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Schlagwort: Lukas Podolski

Live aus der Bayern-Kabine

In anderen Sportarten ist es Usus, im Fußball verpöhnt: der Zugang zur Kabine für die Inhalteschaffenden. Das soll auch so bleiben. Wir haben uns in bewährter Hape-Kerkeling-Manier dennoch Zugang zur Kabine des FC Bayern verschafft, kurz vor Anpfiff der Partie in Hamburg. Wir müssen sagen: Viel ist hier nicht los. Die ganze Mannschaft starrt gebannt auf dieses runde Etwas, das gleich entscheiden wird, welche Farbe Franck Ribérys Schuhe heute haben sollen.

[Link leider tot]

Jürgen Klinsmann faselt was von „und schon gar nicht von Polen in schwarz“, während Lukas Podolski, der schelme Jeck, das Rad manipuliert hat, so dass es auf jeden Fall bei „bankrott“ stehen bleiben wird. Woraufhin sich die Blicke vom Rad abwenden werden und die Entscheidungsgewalt über die Farbe der Schuhe von diesem Rad zu Uli Hoeneß‘ Gesichtsfarbe übergehen wird. Womit die Farbe klar wäre.

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So wird das nix mit den 10 Millionen

Wir hatten letztens gesehen, dass der 1. FC Köln schon mit dem Poldi-Fan-T-Shirt-Verkauf begann, als die Tinte unter Podolskis neuem Vertrag noch gar nicht trocken war. Da muss jeder Euro aus dem Fan gequetscht werden, der sich nur quetschen lässt. Dass die zum Verkauf feilgebotenen T-Shirts eigentlich gegen die Genfer Designkonvention verstoßen, wurde dabei auch festgestellt. Das hält Spendenwillige aber nicht davon ab, tatsächlich auch T-Shirts zu bestellen. Nur leider ist man beim 1. FC Köln mit dem Lesen der Bestellung und dem richtigen Einpacken ein wenig überfordert, wie dieser wahnwitzige Käufer Zurücksender von Poldi-T-Shirts zu berichten weiß.

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The Refinanzierung is open

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„Mannschaftsgefüge“? Sagte da jemand „Probleme im Mannschaftsgefüge“?

Screenshot der Startseite des 1. FC Köln

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It wasn’t a classic

Es ist ja nicht erst seit gestern so, dass solche Freundschaftsspiele irgendwann zwischen den Jahren und ohne den Anreiz, um Punkte oder Trophäen zu sein, fast immer Prototypen sind, die ohnehin nie dazu gedacht waren, in Serie zu gehen.

Selten allerdings war der Impuls so groß wie gestern, sich das spannungsfreie und humorlose Spiel nicht bis zum Ende anzuschauen und stattdessen etwas wirklich Unterhaltendes zu tun, wie die Fenster zu putzen oder noch am Abend den Zahnarzt rauszuklingeln, ob er nicht Lust hätte, hier oder da mal ein bisschen zu bohren. Gebohrt wurde auch im deutschen Spiel, gar der Nerv getroffen, jedoch jener Geschmacksnerv, der Fußball für ein ansehnliches, interessantes und dramatisches Spiel hält und dem Genüge tragende Handlungsweisen auf dem Spielfeld erwartet.

Die Fünf Weisen des Sportbeobachtens hatten schon am Morgen gewarnt, sich besser mit Ausweichkost zu versorgen. Die wäre nötig gewesen, allein, als eigentlicher Anhänger der DFB-Elf steht die Option, nicht zu schauen, nicht zur Verfügung. Man hätte gewarnt sein dürfen, dass im Spiel nicht allzuviel Kreativität folgen würde, als schon vor dem Anpfiff ein nie zuvor gehörter Song bei einem Fußballspiel kredenzt wurde: „You‘ll never walk alone“.

Philipp Lahm walkte aber alone irgendwo, nur nicht auf dem Platz. Das war schlecht fürs deutsche Spiel, weil Compper so beeindruckt davon war, dass er jetzt Nationalspieler ist („100.000-Euro-Mann“), dass er vergaß, mitzuspielen. Und weil Friedrich sich erinnerte, dass er schon vor Klinsmanns Zeiten mal Nationalspieler war und eine kleine Querpassreminiszenz an selige Völlerzeiten zelebrierte.

Podolskis Rolle als Edelreservist scheint sich inzwischen auch bei der Nationalelf herumgesprochen zu haben. Da revanchierte sich der spät eingewechselte Podolski mit einer Leistung, wie er sie auch im roten Bayern-Höschen nicht schlechter hinbekommen hätte. Und scheint nicht in der Lage zu sein, dem an ihm vorbeiziehenden P“ä“trick Helmes Paroli zu bieten.

Bei René Adler stellte sich der Effekt ein, den man gemeinhin „Vorführeffekt“ nennt: Da bleibt man zwei Jahre lang ohne größeren Bock, aber genau dann, wenn wirklich alle zugucken, 75.000 im Stadion und auch der Rest der fußballinteressierten Welt — immerhin der Weltmeister von 1966 gegen den dreifachen Weltmeister — will die Wiederholung des Kunststücks „fehlerlose Leistung“ einfach nicht gelingen.

Testspiele ohne Erinnerungswert: Sogar Michel Platini hatte bereits vor Anpfiff in den Amnesiemodus geschaltet, behauptete er doch steif und fest, das letzte Spiel der Deutschen, welches er gesehen habe, sei das Spiel um Platz 3 bei der WM gewesen. Da fragt man sich, ob die EM 2008 noch gar nicht stattgefunden hat. Und falls doch, wer dieses teuflisch nach Platini aussehende Double war, das den EM-Pokal überreichte.

„Taktikfuchs Capello“. Man hört läuten, dass Capello plant, Kahn wegen dieser Betitelung zu verklagen. Capello sieht in der Bezeichnung eine „unzulässige Gleichmacherei“ mittels eines Attributes, das eigentlich jedem Trainer gebührt, dessen Herz noch schlägt. Mehr als das, die Worte „Taktikfuchs“ und „Erfahrung“, davon allerdings reichlich, fiel unserem gebührenfinanzierten Experten Kahn zu Capello nicht ein. Tagsüber hatte er keine Zeit gehabt, sich auf seine abendliche Tätigkeit in irgendeiner Form vorzubereiten, weil er gerade an einem neuen Ssachbuch schreibt. Es bleibt dabei: Nur weil er unfallfrei sprechen kann (sieht man von kleineren grammatikalischen Holperern und seinem ständigen „Du“, wenn er „man“ meint, ab), bedeutet das noch lange nicht, dass er seinen Job zufriedenstellend ausfüllt. Ein bisschen mehr Inhalt, ein bisschen mehr Präzision, ein bisschen mehr überhaupt irgendetwas an Information. Wirklich, nur ein bisschen mehr („aber sprich nur ein Wort“), so würde meine Experten-Zuhörer-Seele gesund. Selbst am sprichwörtlichen Elfmeter mit Adlers Fehler, der zum 0:1 führte, ging er vorüber. Motto: „Wenn Du als Torwart rausgehst, musst du ihn haben.“ Ach?

Und: Ja, da darf man sich gerne ein bisschen in den Arsch beißen, wenn man als Zuschauer für so ein Spiel 80 Euro Eintritt bezahlt hat; auch wenn das In-den-Arsch-Beißen schwerfällt in einem reinen Sitzplatzstadion.

So wie überhaupt alles, was mit Fußball zu tun hat, im Berliner Olympiastadion schwer fällt: Jens Lehmann wird froh sein, dass man ihm nicht ein solch vergiftetes Geschenk zum Abschied gemacht hat; gegenüber Adi Katzenmeier war das jedoch eine Unverfrorenheit.

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Podolski kann gehen

Na endlich, entfährt es jedem, der die Leiden des jungen P. in den letzten zweieinhalb Jahren mitansehen musste.

Sogar zum Januar schon kann er gehen. Ich hoffe, er bleibt in Deutschland und begibt sich nicht hildebrand-esk zu Vereinen, deren Trainerwechsel, die allzu häufig auch mit einem Personalwechsel einhergehen, irgendwas muss der neue ja schließlich ändern, wofür hat man ihn sonst geholt, unvohersehbar sind und ebensolche Folgen für seine weitere Karriere haben könnten.

Eigentlich kann es, glaubt man dem Geheule von P. während all der heimatfernen Monate, nur ein Ziel geben: zurück zum FC Köln. Ob das sportlich so sinnvoll ist und ob er wirklich so verliebt in Köln ist oder ob das ganze nur eine schöne Inszenierung ist, dazu liest man Interessantes in der Rainer’schen Post [Link leider tot].

Zurück beim FC Köln wäre dann auch endlich Schluss mit diesem lächerlichen Jubel-Verweigern, das hier auch schon viel zu oft Thema werden musste.

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Die Mutter aller Pussies

Ähm, ja, nicht, was Ihr jetzt denkt.

Es geht hier um das Verhalten von Prinz Pussy nach seinen Toren gegen Polen, Colonia Claudia Ara Agrippinensium und demnächst eben gegen die Bayern. Bekanntlich hat P“ä“trick Helmes Selbiges vor der Partie gegen seinen alten Club angekündigt, kam dann aber nicht dazu, das auch umzusetzen, weil er kein Tor erzielte, das er hätte bejubeln können. Somit hat er dann seine Ankündigung doch umgesetzt, aber eben anders: Jubeln, nein. Tore schießen aber auch nein und deshalb ohnehin kein Jubel.

Wer das alles aber viel besser kann als unsere kleinen Lukasse und P“ä“tricke, die da doch auch eher ein schlecht beratenes Bild abgeben, das ist einer der ganz Großen der Serie A. Gabriel Batistuta.

Prokrastinations-Produkt Wikipedia weiß zu berichten:

Gabriel Batistuta war dem AC Florenz sehr verbunden, wechselte dennoch im Jahr 2000 zum AS Rom. Er wandte sich an die Fans der Fiorentina mit dem Abschlußsatz Für immer Viola-Fan. In Anspielung an die violetten Vereinsfarben des AC Florenz. Vor seinem ersten Ligaspiel gegen seinen alten Verein versprach Batistuta, nicht zu jubeln, falls er ein Tor erzielen würde. Als er dann aus 25 Metern das entscheidende Tor für die Roma erzielte, brach er in Tränen aus.

Süß, und irgendwie auch ein bisschen sehr argentinisch, wenn es denn überhaupt stimmt.

Nichtsdestotrotz: Wie billig und leicht zu haben so ein simples Schweigen plötzlich wirkt.

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Bonmots aus dem Radio

Jaja, schon gut, es ist bekanntermaßen schwierig, wie im Radio nun mal nötig, unablässlich zu salbadern und dabei nicht dann und wann mal einen Versprecher oder Verdreher dabei zu haben. Das Folgende wird demgemäß auch nicht mit Häme, sondern mit gewisser, nennen wir es Sympathie präsentiert: Sabine Töpperwien zu den Ausschreitungen zwischen Gladbach- und Kölnfans:

„Es hatte hier vor dem Spiel Randale gegeben zwischen, naja, so genannten Sympathieträgern der beiden Vereine.“

Wunderbar: Vor meinem geistigen Auge entwickelt sich eine handfeste Prügelei zwischen Günter Netzer, Allan Simonsen und Terrier Vogts auf der einen sowie Lukas Podolski, Wolfgang Overath und Christoph Daum auf der anderen Seite. Hennes Weisweiler kann sich nicht so recht entscheiden, für welche Seite er in den Ring steigen soll, und lässt es deshalb gleich ganz sein. Wir halten Sie auf dem Laufenden, wer diesen heißen Kampf der Sympathieträger für sich entscheidet.

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Die 3:3-Woche: Endlich wieder Fleisch

Hatte da irgendjemand über Fußballmüdigkeit geklagt oder darüber, dass der Fußball vorhersehbar sei wie des Dummschwätzers Gabe, sich innerhalb eines Satzes zu widersprechen, obwohl er gar keine sinnvolle Aussage tätigt, der war getäuscht.

Vermeintlich Kleine gibt es im Länderfußball noch. Man erkennt sie daran, dass Berti Vogts bei ihnen Nationaltrainer ist oder daran, dass die Zeitungen genüsslich die Hauptberufe der jeweiligen Amateurspieler auflisten. Busfahrer ist dabei immer ganz beliebt, Lagerist, manchmal auch (Sport-)Lehrer oder natürlich Student, meist für Sport auf Lehramt. Andere Kleine gibt es hingegen kaum noch, zumindest gehört Finnland schon länger nicht mehr dazu. Wer will denn da übersehen haben, dass die Premier League dem übrigen Fußball weit enteilt zu sein scheint? Und wer will denn da übersehen haben, dass sich der Kader der Finnen hauptsächlich aus Spielern aus mittelgroßen Vereinen rekrutiert, so wie es die Vereine von Serdar Taşçı, Robert Enke oder Simon Rolfes eben auch sind? Dass Finnland zuletzt in einer starken Gruppe mit Polen, Portugal und Serbien nur um drei Punkte an der EM-Qualifikation scheiterte?

3:3 also gegen Finnland, wohl in der Entstehung, nicht aber im Endresultat überraschend: auswärts ein Remis gegen den zweiten Mitkonkurrenten um den Gruppensieg. Und nach dem Spielverlauf sicher ein Punktgewinn. Ein Gewinn vor allem im Punkte Unterhaltung. Nämlich für jene Public-Viewing-Zuschauer, denen es nichts ausmachte, ohne Event-Fans mehr oder weniger alleine vor den nirgends aufgebauten Leinwänden bei frühherbstlich kaltem Wetter und ebenso kaltem Bier auszuharren, welches man ohne die langen Schlangen, die man zu Turnieren bewältigen muss, erworben hatte, mit dem — tatsächlich fachkundigen — Nebenmann, der allerdings erst in weiter Ferne erspäht werden konnte, sich Fachsimpeleien zuschreiend. Niemand stand im Bild und niemand hatte Wurst-Ketchup-Senf aufgetragen. Es waren ja ohnehin nur zwei Leute da, freie Sicht also für jedermann. Kein Gewinner hingegen an den Mikrofonen der Überträgern: Oliver Kahn verliert sich in inhaltsleeren Banalitäten, dass man befürchten muss, er möchte den Dummschwätzer in seiner Eigenschaft als solchen beerben. Wobei Oliver Kahn, wenn er inhaltlich nichts sagt, sich auch nicht widersprechen kann, womit er dem Dummwschwätzer etwas voraus hat. Was sein Hülsenfeuerwerk aber nicht weniger überflüssig macht: Es ersteht der Eindruck, dass Kahns Kiefer einfach zu groß ist, um auch noch das Hirn mit Blut zu versorgen.

3:3 auch in Dortmund und jetzt rufen sie alle wieder nach dem Videobeweis oder nach anderen, besseren Pfeifen an ebenjenen, auf dass solche Ungerechtigkeiten nicht und in dieser Lebensspanne schon gar nicht mehr zu bedauern seien. Dabei übersehen sie gerne, dass das Spektakel (respektive Skandal) gar kein solches wäre, wenn es diese Fehler nicht gäbe. Natürlich will kein Beteiligter, dass in jedem Spiel ein gewisser, sicherer Prozentsatz an Fehlentscheidungen getätigt wird, nur damit Unterhaltung herrscht. Der Wunsch nach Fairness scheint dem Menschen immanent zu sein. Zumindest so lange, wie kein eigener Vorteil möglich ist. Fraglich, in welchem Kleiderschrank all diese Geiferer Fräulein Smillas Gespür für Fehlentscheidungen eingesperrt halten, wenn sie selbst dann tatsächlich mal von Fehlentscheidungen anderer profitieren. Wer klinisch saubere Entscheidungen möchte, soll in den OP-Saal gehen, wo die Fehlerquote etwas besser, aber immer noch nicht perfekt ist. Ein Zustand, auf dessen Erreichen wir so lange warten können wie darauf, dass Schalke mal 90 Minuten lang attraktiven und erfolgreichen Fußball spielt.

3:3 auch in Hamburg, wenn man mit einrechnet, dass Leverkusen nur 334 Stunden und 10 Minuten zur Regeneration hatte und Hamburg derer 334 und 14 Minuten, war doch die letzte Partie der Hamburger vor ungefähr zwei Wochen früher als die der Leverkusener beendet worden — ein klarer Wettbewerbsnachteil, der unter Berücksichtigung all der „hättes“ und „wäres“, die Fußballschauer an dieser Stelle gerne einfügen, punktgenau zu einem weiteren Tor für Leverkusen geführt hätte. Da wir hier aber ohne wenns und abers schreiben: 3:2 also in Hamburg und der HSV scheint sich daran zu gewöhnen, von jetzt ab dem Gegner „zwei vor“ zu geben, damit die Zuschauer etwas für ihr Geld bekommen und die Mannschaft ab der 60. Minute spielen muss wie Norwegen in den 1990ern („Spielen immer so, als stünde es 0:1 in der 90. Minute“). Das wird man vor allem in Gladbach und vor allem für das Auswärtsspiel in Hamburg gerne hören, wobei man bei jenen eher auf „drei bis vier vor“ hoffen sollte. Diese seltsame Maßnahme der Hamburger mag aber auch nur dem niederländischen Trainer geschuldet sein, dem man den Aufenthalt an der Alster so heimelig wie möglich gestalten will. Um erst gar kein Heimweh aufkommen zu lassen, spielt man ebenso offen und mit vielen Gegen- und Toren wie der neue Trainer es seit Jahr und Tag aus der Eredivisie kennt, wo ein 5:3 oder ein 8:1 eher die Regel als die Ausnahme sind. Was Uwe Seeler zu der neuen Spielweise des HSV sagt, war leider nicht zu verstehen, geistig, Günter Netzer hingegen sieht den HSV schon auf dem Weg zum Titel (FOTO-Zeitung) bzw. eben nicht (alle übrigen Zeitungen). Diese „der Gegner hat zwei vor“-Methode wird sich nämlich noch rächen, spätestens dann, wenn man es erst kurz vor Schluss schafft, 0:2 hintenzuliegen und die Zeit zu knapp wird, den Rückstand noch aufzuholen.

Bliebe noch Prinz Pussy zu erwähnen, der jedes Mal anfängt zu weinen, wenn er ein Tor gegen die Ex-Seinen erzielt. Für ihn ist zu hoffen, dass er nicht mehr allzu oft in seinem Leben den Verein wechselt, sonst geht das Gewinsel inklusive Exculpation bei allen weiteren in Europa verstreuten Patenkindern und ehemaligen Nachbarn, Zeitungszustellern und Kinderärzten noch bei jedem zweiten Spieltag los. Das wäre dann eher mimosig, und somit wenig fleischig.

Ansonsten war’s aber ganz gut durch, diesmal.

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Unaus

Kevin Kuranyi (Schalke 04/ab 76.): Kam für Podolski und fiel nicht weiter negativ auf.

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Fan-Interviews

Während man bei Spielerinterviews schon im Schlaf die ewig gleiche Leier mitlaufen lässt — die eben das tut, was Leiern für gewöhnlich tun — sind Fan-Interviews immer noch für Überraschungen, wenn nicht gar ganz große Erkenntnisse gut:

„Der Sieger hat gewonnen.“

So gerade ein italienischer Fan in irgendeiner blökenden Masse im Interview mit einer Frau, die später gar das Glück hatte, von Kerner nicht herablassend verarscht zu werden, offensichtlich keine Kabelträgerin oder Praktikantin. Zurück zum Zitat:

Podolski ist entthront.

Die schlechte Nachricht: Spielerinterviews werden dennoch ab sofort genauso wenig eingestellt wie Schalten zu blökenden Massen.

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Und immer diese hohen Managergehälter (bei geringer Leistung)

Zeit-Management, keine Ahnung, ob das auch zu Olli Bierhoffs Aufgabengebiet gehört, wenn er nicht gerade Seminare im Uhrenzusammenbauen oder vorläufige-Kader-Verkündungs-Zelebrierungen auf der Zugspitze organisieren muss. Wäre aber schön, schließlich ist ein Manager gemeinhin dazu da, zu managen. Das mit dem Zeitmanagement hat er aber noch nicht so wirklich heraus, vor allem — Skandal für einen Manager — setzt er gerade dabei die falschen Prioritäten.

„Um Standardsituationen zu trainieren, fehlte bislang die Zeit.“

So wird Jogi Löw irgendwo zitiert und man darf anfügen: Kein Wunder, wenn man dauernd mit der Familie rumhängen darf, Basketball spielt oder ansonsten unmotiviert freie Nachmittage ausschenkt.

Bei der WM 2006 hatten — damals noch — Jürgens Jungs schon keine Zeit gehabt, Standardsituationen zu üben, angeblich, weil die taktischen Defizite so groß waren. Das mag damals gestimmt haben, wenn man sich Metzelder und Podolski anschaut, mag das auch heute noch stimmen. Dennoch halte ich mal abends ne halbe Stunde Freistoß- oder Eckstoßvarianten üben, zumindest mal besprechen, für keinen so arg schlechten Grund, die Playstation, die Freundin oder die Skatkarten (Skat? Klingt ein bisschen nach 1982, dabei war Mertesacker da noch gar nicht geboren.) wegzulegen und sich auf die eigentliche Aufgabe vorzubereiten. Aber nun gut, so ein freier Nachmittag, das ist ja speziell für die Herren Lehmann, Podolski, Metzelder, aber auch Schweinsteiger und Frings oder Odonkor etwas total Neues in dieser Saison und so ist ein solcher nun mal wichtiger als eine erfolgreiche Standardsituation beim „großen gemeinsamen Ziel“.

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Podolski ist und bleibt der Alte (Schelm?)

[…] WELT ONLINE: Und Vater eines Kindes. Was hat sich mit der Geburt ihres Sohnes verändert?

Podolski: Wir sind jetzt zu dritt.

Pause.

Bitte vor Konsum meiner Worte erst noch mal lesen:

[…] WELT ONLINE: Und Vater eines Kindes. Was hat sich mit der Geburt ihres Sohnes verändert?

Podolski: Wir sind jetzt zu dritt.

Das ist — wie mir ja schon des Öfteren unterstellt wurde — nicht sinnentstellend nach dem richtigen Komma von mir abgehackt worden, wovon sich jeder selbst überzeugen möge.

Auf die Frage, was sich geändert habe, ist die Aussage, dass sie jetzt zu dritt seien, die komplette Antwort.

Man könnte Podolski noch viele weitere Fragen stellen und würde immer wieder Antworten erhalten, die so wahr wie sind wie die Tatsache, dass Schimmel weiß sind. Gleichzeitig eröffnet er aber immer auch die Möglichkeit, die Sinnhaftigkeit einer solchen Frage karikiert im Raum stehen zu lassen. Vielleicht sollten wir ihn eines Tages zum Bundespräsidenten wählen. Anderen Nationen würde er sicher nicht auf die Füße treten und treffender als Heinrich Lübkes Analysen sind seine allemale.

Doch: Möglicherweise ist Podolski in Wahrheit ein ausgemachter Schelm, der schon von Anfang an auf doofen Einfaltspinsel gestellt hat, damit er wenig amüsierende Interviews mit kurzen, klaren Hauptsatzantworten schneller beantworten kann, als der Fragende sich noch neue Fragen ausdenken könnte.

Wir sind jetzt zu dritt. Man hätte es kaum vermutet.

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