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Kategorie: Zettel-Ewalds Sammelsurium

Alles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde

Nachklapp zum Lehrvideo „Strafstoß“

Weil auch die Redaktion von Spiegel Online der Meinung ist, dass man auf die hier letztens beschriebene Weise einen Elfmeter schießen sollte (siehe Bildunterschrift), hier noch mal ein Nachklapp zum Lehrvideo Strafstoß von neulich.

So wie Theofanis Gekas es gegen Mainz erneut ausführte, muss man Strafstöße schießen, dann sind sie bei ausreichender Geschwindigkeit unhaltbar. Und das nicht als dahingeworfene Vokabel, sondern im physikalischen Sinne.



„Theo, Du bist ein Teufelskerl.“

Jedenfalls so lange Menschen über zwei Meter Körperlänge sich weiterhin eher für Basketball als für Fußball entscheiden …

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Ein Tag in Hollenbach

Eine Einladung stand ins Haus, nach Hollenbach, dem Sitz eines Sportbekleidungsunternehmens. Und es gab gute Gründe, diese auch wahrzunehmen. Also machte ich mich eines Morgens auf auf die Autobahn, passierte nur wenige Minuten nach Beginn der Reise den Frankfurter Flughafen, hauchte stumme Grüße an den Blogwatz von Blog-G an die Windschutzscheibe und erreichte schließlich kurz hinter Würzburg jene Autobahnausfahrt, die die richtige für den Weg auf der Landstraße nach Hollenbach war.

Bevor ich schließlich in den Ort hineinfuhr, leistete ich mir ein „Ed von Schleck“ in der Nähe des örtlichen Campingplatzes, der, neben einem See gelegen, von der Autobahn kommend noch vor dem Ort Hollenbach lag. Ganz ehrlich gesagt leistete ich mir dann doch kein „Ed von Schleck“, weil der Kiosk an dem Campingplatz geschlossen hatte, aber ich hätte gerne ein solches gegessen.

Ich tupfte meine Füße in den See, zog dafür sogar extra Schuhe und Socken aus, und wartete nur etwa zwei Stunden vor dem vereinbarten Termin darauf, dass es möglicherweise später dazu kommen würde, dass sich ein eigentlich großer Konflikt schließlich zu dem ergeben würde, was er eigentlich war: eine auflösbare Unbill.

Nach etwa einer Stunde Fußtupfen in den See brach ich auf in den eigentlichen Zielort. Der tatsächlich sehr klein ist. Die Metzgerei ist gleichzeitig das Fremdenhaus. Der Sportplatz ist nicht mehr im Ort, sondern außerhalb. So fuhr ich also raus aus dem Ort, wo ich dann von oben einen Überblick über Hollenbach gewann. Ein Ort, der in einem – kleinen – Tal liegt, während sich auf der anderen Seite oberhalb des Tals zwei, drei Sportplätze breit machen.

Irgendwann war der Zeitpunkt des Termins gekommen, ich parkte das meinige Metall-Ross auf dem Parkplatz jener Firma, die mich zu diesem Termin eingeladen hatte. Ich begab mich an den Empfang, die Dame sagte mir, dass sicher gleich jemand käme, und schon war ich nur kurze Zeit später auf dem Weg, das Werk der Firma von innen zu sehen. Mir wurde vorgestellt, wie diese und jene Funktion funktionieren würde. Weil ich ungefähr gar kein technisches Talent besitze, versagten nach kurzer Zeit allerdings meine Aufnahmefähigkeiten. Irgendwann war die Werksbesichtigung zu Ende, was nicht so schlimm war, weil mir immer noch nach einem „Ed von Schleck“ dürstete und ich auch die technischen Details nur in nicht nennenswerten Dosen verstand.

Nach der Dame der Öffentlichkeit kam der Torwart des lokalen Teams dazu, ebenfalls Angestellter der einladenden Partei; hallo, ja, hallo, und wir begaben uns in den Meetingraum des örtlichen Sportbekleidungsunternehmens, welche alle nach Flüssen der Region benannt sind. Hallo, ja, hallo. Irgendwann kam auch der Chef der Firma dazu. Neben dem Finanzchef der Firma. Letzterer eröffnete mir zu Beginn der Diskussion, dass er damals nicht gewusst habe, was überhaupt „newstin.de“ sei — dennoch habe er unterschrieben, dass die Angelegenheit weiter gehen solle. Er grinste dabei.

Ich grinste nicht. Der Chef des Unternehmens, ehemaliger Zweitligaspieler seines Zeichens, war auch anwesend. Ich erwähnte ein paar Worte, dass ich auch einmal Fußball gespielt habe, es aber nicht allzu weit gebracht hätte. Ich sagte außerdem, dass ich gerne blogge, weil ich gerne blogge.

Es war etwas schwierig, genau diese Tatsache der gegenüberliegenden Fraktion klarzumachen. Dennoch war es so, dass die weitere Konversation auf angenehmem Niveau verlief, angeregt unterhielt man sich über diverse Themen auch abseits des eigentlichen Anlassses. Schließlich fragte mich derjenige, der das Unternehmen aus dem Boden gestampft hatte — der Chef der Firma nämlich — warum ich überhaupt gegen seine Firma, sein Logo und seine Sache geätzt hätte.

Dabei wurde mir leicht mulmig, denn natürlich war es nicht so, dass ich die käuflich erwerbbaren Werke dieses Herrn persönlich ablehnungswürdig gefunden hätte. Wie man weiß, wenn man denn weiß, spielen die meisten Teams in meiner schönen Hobbyliga mit Produkten des Gastgebers. Ich sagte, dass das alles nicht so gemeint gewesen sei. Nicht so gemeint gewesen sei. Es sei ein Versuch gewesen, zu unterhalten, der ein wenig übers Ziel hinausgeschossen sei. Wenngleich ich weiterhin das eigentlich Kritisierte nicht so ausgeprägt schlimm fände.

Nach diesen Aussagen erreichte mich nur wenig Wärme von der anderen Seite, aber: Man war mir nicht (mehr) wirklich böse, glaubte ich. Der Chef des Ganzen verstand weiterhin nicht, wie man sein Logo auf solch eine eher unelegante Weise kritisieren könne; ich verstand weiterhin nicht, warum man mir bis zu 20 oder 25.000 Euro Strafe androhen konnte, aber schlussendlich haben wir uns vertragen.

Es war ein angenehmes Gefühl, als der Chef der Firma auf mich zukam und sagte, dass er von sich aus da nicht weiter nachkarten wollen würde, sondern sich wünschen würde, dass wir die Sache nun begraben, woraufhin er mir seine Hand entgegenstreckte. Die ich gerne annahm und schüttelte.

All das, was vorher passiert war, war in dem Moment ja nicht wichtig: Wir schüttelten uns die Hand und damit war diese Sache nun endgültig erledigt. Wenn auch es für eine Privatperson ein klein wenig anstrengender ist, so etwas durchzuexerzieren, als für ein Unternehmen.

Wie dem auch sei: das Händeschütteln fand statt.

Die Partei auf der anderen Seite zierte sich im Anschluss an meinen Besuch auch nicht, mir alle mir entstandenen Kosten zu begleichen, und erledigte genau dies sofort. Eine nette Reaktion, die schließlich alles Vorherige ad acta führte. Womit sich die Angelegenheit erledigt hatte.

Mein Dank geht an alle Euch da draußen, die Ihr mir in diesem Fall geholfen habt. Und möchte hiermit auch all jenen explizit danken, die mir damals gemailt haben, denen ich nicht antworten konnte. Es waren zu viele, und mir fehlte zu jener Zeit die Zeit. Es hat dennoch seine positive Wirkung nicht verfehlt.

Dank gebührt neben Stefan von blog-g.de insbesondere dogfood, der da mehr geleistet hat, als man hier überhaupt in Worte fassen kann. Vielen Dank, den beiden, und Euch allen.

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Dirk kaut enorm an seinem harten Brot

Hat ja nix mit Fußball zu tun.

Die (falsche) Aussprache von Spielernamen ist trotzdem Vielen immer wieder ein Ärgernis; hier insbesondere ebenso oft — auch wenn man nicht immer von Reporternasen erwarten kann, alle möglichen Sprachen der Welt zu beherrschen. Rolf Töpperwien war, wird kolportiert, stolz, dass er keinen Computer benutzte, auch gegen Ende seiner Karriere nicht, jedenfalls nicht für die Spielvorbereitung, sondern alles aus dem Gedächtnis „wusste“. Klingt einleuchtend, denn das menschliche Gehirn hat mehr Atome als das Universum Verknüpfungen und davon werden sogar nur 10% genutzt. Andrösen ad lib.

Schöner wäre es allerdings, wenn die Menschen, die so stolz sind, keinen Computer zu benutzen, oder aber auch die nachwachsende Generation Gebrauch davon machen würde, dass es Möglichkeiten gibt, einen „Yilmatz“ oder einen „Huntelaar“ zu vermeiden. Scheint ganz einfach zu sein, auch wenn die Quellen manchmal natürlich selbst überfragt sind. Wahrscheinlichkeiten drücken sie aber wohl schon aus.

Ü, bitte sehr.

Oder van Gaal. Bitte sehr.

Oder Ronaldo. Bitte sehr.

Oder Daniel van Buyten. Bitte sehr.

Oder Xabi Alonso. Bitte sehr.

Oder Dirk Kuyt. Bitte sehr.

Die Seite wird wahrscheinlich ständig um Neuzugänge auf der Bühne des Welt- oder Deutschlandfußballs erweitert. Also bitte, liebe Kommentatoren, bzw. deren Mappen-für-das-Spiel-Vorbereiter: nehmt Euch die zwei Minuten. Danke.

(Und wie wir disku-tierten …

Oder auch zweifelhaft, manchmal)

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Günstige Rezepte für Jedermann – Heute: das Populismus-Süppchen

Neue Folge in unserer beliebten Reihe „Was jeder kochen kann, ohne ein Meister zu sein“.

Das Rezept fürs Süppchen ist uralt, schon die noch älteren Ägypter sollen es der Legende zufolge zur Beruhigung größerer Massen eingesetzt haben. Lediglich eine „kleine Gruppe“ habe sich damals als immun gegen die Auswirkungen dieser Speise erwiesen, welche die Herrscher kostenlos an ihre Untertanen verteilten.

Wichtiger als die einzelnen Zutaten sind dabei erstaunlicherweise die Umstände der Zubereitung. Richtig gewieft, die alten Ägypter also zu ihrer Zeit schon.

Man nehme:

  • Vor Beginn der Zubereitung ominöse „Konsequenzen“ androhen
  • Anschließend mit der Zubereitung unbedingt um 9 Uhr beginnen, statt wie sonst um 10 Uhr
  • Einige faule Äpfel, die man ohnehin nicht mehr benötigt hätte, unter großem Getöse in die Zweitvertretung entsorgen
  • Handschuhe, Mützen und Schals verbieten, damit Außenstehende fälschlicherweise von großer zu erleidender Pein ausgehen
  • Namentlich aufzählen, wer alles nicht zur Suppe gehört, und damit allen nicht namentlich Erwähnten Schuld zuschieben — sehr beliebter kostengünstiger Rundumschlag, kostet fast keinen Aufwand, wobei für die beste einseifende Wirkung die Zahl der Aufzuzählenden möglichst gering zu halten ist; ein Abakus könnte da hilfreich sein, zur Not tut es ein handschriftlicher Zettel im Hinterhirn
  • Die Winterpause streichen und dabei verschweigen, dass das Training bei einem Proficlub ohnehin meist nur 90 Minuten dauert

Fertig ist das Süppchen!

Wichtig: Vor Verabreichung des Süppchens unbedingt alle an Reichweite reichen Mediatoren informieren, damit diese genauso kostenlos wie die Suppe selbst es ist die Kunde über die Zubereitung des Süppchens in die Lande hinaustragen. Anschließend auf die tranquilierende Reaktion beim Publikum warten. Im Falle des Nichtwirkens auf die „kleine Gruppe“ hinweisen, die nun mal schon zu Zeiten der Ägypter immun gegen dieses Süppchen gewesen sei. Behaupten, dass sich da wohl etwas längerfristig vererbt habe, höhere Mächte also.

Ansonsten: Wohl bekomm’s und nicht vergessen: Wirkt unabhängig von Ort und Zeit. Kleine Modifikation im Sommer: statt Handschuhe zu verbieten sollte man dann das Trinken verbieten oder die Beigabe von Sonnenmilch. Allerdings empfiehlt sich grundsätzlich eher die Anwendung im Winter oder Herbst, da man beim Sommerpausestreichen immer wieder Probleme mit Arbeitsrichtern und ähnlichen Gesellen bekommen kann. Sowas kannten die alten Ägypter natürlich noch nicht.

Leicht verdaulich bleibt das Süppchen trotzdem.

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Tea in the Sahara

Und ein Zweitligaspiel um 13h.

Es war ja eine schöne Idee von der DFL, uns näherbringen zu wollen, wie es sich anfühlt, Anstoßzeiten wie auf der Insel zu haben, sich schon wie dort üblich (?) um 11h oder noch früher auf den Weg in Richtung eines Pubs respektive Kneipe zu machen, oder um 12h schon mit den Gesichtern in der U-Bahn zum Stadion zu sitzen, die man sonst immer erst gegen 14.30h sah.

Wirklich interessant, wie es andere Kulturen mit dem Fußball halten, natürlich sind wir da aufgeschlossen und verurteilen das nicht.

Nun ist aber genug des vermeintlichen Insel-Urlaubsflairs und des Aufklärertums einer SoWi-Lehrerin jenseits der 50 und wir kehren bitte wieder zurück zu den in Deutschland angestammten Anstoßzeiten. Um 12h ist man einem Samstag hierzulande für gewöhnlich noch beim Großeinkauf und am Sonntag im Bett oder in der Kirche, etwas, was man auf der Insel ja nicht so wirklich kennt.

Also, war ein netter kulturell weiterbildender Ausflug. Jetzt bitte wieder so wie sonst immer.

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Wismut Aue

Jens Weinreich beim Deutschlandfunk zur Non-Aufarbeitung der DDR-Fußball-Geschichte, wo es noch Einiges zu tun gäbe.

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Früh übt sich

U21-Europameister 1994: Italien.

Finale gegen Portugal mit 1:0 n. V. in folgender Aufstellung bestritten und gewonnen:

Toldo — Cannavaro, Colonnete, Panucci, Berretta, Cherubini, Inzaghi (83. Orlandini), Marcolin, Starchilli, Carbone, Muzzi.

Tor: Orlandini.

U21-Europameister 1996: Italien.

Finale gegen Spanien mit 4:2 im Elfmeterschießen, Stand nach 120 Minuten 1:1, in folgender Aufstellung bestritten und gewonnen:

Pagotto — Panucci, Cannavaro, Fresi, Galante (Pistone), Nesta — Ametrano, Tommasi (Tacchinardi), Brambilla — Amoruso, Totti (Morfeo).

Tor: Eigentor Idiakez, Tor für Spanien: Raúl.

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Die Stimmen werden weniger

Kein Nachruf: Jochen Hageleit ist tot, wie es Zechbauer gestern hier mitteilte.

Selten passte die Vokabel „sonor“ besser zu einer Stimme als zu jener von Jochen Hageleit, die wohl allen noch im Ohr ist. Selbst wer ihn nicht kannte, wird ihn hier im Video sofort an der Stimme erkennen (diese Aussage darf allerdings nicht nach Kriterien der Logik bewertet werden). Da über ihn seltsamerweise nicht mal ein Wikipedia-Eintrag existiert, enden leider auch die hiesigen ausschweifenden Darstellungen dazu, an welchen WM und welchen legendären Bundesliga-Spielen er als Reporter teilgenommen hat.

Die Diskussionen, die in den letzten Tagen geführt werden, ob ein Journalist Stadionsprecher sein oder eine Buchvorstellung moderieren darf, oder — so wie hier Hageleit — die Saison-Eröffnung von Rot-Weiß Oberhausen leiten darf, sollte man nicht ausgerechnet angesichts des Ablebens von Hageleit neu beflammen, jedenfalls nicht an dieser Stelle.

Das hier eingebettete Video zeigt ihn bei eben jener Saisoneröffnung des fabulösen Fußballclubs Rot-Weiß Oberhausen vor der Saison 1983/84, bei der die Spieler alle brav in ihren Trikots und in kurzen Hosen vor den (erstaunlich vielen) Oberhausener Fans aufmarschieren und ebenso erstaunlich eloquent wirken — die meisten jedenfalls.

Das Outfit von Jochen Hageleit in diesem Video wäre mal wieder ein Fall für eine Doppelseite bei den 11 Freunden, darum soll es aber ebenso wenig gehen. Im weiter unten verlinkten Video von der Saisoneröffnung nur ein Jahr später sieht er dann übrigens auch wieder aus wie ein Mensch.

Erklingt seine Stimme, hat man doch — falls man es hat — sofort die späten Nachmittage bei Oma und leckerem Kuchen, bei Borussia Mönchengladbach gegen Waldhof Mannheim, heruntergelassene Stutzen ohne Schienbeinschoner und vor allem die schlecht animierten Männchen im Vorspann zur Auswahl des Tor des Monats vor dem geistigen Auge und Ohr. Dies stellt allerdings eine äußerst egozentrische Erinnerung dar, denn was er geleistet hat, wird damit nicht gewürdigt. Bei welchen WM und EM er dabei war, ist hier wie gesagt nicht bekannt, ganz sicher aber war er bei der Tragödie im Heysel-Stadion anwesend.

Das Video zur Saisoneröffnung in Oberhausen:



Ein wesentlich besseres Video, hauptsächlich im Dialog mit dem gerade dann in die 2. Liga zu Rot-Weiß Oberhausen gewechselten Manni Burgsmüller gibt es ebenfalls, ist aber nicht zur Einbettung freigegeben.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Stimmen, die man heutzutage bei sky, Sat1 und den Öffentlich-Rechtlichen vernimmt, alle nicht jene Erinnerungswerte besitzen werden, wie man sie bei Rolf Kramer, Manni Breuckmann und eben jenem Jochen Hageleit hat, was aber nach sehr kurzem Nachdenken auch logisch ist, da sie nun mal jetzt sprechen und nicht in den eigenen Jugendtagen.

Leider ist hier auch kaum etwas darüber bekannt, ob Hageleit eigentlich ein „Guter“ war, im Sinne seiner fachlichen Qualitäten, oder ob er wie Werner Hansch zwar wundervolle Bilder in den Übertragungshimmel malen konnte, aber taktisch-strategisch überhaupt nichts vom Spiel zu vermitteln wusste. Was wiederum, falls es so war, daran gelegen haben könnte, dass es früher auch kaum Taktik gab. De mortuis nihil nisi bene.

Au revoir, sonorer Jochen Hageleit.

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The Beatles back in Bundesliga

Die ersten 5 Plätze des bundesdeutschen Billboards für Bundesligalogie werden von ein und der selben Band besetzt. Das gab es zuletzt im April 1964, damals hatten die Songs allerdings alle noch englische Titel, nicht so fern- und nahasiatische wie diese noch vergleichsweise unbekannten Songs.


[photopress:bvb_alle_5_topplaetze.jpg,full,centered]

Dennoch darf man sicher sein: das wird’s so schnell nicht wieder geben.

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Besser anketten, den deutschen Tessiner

Herrliches Zitat, welches demonstriert, dass die 2002er-Finalniederlagenserie an den Leverkusener Spielern doch nicht ganz so spurschwach vorbeigegangen ist, wie nur kurze Zeit später alle beteuerten (ohne Quellen dafür zu haben):

Noch ist es ja nicht so weit, noch hat er seine Karriere nicht beendet. Auch wenn nicht ganz so einfallsreiche Spötter behaupten, das, was Arminia Bielefeld zur Zeit zeige, habe nichts mit Fußball zu tun. Der Polen-Olli, der ja eigentlich Schweizer ist, und noch dazu auch noch nicht-deutschsprachiger Schweizer. Ein Spieler, der über seine gesamte Karriere hinweg sympathisch war, egal, wo er spielte. Mag vielleicht wie bei Bernd Schneider daran gelegen haben, dass er so still und zurückgezogen war und damit eine ideale Projektionsfläche für den Traum von einem echt sympathischen Fußballer bot.

Vielleicht ist er in Wirklichkeit einfach total hohl, aber das würde man gar nicht so recht wissen wollen. Er wirkt vielmehr neben seiner vermeintlichen Bescheidenheit immer ein wenig wie eine viel zu dünn geratene Comicversion von einem Fußballer, weshalb man ihn wohl mit Charakteren aus angenehmen Vorabend-Cartoonserien assoziiert.

Wie dem auch sei, noch ist es nicht so weit, aber der Tag wird kommen, dann wird auch der letzte der älteren Generation der 2006er-WM-Spieler nicht mehr aktiv sein. Zu diesem Zeitpunkt sollte auch der Rückblick auf seine nicht kurze Karriere fertig sein. Bis es so weit ist, kann man sich vielleicht mit diesen interessanten Porträt der NZZ von Oliver Neuville über Wasser halten, welches eher die Anfangstage seiner Karriere beleuchtet. Und natürlich den traurigen Tief-Höhepunkt:

Oliver Neuville ist auch ein unglücklicher Serien-Verlierer, allerdings auf Weltklasseniveau. 2002 hat er, innerhalb von zwei Monaten, die Meisterschaft verspielt mit Bayer Leverkusen am letzten Spieltag, dann den deutschen Cup- Final verloren, dann das Endspiel der Champions League gegen Real Madrid. Und zuletzt den WM-Final gegen Brasilien, 0:2. „Wir sind anschliessend nach Saint-Tropez in Urlaub gefahren“, sagt Schönwetter. „Und wir mussten ihn anketten an der Bar, sonst wär er runtergfallen.“

Wenn das nicht sympathisch ist …

Achja. Und Raucher ist Oliver Neuville auch.

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1000x berührt

… hat uns das Sparwasser-Tor überhaupt nicht.

Nur 1000x gesehen haben wir es schon, und doch hat es nie „Zoom“ gemacht, doch ist dabei nie aufgefallen, dass der ewige Sparwasser direkt nach dem Tor ein wenig die Orientierung verliert, als er versucht, den Miroslav-Klose-Salto bei wichtigen Toren durchs Raum-Zeit-Kontinuum nach vorne (von damals aus gesehen, heute hinten) zu ziehen.



(Bei 0:07.)

Jetzt verstehen wir auch endlich, was das Folgende beinahe schon Internet-Mem bedeuten sollte, das kürzlich durch die Gazetten namens Blogs geisterte:

Eine späte Reminiszenz an jenen Mann, der der glücklichste Mensch in ganz Deutschland war, als die WM 2006 endlich vorbei war und er von den TV-Sofas der Republik wieder herunter durfte.

Natürlich.



Darauf lässt ja schon alleine der Herkunftsort des Videos schließen, stammt es doch von den einstigen Brüdern aus der Tschechei.

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Tumblr-Fußball-Blogs der Welt, unite and take over

Viele Leute twittern über Fußball. Manche bloggen. Aber! (Und das ist jenes beliebte aber, welches gar keinen Sinn hat.) Es gibt noch etwas dazwischen.

„tumblr“-Blogs.

Das ist so eher das Sandwich zwischen dem Bonbon und dem Vier-Gänge-Menü.

Viele Kolleginnen und Kollegen pflegen so etwas, leider ist in diesen eine Art Blogtumblr-roll nicht ganz so verbreitet wie in Blogs. Weshalb viele von diesen Perlen nicht ganz so bekannt sind, wie sie es verdienten.

Würdet Ihr so liebenswürdig sein und hier Eure eigenen oder die Euch bekannten Fußball-tumblr*-Blogs in den Kommentaren nennen?

* Dazu zählen natürlich auch alle Klone wie soup, posterous, dings und bums.

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Wirklich wichtige Worte

Es gab mal eine Zeit, in der waren Nutzer von Mobiltelefonen nicht besonders beliebt. Sie galten trotz der unbestritten komfortablen Haupteigenschaft von mobilen Telefonen, überall telefonieren zu können, als Aufschneider, als Yuppies, als Möchtegern-Aktienhändler und vor allem als penetrante Zumutung für ihre Umwelt, ausgelöst durch das jederzeit auftretende Geschwätz dieser Personen, auch wenn gerade kein Gesprächspartner physisch anwesend war.

In jener Zeit legten sich neben den Aufschneidern nur die technikaffinsten Menschen ein Mobiltelefon zu, während viele andere den Kauf eines solchen Gerätes nicht nur als sinnlos ablehnten — schließlich hatte man ein Festnetztelefon zu Hause und auf der Arbeit — sondern gar nicht erst in den Ruch kommen wollten, derartige Aufschneiden wollende Anteile in ihrer Persönlichkeit zu haben. Weshalb der deutschlandweite Durchbruch der mobilen Telefonie ein wenig länger auf sich warten ließ.

Viele Mobiltelefon-Verweigerer gaben nur widerwillig ihre ablehnende Haltung auf, als man dann doch irgendwann den nicht geringen Nutzwert eines solchen Telefons erkannte, vor allem aber, als inzwischen immer mehr Leute wie Du und ich diese Dinger kauften, so dass sich das Image des Mobiltelefons wandelte. Wenn es mittlerweile fast jeder besaß, konnten nicht ausschließlich Deppen und Aufschneider unter den Nutzern sein. So dass selbst hartnäckigste Verweigerer — ein dem Autoren bekanntes Exemplar dieser Gattung gab die Mobiltelefonlosigkeit erst vor zwei, drei Jahren auf — irgendwann zur Gruppe der Besitzer eines solchen Apparates gehörten.

Was sich trotz der Wandlung des Images der Mobiltelefone nicht gewandelt hat, ist, dass es abgrundtief nervend sein kann, wenn Menschen in der Öffentlichkeit in einer Lautstärke in ihr Telefon brüllen, dass man zwangsläufig, ob in der Flughafen-Abfertigungshalle, an der Bushaltestelle, im Zug oder sogar einfach in einem Einkaufszentrum, alles mithören muss, was diese Person an Belanglosigkeiten mitzuteilen hat, dem Gesprächspartner, aber auch der Umgebung.

Augen kann man schließen, Ohren leider nicht.

Und da ein jeder solche Situationen kennt, in denen man sich nichts sehnlicher wünschte, als dass Mobiltelefone nie erfunden worden wären, in denen man geneigt ist, die Abschaffung der Selbstjustiz für doch keine so tolle Errungenschaft der Zivilisation zu halten, bedarf es auch nicht viel weiterer Worte, um sich einen allen bekannten Fußballer als besonders anstrengende Variante dieses Typus vorzustellen.

Eine Begegnung, die Sammer so in Erinnerung behalten hat: „Der Abstand war gewaltig. Wir wussten ja zum Beispiel gar nicht, was ein Weißbier ist. Lothar hat mir gezeigt, was im Westen so läuft.“ Und auch, wer in dem Zimmer der Platzhirsche das Sagen und vor allem die Telefonhoheit hat. Nämlich Matthäus, der den Festnetzapparat im Dauerbetrieb nutzte. Man kann sich das gut vorstellen, wie der Lebemann Matthäus mit dem Hörer in der Hand lässig im Bett lümmelt und neben ihm der Ostbürger Sammer aus dem Staunen nicht herauskommt. „Er hat telefoniert wie ein Weltmeister und wichtige Gespräche geführt.“

Die Schwatztasche Matthäus. Schon damals zeigte sich also sein unstillbarer Bedarf, gehört zu werden, und er nervte seine direkte und die telefonisch verbundene Umwelt mit „wichtigen Gesprächen“. Das erstaunt nun wirklich niemanden; und gleichzeitig ist es nicht verwunderlich, dass man so einem mittlerweile am liebsten gar nicht mehr zuhört. Es sei denn, man verkauft Zeitungen mit seinem „wichtigen“ Gefasel darin.

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