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Kategorie: Zettel-Ewalds Sammelsurium

Alles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde

Schon wieder gebrochene Beine?

Auch wenn ich grundsätzlich die Auffassung teile, dass es diskriminierend ist, bestimmte Subgruppen der Bevölkerung von Scherzen auszuschließen, besitzen bissige Scherze fürweilen eine andere, geringere Dimension, als das, was Menschen mit Depressionen zusätzlich zur ohnehin schon fürchterlichen Lage zu überstehen haben.

Der Vergleich mit dem gebrochenen Bein ist so ausgelutscht wie dennoch zutreffend. Über ein gebrochenes Bein würde man auch Witze machen, man würde aber nicht erwarten, dass das Bein von den Witzen oder auch nur dem Bein klug Zureden heilt. Wiewohl man mit den Witzen auch nicht die Absicht hat, jemanden zu heilen, sondern ihn auszugrenzen und seinen Willen bzw. mangelnden Willen, gerne auch fälschlicherweise als Charakter bezeichnet, dafür verantwortlich zu machen. Für sein Leid als auch für die deshalb auf obskurem evolutorischem Wege von vielen so empfundene verdiente Ausgrenzung.

So lange diese Witze noch vorherrschen, sollte nicht nur Deisler, sondern jeder Mensch mit Depressionen Bücher schreiben und diese in großem Umfang bewerben, egal, wie viel Kohle er damit noch nebenbei macht oder ob es für Außenstehende widersprüchlich ist, dass man das, was man damit wieder betritt, für co-ursächlich für die Problematik hält.

Je nachdem, welche Statistik man heranzieht, trifft es zwischen einem Drittel und einem Achtel der Bevölkerung auf Lebenszeitvalenz gesehen. Also auch Du könntest Dich dann mal zusammenraffen. Zusammenraffen nämlich, der Depression in ihrer Antriebs- und Teilnahmslosigkeit wenigstens in Bezug auf die klugschwätzende Umwelt etwas Positives abgewinnen zu können.

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Die Mär von der Ruhrgebiets-Mentalität

Walter Hellmich, der die PK mitverfolgte, resümierte: ‚Seine Maßnahme hat gegriffen. Irgendwann musste man mal die Reißleine ziehen. Wir sind im Ruhrgebiet und hier wird gekämpft. Die Menschen mussten hier jahrelang um die Existenz kämpfen und der MSV um die Rückkehr in die erste Liga.‘ *

Frank Heinemann, Interimstrainer des VfL Bochum: ‚Wir sind hier im Ruhrgebiet, da erwarten die Leute, dass man kämpft. Ganz einfach. Und das mussten wir wieder tun.‘

Peter Neururer, Trainer des MSV Duisburg: ‚Gerade im Ruhrgebiet erwarte ich Leidenschaft und Laufbereitschaft.‚

Sie wird ständig hochgekocht (wirklich no pun intended, Joachim), ganz besonders gerne auch von jenen, deren eigene Reichweite nicht über die nicht existenten Grenzen der nicht mal genau einzugrenzenden Region hinausreicht. Die Mär von der Mentalität, die hier vorherrsche, welche man gleichzeitig auch den Einkäufen und Eigengewächsen überstülpen möchte, ob nun aus Bocholt, Kleve, Münster eingekauft oder aus Kinshasa, Santiago de Chile, Craiova oder Valencienne, hat sich schon lange überlebt und wird nur noch gepflegt, um als Mem weiterzuleben, dem aber die Anbindung an die Realität fehlt.

Wer hier Fußball spielt, der möge sich bittschön auch den Gepflogenheiten der hiesigen Kundschaft anpassen. Die Bitte, der Wunsch für sich genommen ist ja nun mal keine Forderung, die man fürs Kulturwechseln an sich nicht begrüßen würde und auch möchte, sofern man sich selbst als Teilnehmer einer gewissen Kultur, sozial, regional oder suizidal, empfindet. Sie ist auch erstmal nicht schlecht, denn unzweifelhaft wird auf den Bolzplätzen Dortmunds anders Fußball gespielt als auf ihren Wiedergängern in Funchal oder gar in Detroit.

Man frage sich aber gleichzeitig, ob es irgendeinen Ort auf der Welt gibt, an dem sich die Menschen, die ins Stadion gehen, die sich wirklich für Fußball interessieren, an dem diese Forderung mehr oder weniger Sinn ergeben würde als in dieser nicht näher in ihren Grenzen definierten Region.

Will das Publikum in Fürth immer nur Spieler sehen, die schön spielen, nicht kämpfen, und dann mal verlieren oder gewinnen? Will das Publikum in Madrid immer nur Spieler sehen, die schön spielen, sich in Zweikämpfen aber regelmäßig den Schneid abkaufen lassen und in letzter Konsequenz somit ihre Eier in Form von Punkten an den Gegner verschenken?

Es gibt da sicher mehr als diese nur vier hier zu nennenden Komponenten, die dem zugrunde liegen, die in die Irre führen, und man kann es so langsam wirklich nicht mehr hören.

1. Die kulturellen Eigenarten gewisser Regionen verlieren immer mehr und ständig an Bedeutung, auch wenn sie durch Mundart, sehr eigene Gepflogenheiten und auch durch das ständige Wiederholen und Betonen dieser Eigenarten an öffentlicher Stelle immer noch eine gewisse Überlebenschance besitzen und im Detail auch nicht zu leugnen sind. Die Frage bleibt aber, was das mit den Erwartungen des Zuschauers an eine Darbietung von Spielern aus aller Herren Länder zu tun haben soll.

2. Den Zuschauer interessiert es keinen Deut mehr oder weniger, ob seine geliebten Spieler kämpfen oder nicht, ob er nun in ABC-Alarm oder am anderen Ende der Katastrophen-Skala lebt.

3. Den Zuschauer interessiert nicht, ob die Leute „irgendetwas“ für ihr Geld tun, sondern was dabei als Ergebnis rauskommt. Wenn eine Mannschaft immer kämpft, kämpft, kämpft, aber immer verliert, verliert, verliert, dann werden sich die jeweiligen Spieler von ihrem glorreichen, so herzlich erwünschten Kämpfen einen goldenen Kanaldeckel in Horst-Emscher beschriften lassen können (auf eigene Kosten) – vom Hof gejagt werden sie aber trotzdem werden.

4. Und überhaupt! (Was, zugegeben, wiederum ein sehr ruhrgebietstypisches Argument ist.)

Wem dient also diese Folklore, die vergleichbar den Karl-May-Festspielen in Dingensbummens, nur noch eine solche ist? Verkauft man damit eine Zeitungsausgabe mehr, wenn man solch einen Quark (abmahnfähiges Wort, zumindest theoretisch) ständig nachsalbadert? Sichert man sich seinen Job als Bundesligatrainer damit, wenn man ständig diese Vokabeln von der „speziellen Mentalität“ in den Grenzen einer Region, deren Grenzen nicht näher definiert sind, wiederholt? Kommt deswegen ein Zuschauer mehr ins Stadion — falls die Ergebnisse nicht stimmen, dennoch aber alle Beteiligten immerhin gekämpft haben?

* Keine Ahnung, warum Hellmich hier das Präteritum verwendet, offensichtlich liest er zu selten Arbeitslosenzahlen aus Duisburg.

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Rostige Schar

Wirklich völlig zufällig – und das bedeutet: wirklich völlig zufällig – fiel ein virtuelles Zusammentreffen mit textilvergehen (Claim: „Hauptsachen. Nebensachen. Anziehsachen.“) auf den gestrigen Tag, an dem Union Berlin an der Wedau gastierte.

Herausgekommen ist das hier, was aber wiederum nichts mit dem Ergebnis vom gestrigen Tag zu tun hat.

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Zurück zum 1. FC Küln

Liebe Herren und sicher auch Damen Fußball-Computerspiele-Gestalter:

Es reicht.

Ich als Trainer Baade bin irgendwo zwischen 30 und 40 Lenzehn alt und ich spielte immer gerne Ihre Produkte. So lange es so war, dass ich jünger oder vielleicht gerade noch gleich alt war wie die Protagonisten in Ihren Spielen, die sie offensichtlich aus einer Konstruktion namens Realität abgekupfert hatten, welche ohnehin nicht so ohne Weiteres als bare Münze genommen werden kann. Natürlich gaukeln mir auch Zeitung, Fernsehen und Freunde vor, dass diese Realität immer die gleiche sei und sogar existiere. Beweise, stichhaltige Beweise lieferte mir dafür allerdings nie jemand. Jedenfalls nahmen Sie die Namen aus diesem Konstrukt und verfrachteten sie in Ihre Computerspiele. Gesetzt den Fall, es war vor 198x oder sie hatten genug Kohle dafür, diese Namen aus der Realität verwenden zu dürfen. War Letzteres nicht der Fall, wendeten Sie einen äußerst kreativen Trick an, der – man möchte ja gerne bescheiden bleiben – auch von mir hätte stammen können: Sie nahmen alle Namen aus der Realität, vertauschten aber ein paar Vakole oder Ümläute Crüe miteinander, so dass plötzlich aus den Namen aus der Realität Namen wurden, die an die Realität angelehnt waren, aber nicht mehr der Realität entsprachen.

Dös war faun, manchmel belostigend, en din meisten Fallen storte is abür nocht bim Urkennin dir Numen. Is untwackilty süch sugar zä einur Ort Spurt, dei si forchtürlech untstilltan Nymön trutz dus Oustuaschins dovirsir Viköle dei Numin nach ze örkinnen. Wos muistens gilung.

Ob nun also reale Namen oder an die Realität angelehnte – kirz dörchgischattilty Nüman – der Bezug zur realen Realität war vorhanden und wurde durchaus goutiert.

Es war ein Vergnügen zu sehen, wie denn der selbst heiß geliebte Spieler xy aus Mannschaft yz von den Machern eines Spiels in den Bereichen Kopfballstärke und Passgenauigkeit eingestuft wurde, oder aber auch: wie viele Punkte die KI-gesteuerte Mannschaft „1. FC Küln“ bei einer komplett durchgespielten Saison erzielen würde.

Die Betonung im vorigen Satz liegt auf war.

Mittlerweile ist außer Jins Lühman fast niemand mehr in der Bundesliga aktiv, der weniger an Lenzen zählt als meine Wenigkeit. Und deshalb wende ich mich an Sie: Ich möchte keine Teams mehr haben in den Computerspielen, die komplett oder annähernd der Realität nachgebildet sind. Ich möchte von nun an, da ich zu keinem der Spieler mehr aufblicke, nur noch reine Fantasieteams in meinen Computerspiel-Ligen enthalten wissen. Die deutsche Liga darf gerne Deutsche Liga heißen, die englische gerne Englische Liga oder English League und die dänische darf gerne Dänische Liga heißen. Die Verteidiger dürfen Schmitz, Schmidt, Smith und Smithers heißen, ohne dass irgendjemand aus dieser vermaledeiten Realität dafür Pate gestanden haben mag. Ich möchte, dass diese Spielfiguren über den gesamten Verlauf der Tätigkeit meiner Finger an diesem Computerspiel Bestand haben, auf dass sie ihre eigene Identität entwickeln können, die aber bittschön völlig losgelöst von der Realität sein soll.

Ich möchte nicht im Computerspiel noch auf die Figuren treffen, die mich schon im Fernsehen (und im Internet auch!) verfolgen und nicht mehr loslassen, die Runaldus, die Messys und die Röneys; ich möchte erst Recht nicht mehr nur aus Spielern auswählen können, die der Realität nachempfunden sind, egal, wohin ich schaue, ob in die 2. Liga zu Paderborn oder nach Brighton & Hove Albion, ob nach Guingamp oder nach Sarajevo. Ich möchte, wenn ich Fußballcomputerspiele spiele, dass diese möglichst nicht mal mehr in Stadien stattfinden, die es tatsächlich gibt (bzw. geben soll). Ich möchte, dass ein Computerspiel ein Computerspiel ist, mit all seinen unbekannten Protagonisten, die nur dem Hirn des Chef-Namensgebers Ihrer Firma entsprungen sind oder aber durch zufälliges Zeigen auf einen Namen im Telefonbuch. Von mir aus dürfen sie auch bekannten Songs entlehnt sein oder Filmfiguren sein, aber bitte, bitte, keine Namen und schon gar keine Gesichter mehr aus der Realität.

Die Realität sehe ich den ganzen Tag lang, und wenn ich ein Spiel spiele, möchte ich mich gerne aus dieser entfernen, zumindest gedanklich, und dann eben mit dem FC Paris gegen London United spielen, wo noch Jefferson im Tor steht und Leclerc die Tore macht, deren Pendants man in der Realität vergebens suchte.

Ich möchte.

Danke.

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Der deutsche Kader für die U20-Weltmeisterschaft

Nach der Flut der Absagen durch die eigentlich als Stammspieler für die U20-WM eingeplanten besten Talente im DFB muss der Trainer der U20-Auswahl auf größtenteils unbekannte Spieler zurückgreifen. Wer den einen oder anderen Namen nicht kennt: Kein Wunder, diese Spieler sind in ihren Teams meist weit entfernt davon, Stammspieler zu sein. Und mit Ingo Aulbach von Viktoria Aschaffenburg ist sogar ein Spieler eines kleineren Klubs dabei. Die Zusammenstellung muss aber nicht zwangsläufig zu einem schlechten Abschneiden führen, denn eins haben diese Jungs alle im Gepäck: die deutschen Tugenden.

1 Rüdiger Vollborn, Bayer 04 Leverkusen
2 Helmut Winklhofer, FC Bayern München
3 Anton Schmidkunz, TSV 1860 München
4 Michael Nushöhr, 1. FC Saarbrücken
5 Martin Trieb, FC Augsburg
6 Michael Zorc, Borussia Dortmund
7 Thomas Brunner, 1. FC Nürnberg
8 Holger Anthes, Eintracht Frankfurt
9 Thomas Herbst, FC Bayern München
10 Ralf Loose, Borussia Dortmund
11 Roland Wohlfarth, MSV Duisburg
12 Rainer Wilk, Arminia Bielefeld
13 Alfred Schön, SV Waldhof Mannheim
14 Ingo Aulbach, Viktoria Aschaffenburg
15 Ralf Sievers, Eintracht Frankfurt
16 Axel Brummer, 1. FC Kaiserslautern
17 Bernhard Scharold, Hamburger SV
18 Martin Hermann, 1. FC Nürnberg

Spieler A-Länderspiele Bundesliga 2. Liga
Rüdiger Vollborn - 401 -
Helmut Winklhofer - 140 -
Anton Schmidkunz - 7 14
Michael Nushöhr - 45 178
Martin Trieb - 165 52
Michael Zorc 7 463 -
Thomas Brunner - 328 74
Holger Anthes - 15 29
Thomas Herbst - 84 22
Ralf Loose - 211 131
Roland Wohlfarth 2 287 93
Rainer Wilk - 2 4
Alfred Schön - 180 160
Ingo Aulbach - - 92
Ralf Sievers - 232 44
Axel Brummer - 73 66
Bernhard Scharold - - -
Martin Hermann - - 31
Summe 9 2.633 990
Schnitt 0,5 146 55
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Blamieren ist das neue Respekt

Allerdings nicht erst seit heute.

Das Wort Blamage wurde im 18./19. Jahrhundert in der Bedeutung „Beschämung, Schande“ aus dem französischen blâmer („tadeln“) entlehnt. Das französische blâmer geht auf das lateinische blasphemare, „lästern, schmähen“ zurück. Heute steht Blamage auch für „Bloßstellung, Reinfall, Peinlichkeit“. Das Verb blamieren in der Bedeutung „bloßstellen, beschämen“ wird im deutschen Sprachraum bereits seit dem 17. Jahrhundert verwendet. Das Adjektiv blamabel für „beschämend“ ist seit dem 19. Jahrhundert in Gebrauch.

Man kann theoretisch, so es angepfiffen wird, ein jedes Spiel verlieren. Je weiter-weg-klassig der Gegner nach unten hin ist, desto angebrachter das Wort. Bei einem Unterschied von nur einer Klasse wird es dann aber und wie oben bereits gesagt nicht erst seit heute inflationär.

War — nur so als eines der vielen Beispiele zufällig ausgewählt — die Niederlage gegen den zumindest selbst erklärten Aufstiegsaspiranten wirklich eine „Blamage“ von Borussia Mönchengladbach? Oder ist mein Sprachempfinden so vermurkst, dass es gänzlich anders funktioniert als das derjenigen, die die immer gleichen, vollkommen unangemessenen Floskeln in die Tasten trompeten, sobald nur ein Favorit (auf dem Holz) gegen einen Nicht-Favoriten ein Spiel verliert?

(Das waren zwei rhetorische Fragen.)

Blamieren ist das neue, eigentlich leider schon allzu alte Respekt.

Es gehört nicht minder in den Schrank geschlossen und nur zu besonderen Anlässen herausgeholt. Sollte jemand aus Versehen den Schlüssel verlieren, würde ihm allerdings auch niemand eine Träne nachweinen.

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Das ist einfach nicht mein Niveau

Wenn einer viel zu gut ist für den Rest, als der Rest, über dem Rest, dann sieht es normalerweise so aus, dass man jeglichen Ball, den man erobert, so schnell wie möglich zu diesem viel besseren Spieler als der Rest befördert, woraufhin der seine Gegner wie Slalomlakritzschnecken stehen lässt und ein Tor nach dem anderen schießt oder so unwiderstehlich für seine Mitspieler auflegt, dass die gar nicht anders können als ins Tor hineinzutreffen. Man weiß dann: Entweder kommt der Gegner nicht mehr wieder, weil er nicht so taten- und vor allem machtlos zusehen will, wie ihm Tor um Tor gezapft wird, oder der viel Bessere kommt nicht mehr wieder, weil er a) nach oben hin weggekauft wurde oder b) sich selbst bei dieser Überlegenheit tierisch langweilt.

Man hat gesehen, dass das für Luca Toni einige Klassen zu tief war.

Nicht ganz wörtlich wird Mehmet Scholl so wie oben zitiert. Das tatsächliche Resultat war nach 45 Minuten eine Gelbe Karte, die kicker-Note 3,5 und ein Kopfball an die Latte. Das Team lag bei seiner Auswechslung schon 0:2 hinten, am Ende verlor es 0:5. Natürlich spielen immer 11 Mann und niemand kann das Spiel alleine gewinnen, der Titan hat’s ja auch nicht geschafft. Aber ist das nicht doch ein bisschen mager, wenn man annimmt, dass hier ein Weltmeister spielte, ein italienischer Nationalstürmer und auf der anderen Seite eine Drittligamannschaft?

Wie hat man sich das also konkret vorzustellen, dass ein Spieler wesentlich besser als die anderen ist, er das aber nicht ausspielen kann, weil die Klasse einfach zu tief ist? Die Antwort weiß wohl nur der Grünwalder Wind.

Für alle unter uns, die wirklich Scheiße spielen, bieten sich allerdings nun ganz neue Ausreden: Das sei einfach nicht unsere Klasse, viel zu tief, auf dem Niveau könne man eben nicht zeigen, was man wirklich kann, das gehe nur in Länderspielen oder in der Champions League, aber doch nicht gegen dieses Team aus der Bunten Liga. Und überhaupt: Falls man ausgewechselt werde, werde man vor Schlusspfiff nach Hause gehen, ohne abzuwarten, wie die Partie nun ausgeht. Wie ein Weltmeister eben, der ganz profan auch keinen Bock auf im-Stau-Stehen hatte. Achja, und natürlich eine Gelbe Karte abholen, weil der Schiedsrichter nun mal keine Ahnung habe. Viel zu tief, dieses Niveau.

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Live aus dem umstellten Gebäude

Die neuen Strategien der Polizei sowie die moderne Technik machen es möglich. Während draußen vor dem Gebäude noch die Polizei mit den Belagerern ringt, bekommen wir bereits Bilder und Zwischenmeldungen von den Eingeschlossenen, mit denen man zur Zeit nicht tauschen möchte.

Live-Impressionen also von innen heraus von den Belagerern und den Sicherheitskräften.

Sollten die Armen in Bochum heute noch befreit werden und unversehrt nach Hause fahren können, werden wir das sicher auch unverzüglich erfahren.

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