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Kategorie: Zettel-Ewalds Sammelsurium

Alles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde

So wird man Hotelier

Zwar werden die Hotelzimmer während der WM in Wirklichkeit gar nicht knapper als sonst und auch der große Reibach der Tourismusbranche ist nur eine Legende, schließlich bleiben während der WM die „normalen“ Touristen aus Angst vor überhöhten Preisen weg. Doch genau das trifft ja auch zu: die Preise sind höher als sonst. Vielleicht möchte deshalb der eine oder andere sein Zimmer an einen nicht ganz so finanzkräftigen togolesischen oder ekuadorianischen Fan vermieten und so doch noch an der WM teilhaben.

Zu diesem Zwecke sollte man sich hier mal umschauen.

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2 Tore, 3 Vorlagen

Dieser Typ ist wirklich ein Faszinosum. War schon 2x fast tot, hat sich diverse Körperteile weggekokst und war noch vor einem halben Jahr 3x so fett wie jetzt.

Im November dann hat er bei den Alten Herren der Boca Juniors mitgespielt und mal eben 2 Tore und 3 Vorlagen zum 6:0 gegen Racing Club beigesteuert.

Als ich ihn das letzte Mal sah, konnte man seinen aufgedunsenen Kopf nur wegen der lockigen Haare darauf von einem Fußball unterscheiden — und jetzt läuft er schon wieder 90 Minuten lang über einen Fußballplatz?

Angesichts dieser Wunderheilung muss ich sagen: Vielleicht geht da doch noch was für mich mit einer WM-Teilnahme. Dann bräuchte ich auch keine WM-Karten mehr.

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Pfefferspray… diesmal nicht gegen Hooligans

In Brasilien gibt es ein neues Spray. Ich geb zu, ganz neu ist es nicht mehr, denn es wird seit 2001 eingesetzt. In der brasilianischen Liga haben die Schiedsrichter ein kleines Spray dabei. Und wann immer es nötig ist, bei Freistößen in der Nähe des Sechzehners eine Mauer zu stellen, sprüht der Schiedsrichter eine kleine Linie auf den Platz, die die nötigen 10 Yards Abstand der Verteidiger markiert.

Nach spätestens 60 Sekunden ist die Linie wundersamerweise wieder verschwunden, denn sie besteht aus wasserlöslichen, schnell abbaubaren Stoffen und bleibt so kein Hindernis im weiteren Spielverlauf.

Wer jetzt glaubt, diese Meldung stamme aus der Rubrik „Wahr oder falsch?“, liegt falsch. Es ist wahr.

Und die Linie riecht sogar nach Kokosnuss…

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Kahn ist nicht Weltklasse

Und das sagt der kicker, der immerhin einräumt, dass Kahn eine relativ gute Saison hinter sich hat. Eine gute Saison für einen alten Herrn. Aber zur Weltklasse reicht’s halt nimmer.

Also weg mit ihm.

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Sergej Sergejewitsch

Ich hab’s nicht selbst gehört. Ich fürchte, das brauche ich auch nicht zu tun. Schlimmer als Effenbergs Hörbücher wird es wohl kaum sein, doch das hier:

Sergej Barbarez liest Kästner

muss ja nun auch nicht unbedingt sein.

Ist ja für einen guten Zweck, also gönnen wir es dem bosnischen Leichtmatrosen, dass er seinen Spaß dabei hatte. Ich für meinen Teil bin der Auffassung, dass er als Fußballprofi seine Zeit lieber damit verbringen sollte, Elfmeter zu üben.

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Trappatoni dem Klischee erlegen?

„Wenn ein deutscher Spieler sein Nationaltrikot überstreift, scheint er einen unbändigen Siegeswillen mit anzuziehen.“

Ob sich der große Giovanni da nicht mal irrt? Gegen die Slowakei, die Türkei und China hab ich von dieser Eigenschaft des deutschen Nationaltrikots nämlich nix gemerkt.

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Zwei Tage

Zwei Tage ohne Fußball, zwei Tage zumindest ohne über Fußball surfen zu können. Was für eine Pein, doch die ist ja zum Glück jetzt vorbei. Mein Akku ist wieder voll, ich bin heiß auf Fußball und die Auswirkungen dieses Faktums werdet Ihr in Kürze hier bestaunen können.

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Verleser auf dem Weg zum Strohhalm

Reingefallen!

Gestern war ich im Supermarkt, denn auch ein Trainer muss mal in die reale Welt und seine Bedürfnisse stillen. Während ich so zwischen Klopapier und Duschgel umherstreife und mir überlege, ob ich lieber die blauen Gummibärchen oder doch die 6er-Packung Raider nehmen soll, wird meine Aufmerksamkeit von einer kleinen, gelben Packung gefangen:

„32x 2 Tickets… blablabla… WM“

Eine neue Gelegenheit, doch noch an Tickets zu kommen? Die muss genutzt werden, also schwupps die gelbe Packung Kekse in meinen Einkaufswagen befördert und mit nach Hause genommen.

Zu Hause dann die Ernüchterung: wie früher Muttern, die immer Capuccino-Pudding mitbrachte, wenn sie Schokopudding kaufen sollte, hatte ich einfach nicht richtig hingeguckt: 32x 2 Tickets für den DSF WM-Talk gibt’s zu gewinnen. Pfff…. Wer will denn noch den senilen Udo Lattek salbadern hören und dafür auch noch ins „Hotel Kempinski“ nach München fahren müssen?

Ich gebe trotzdem nicht auf bei der Suche nach weiteren Strohhalmen.

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Rudi A.s Tagebücher

Kürzlich entließ der FC Schalke in Person von Rudi A. seinen Trainer. Als Paparazzo in guter Tradition habe ich mir unerlaubten Zugang zu den Tagebüchern [Link leider tot] des Managers besorgt.

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Handies für Beşiktaş

In Istanbul, bei Beşiktaş, gibt’s übrigens einen tollen Brauch. Man kennt das ja, ab und zu haben sogar die tumben Fußballfans sich etwas Spezielles bewahrt. Beim FC Everton, den sog. „Toffees“, gibt es statt Brezeln oder Bier Toffies im Stadion zu kaufen, sprich: Karamellbonbons.

Beim MSV gibt es den Zebra-Twist, auf Schalke ruft man „Attacke“, beim FC Bayern hält man ALDI-Tüten hoch, wenn der Gegner aus der Türkei kommt, spielt der angeblich jüdische Klub Ajax Amsterdam auswärts, zischen die gegnerischen Fans laut, um das Ausströmen von Gas zu simulieren, und bei Lazio Rom grüßt man immer noch mit dem römischen Gruß. Diese illustre Reihe lässt sich jetzt um Beşiktaş Istanbul erweitern:

Dort werden vor dem Stadion alte, gebrauchte Handies verkauft.

Ja, wofür das denn?

Ganz einfach: um sie auf die Gegner zu werfen.

Denn Handies werden bei der Einlasskontrolle nicht konfisziert und können so immer noch als Wurfgeschoß verwendet werden. Jetzt sag mir keiner, das wäre kein Sportsgeist.

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Ein Flascher kommt allein

Ich bin erstaunt. Es gibt Leute, die leiden an totaler Fußballblindheit. Wie anders ist es zu erklären, dass es einen Jess-Strasser-Fanclub [Link leider tot] gibt? Jeff Strasser, das ist der hier.

Die Fanclubseite sieht — passend zu Jeff Flascher — ziemlich amateurmäßig aus. In der luxemburgischen Nationalelf, wo Jeff auch spielt, ist er dann auch endlich unter seinesgleichen. Er ist der einzige Fußballprofi, den es in Luxemburg gibt. Alle anderen Nationalspieler sind Amateure. Und in den letzten Jahren gab es immerhin mal ein 1-1 gegen Malta und Jeff hat vor Jahren auch mal ein Tor für Luxemburg geschossen.

Wahnsinn, sowas passiert ihm in der Liga eigentlich nie. Wenn, dann höchstens mal ins eigene Tor. Jetzt frage ich mich: Wie kann man so eine Frimpe zum Kapitän machen? Und: Wie kann man von so einer Frimpe einen Fanclub gründen? Wie viel Masochismus hält man aus?

Ja, manchmal macht man sowas wie mit diesem Fan-Club auch mit einem ironischen Augenzwinkern. Danach sieht diese Fanseite aber nicht aus. Aber die Antwort ist schnell gefunden: die Initiatoren dieser Seite sind Kaiserslautern-Fans. In Kaiserslautern verbrachte Jeff Flascher die ersten drei Jahre seiner Bundesliga-Karriere und fiel offensichtlich nicht mal besonders auf unter den ganzen anderen Flaschern in Kaiserslautern.

Gibt es eigentlich auch einen Carsten-Jancker-Fanclub?

Allerdings bedeutet die Tatsache, dass Jeff nicht Fußball spielen kann, nicht, dass er nicht denken kann. In einem Interview bei Torfabrik beklagt er zurecht:

„Die Berichterstattung in den Medien ist manchmal nur sehr schwer nachzuvollziehen“. Strasser bemängelt die fehlende Sachlichkeit in den Reportagen: „Das Spiel rückt zu oft in den Hintergrund und es wird zu viel auf Randgeschehnisse eingegangen. Es geht doch um Fußball, das scheinen manche zu vergessen.“

In Deutschland gibt es auch nur eine Fußball-Printzeitung, die nicht mal täglich erscheint. Das hat Jeff gut beobachtet und es ist tatsächlich erstaunlich, ist Deutschland doch nicht nur das bevölkerungsreichste Land Europas (exklusive Russland), sondern auch das fußballverrückteste. Wir haben den höchsten Zuschauerschnitt aller Fußballligen der Welt. Wir sind die nach Brasilien erfolgreichste Fußballnation aller Zeiten, wir sind mit drei Titeln die erfolgreichste Nation bei Europameisterschaften, hier kommt selbst in Regionalligen eine fünfstellige Zahl an Zuschauern, was viele Vereine in anderen Ländern nicht mal in der ersten Liga schaffen.

Aber es gibt nur eine Printzeitung und das auch nur 2x pro Woche. Montags schön in Farbe, donnerstags meist abgespeckt und mit dürftigem Inhalt.

Vielleicht rufe ich Jeff mal an, um ein tägliches Fußballmagazin in Deutschland zu gründen.

Vielleicht sollte ich dann vorher die Lästereien da oben löschen. Naja, egal, ich glaube ja nicht, dass sich Jeff mal ins hiesige WM-Special verirrt.

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Dumm, dümmer, Ailton

Ailton, Ihr wißt schon, dieser Knilch, dieser Bubi, diese Heulsuse, dieser Nationalspieler von Katar, dieser Fremdsprachenlegastheniker, diese Witzfigur, die von sich immer in der dritten Person spricht.

Er ist an Dummheit nicht zu übertreffen. Er hat jetzt seinen Führerschein verloren, weil er geblitzt wurde.

Zwei Mal.

An einem Tag.

An der selben Stelle.

Ein Mal mit 99km/h, ein mal mit 77km/h, wo 50km/h erlaubt waren.

Aber damit nicht genug: Gestern hat er sich auch noch erwischen lassen, als er heimlich bei Besiktas Istanbul abhauen wollte. Er saß schon mit gepackten Koffern am Flughafen, um nach Hause nach Brasilien zu fliegen, als ihn ein Manager von Besiktas noch abfing. Heute ist ihm die Flucht geglückt, allerdings wusste sein Arbeitgeber jetzt Bescheid.

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Äthiopien ist Meister

Äthiopien ist Meister. Im Finale 1:0 gegen Ruanda. Wer das goldene Tor schoss, weiß ich nicht, aber die Freude muss groß gewesen sein. Schließlich war das einer der ersten Titel, die Äthiopien im Fußball je gewonnen hat. Ich muss zugeben, so genau weiß ich auch das nicht. Welchen Titel Äthiopien gewonnen hat?

Es war das Finale um die Ostafrikameisterschaft.

Dass es so etwas gibt, wusste ich erst recht nicht. Das wäre aber mal eine tolle Idee für hierzulande: eine Mitteleuropameisterschaft. Top-Favorit: die Niederlande vor Deutschland und Frankreich.

Quali-Gruppe 1:
Dänemark, Polen, Luxemburg.

Quali-Gruppe 2:
Frankreich, Belgien, Schweiz.

Quali-Gruppe 3:
Deutschland, Niederlande, Österreich.

Erinnert stark an die WM-Qualigruppen früherer Zeiten als die ca. 40 zusätzlichen Staaten, die jetzt teilnehmen, alle noch entweder „UdSSR“ oder „Jugoslawien“ hießen. Die deutsche Qualifikationsgruppe zur WM 1954 ist auch nett anzusehen:

1. Deutschland
2. Norwegen
3. Saarland

Ja, das war’s. Da fehlt nix.

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