Rot und grün sind als Symbolfarben international verständlich. So bedarf der „Gefahrenatlas“ von Titanic [Link leider tot.] auch keiner weiteren Erläuterung. Nett, dass die Leute, die uns überhaupt erst die WM besorgt haben, sich nun auch liebevoll um die anreisenden Gäste kümmern.
9 KommentareKategorie: WM 2006 – Odyssee im Deutschland
Eine Reise durch ein verrücktes Land
Die Welt über den Alltag im Trainingslager von Trinidad & Tobago:
„Am Mittwoch abend gönnte Beenhakker seinen Schülern Ausgang. Und während das Frühtraining am Donnerstag auch gestrichen war, kehrte Stürmerstar Yorke mit einigen Kollegen von einer Studentenfeier in Graz pünktlich zurück um 7 Uhr, zum Frühstück.“
Erinnert mich fast an meinen Alltag. Sollte ich doch zum WM-Teilnehmer taugen?
Einen Kommentar hinterlassenBéla Rhéty. Glück gehabt.
Nette Trainingseinheit. Jeff Strasser hat sogar mal aufs Tor geschossen. Also, versucht hat er es.
3 Kommentare… Trinidad.
Wir sind nicht in den unendlichen Weiten des Weltraums angekommen. Die Überschrift ist lediglich die Antwort auf die heiß diskutierte Frage, wie man denn eigentlich einen Einwohner von Trinidad & Tobago nennt.
In Deutschland geborene Türken heißen übrigens in der Türkei „Deutschländer“, welche in Deutschland wiederum Würstchen sind. Wir hatten das schon mal bei der Frage, wie denn Amerikaner in Berlin und Pfannkuchen in Washington heißen. Ihr erinnert Euch.
1 KommentarIm Fritz-Walter-Stadion wurde 2004 ein Eingangstor im Osten nach Ottmar Walter, dem Bruder von Fritz, benannt. Ich weiß nicht, ob ich in einem Gebäude, das komplett nach meinem Bruder benannt ist, ein mickriges Eingangstörchen nach mir benannt wissen möchte; so als wäre ich nur ein kleiner Teil meines großen Bruders.
4 KommentareIch möchte mal wissen, wer so blöd ist, für Fanutensilien Geld auszugeben, auf denen der Schriftzug „Germany“ prangt.
9 KommentareIn den 31 anderen Teilnehmerländern der WM werden nun natürlich fleißig Verhaltenstipps für den Aufenthalt in Deutschland angeboten. Die Welt erzählt zum Beispiel von den Tipps, die amerikanische Zeitungen ihren Lesern geben:
„Seien Sie zu Fremden nicht übermäßig freundlich. Die Deutschen werden glauben, daß Sie etwas von ihnen wollen oder nicht ganz normal sind.“
Dafür, dass wir von vielen anderen Nationen als unfreundlich angesehen werden, ist zwar auch ein Grund, dass das Deutsche in einer relativ tiefen Stimmlage gesprochen wird. Vornehmlich ist der Grund daür aber immer noch, dass wir tatsächlich unfreundlich sind. Es kann doch ein jeder ein Liedchen von der unfreundlichen Bedienung in der Kneipe, von dem muffeligen Bahnschaffner und von den schnell davon eilenden Omis singen, die man nur mal eben nach dem Weg fragen wollte. Und von Fremden in der Stadt, in der Warteschlange oder in der U-Bahn angesprochen zu werden, ist für viele immer noch ein Unding. Wir hoffen also, dass die amerikanischen Touristen sich uns anpassen und nicht übermäßig freundlich sein werden. So kann jeder seinen Teil zum Gelingen des großen Festes beitragen.
4 KommentareDie deutsche U21-Nationalmannschaft spielte am Mittwoch 2:2 gegen die Niederlande, lag dabei aber bis zur 90. Minute in Front.
„Durch das Remis ist die deutsche U21 nun seit 14 Jahren ohne Niederlage gegen den Nachwuchs aus dem Nachbarland.“
Viel mehr muss man dazu eigentlich nicht mehr sagen. Seit 14 Jahren ungeschlagen gegen Holland — und was nützt es in der A-Nationalmannschaft? Nix.
Deshalb sollten wir auch weiter Abstand davon nehmen, so Nationen wie Ghana, Nigeria, Spanien oder sogar Irland, die im Nachwuchsbereich regelmäßig starke Leistungen und Resultate erzielen, hochzujubeln. Wenn am Ende dann doch nix dabei rauskommt, ist solch eine Serie auch für die Katz.
6 KommentareDie Welt lernt trotz „Goleo“ und „Teamgeist“ ein wenig deutsch, bevor sie in knappen drei Wochen nach Deutschland schaut, wie ich schon mal erwähnte. Und weil wir ja alle so gut englisch können, schnarch, hat ein englischer Muttersprachler es übernommen, deutsche Redewendungen wie tomatoes on the eyes zu übersetzen. Andreas Möller ist ein „cry baby“ und alle, die bei Regen nicht ins Stadion gehen, sind soft eggs. Der Dummschwätzer ist laut Uli Stein übrigens ein soup buffoon.
Für mich ganz neu, woher der Ausdruck „Arschkarte“ stammt. Weil der Schiedsrichter früher die Gelbe Karte in seiner Brusttasche trug, die Rote Karte hingegen in jener Hosentasche, die sich über seinen Arsch spannte, bezeichnet der Ausdruck „Arschkarte“ eben die Rote Karte beim Fußball. Nett.
1 KommentarKuranyi ist Ex-Nationalspieler, wie ich es mir gewünscht hatte.
Ansonsten gibt es neben dessen Ersatz Odonkor keine große Überraschung im Kader, und außerdem muss ich sagen, hab ich gestern in einer Tanke mal kurz durch die FOTO am Sonntag geblättert, weil die mich Naivling mit der „Vorab-Version“ des WM-Kaders geködert hatte. Da stand allerdings weder von Hanke noch von Odonkor was, was mal wieder zeigt, dass man a) denen kein Wort glauben kann und b) Clinsfornia nicht mit der FOTO-Zeitung kungelt.
Also, ich bin zufrieden, dass der Bälleverstolperer Kuranyi nicht dabei ist. Einen für zwei von drei Vorrundenspielen gesperrten Spieler ins Aufgebot zu holen, wenn man evtl. nur vier Partien insgesamt hat, ist allerdings mutig ziemlich bescheuert. Zudem ist es natürlich ein besonderes Lob für Kuranyi, dass Klinsmann lieber einen gesperrten Spieler mitnimmt als ihn.
So können sich Deisler und Kuranyi, der nun auch depressionsgefährdet ist, zusammen auf dem Sofa die WM anschauen, wo in der Halbzeitpause immer der Spot läuft, in dem sie beide als Nationalspieler für irgendwelche Produkte werben. Die Antidepressiva sollten immer griffbereit neben den Chips stehen.
Hitzlsperger wird der neue Günter Hermann oder auch Frank Mill, wie ich hoffe, und ob Jens Nowotny wirklich so gut drauf ist, wie mir alle sagen, wird man noch sehen. Schließlich sind England, Schweden oder Argentinien eben nicht Hertha BSC Berlin oder Hannover 96. Allerdings ist ein bißchen Erfahrung vielleicht tatsächlich nicht schlecht neben all den Jünglingen in der Abwehr.
Christoph Metzelder hätte man jedoch ruhig zu Hause lassen können. Leicht angeschlagen ist er, gut, das gibt sich wieder bis der Ball rollt, aber eigentlich hat er in dieser Saison doch nur durch Stellungsfehler und verschuldete Gegentore auf sich aufmerksam gemacht. Gegen Hertha BSC und Hannover 96…
Als letzte Konsequenz von Clinsfornias WM-Kader-Zusammenstellung muss man noch festhalten: Oliver Kahn wird jetzt der beste Freund von Hitzlsperger, Odonkor und Mike Hanke werden. Schließlich soll Kahn sich um die Spieler aus der zweiten Reihe kümmern, die nicht zum Einsatz kommen.
15 KommentareDie WM für Menschen mit Behinderung findet ebenfalls in Deutschland statt und zwar ein wenig später als die FIFA-WM. Zwar kann man darüber diskutieren, ob nicht Spieler, die sich bei einer Berührung am Rumpf des Körpers auf den Boden werfen und sich dann das Gesicht halten, nicht auch eine Form der geistigen Behinderung haben müssen. Irgendwas scheint da falsch verdrahtet zu sein. Ähnliches zeigt sich, wenn man ihnen ein Mikrofon vor die Nase hält: Es reicht nur noch zu Platitüden, ganz gleich, welche Frage man ihnen stellt. Die allermeisten Spieler der FIFA-WM gelten trotzdem offiziell nicht als behindert.
Damit die WM für Menschen mit Behinderung auch genug Aufmerksamkeit abbekommt, machen derzeit ein paar echte Promis wie die Band „neuerdinXx“ und die Sängerin „Amy Elaine“ Werbung für diese Veranstaltung. Und ich denke, diese Arbeit wird sich auszahlen. Die Spiele werden alle ausverkauft sein und wer dabei sein will, sollte sich jetzt schon mal Karten besorgen. Anstoßzeit für das Spiel um Platz 3 an einem Freitag im September:
11h.
3 KommentareDer Maier Sepp bekam für jeden Tag seiner Tätigkeit beim DFB 300 Euro, schreibt der Herr Kicker. Das erstaunt mich dann schon. Das hieße ja, er hat bei vielleicht 40 Tagen im Jahr, die er für den DFB tätig war, gerade mal 12.000 Euro bekommen. Das reichte so eben für die Batterien für Sepps VideoDigitalkamera, die er bei der Nationalelf immer dabei hatte.
Der aktuelle Torwarttrainer — der natürlich nicht mehr arbeitet als sein Vorgänger, denn die Einsatztage der Nationalmannschaft sind per se begrenzt — bekommt 500.000 Euro im Jahr.
500.000 : 12.000
Locker das 40-fache verdient Andreas Köpke also.
3 KommentarePolen hat am Wochenende ein Testspiel gegen Litauen mit 0-1 verloren. Das ist ja ähnlich einschüchternd wie die Ergebnisse von Ekuador.
Allerdings hat Deutschland zum Beispiel ein Testspiel gegen die Slowakei mit 0:2 verloren und äußerst beschwerlich gegen China mit einem höchst glücklich verwandelten Elfmeter durch Torsten Frings nur 1:0 gewonnen.
Wir sprachen schon von der Sinnhaftig- bzw. losigkeit, Testspielergebnisse ins Kalkül zu ziehen. Ich halte dennoch, auch ohne dieses Ergebnis, Polen für einen der schwächsten europäischen Teilnehmer. Ad hoc fällt mir keiner ein, den ich für schlechter halte. Abgesehen natürlich von Spanien, das zwar immer tolle Fußballer hat, aber sowieso so früh wie es geht ausscheidet. Sonst noch jemand schwächer als Polen? Nein.
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