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Schlagwort: WM 2006

Flagge zeigen

Dass wir sie wirklich brauchen, wage ich zu bezweifeln, abgesehen davon, dass diese Dinger an meinem Clio auch eher wenig staatstragend aussähen. Sollten wir aber in naher Zukunft irgendetwas gewinnen, könnte man sich diese Minifahnen ans Auto heften und damit durch die Innenstadt von Emden, Aschaffenburg oder Trier cruisen, um so wenigstens ein bißchen WM-Stimmung in Städten zu schaffen, in denen die WM ohnehin nur auf der Leinwand im Biergarten existiert.

[Link zum Bild leider tot.]

Den Preis von um die €60 finde ich auch durchaus angemessen, schließlich ist das Ganze ein Stück Plastik mit einem Stück Stoff dran.

(Achtung: Der Eindruck, rechtsradikal zu sein, könnte bei Benutzung entstehen.)

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Totgesagte leben länger

Sport1 berichtet:

„Zu Klinsmanns Überraschung wird auch die DFB-Auswahl „nur eine sehr, sehr begrenzte Zahl an Karten bekommen. Das ist auch für mich neu, denn bei früheren Weltmeisterschaften war das nie ein Problem“.

Beim Bundestrainer reichen die Tickets, allesamt Kaufkarten, nur für die Familie. „Das hat aber auch Vorteile“, so Klinsmann. „Denn bei einer WM im eigenen Land werden die Schulkameraden aus der vierten Klasse plötzlich wieder lebendig.“

Sind die alle schon tot? Klinsmann scheint für seinen Erfolg über Leichen zu gehen. Das lässt hoffen für die WM.

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Bienvenue

Werbung für das Monopol-Unternehmen FIFA jetzt auch schon an den Grenzen: Bienvenue in Tunisie. Achnee, in Deutschland. Warum ist die Farbe der WM eigentlich Grün? Ist das Otto Schilys Erbe?

Und angesichts dessen, was mit Ticket-Ärger und Stadientorsi so los ist in Deutschland, würde vielleicht auch Rot [Link leider tot] viel besser passen … so sind ja auch die tollen neuen Trikots, die der Jürgen ausgewählt hat, weil die viel aggressiver machen. Ob sie den Gegner aber auch aggressiver machen, weiß man nicht.

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Wir zittern vor Ekuador

Wir zittern vor Ekuador (warum schreibt das eigentlich jeder Hanswurst mit „c“?). Ekuador hat ein Testspiel gegen die Fußballgroßmacht Honduras verdient mit 1-0 gewonnen.

Honduras ist die Mannschaft, die in der vorletzten Runde der CONCACAF-Qualifikation mit den beeindruckenden Ergebnisssen von

    Costa Rica - Honduras 2:5 (2:2)
    Kanada - Honduras 1:1 (0:0)
    Honduras - Guatemala 2:2 (0:1)
    Honduras - Kanada 1:1 (0:0)
    Guatemala - Honduras 1:0 (1:0)
    Honduras - Costa Rica 0:0 (0:0)

als Gruppendritter scheiterte. Na gut, ein hoher Sieg gegen Costa Rica. Ansonsten aber: kein weiterer Sieg. Remis gegen Kanada, gegen Guatemala, gegen Costa Rica… und so weiter.

Nun will ich nicht so klingen, als wäre Deutschland in irgendeiner Form besser als es die hondurianischen Ergebnisse zeigen. Nur finde ich einen solchen Testspielsieg gegen einen Zwerg nicht gerade angsteinflößend. Aber Testspiele gehören ja ohnehin zur Kategorie der überbewerteten Spiele. Oder hab ich letztens das Gegenteil behaupt? Falls ja, dann bleib ich dabei.

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Die unsäglichen Panzer

Auch wenn man mich gerne für einen Rechtsradikalen hält, bin ich keiner. Ich bin auch nicht nationalkonservativ. Ja, ich wähle noch nicht mal CSU!

Und der Grund für diesen unsäglichen Vergleich [Link leider tot], den der ekuadorianische Nationaltrainer anstellt, liegt trotzdem im zweiten Weltkrieg und beim alten Adolf. In Ekuador scheint man noch nicht mitbekommen zu haben, dass der Krieg schon aus ist. Und dass seitdem 60 Jahre vergangen sind und wir eigentlich kein Land mehr überfallen haben und deshalb auch gar keine Panzer mehr eingesetzt haben. Aber mit so billigen Klischees muss man halt leben, wenn die Leute, die da sprechen, keine Ahnung haben.

In Kolumbien werden die Linien auf dem Spielfeld von den Spielern weggekokst, in Uruguay bricht man dem Gegner lieber die Beine als selbst ein Tor zu schießen und die Italiener spielen immer auf Remis. Und die Deutschen spielen halt wie Panzer. Unkreativer geht es kaum als dieser Einfallspinsel aus Ekuador es formuliert.

Es weiß doch jeder, dass die Deutschen heutzutage nicht mehr wie Panzer spielen, sondern wie Bratwürste [Link leider tot].

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Aus! Aus! Aus!

Die drei „Aus“s: ausdrucken, aufhängen und ausfüllen (Ich danke für Euer zugedrücktes Auge).

fussball-und-titten.de, die beliebte Seite der beiden Fußballanhängerinnen Anja und Petra (oder so), die ebenfalls bei der Blutgrätsche aktiv sind, haben vorgelegt. Wir legen in Kürze nach.

Der Spielplan (pdf) [Link leider tot] der beiden zum Downloaden kommt dem schon näher, was ich mir unter einem gelungenen Spielplan zum „Ausdrucken, Aufhängen und Ausfüllen“ vorstelle. So viele Dekolletés wie dort wird’s bei uns wohl nicht geben — dafür aber ein durch und durch durchorganisiertes durchschaubares System, wer wann wie weiterkommt. Wartet’s ab.

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Jetzt heißt es mitfiebern…

Jetzt heißt es mitfiebern…

…nicht nur weil ich Fieber habe, sondern weil ich gerade die Chance auf eine WM-Eintrittskarte habe.

Die Perso-Nr. ist raus, beten, zittern und mitfiebern.

Lieber, lieber Nikolaus,
ich war dies‘ Jahr nicht brav
das macht Dir aber gar nix aus
weil ich dich doch so mag

Schenk bitte mir ’ne Karte
Für die Adler von Karthago
Ich sitze hier und warte
Und nähme auch Tobago

Ganz gleich, was du noch übrig hast
Ich fahr nach Frankfurt und Cologne
Bevor ich die WM verpass
Mach ich mich lieber zum Clown

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Das Kreuz mit dem Gastgebersein

Dieser Herr kicker, der eine tolle Webseite hat, schrieb letztens Folgendes:

„Der Weltverband signalisierte bereits, dass die zahlreichen Rückläufe aus Paraguay und Trinidad und Tobago (15. Juni in Nürnberg) gar nicht erst in den freien Verkauf sondern direkt an England gehen könnten.“

Das find ich irgendwie nicht fair. Grund dafür soll sein, dass mindestens 100.000 englische Fans und der Löwenanteil davon ohne Karten im Sommer nach Deutschland reisen werden. Aber ich kann gar nicht ohne Karte nach Deutschland reisen, obwohl ich das gerne tun würde, um so den Druck auf die FIFA zu erhöhen, mehr Karten in Deutschland zu verkaufen. Es ist wirklich ein Kreuz, wenn man Gastgeber ist.

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u. v. m.

Ausnahmsweise bin ich mal faul und tippe den Kram nicht ab. Hier seht Ihr, was sich die WM-Stadt Gelsenkirchen so gedacht hat, wer alles Werbepartner bei der WM werden könnte.

[Link zum Bild leider tot.]

Wer ist denn „u.v.m“?

Und wieso dann überhaupt so eine Liste, wenn doch sowieso jeder Partner der WM-Stadt Gelsenkirchen werden kann?

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Der Sekunden-Test

Wer zufällig ein paar Euro über hat, kann der FIFA ja ein klein wenig Konkurrenz machen, indem er diese Domain hier: FIFAWM2006.de käuflich erwirbt und ein bißchen Spökes damit macht. Wäre interessant zu sehen, wie schnell die Anwälte der FIFA schreiben.

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Eröffnungsfeier ohne Eröffnungsspiel

Bei der WM soll es jetzt eine Eröffnungsfeier geben, die unabhängig vom Eröffnungsspiel, nämlich einen Tag vor jenem stattfindet.

Mein erster Gedanke war: Wer hat sich diesen Quatsch schon wieder ausgedacht?

Wenn ich länger drüber nachdenke, komme ich aber zu dem Entschluss, dass das wirklich eine gute Idee ist.

Diese komische Marotte, dass man bei großen Sportveranstaltungen eine Eröffnungs- und eine Abschlussfeier (so weit ist man zumindest bei der Fußball-WM noch nicht) durchführt, ist ohnehin sehr fragwürdig zu nennen. Bei Olympia kann man das noch nachvollziehen, da sollen alle Athleten, die z. B. beim „Gehen“, „Tontaubenschießen“ oder „Segeln“ abseits des Olympiastadions wettkämpfen, wenigstens ein Mal das Stadion gesehen haben. Wozu hätte man es sonst gebaut?

Was aber eine pompöse Tänzerei und Rumhampelei, schlechte Musik, und zig Millionen an Planungskosten mit dem eigentlichen Sport zu tun haben sollen, hat sich mir nie erschlossen.

Statt einfach kurz zu sagen: „Hallo, herzlich Willkommen in Usbekistan, die Spiele sind eröffnet“ wird da endlos lange gesungen und geschunkelt. Währenddessen sitzt man vor dem Fernseher und fragt sich, wann endlich das Spiel angepfiffen wird.

Damit ist nun Schluß. Keine lästigen Eröffnungsfeiern mehr, kein Klimbim drumherum. Ich sage „JA!“ zur Trennung von Eröffnungsfeier und Eröffnungsspiel. Wenn ich das erste Spiel sehen will, schalte ich einfach den Fernseher ein und schwupps geht das Spiel los. So soll es sein.

Was? Es gibt jetzt zwei Eröffnungsfeiern? Eine einen Tag vorher, eine genau vor dem ersten Spiel? Argh…

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Die Tommies hingegen sind Gentlemen.

Nette Leute, diese englischen Fußballfans. Echte Sportsleute halt. Haben bis weit in die 90er darauf verzichtet, überhaupt Fußball zu spielen, und hielten stattdessen an ihrem „Kick and Rush“ fest. Auch die Zuschauer wollten an lieb gewonnenen Traditionen festhalten. Und was ein echter Fan ist, der dokumentiert eben, was er so während der Spiele erlebt. Angefangen 1978 bis heute, liefert diese Seite eine tolles Archiv der gelungenen Support-Aktionen der Fans von den Bristol Rovers.

Wir freuen uns auf unsere Freunde zu Gast in Deutschland bei der WM 2006.

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