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Kategorie: WM 2010 – So möge Sepps Wille geschehen

Bafana Bafana in Soccer City

Klose beats Kalle, bald

Miroslav Klose (44 Tore) ist übrigens in der ewigen Torjägerliste der Nationalmannschaft nur noch einen Treffer von Karl-Heinz Rummenigge (45) und drei Treffer von Rudi Völler und Jürgen Klinsmann (je 47) entfernt. Sollte er sich nicht mit diversen Promille ans Steuer setzen und um sein Leben fahren, ist davon auszugehen, dass „der Miro“ diese drei Granden des deutschen Fußballs in Kürze eingeholt haben wird (Futur II ist schön) — schließlich steht u. a. noch das Rückspiel gegen Liechtenstein an. Und sollte es da nicht klappen, kann man sich auf „WM-Miro“ ja immer noch insofern verlassen, als dass er wenigstens dort, bei einer WM, gegen z. B. El Salvador, Kuweit oder Neuseeland wieder seine üblichen drei bis fünf Tore gegen Vorrunden-Krautmannschaften macht, um in den KO-Spielen dann in der Versenkung zu verschwinden.

Sollten ihm in Südafrika tatsächlich fünf gelingen, würde er übrigens mit Ronaldo als Führendem der ewigen WM-Torschützenliste gleichziehen. Man darf annehmen: Da geht noch einiges in Kloses Karriere bezüglich „Ewigkeit“. Not to mention Prinz Pussy.

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Johannesburg! Johannesburg! Wir fahren nach Johannesburg!

Oder auch nicht. So[1] oder so[2]. Und wer ist das „wir“ überhaupt?

Der aktuelle Stand in der WM-Qualifikation sieht jedenfalls folgendermaßen aus — eine reizende Idee, diesen Überblick zu geben, die ich von nolookpass geklaut habe, der im letzten Jahr die geneigten Leser regelmäßig mit der virtuellen Zusammensetzung der neuen 3. Liga versorgte.

Es ist wenig sinnvoll, sich Tabellenstände nach 3 von 8 oder von 10 Spielen anzuschauen, und dann Vorhersagen aus dem Urinstein zu leiern, wie das Tableau am Ende aussehen wird. Ganz besonders wenig sinnvoll, wenn in den meisten Fällen die Gruppenfavoriten noch nicht gegeneinander angetreten sind. Allerdings gibt es in Gruppen mit 5 Teilnehmern nun mal nur 8 Spiele pro Team, und 3 von 8 sind somit fast schon 50% der Partien. Außerdem ist das Seltsame an dem, was man gerne mit dem Wort „heute“ bezeichnet, dass es immer nur jetzt ist. Tomorrow never comes, sozusagen. Was nützt eine Auflistung, wer sich eventuell qualifizieren wird und wer nicht, wenn die Entscheidung schon gefallen ist. Also schauen wir lieber jetzt schon mal hin, bevor es zu spät ist.

Zur Stunde wären also direkt qualifiziert:

  • Dänemark
  • Griechenland
  • Polen
  • Deutschland
  • Spanien
  • England
  • Serbien
  • Italien
  • Niederlande

Für die Playoffs in Frage kommend, weil auf dem zweiten Platz liegend:

  • Schweden
  • Israel
  • Slowenien
  • Wales
  • Belgien
  • Ukraine
  • Litauen
  • Irland
  • Schottland

(In der WM-Qualifikation nehmen nur die 8 besten der 9 Gruppenzweiten an den Playoffs teil. Zur Ermittlung dieser 8 besten gehen aber die Partien gegen eventuelle — nicht alle Gruppen umfassen 6 Mannschaften — Tabellensechste nicht in die Wertung ein. Müßig, diesen Umstand nun schon berücksichtigen zu wollen, wenn selbst Kleinstkleine wie Luxemburg und Färöer fleißig punkten — und auch immer noch die Chance besteht, dass sich Aserbaidschan bereits vor dem Ende der Qualifikation von Berti Vogts trennt.)

Zur Zeit nicht qualifiziert, unter anderen:

  • Schweiz
  • Russland
  • Finnland
  • Tschechien
  • Portugal
  • Türkei
  • Kroatien
  • Frankreich
  • Rumänien
  • Bulgarien
  • Norwegen
  • Aserbaidschan auch nicht.

Otto Rehhagel ist offensichtlich nicht totzukriegen und die FIFA muss sich noch schnell eine Änderung des Modus einfallen lassen, wenn der Markt der knapp 180 Millionen französischsprachigen Menschen für die WM nicht verloren gehen soll. Auf „Chefarzt Dr. Ottmar“ darf man wohl kaum noch hoffen. Aber schalten Sie auch morgen wieder ein, wenn all diese Aussagen schon Makulatur sein werden.

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Adler, der Adrenalinsüchtige

„Wat is eigentlich eene Adler?“

„Die Bezeichnung Adler ist im deutschen Sprachraum eine Trivialbezeichnung für große, beeindruckende Greifvögel.“

Selten hat man einen Nationalspieler, geschweige denn Torwart so reden hören. „Mit der Nervosität ging es das gesamte Spiel über.“ Ja, hat denn die Nati keinen Sportpsychologen, der dem Adler, dem Adrenalinsüchtigen (siehe letzter Satz seines Kommentars), ein bisschen diese Nervosität hätte nehmen können — oder besser Strategien hätte vermitteln können, mit denen er sich selbst die Nervosität nimmt? Wir sind froh, dass da mal einer im Tor steht, der nicht einen martialischen Spruch nach dem anderen raushaut, sondern einfach ehrlich spricht. Und den Sieg trotzdem festhält. Torwartsein hat nämlich nix damit zu tun, möglichst aufgeblasen (Ego und Körper) aus dem Fitnessstudio zu kommen, sondern vor allem mit einem: die Bälle zu halten. Neuerdings auch damit, die Bälle ins Spiel zu bringen.

Rene Adler: Jetzt bin ich Nationalspieler, das kann mir keiner mehr nehmen. Mit der Nervosität ging es das gesamte Spiel über. Ich habe jede Sekunde des Spiels genossen. Dass wir gewonnen haben, lag an einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Ich bin überglücklich. Ich liebe solche Spiele, wenn am Ende noch einmal alles auf dein Tor zuläuft.“

Für die beknackten Wortspiele mit seinem Nachnamen kann der arme Mann natürlich nix.

„Löw lässt Adler fliegen“
„Adler hebt ab“
„Ein Adler am Firmament“
„Adler mit gutem Auge“

Wichtig ist das zu-Null, und wenn das nicht geht, dann wenigstens das ein-Tor-mehr-als-Gegentore. Das hat Adler in Zusammenarbeit mit seinen Mitspielern geschafft und da darf man dann kurzzeitig zumindest kurz abheben. Als Überschrift benutzen darf man das allerdings nicht. Hoffen wir trotzdem auf einen zumindest zweiten Torwart Robert Enke und nicht Tim Wiese oder Timo Hildebrand.

(Selten war ich vor einem einfachen Qualifikationsspiel so nervös wie heute, berechtigt sogar, eine Niederlage heute und ich hätte evtl. im Sommer 2010 nur noch auf Bulgarien oder Schweden wetten können, selbst aber nix mit dem Ausgang des Turniers zu tun. Eine schreckliche Vorstellung. Man macht sich als Deutscher ja ohnehin keine Vorstellung davon, wie es ist, (Frankreich und England können eine Bohnensuppe davon kochen), an einem Turnier nicht teilzunehmen. Ich selbst (wir selbst, wir alle) kenne diese Erfahrung ja gar nicht, es sei denn wir sind vor 1958 geboren. Ist das jemand meiner Leser?)

René Adler, eine neue Ära begann. Möglicherwieseweise.

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WM-Maskottchen 2010

Das WM-Maskottchen für die ©®™€€$$$-Irgendwas im Winter 2010 ist raus:

Es heißt Jakamoto Iza Zakumi. Ein typisch afrikanischer Name, ganz so wie Sami Hyypiä auch ein typisch europäischer Name ist oder Nesat Gülünoglu oder wenn man es wirklich auf die Spitze treiben will: Pierre Littbarski.

Nun, Jakamoto Iza Zakumi also heißt das WM-Maskottchen. „So ist der Afrikaner“, speziell der von der FIFA™ finanzierte.

ZA steht für ZüdAfrika, kumi für die Zahl 10, eine Zahl, die uns, so die Massen wollen, in Sportfreunde-Stiller-weise beim nächsten großen Turnier möglicherweise wieder zum Halse raushängen könnte.

Im südlichen Südafrika — das Pendant zum östlichen Ostwestfalen — soll „kumi“ sogar ungefähr „komm her“ oder „komm her zu mir“ bedeuten oder zumindest so verstanden werden können, was zwei grundverschiedene Dinge sind, uns aber nicht davon abhält, anzunehmen, dass wir vor allem wegen des Geldes kommen sollen, welches wir selbst entweder mit warmer oder mit kalter Hand abdrücken.

Ein Leopard also ist das Maskottchen der WM in Südafrika. Das ergibt wohl mehr Sinn als für einen Löwen das WM-Maskottchen für eine WM in Deutschland zu sein. In Afrika hat man sicher mal den einen oder anderen Leoparden gesehen, einen Löwen ganz bestimmt sogar. In München und oder Deutschland hat man den letzten echten Löwen erst beim Verhandhandlungstermin von Wildmoser Jr. vor dem Amtsgericht München gesehen, als er zu x Jahren Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Andere Löwen, ob nun 1860er oder andere, gibt es in Deutschland eigentlich nicht.

Leoparden hingegen gibt es, wie gesagt, durchaus einige in Südafrika. Davon abgesehen muss man sich schämen, dass Deutschland ein Non-Maskottchen wie Goleo und/oder Pille in die Bildergalerien der Onlinemagazine dieser Welt geschickt hat, während Zakumi tatsächlich Charme besitzt. Noch kein Brüller, der Leopard, aber das muss er auch nicht sein, er muss nur schnell rennen. Vor allem über die Theken der Merchandising-Shops dieser Welt. Könnte gelingen.

(Dass der (Süd-)Afrikaner an sich damit mehr Mut zur eigenen Kultur beweist als der Deutsche ™ an sich, muss man gar nicht verwundert zur Kenntnis nehmen.)

Alles zum Thema Goleo gibt’s hier.

Alles zum Thema Maskottchen gibt’s hier.

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Kerner, you

Löw lässt Kerner auflaufen. Viel mehr darf man gar nicht erwarten. Das war schön. Ansonsten sollte man [hier Anfang des schwarzen Lochs befürchten] aber mehr auch nicht.

3 Klosetore machen noch keine Qualifikation.

Selbst Klinsmann hätte das wohl nicht so gebracht. Löw aber war darin höchst souverän, was man von ihm nicht so erwartet hätte. Aber das, das hatte Stil. Nicht nur wegen Kerner, sondern vor allem wegen Stil. Wo man gute Nacht sagen muss, darf man das auch sagen müssen.

Und ehrlich gesagt: so klar hat ein Bundestrainer selten einen Wurst-Entertainer abblitzen lassen. Wir sagen vorerst: klapp, klapp, klapp. Sehr gut, Herr Löw. Note 1.

(Nachtrag: Und hier ist dann noch das Video vom Interview von Kerner mit Jogi Löw nach dem Spiel Finnland gegen Deutschland.)

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Der Ende keines Zyklus

Frankreich verliert 1:3 in Österreich und wir blättern gar nicht allzu weit zurück, als uns die vorbildlichen Fußballinternate und natürlich die ungleich attraktiveren Aufstiegsmöglichkeiten gerade für Immigranten als mögliche Gründe für die dauerhafte Überlegenheit der Nachbarn im Westen vorgehalten wurden. Jetzt fragen wir uns, ob die Schwäche der Franzosen nicht zum großen Teil daran liegen könnte, dass alles Menschliche in Zyklen abläuft, selbst beim vermeintlich männlichen Fußball.

Wo ist der Internatsvorteil, die tolle technische und taktische Schulung, die frühe Ausrichtung auf den Fußball als Lebensinhalt und wo sind die über den grünen Rasen gelobten noch vorbildlicheren französischen Fußballausbilder, wenn man 1:3 in Österreich, ja, eben nicht einfach verliert, sondern dem Dahinsiechen der letzten Jahre — das erreichte WM-Finale 2006 war wohl nur das Pendant zu Deutschlands WM-Finale 2002 in einer ansonsten grauenhaft anzusehenden Epoche — einen für alle weit sichtbaren Leuchtturm der Einfalls- und Erfolgslosigkeit aufsetzt?

Natürlich könnte keine Auswahl der Welt den Rücktritt von Zinedine Zidane einfach so verschmerzen, und man kann solche mit Fug und Recht als Jahrhunderttalent bezeichneten Größen nun mal auch bei massig Interessenten nicht einfach so aus dem Internat zaubern. Doch genau dieses Ziel verfolgt man doch mit der Züchtung ganzer Heerscharen von Jugendlichen: Ein breites Fundament zu bilden, um die Ausschläge der Tiefs nicht allzu drastisch ausfallen zu lassen. Hier aber: 1:3 in Österreich. Eine einzelne Niederlage machte noch keinen Trend, doch für Frankreich ist es eben genau das schon lange. Es wird nur jetzt gerade besonders augenfällig.

So zeigt sich wieder einmal, zum Glück für uns, aber auch die Betreiber, dass niemand den genauen Weg zum Erfolg kennt. Und der Stein der Weisen wird im Fußball durch so Faktoren wie ständige Evolution des Spiels selbst, der taktischen Mittel, aber auch der Zusammensetzung der Ligen derart raffiniert stetig verändert, dass kein Mensch ahnt, wo er wohl aufzufinden sein könnte, geschweige denn, dass jemand sein Aussehen beschreiben könnte.

In französischen Fußballinternaten befindet er sich derzeit jedenfalls nicht. Wobei auch das morgen schon wieder anders sein könnte, antizyklisch-zyklisch.

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Klose feiert neuen Neuzugang

Beim FC Bayern München haben sie endlich etwas von Aufsichtsratmitglied Boris Becker lernen können: Eine Ballmaschine. Man muss sich das in ungefähr so vorstellen wie beim Tennis. Eine Ballmaschine ist nicht etwa Christoph Metzelder, der die allermeisten ihm zugespielten Bälle wieder an den Gegner zurückspielt, bzw. sie gar nicht erst erobert. Eine Ballmaschine ist tatsächlich eine Maschine, was jetzt wiederum Assoziationen bezüglich Carsten Jancker erweckt, die aber ebenso falsch sind.

Miroskloff Klose arbeitet neuerdings beim FC Bayern mit einer solchen, von Boris Becker empfohlenen, Ballmaschine und damit scheint er sehr zufrieden zu sein, auch wenn angesichts der Privatheit des Bayerntrainings keine Bilder davon existieren:

Zusatzschichten förderten Kloses Sicherheit im Abschluss unter Zuhilfenahme einer Ballmaschine, die den Bayernstar begeistert: „Diese Ballmaschine ist eine Sensation.“

Ob Klose selbst damit auch (wieder) zur Sensation wird, werden wir heute Abend ab 20.45h und — gottseidank — mit und von Günter Netzer und Gerhard Delling erfahren. Und nicht von Oliver Fregatte. Liechtenstein hingegen ist keine Maschine, schon eher ein Stolperstein. Miroskloff Klose.

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Tickets für die WM-Qualifikation (außer Deutschland)

Tickets kauft man hierzulande beim Veranstalter. In anderen Kulturkreisen verfährt man gänzlich anders. In Liechtenstein zum Beispiel gibt es die Karten für das WM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland nicht beim Fußballverband, sondern, na klar, bei der Post [Link zur Liechtensteiner Post leider tot].

Und dass man in Liechtenstein ganz gut mit SchwarzGeld umzugehen weiß, ist ja auch nicht neu. Wenn also die meist eben wegen jenes SchwarzGeldes gut betuchten Nachbarn aus dem Norden anrücken, dann werden, na klar, mal eben die Preise erhöht.

Preise Einzeltickets

alle Spiele (ausser Deutschland) Deutschland
Kategorie 1 50,00 70,00
Kategorie 2 40,00 60,00

Als guter Geschäftsmann muss man sich natürlich fragen, ob überhaupt jemand aus Aserbaidschan anreisen wird, insofern ist man gezwungen, beim Spiel gegen den fußballerischen und zahlenmäßigen Riesen Deutschland zuzuschlagen, um den Verband überhaupt am Leben zu halten. Nur 7000 Zuschauer fasst das Rheinparkstadion in Vaduz, und so wäre ich doch sehr überrascht, wenn hier in Kürze jemand kommentierte, der selbst vor Ort anwesend war — für nur 60 oder 70 Europa-Dollar.

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Wo soll die WM 2010 stattfinden?

Nachdem die Umfrage mit dem Thema, wie groß die Vorfreude ist, doch ganz knapp diejenigen, die unter Entzugserscheinungen leiden, mit 47:45 (klingt fast nach Basketball) vorne sah, gibt es ab heute wieder mehr Auswahl in der Umfrage oben rechts:

Sepp Blatter hat heute angedeutet, dass es drei Länder gebe, die sich innerhalb eines Jahres ausreichend vorbereiten könnten, eine WM durchzuführen. Mit diesen sei bereits Kontakt aufgenommen worden, sie hätten ihr OK signalisiert.

Welches Land wird uns ab in Kürze vom WM-Plakat 2010 aus entgegengrinsen, nachdem man mühsam die Buchstaben S, O, U, T, H, A, F, R, I, C und noch mal A von ihm runtergekratzt haben wird?

Bitte wählen Sie jetzt, die Schaltungen laufen noch bis Ende der Zeit.

Und falls ein ernsthafter Kandidat fehlen sollte — gerne.

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WM 2010: Endlich gegen Italien ausgleichen

Ist eigentlich irgendjemandem klar, dass Italien uns mit seinem Weltmeistertitel bei der WM 2006 in der ewigen WM-Wertung überholt hat? Dass die ersten beiden Titel Italiens, 1934 und 1938, angesichts des damaligen Austragungsprozederes und der Zahl der beteiligten Nationen eigentlich kaum zählen dürften, spielt leider keine Rolle.

Italien vier.

Deutschland drei.

2010 können wir höchstens ausgleichen, bleiben immer noch die Brasilianer mit fünf, was ja bekanntlich ein gewisser Titan mit einem in die nun mal wirklich vollkommen falsche Richtung abgewehrten Ball verschuldet hat (obwohl der ursprüngliche Fehler bei Didi Hamann lag).

2010. Vier zu vier.

Immer noch fast drei Jahre und Mertesacker und Podolski machen Sorgen. Sicher ist nur, dass nichts sicher ist.

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Der Kaiser von China oder Eigentore in Serie

Der Kaiser von China — bin ich.

Lothar Matthäus im „Exklusiv-Interview“ mit Eurosport:

„Ich könnte auch auf englisch oder italienisch mit den Spielern reden.“

Wenn das so ist, kann ich auch Interviews auf Arabisch geben, denn ein „Ich hoffe, wir gewinnen die Meisterschaft“ kann ich auch gerade so noch vom Zettel ablesen, wenn man mir diesen Zettel schriebe.

Hat er immer noch nicht verstanden, dass es genau solche Aktionen sind, die dazu führen, dass ihn keiner will? Jetzt sitzt der Kleingeist in der Ecke und beim ersten Interview schafft er es gerade noch so, den Bayern und auch seinem Intimfeind zu gratulieren, beim zweiten redet er sich dann schon wieder um Kopf und Kragen, wie man es gewohnt ist.

Man hat das Glück gehabt, bei einer Weltmeisterschaft den dritten Platz zu holen. Aber darüber kann man auch diskutieren, ob das als Erfolg zu werten ist. Die Begeisterung war groß in Deutschland, aber als einer der Titelfavoriten zu starten und Dritter bei einer Heim-WM zu werden, das relativiert für mich einiges.

Man erinnert sich gerne an die herausragende Vorstellung, die Ungarn bei diesem Turnier nach dem Durchmarsch durch die WM-Qualifikation gegeben hat. Und auch wenn zugegebenermaßen Ungarn seit Jahrzehnten nicht mehr dasselbe Kaliber hat wie Deutschland, so ist ein 0:2 in den letzten 3 Minuten der Verlängerung vor dem Finaleinzug mit einer Mannschaft, die noch 2 Jahre zuvor kein einziges Turnierspiel gewann, unstrittig ein Erfolg und nur wer gerne andere Leute ansaugt oder eben beleidigt in der Ecke steht, der wird diesen dritten Platz madig machen wollen.

Ich hatte auch ein Gespräch mit Karl-Heinz Rummenigge, aber darüber möchte ich nicht sprechen.

Argh, dann tu es auch nicht! Es ist ja nicht zum Aushalten. Ich wünschte es würde Nacht oder ein D-Zug würde zufällig diesen unerträglichen Seierkopf endlich überfahren (das ist natürlich nicht wörtlich zu nehmen, bevor ich mich hier noch justiziabel mache …).

Was für ein Gefühl es eigentlich sein muss, mit ebenjenem ein Interview zu führen? Man muss doch arg aufpassen, nicht prustend in Lachen auszubrechen, sofern man bei Verstand ist.

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Heute beginnt die WM

Heute beginnt die WM 2010. Im Südpazifik startet das Südpazifikturnier, welches dem Ozeanischen Fußballverband als Vorausscheidung der WM-Qualifikation dient.

War nicht gestern noch WM in Deutschland?

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