schaufenster

Gerade im Schaufenster

„Fußball-Fiebär“ auf einem Frühstücksbrettchen mit Bären drauf. Ein Fenster weiter: Girokonto mit Fußball als Geschenk zur Einrichtung eines solchen. Noch ein Fenster weiter: Konditorei mit Törtchen mit Länderfahnen und Fußbällchen drauf. Dahinter: Plakat-Werbung von West, Zigaretten, jetzt neu mit Länderfahnen auf der Packung. Ein Fenster weiter: Schweißbänder im Ein-Euro-Laden mit Länderfahnen drauf, danach: „Das Wunder von Geislingen“, Plakat im Schaufenster eines Anbieters von Besteck und anderen Silberwaren. Im Anschluss: McDoof mit dem FIFA-WM-Fußball in klein für nur 4,99 Euro. Weiter: Werbung von Plus, Länder-T-shirts jetzt nur 9,99 Euro. Danach Kneipe mit Werbung für die Übertragungen der WM-Spiele. Wer angemalt kommt, kriegt ein Bier umsonst. Nächstes Fenster: Klamottenladen mit Länderfahren in der Auslage. An der Brötchenbude vorbei, überall Deutschlandfahnen innen drin. Am öffentlichen Mülleimer (!) vorbei, Werbung drauf mit WM-Bezug.

Zu Hause angekommen, Rechner angemacht, eigenes Blog geöffnet. Beitrag mit „Germany“ drauf gesehen.

Aaah.

3 Kommentare

ARD-Sportnix

Ich bin kein Blogosphäriker und auch kein Web-Zwo-Nuller. Ich schreibe hier einfach ein bißchen über Fußball, die WM, den Krautsalat als solchen und weiter denke ich nicht darüber nach, in wessen Gesellschaft ich mich beim Bloggen befinde oder welche Ziele ich oder andere damit verfolgen. Natürlich habe ich einige Texte zu diesen Auseinandersetzungen schon gelesen, ich fühle mich da aber nicht angesprochen. Hier schreibe ich einfach über Fußball, weiter nichts. Ich finde es schön, so Seiten wie Finale, Wortwelt [Link leider tot] oder Bolzplatz gefunden zu haben, auf denen, so erscheint es mir, Menschen mit ein wenig Herzblut und ein wenig Schreiberlust über ähnliche Themen schreiben.

Was mir, fern aller Blogo-Dingsbums-Argumentation, nicht gefällt, ist, wenn ein „Profi“ ein Blog startet, und sich dann nicht darum kümmert.

Bei der ARD [Link leider tot] warte ich nun schon seit drei Monaten auf eine Antwort auf meine Frage. Na gut, dann halt nicht. Dann lösch ich die ARD auch wieder aus meiner Linkliste. Natürlich nehme ich nicht an, dass das irgendjemanden interessiert, ob die ARD jetzt in meiner Linkliste ist oder nicht. Mich selbst interessiert es aber schon. Und mich hätte auch immer noch die Antwort auf meine Frage im ARD-Sportblog interessiert.

Unhöflich, sowas.

Sollte einer meiner Leser noch auf eine Antwort auf einen Kommentar hier im Blog warten, bitte ich um Meldung. Sollte eine Antwort auf eine Frage fehlen, habe ich diese Frage lediglich übersehen. Es ist aber keine fehlende gute Kinderstube meinerseits. Ahoi.

4 Kommentare

Tristesse

Wie grau so ein Samstag Nachmittag doch ohne Postbank- Bundesliga ist…

3 Kommentare

Deutschland, einig Trinkerland

Ich darf mal eben darauf hinweisen, dass das Deutschlandlied, welches den Text zu unserer Nationalhymne darstellt, gar nicht so ernst und pathetisch gemeint war, wie es angesichts der Musik und der Gesichter der Menschen, die der Nationalhymne gerade lauschen, zu vermuten wäre. Wikipedia erzählt mir, dass „das Deutschlandlied von seinem Autor auch als Trinklied verstanden worden [ist], was den Toast auf deutschen Wein, deutsche Frauen und deutschen Sang in der zweiten Strophe erklärt.“

In einer alternativen Textfassung des Texters gibt es nämlich statt jener beider Zeilen:

Blüh‘ im Glanze dieses Glückes,
Blühe, deutsches Vaterland!

diese beiden Zeilen zu lesen:

Stoßet an und ruft einstimmig:
Hoch das deutsche Vaterland!

Sollte es noch Zweifel gegeben haben, dass auch die Deutschen nicht nur „schaffe“, sondern auch feiern können (und wollen), sind sie nun wohl ausgeräumt. Eine Aktion ähnlich der „Pro 18h“-Aktion lasse ich jetzt aber mal sein. Schlimm genug, dass der DFB gleichzeitig für „Keine Macht den Drogen“ und Brauereien Werbungsträger ist. Da muss ich nicht auch noch zum Singen von Trinkliedern animieren.

11 Kommentare

O-Bein-Uwe

Uwe Kamps‘ Saison als Torwarttrainer bei Borussia Mönchengladbach war vorzeitig beendet. Er musste sich operieren lassen, um die O-Beinstellung seiner beiden Stampfer korrigieren zu lassen. Aber muss das wirklich sein? Wie konnte er denn 20 Jahre lang Bundesliga spielen, wenn die O-Beine so schlimm sind?

Schließlich wurde Pierre Littbarski mit solchen O-Beinen Weltmeister, nicht zu vergessen die zwei Vize-Weltmeisterschaften, die er damit errang.

Im aktuellen Kader von Clinsfornia gibt es leider keinen, der eine Beinfehlstellung hat. Schlechtes Omen oder doch eher die Garantie, dass die Pässe auch ankommen?

7 Kommentare

Die „Welt“ zu Gast im Blog

Gäbe es das auch online zu sehen, würde ich jetzt an dieser Stelle einen Link parat haben. Offensichtlich war es aber nur in der Printausgabe vom 16. Mai zu sehen, das war gestern. Findige Kollegen haben es gefunden, wie die Bezeichnung schon sagt. Die „Welt“ zitiert dieses Blog, allerdings verstehe ich den Beitrag nicht so ganz. Egal, ein bißchen Viralität schatt‘ nix, deshalb hier für Euch der Scan des Blog-Zitats. Der erwähnte Freund existiert übrigens wirklich, das ist kein Hirngespinst von mir.

[photopress:screenshot_welt.jpg,full,centered]

Und hier noch der Link zum betreffenden Beitrag.

10 Kommentare