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Schlagwort: Borussia Dortmund

Traumnote Willi

Da muss sich SPON aber noch mal etwas einfallen lassen, um seine Wahl zur Elf des Tages nicht dermaßen verfälschbar zu machen. Tobias Willi wurde im Sonntagsspiel des MSV bei Borussia Dortmund in der letzten Minute eingewechselt und setzte so viele Akzente, dass er mit einer glatten 1,0 nach Hause ging. Allerdings war ein einziger Teilnehmer dieser Meinung. Das reichte schon aus, um mit der Durchschnittsnote 1,0 in die Elf des Tages zu rutschen.

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Kleinbürger am Werke: Ganz große Politik

Wie hieß noch der Roman über ein Gruppen-Experiment, den jeder in seiner Schulzeit lesen musste? „Die Welle“? Den einen grünen, den anderen roten T-Shirts geben und fertig sind die Gruppenzwistigkeiten unter Menschen, die nichts anderes unterscheidet, als dass sie einer willkürlichen Zuteilung unterliegen.

Jedenfalls schreibt Reviersport in einem vorzüglichen Bauernstück über diese Dynamik: Borussen grillen nicht in Dortmund.

Ich frage mich bei so viel Kleingeistigkeit manchmal, ob ich nicht die Nische wechseln sollte. Es langweilt so sehr, dieses Köln-Gladbach- und das Köln-Düsseldorf- und das Bremen-Bayern- und ganz besonders das Schalke-Dortmund-Bashing, dass ich mich von nun an nicht mehr dazu äußern werde.

Somit stehen inzwischen drei Themen — nur für die neu Hinzugekommenen — auf meiner Blacklist:

1. Kevin Kuranyi
2. Die Tatsache, dass ich keinen Fernseher habe
3. Die Dortmund-Schalke-“Rivalität“

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Ogungbure, Owomoyela, Osorio

Entschuldigung, was ist bitte an dem Namen „Blasch-zi-kow-ski“ schwieriger für deutsche Zungen und Gehirne des Durchschnittsfans als an den Namen in der Überschrift?

Es dauert zwei bis drei Versuche, bis man den Namen richtig aussprechen kann. Menschen aus dem Ruhrgebiet — schließlich spielt der Mann in Doatmund — sollten mit polnischen Nachnamen ohnehin keine größeren Schwierigkeiten haben, hat doch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mehr als einer ihrer Bekannten einen ebensolchen.

Liegt das Problem darin, dass in der korrekten Schreibweise „szcz“ vorkommt? Dann kann man doch immer noch einfach bis zum dritten Heimspiel warten, wenn der Stadionsprecher den Namen ein paar Mal ausgesprochen haben wird.

Schwaches Bild, aus Bequemlichkeit hier einen Künstlernamen zu verwenden; als Spitznamen gerne, der Spieler sollte aber weiterhin heißen, wie er wirklich heißt.

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Die Zombies haben Ausgang

Hans-Peter Lehnhoff schoss im Testspiel von Bayer Leverkusen gegen den Kreisligisten VfL Altendiez beim 15:1 zwei Tore.

Hans-Peter Lehnhoff? Der Mann ist 44 Jahre alt. Gut, Bernd Dreher ist dritter Torwart bei Bayern und auch nicht viel jünger, aber er steht im Tor. Was war da los? Der kicker schreibt davon, dass Hans-Peter Lehnhoff für diese eine Partie reaktiviert wurde. Man erinnert sich noch, wie Harald Schumacher 1996 im letzten Spiel der Saison, damals Torwarttrainer bei Borussia Dortmund, eingewechselt wurde, als die Meisterschaft schon feststand und Schumacher so einen weiteren Titel als Aktiver seinem Briefbogen hinzufügen konnte. Man weiß auch, dass Romário noch aktiv ist (oder bis vor Kurzem war) und dass in England Teddy Sheringham im Alter von 42 Jahren demnächst gegen seinen Sohn spielen könnte, in einem Profifußballspiel, nicht daheim im Garten.

Welchen Zweck die Reaktivierung eines Mannes im hohen Alter von 44 Jahren für genau ein Testspiel verfolgen soll, erschließt sich meiner Phantasie allerdings nicht. Wahrscheinlich ging es einfach darum, dass der alte Sack mal wieder Lust verspürte, das runde Ding ins Netz zu jagen. Sich dafür ausgerechnet einen armen Kreisligisten auszusuchen spricht aber nicht gerade von Sportsgeist. Trotzdem begrüße ich die Reaktivierung Lehnhoffs, im Boxen boxen schließlich auch ständig noch Opas gegeneinander und Profigolf kann man scheinbar bis ans Lebensende spielen.

Als ersten wünschte ich mir Otto Rehhagel wieder auf dem Feld, dann gerne auch den jungen Ernst Happel (okay, das wird schwierig), ich möchte sehen, ob Uwe Seeler tatsächlich so viel besser Fußball spielte als er denken kann und dann gäbe es noch einen ganz großen Wunsch: Paul Breitner, die allwissende Müllhalde, sollte endlich wieder die Stutzen runterlassen und zehn Elfmeter in einer Saison verwandeln, keinen einzigen Kopfball spielen und später dann von sich selbst interviewt werden, warum er so Scheiße gespielt hat und sich von sich selbst erklären lassen, was er alles falsch gemacht hat. Herrlich.

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DFL Togo

Folgende Austragungsorte wurden für den ersten Spieltag der kommenden Saison festgelegt:

VfB Stuttgart — FC Schalke 04 in Nowosibirsk
VfL Bochum — Werder Bremen in Katmandu
Bayer Leverkusen — Energie Cottbus in Reykjavik
1. FC Nürnberg — Karlsruher SC in Princetown
Eintracht Frankfurt — Hertha BSC in Daressalam
Borussia Dortmund — MSV Duisburg in Anchorage
Hannover 96 — Hamburger SV in Valparaiso
VfL Wolfsburg — Arminia Bielefeld in Nha Trang Cam Ranh
Bayern München — Hansa Rostock in Lomé

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Dem Derwall zu alt

Was man so findet, wenn man versucht, die Techniken des nolookpass zu imitieren: Ein Fanzine namens „jawattdenn“, das RWE gewidmet ist. Im Interview mit diesem „jawattdenn“ [Link leider tot.] spricht „Manni“ Burgsmüller auch über den gestern verstorbenen „Jupp“ Derwall. „Icke“ Häßler und „Andi“ Möller wurden nicht gefragt, sie waren zu jung. „Hansi“ Flick und „Wiggerl“ Kögl waren auch zu jung. „Sepp“ Maier und „Toni“ Schumacher wurden nicht gefragt, man hatte sie einfach fortgejagt. „Manni“ Burgsmüller, nicht „Manni“ Breuckmann, jedenfalls spricht so:

Burgsmüller: Genau die Position habe ich früher auch gespielt. Allerdings fehlte den Trainern damals die Weitsicht, so etwas zu erkennen, weil es diese Position im taktischen System gar nicht gab, einen Spieler, der hinter den Spitzen agierte. Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum ich nur drei Mal in die Nationalmannschaft berufen wurde. Schön und Derwall haben nicht die taktische Möglichkeit gesehen, die ich hätte spielen können. Ich wurde doch nur zur Nationalmannschaft eingeladen, weil ich bei Borussia Dortmund die meisten Tore erzielt hatte.

Jawattdenn.de: Glauben Sie nicht, dass sie dem Derwall als damals über Dreißigjähriger schlichtweg zu alt waren?

Dafür, dass er Tacheles redet und nicht die Vergangenheit verbrämt, ist Burgsmüller ja bekannt, wie schön, dass er auch in diesem Interview allen Nostalgikern und sonstigen Gestrigen die Leviten liest:

„Netzer oder Overath standen ungedeckt irgendwo im Mittelfeld und konnten seelenruhig überlegen, zu wem sie denn einen genialen Pass spielen können. Bekommt heute einer im Mittelfeld den Ball, wird er sofort von zwei, drei Leuten attackiert. Da spielt die ganze Mannschaft gegen den Ball und nicht gegen einzelne Gegner. So was gab es früher nicht. Und wenn Netzer oder Overath was anderes behaupteten, dann müsste ich sagen, sie sehen die Sache falsch.“

Wäre Burgsmüller nicht schon bei Hacheney, ich würde ihn glatt als Anti-Vergangenheits-Verbrämungs-Experten für diese Seite verpflichten.

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Meister in einem anderen Land

Jeder weiß, dass es eine Mannschaft außerhalb Deutschlands gibt, die schon mal Deutscher Meister war: Nein, ich rede nicht von Bayern München, der Hauptstadt des Freistaats Bayern. Es ist Rapid Wien und das Ganze geschah 1941. Nicht ganz zufällig übrigens wurde das Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft in diesem Jahr auf den 22. Juni 1941 gelegt. Wer mit der Bezeichnung „Barbarossa“ etwas anfangen kann, kann sich denken, dass ein Fußball-Endspiel, das die ganze Nation in Atem hält, ein guter Zeitpunkt ist, um ein anderes, ziemlich großes Land zu überfallen und damit zumindest im eigenen Land so wenig Aufsehen wie möglich zu erregen.

Allerdings gibt es hier mitten unter uns, im Jetzt und Heute, im mehr oder weniger zivilisierten Europa der Nachkriegszeit einen vergleichbaren Fall, ohne dass ein Land einverleibt oder besetzt worden wäre. Wer kann das sein, wo konnte ein Club eine nationale Liga eines anderen Landes gewinnen und das auch noch vollkommen legitim, rechtsstaatlich abgesichert und auch so gewollt?

Die Antwort ist einfach. Und bitte nun von Euch in den Kommentaren zu hinterlassen.

Nein, dieses Team meine ich nicht, ich rede von Europa.

Übrigens verlor damals ein gewisser FC Schalke 04 das Endspiel gegen Rapid Wien. Allerdings dürfte das angesichts der sechs Titel, die Schalke innert neun Jahren gewann, nicht ganz so schmerzhaft gewesen sein wie 2007 ein „Finale“ gegen Borussia Dortmund zu verlieren.

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BVB-Jubiläumstrikot

Schwatzgelb.de sucht Vorschläge für das Jubiläumstrikot des BVB, der in Kürze 100 Jahre alt wird. Hier mein Vorschlag mit nur dezentem Logo, wie ich es mag:

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Vielleicht gewinne ich ja was.

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Zahl der Woche – Folge XII

Roberto Carlos verlässt Real Madrid und wechselt zu Fenerbahce Istanbul. Elf Jahre war er bei Real Madrid und für mich völlig überraschend gewannen er und Real Madrid in dieser Zeit lediglich drei Meistertitel. Somit ist Real vielleicht doch nicht der 1. FC Köln des Ostens, sondern eher die Borussia Dortmund des Südens, um im Bild zu bleiben.

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Unser größter Feind ist die Langeweile

1956 Real Madrid
1957 Real Madrid
1958 Real Madrid
1959 Real Madrid
1960 Real Madrid
1961 Benfica Lissabon
1962 Benfica Lissabon
1963 AC Mailand
1964 Inter Mailand
1965 Inter Mailand
1966 Real Madrid
1967 Celtic Glasgow
1968 Manchester United
1969 AC Mailand
1970 Feyenoord Rotterdam
1971 Ajax Amsterdam
1972 Ajax Amsterdam
1973 Ajax Amsterdam
1974 Bayern München
1975 Bayern München
1976 Bayern München
1977 FC Liverpool
1978 FC Liverpool
1979 Nottingham Forest
1980 Nottingham Forest
1981 FC Liverpool
1982 Aston Villa
1983 Hamburger SV
1984 FC Liverpool
1985 Juventus
1986 Steaua Bukarest
1987 FC Porto
1988 PSV Eindhoven
1989 AC Mailand
1990 AC Mailand
1991 Roter Stern Belgrad
1992 FC Barcelona
1993 Olympique Marseille
1994 AC Mailand
1995 Ajax Amsterdam
1996 Juventus
1997 Borussia Dortmund
1998 Real Madrid
1999 Manchester United
2000 Real Madrid
2001 Bayern München
2002 Real Madrid
2003 AC Mailand
2004 FC Porto
2005 FC Liverpool
2006 FC Barcelona
2007 AC Milan

Schaue ich mir die Siegerliste an, sehe ich nur wenige Außenseiter, die die Phalanx der immer gleichen Gewinner durchbrechen:

Steaua Bukarest, Roter Stern Belgrad, Nottingham Forest und Borussia Dortmund; mit Abstrichen vielleicht noch den Hamburger SV und Aston Villa. Ansonsten wurde der Europapokal der Landesmeister nur von Teams gewonnen, die auch heute noch zu den ganz Großen, zumindest ihres Landes, zählen. Gibt es also so wenig Durchlässigkeit auf dem Weg nach ganz oben, dass sich in jetzt mehr als 50 Jahren dort oben nie ein zuvor mal klein gewesener Club durchsetzen konnte? Anscheinend schon. Das lässt nicht gerade hoffen für kommende Europapokal- aber auch Landesmeisterschaftsaisons.

Klar, als das Kind tatsächlich noch ein Europapokal der Landesmeister war, konnte zwangsläufig nur ein in seinem Land großer Klub überhaupt mehrfach in diesem Wettbewerb antreten. Dass es aber schon damals nie einer aus Schweden, Irland, Griechenland oder Ungarn geschafft hat, betrübt uns schwer und wir versinken in Gram ob der immer geringer werdenden Wahrscheinlichkeit, dass es dereinst mal so sein wird. In einem sich selbst erhaltenden System, in dem nicht nur die Sieger, sondern alle Teilnehmer mit Geld überschüttet werden, während andere sich durch x Qualifikationsrunden quälen müssen, das sportliche Risiko minimiert durch zähe Gruppenphasen, wird dem im Fußball netten Bekannten Zufall der Garaus gemacht.

Doch Abhilfe ist nicht weit: Wem wirklich langweilig ist, der verfolge den UEFA-Cup.

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Die wahre Tabelle

Ich habe hier mal nach allen verfügbaren Daten und Möglichkeiten die wahre Tabelle ausgerechnet. Ihr wißt schon, das, was es seit Jahren auf der www.blutgraetsche.de (R. I . P.) gab und was die Leute witzig finden, die sich nicht damit abfinden können, ein Spiel wegen einer – vermeintlichen – Fehlentscheidung verloren zu haben.

Wer sind denn die Leute, die entscheiden, was der Schiedsrichter nun angeblich falsch entschieden haben soll? Ausgebildete Profischiedsrichter aus Ländern, in denen es Profischiedsrichter im Fußball überhaupt gibt? Oder doch vielleicht nur kleine Schreiberwürste, denen nicht mal alle Regeln klar sind (man denke nur an dieses Ereignis)? Und denen soll ich mehr vertrauen als meinen eigenen, bescheidenen, nichtsdestotrotz aber vorhandenen Regelkenntnissen, vor allem aber mehr als den Schiedsrichtern, die 20 oder weniger Meter vom Ort des Geschehens entfernt waren? Warum sollte ich?

Hier also endlich die wahre Tabelle nach der Saison 2006/2007:

Mannschaft DFB Trainer Baade
1 VfB Stuttgart 70 70
2 FC Schalke 04 68 68
3 Werder Bremen 66 66
4 FC Bayern München 60 60
5 Bayer Leverkusen 51 51
6 1. FC Nürnberg 48 48
7 Hamburger SV 45 45
8 VfL Bochum 45 45
9 Borussia Dortmund 44 44
10 Hannover 96 44 44
11 Arminia Bielefeld 42 42
12 Hertha BSC Berlin 42 42
13 Energie Cottbus 41 41
14 Eintracht Frankfurt 40 40
15 VfL Wolfsburg 37 37
16 Alemannia Aachen 34 34
17 FSV Mainz 05 34 34
18 Borussia Mönchengladbach 26 26

Viel Spaß beim Studieren der Unterschiede zwischen meiner Wertung und der Wertung der DFL.

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Wir sammeln Fanschals

Der Schröder Gerd, erst war er — natürlich — Fan von Hannover 96, landespolitikbedingt, dann war er Fan von Borussia Dortmund, evtl. trotz des ähnlich wie in auf Schalke in Dortmund nur noch dahinsiechenden Arbeitermythos und der Sache mit der SPD, in der er schon immer der wenig sozialdemokratischen Politik verdächtig war, dann war es Energie Cottbus. Die da drüben entschieden schließlich die Wahl 2002 zu seinen Gunsten, da darf es als Dankeschön auch mal ein Fanschal für 9,95 Euro und ein während der Kanzlerschaft so kostbarer freier Nachmittag im Stadion sein.

Durchaus kann man mehrere Vereine haben, denen man sein Sympathien schenkt, aber Fan Sein, das weiß jeder, kann man nur von einem Verein. Jedenfalls so lange, wie man glaubwürdig sein will. Die ganz harte Linie sagt ja sogar, dass man diesen Verein ein Leben lang nicht wechselt. Härtefällen wie Fans vom KFC Uerdingen, Wormatia Worms oder Hessen Kassel wird da vielleicht eher mal ein Wechsel noch zu Lebzeiten verziehen, Fans von langfristig in der Bundesliga spielenden Vereinen jedenfalls nicht, auch wenn das Abschwören groß in Mode gekommen ist. Abschwören bedeutet jedoch nicht, mit dem Herzen zu einem anderen Verein zu wechseln.

Weil Schröder aber offensichtlich nicht weiß, dass man weder den Verein wechseln noch überhaupt Fan von mehreren Klubs sein kann, sammelt er weiter Klubs, als deren Fan er sich ausgeben kann, und ist mittlerweile schon bei deren vier angelangt:

„In Petersburg übte sich derweil Gerhard Schröder als Zenit-Fan.“

Ein Schelm, wer denkt, dass es diesmal keine fußballfremde Motivation für die zur Schau getragene „Liebe“ gäbe.

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