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Monat: Mai 2006

Deutschland, einig Trinkerland

Ich darf mal eben darauf hinweisen, dass das Deutschlandlied, welches den Text zu unserer Nationalhymne darstellt, gar nicht so ernst und pathetisch gemeint war, wie es angesichts der Musik und der Gesichter der Menschen, die der Nationalhymne gerade lauschen, zu vermuten wäre. Wikipedia erzählt mir, dass „das Deutschlandlied von seinem Autor auch als Trinklied verstanden worden [ist], was den Toast auf deutschen Wein, deutsche Frauen und deutschen Sang in der zweiten Strophe erklärt.“

In einer alternativen Textfassung des Texters gibt es nämlich statt jener beider Zeilen:

Blüh‘ im Glanze dieses Glückes,
Blühe, deutsches Vaterland!

diese beiden Zeilen zu lesen:

Stoßet an und ruft einstimmig:
Hoch das deutsche Vaterland!

Sollte es noch Zweifel gegeben haben, dass auch die Deutschen nicht nur „schaffe“, sondern auch feiern können (und wollen), sind sie nun wohl ausgeräumt. Eine Aktion ähnlich der „Pro 18h“-Aktion lasse ich jetzt aber mal sein. Schlimm genug, dass der DFB gleichzeitig für „Keine Macht den Drogen“ und Brauereien Werbungsträger ist. Da muss ich nicht auch noch zum Singen von Trinkliedern animieren.

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Bankkaufmann bei der örtlichen Sparkasse

Ich bin ja selbst noch nicht besonders weit gekommen. Von „zu Hause“ bis zur Ruhr-Uni in Bochum, dann nach Duisburg. Das sind Entfernungen, die man als guter Läufer auch noch locker an einem Tag zu Fuß zurücklegen könnte. Deshalb hab ich auch kein Recht über Kleinbürgerlichkeiten in anderer Leuts Leben zu lästern. Vor einiger Zeit schon las ich, dass es in Italien durchaus üblich ist, dass die Söhne der Familien bis zum Alter von 25, 26 noch zu Hause bei den Eltern leben und dass das auch niemanden stört. Damit ist ja auch klar, dass diese Jünglinge ebenfalls nicht viel von der Welt sehen, denn entweder arbeiten/studieren sie in der Nähe ihres Elternhauses oder sie sind arbeitslos.

Trotzdem finde ich es bemerkenswert richtig, was Robert Enke in diesem Interview bei den 11 Freunden zu seiner nicht immer glücklich verlaufenen Zeit in Portugal, Spanien und der Türkei sagt:

„Leuten, die noch nie aus ihrem Vorort in Deutschland raus gekommen sind, bin ich in dieser Hinsicht keine Rechenschaft schuldig.“

Natürlich ist es im 3. Jahrtausend nach Christi wesentlich einfacher als in den Zeiten vor Handy und Internet, ins Ausland zu gehen, weil der Kontakt in die Heimat wesentlich leichter (und zuverlässiger zustandekommend) geworden ist. Nichtsdestotrotz ist es nicht leicht, als Anfang 20-jähriger ins Ausland zu gehen und dort als Profi in einer Sportart tätig zu sein.

Denn alle, die auch zur Mannschaft gehören, sind gleichzeitig auch Konkurrenten (bei einem Torwart spitzt sich diese Situation noch zusätzlich zu).

Deshalb habe ich Respekt für Robert Enke, dass er in Istanbul gekündigt hat, obwohl er nicht wusste, wie es weitergehen würde.

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O-Bein-Uwe

Uwe Kamps‘ Saison als Torwarttrainer bei Borussia Mönchengladbach war vorzeitig beendet. Er musste sich operieren lassen, um die O-Beinstellung seiner beiden Stampfer korrigieren zu lassen. Aber muss das wirklich sein? Wie konnte er denn 20 Jahre lang Bundesliga spielen, wenn die O-Beine so schlimm sind?

Schließlich wurde Pierre Littbarski mit solchen O-Beinen Weltmeister, nicht zu vergessen die zwei Vize-Weltmeisterschaften, die er damit errang.

Im aktuellen Kader von Clinsfornia gibt es leider keinen, der eine Beinfehlstellung hat. Schlechtes Omen oder doch eher die Garantie, dass die Pässe auch ankommen?

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Schalke 04 – endlich Meister

Nur kurz nach dem Rausschmiss von Rudi Assauer ist Schalke 04 doch noch Meister geworden, wie auf diesem Bild gut zu sehen ist. Den armen Stumpen- (und Humpen-) Rudi, dessen Lebenstraum es war, mit Schalke einmal Meister zu sein, muss das hart treffen. Da ist er keine Woche geschasst, schon schaffen es die Schalker endlich.

Oh, Moment, ich habe mich im Archivordner vertan. Das war doch schon in den 1930ern.

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Kalauer klauen

Ein bißchen spät gefunden von mir, aber hier gibt es noch einen netten Kalauer von Daily Ivy zu Clinsfornias WM-Kaderzusammenstellung. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Kalauer „DerWoKeineAhnungHat“ gefallen täte. Mir jedenfalls schon.

Außerdem: Fangesänge einer Gastmannschaft der Marke „Ihr könnt nach Hause fahren“ im Stadion der Heimmannschaft sind ein tolles Beispiel dafür, dass das menschliche Gehirn nicht unbedingt die Krone der Schöpfung darstellen muss.

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Es kann nicht jeder Deutscher Meister sein

Jens Nowotny bezeichnet die Nominierung für die WM als seinen „größten Sieg“. Dem ist angesichts seiner Bilanz nach 15 Jahren Bundesliga und so mancher Europapokalsaison nichts hinzuzufügen. Keine einzige Meisterschaft, kein einziger Pokalsieg, kein einziges gar nichts hat Jense je errungen. Traurig, dass für den armen, armen (nur 4,7 Mio Euro Abfindung bei Leverkusen) Jense also diese Nominierung für die WM der größte Sieg seiner Karriere ist. Das ist schon ein bißchen wenig.

Bleibt nur die Frage, warum jemand für solch einen echten Gewinnertyp so viel Geld zum Fenster rausschmeißt. Aber das wird Calli uns wohl nie verraten.

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Könige sitzen nicht nur auf dem Thron…

…sondern auch auf dem von Kostenlos.de verlosten Sitzkissen. Hier gibt es das Ergebnis der drittletzten Ziehung der Gewinner unserer bunten Sitzkissen:

Janett Schnee, Paderborn

Tanja Schoepke, Willich

Marco Schneider, Wilgartswiesen

Ralf Adam, Laatzen

Michael Wergen, Stolberg

Ralf Günter, Hanau

Andrea Gschwendtner, Neumarkt

Birgit Schelzel, München

Maximilian Ahl, Reinheim

Alexander Skripkin, Paderborn

Gleich zwei Gewinner aus Paderborn, der Stadt, dessen Fußballklub einst von Robert Hoyzers Entscheidungen profitierte, und einen Gewinner aus der Geburtststadt Rudi Völlers gibt es zu vermelden: einen Gewinner aus Hanau. Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinnerinnen und Gewinnern, bitte dran denken, Fotos von den Sitzkissen im Einsatz samt Gewinnern sind immer willkommen.

Nach F&T hat uns nun auch Gewinnerin Paula aus Konstanz diese tollen Bilder geschickt. Die ganze (Sieges-)Serie gibt es auf Ihrer Webseite, wo es auch noch etwas freizügigere Bilder zu sehen gibt. Dank an Gewinnerkind Paula für die Bilder.

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Wer selbst so schick auf einem roten, grünen oder schwarzen Sitzkissen sitzen will, ob im Stadion, im Flugzeug oder auf der Kirmes, hat immer noch die Chance, hier an der Verlosung der Sitzkissen teilnehmen. Viel Erfolg.

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Die „Welt“ zu Gast im Blog

Gäbe es das auch online zu sehen, würde ich jetzt an dieser Stelle einen Link parat haben. Offensichtlich war es aber nur in der Printausgabe vom 16. Mai zu sehen, das war gestern. Findige Kollegen haben es gefunden, wie die Bezeichnung schon sagt. Die „Welt“ zitiert dieses Blog, allerdings verstehe ich den Beitrag nicht so ganz. Egal, ein bißchen Viralität schatt‘ nix, deshalb hier für Euch der Scan des Blog-Zitats. Der erwähnte Freund existiert übrigens wirklich, das ist kein Hirngespinst von mir.

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Und hier noch der Link zum betreffenden Beitrag.

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Owen Hargreaves

Owen Hargreaves spielt bei Bayern. Bayern spielt in der Bundesliga. Bundesliga, das ist sowas wie polnische, bulgarische oder georgische Liga. Sobald es gegen französische oder spanische Mannschaften im Europapokal geht, fliegen die Vertreter der Bundesliga raus.

Erstaunlich, dass Owen Hargreaves es trotzdem in den WM-Kader der englischen Mannschaft geschafft hat. In England kommentiert man das so:

„Your league is so sh*t it makes Owen Hargreaves look half-decent“

Auf deutsch bedeutet das, dass die Bundesliga so Scheiße ist, dass es sogar so aussieht, als wenn Owen Hargreaves halbwegs erträglich Fußball spielen könnte. Kann er natürlich nicht, sonst würde er ja nicht in der Bundesliga spielen.

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„Wann wirst Du endlich erwachsen?“

Da ich ja selbst nicht lesen kann, musste mir einer meiner Bekannten aushelfen. Zum Geburtstag gab’s nachträglich das Panini-Album, zwei große Bögen Sammelbilder waren schon dabei.

Ich bin nun doch wieder 11 Jahre alt und sammel diesen Kram. Falls jemand tauschen möchte, ich werde in Kürze posten, welche Bilder ich gerne hätte und welche ich abzugeben habe. Jedenfalls hab ich schon mal das Kölner Stadion. Das England-Wappen habe ich gegen Edwin van der Sar und zwei weitere Spieler getauscht.

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Fußballfeld für Ausdauerschwache

Die Ruhr-Universität in Bochum hat nicht allein eine sehr häßliche Architektur und eine frisch renovierte Mensa, sie hat auch ein paar kluge Köpfe, die tagsüber dort rumsitzen und nachdenken. Dabei kommt dann zum Beispiel so etwas wie das hier dabei raus:

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Wie, Ihr seht nix? Na gut, es ist auch ein bißchen schwierig, das Spielfeld zu erkennen. Es ist nämlich nur 10×7 Mikrometer groß. Praktisch, diese Erfindung, jetzt kann ich endlich wieder in Windeseile auf das gegnerische Tor zustürmen… hach, schon zu weit.

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Soft eggs und Arschkarte

Die Welt lernt trotz „Goleo“ und „Teamgeist“ ein wenig deutsch, bevor sie in knappen drei Wochen nach Deutschland schaut, wie ich schon mal erwähnte. Und weil wir ja alle so gut englisch können, schnarch, hat ein englischer Muttersprachler es übernommen, deutsche Redewendungen wie tomatoes on the eyes zu übersetzen. Andreas Möller ist ein „cry baby“ und alle, die bei Regen nicht ins Stadion gehen, sind soft eggs. Der Dummschwätzer ist laut Uli Stein übrigens ein soup buffoon.

Für mich ganz neu, woher der Ausdruck „Arschkarte“ stammt. Weil der Schiedsrichter früher die Gelbe Karte in seiner Brusttasche trug, die Rote Karte hingegen in jener Hosentasche, die sich über seinen Arsch spannte, bezeichnet der Ausdruck „Arschkarte“ eben die Rote Karte beim Fußball. Nett.

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O wie schön ist Klinsmann-Sprech

Zum Glück ist Clinsfornia einer derjenigen, der auch die eindeutigsten Sachverhalte noch irgendwie verbrämt. Kuranyi ist eine bemitleidenswerte Erscheinung im deutschen Profifußball geworden, selbst Laien sehen, wie er sich immer wieder mehr als einen zusammenstolpert. Inzwischen zweifeln nicht nur Fachleute an Kuranyis technischen Fähigkeiten. Dieser Mangel lässt sich so leicht wohl nicht mehr auf ein gehobenes Niveau bringen. Clinsfornia hat Kuranyi nun zurecht aussortiert. Begründen musste er das auch, allerdings eigentlich nur noch für Kevin selbst, alle anderen, ob Medien oder Zuschauer, wussten schon, dass der legitime Nachfolger von „Flipper“ nicht bei der WM dabei sein würde.

Zum Glück meint Clinsfornia das aber nicht wörtlich, wenn er sagt, dass Hanke und Neuville eine „Nasenspitze vorn“ gelegen hätten bei der abschließenden Bewertung der Leistungen der WM-Kandidaten. Wenn dem so wäre, dass es nur eine Nasenspitze war, sollte man Bens Auffassung folgen und Hanke und Neuville ebenfalls zu Hause lassen. Wer nur eine „Nasenspitze“ besser spielt als Kuranyi in den letzten Monaten, der sollte auch kein Bundesligaprofi mehr sein, geschweige denn zu einer WM nominiert werden.

Zum Glück meint Clinsfornia das aber nicht wörtlich.

(Letzter Beitrag zum Frimpen-Kevin, versprochen.)

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