In een voetbalwedstrijd wordt een doelpunt gemaakt wanneer de bal over de doellijn van de tegenstander gaat. Er wordt dan 1 punt opgeteld bij de score van het team dat het doelpunt gemaakt heeft. Andere woorden voor doelpunt zijn goal en treffer.
9 KommentareKategorie: Zettel-Ewalds Sammelsurium
Alles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde
Okay, natürlich wird Mesut Özil nicht mit dieser Geschwindigkeit weiter scoren können, wie er es heute gegen den SC Freiburg tat: formidable 4 Assists und 1 selbst erzieltes Tor ergeben als Saison-Gesamtwert 15 Scorerpunkte aus 12 Spielen.
Das gab’s wohl selten zuvor in der Bundesliga (die 5 Scorerpunkte in einem Spiel sind jetzt gemeint), was allerdings auch daran liegen könnte, dass Assists noch nicht so wahnsinnig lange erfasst werden, jedenfalls nicht hier bekannt.
Weil man sich angesichts dieser Zahlen natürlich automatisch fragt, wo denn der Rekord an Scorerpunkten in der Bundesliga steht, wurde hier die einzige Quelle herangezogen, die dafür bekannt ist, der alte Herr aus Nürnberg nämlich. Der listet in seiner Onlineversion die Daten bis runter zur Saison 1995/1996 auf, was davor passierte, ist unbekannt.
Schauen wir also zunächst auf diese Aufzeichnungen:
| Jahr | Spieler | Scorer |
| 1995/1996 | Giovane Elber | 26 |
| Harald Spörl | 22 | |
| Andreas Möller | 21 | |
| 1996/1997 | Fredi Bobic | 30 |
| Giovane Elber | 28 | |
| Dariusz Wosz | 26 | |
| 1997/1998 | Ulf Kirsten | 27 |
| Krassimir Balakov | 25 | |
| Thomas Häßler | 24 | |
| Olaf Marschall | 24 | |
| 1998/1999 | Michael Preetz | 29 |
| Carsten Jancker | 22 | |
| Ulf Kirsten | 21 | |
| Oliver Neuville | 21 | |
| 1999/2000 | Martin Max | 23 |
| Ailton | 22 | |
| Ulf Kirsten | 20 | |
| Markus Weissenberger | 20 | |
| 2000/2001 | Ebbe Sand | 32 |
| Sergej Barbarez | 27 | |
| Claudio Pizarro | 26 | |
| 2001/2002 | Marcio Amoroso | 27 |
| Michael Ballack | 25 | |
| Martin Max | 23 | |
| 2002/2003 | Giovane Elber | 27 |
| Ailton | 26 | |
| Thomas Christiansen | 25 | |
| Marcelinho | 25 | |
| 2003/2004 | Ailton | 37 |
| Martin Max | 28 | |
| Franca | 27 | |
| Roy Makaay | 27 | |
| 2004/2005 | Roy Makaay | 36 |
| Marcelinho | 31 | |
| Marek Mintal | 30 | |
| 2005/2006 | Miroslav Klose | 39 |
| Dimitar Berbatov | 31 | |
| Marcelinho | 24 | |
| 2006/2007 | Miroslav Klose | 28 |
| Diego | 27 | |
| Kevin Kuranyi | 26 | |
| 2007/2008 | Luca Toni | 31 |
| Diego | 24 | |
| Markus Rosenberg | 23 | |
| 2008/2009 | Grafite | 39 |
| Edin Dzeko | 36 | |
| Mario Gomez | 32 | |
Neben der Tatsache, dass dabei doch tatsächlich einige Überraschungen (Markus Weissenberger von Arminia Bielefeld (!) und Harald Spörl vom HSV), alte Bekannte (Ulf Kirsten, Oliver Neuville, der gute alte wahrscheinliche 11Freunde-Liebling Olaf Marschall (die Haare!)) und auch äußerst regelmäßig in den Top3 vertretene Spieler (Miroslav Klose, Martin Max, Marcelinho) auftauchen, bleibt für die Ausgangsfrage festzuhalten: der Höchstwert liegt bei 39 Scorerpunkten in einer Saison.
Einmal erreicht von Grafite in der letzten Saison, zuvor bereits erreicht von Miroslav Klose in der Saison 2005/2006.
Mesut Özil absolvierte bislang 12 Spiele, hat dabei nun eben 15x „gescoret“ und käme beim Halten seines Schnitts von 1,25 Scorerpunkten pro Spiel was wie gesagt unwahrscheinlich ist auf 42,5 Scorerpunkte am Ende der Saison.
Bemerkenswert ist an diesem großen immer-noch-Talent des deutschen Fußballs sein überaus junges Alter, in welchem er diese Quote vorlegt, wie auch die berechtigte Frage, wie man auf Schalke eigentlich so dermaßen blind sein konnte, den Guten für n Appel und n Ei zu verscherbeln.
Falls jemand ältere Quellen zum Kriterium Scorerpunkte kennt, welches ja ursprünglich aus dem Eishockey kommt und im Fußball lange Zeit gar nicht verwendet wurde, bitte ich gerne um Wortmeldung.
14 KommentareHeute um 20h bei 90elf:
„Das Hauptthema der Sendung ist das Blogprojekt 18mal18, Deutschlands erstes Blogger-Netzwerk über Fußball.
18mal18 ist ein Experiment. 18 Autoren widmen sich je einem 18-jährigem Nachwuchsspieler aus einem der 18 Bundesligavereine. Die Autoren adoptieren den hoffnungsvollen Jungprofi für ein Jahr und begleiten ihn auf dem Weg vom Talent zum etabliertem Bundesligaprofi oder beim Zerplatzen der großen Träume.”
So beschreibt Robert vom liga.parkdrei.de Blog das Projekt 18mal18 und auch wenn bisher noch nicht alle Vereine abgedeckt werden konnte, verspricht es interessante Einblicke in den Spieleralltag. Zu Gast im Studio haben wir zu diesem Thema Autoren des Projekts und sprechen über Ihre Eindrücke und erfragen die ein oder andere Anekdote.“
18mal18 ist zwar mitnichten Deutschlands erstes Blogger-Netzwerk über Fußball, aber humanum est, wie gesagt.
Reinhören wird sich dennoch lohnen, wie auch die Webseite von 18mal18 zeigt.
4 KommentareMontag, 20h
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Es ächzt und seufzt und rumpelt und pumpelt unaufhörlich vor sich her, vor sich hin, über uns hinweg und vor allem mitten durch unsere Leben durch. Und mit jedem Häppchen mehr nähern wir uns dem Schlussakkord aus „Das große Fressen“.
Ein echtes perputuum mobile wäre ein großer Gewinn für die Menschheit. So aber: Ein Monster, dem man irgendwann nur noch sehr widerwillig folgen kann. Es tut gut, wenn die meisten dieser Ergebnisse reine Zahlen im Kopf produzieren und keine Bilder mehr dazugehören. Und eine Länderspielpause ist plötzlich willkommen. Auch eine Winterpause zu haben, im Gegensatz zu unser aller Vorbild-Liga, wird sich noch als angenehm herausstellen.
4 KommentareDa ich mir nicht mehr die Finger brechen will und eine „Champions League“ schon genug ist, wird jener Bewerb, in dem die Bayern bald antreten werden, in dem tatsächlich zur Zeit noch Hertha BSC Berlin vertreten ist und der so ungeliebt der Cup der Niederlagisten getauft wurde, von jemandem, der diesen anderen Pokal wohl auf Jahre hinaus unschlagbar nur noch mit dem Fernglas sehen wird, dieser Bewerb wird hier in meiner Eigenschaft als Sprachpfleger meiner selbst von nun an nur noch als
Europa-Liga
bezeichnet.
Das hat nichts mit vermeintlichem Anti-Denglischtum zu tun, auch nicht mit einer etwaigen Überzeugung, dass ein zusammengesetzter Begriff sich nur einer einzigen Sprache bedienen darf, um seine Elemente zu finden, oder gar damit, dass ich zu blöd wäre, die Buchstabenkombinationen ae und ue ständig hintereinanderzutippen (okay, ein bisschen vielleicht, siehe Titel).
Nein, es hat schlicht und ergreifend damit zu tun, dass ich dem englischen Begriff einer „League“ in Kombination mit einem im Deutschen gebräuchlichen Wort wie „Europa“ einfach nichts abgewinnen kann, wenn das deutsche Wort für die „Liga“ schon seit Ewigkeiten etabliert ist und viel schneller von der Zunge geht obwohl es in der Aussprache länger ist.
Jeder so wie er will, ich hier nur noch mit Europa-Liga.
Und dass die UEFA sich jetzt ein kleines Eigentor damit geschossen hat, dass niemand mehr „UEFA-Cup“ oder eben „UEFA-Europa-League“ sagt oder schreibt und die Zahl ihrer Nennungen somit signifikant sinken wird, kratzt hoffentlich nur eben jene.
13 KommentareWir probten in dem Keller der Realschule.
Eines Tages kam der Hausmeister herunter, der bekanntlich bei der Stadt interveniert hatte, dass Bands in seinem Keller proben würden und noch dazu einen Schlüssel für die Kellerräume seines Hauses hätten. Die Entscheidung fiel gegen ihn aus. Jugendkultur. Müsse man fördern. Zumindest in geregelte Bahnen lenken und was gäbe es Geregelteres als einen Realschulkeller, über den auch noch ein Hausmeister wachte. Zuhören wolle er, bei unserer Probe. Abgesehen davon, dass Proben nicht zum Zuhören gedacht sind, war gegen diesen Wunsch eigentlich nichts einzuwenden. Abgesehen davon, dass der Hausmeister eben Lord Vader war, der uns jederzeit mit einer leichten Halsbewegung hätte herauskicken können. Eigentlich wollten wir dieses dings-getränkte Dingen spielen oder zumindest versuchen, zu proben, bei dem niemand wusste, wie es ausgehen würde, das nur einen Anfang hatte, einen sehr strukturierten, aber kein Ende. Es hatte nie ein Ende. Eigentlich war es auch langweilig, wenn man nicht in der Stimmung war. Aber bei den Proben machte es immer viel Spaß. Wir spielten es nie live, es wäre zu langweilig gewesen. Natürlich konnten wir jetzt, vor den Ohren der Obrigkeit in Person des Hausmeisters nicht so einen Scheiß spielen. Also spielten wir „The End“, ohne uns des Subtextes des Titels in Bezug auf die Situation bewusst zu werden. „The End“ in unserer Version war – Herrgott, wie kreativ wir waren – natürlich kein 1:1-Abklatsch, sondern gespickt mit Zitaten anderer Songs. Niemand nahm an, dass der Hausmeister, er war ja gar nicht so tumb, wie er aufgrund seiner Aushänge im Proberaumkeller immer wirkte, diese Anspielungen bemerken würde. War auch egal. „This is the end“, mein Hausmeister, er hörte zu, wir spielten und irgendwann zwischendrin kam mir das Bild von Paul McCartney in den Sinn. Wie er als junger Junge noch da sitzt und nicht ahnt, was aus ihm werden würde. Ich spielte weiter. Wir spielten weiter. Der Hausmeister hörte zu. Wippdiwipp, sein Kopf bewegte sich. Wie kann man zu „The End“ mitwippen? Offensichtlich verstand er kein Englisch. Dann, natürlich, hätte man sich auch all die anderen Anspielungen in unserer ur-eigenen Version sparen können, wenn er sowieso kein Englisch sprach. Vielleicht war er aber nur ein Motherfucker, der den einen oder anderen Song doch erkennen würde, selbst wenn er kein Englisch sprach. Er wippte mit. Das Ende, sofern es nicht schon da war, rückte näher. Er wippte weiter mit, so als wäre nichts geschehen, so als stünde das Ende nicht vor der Tür unseres Proberaums. Irgendwann neigte sich der Song dem tatsächlichen Ende zu, und der Hausmeister hörte auf, mitzuwippen. „Schön“, sagte er, als er ging. Aber jeder wusste, dass er dasselbe auch bei demselben Scheiß in blau gesagt hätte. Dass er sich überhaupt die fünf Minuten genommen hatte, um zuzuhören, war schon sehr erstaunlich. So viel Geduld hätte man heutzutage nicht mehr. Später gingen wir auf den Schulhof und bolzten mit einem Tennisball herum. Den hatte nicht mal einer mitgebracht, er lag so da herum und war noch nicht platt. In einer Band von vier ist es schwierig, keine internen Rivalitäten oder Vorlieben zu entwickeln, und so war die Teamaufteilung natürlich klar: Hier Rhythmus- und Leadgitarre – dort Bass und Schlagzeug. Die Rhythmusfraktion hatte natürlich keine Chance gegen uns. Nicht, weil sie so schlecht waren, sondern weil sie keinen, ähem, ähem, Rhythmus fanden. Sie fanden einfach nicht in die Partie. Mit dem Tor zum 10:4 war es dann vorbei. Solche Schulhof-Partien hatten schon immer bei 10 geendet und jeder, der schon mal Fußball mit einem Tennisball gespielt hat, weiß, wie viele Tore dort fallen. Meistens musste man mit dem Gong fertig werden, war man aber nie. Statt einem Elfmeterschießen galt dann die „Regel“: „Das letzte Tor entscheidet.“ So beknackt war man damals, dass man erst einen 40:0-Vorsprung herausspielte, um dann ganz am Ende das letzte Tor entscheiden zu lassen, wer die Partie gewinnt. Das war hier zum Glück nicht nötig. Lead- und Rhythmusgitarre gewannen 10:4. Ich will nicht verschweigen, dass der Bassist ein absoluter Fußballlegastheniker war. Aber, und das ist ja die Krux (oder auch das Glück): Man muss eben nicht Fußball spielen können, um Fußball zu spielen. Es reicht, wenn man weiß, wohin man laufen muss, dafür muss man noch nie Effet auf einen Schuss gesetzt haben oder wissen, was der Winkel ist oder gar, wie man darein schießt. Einfach nur laufen und richtig stehen und schon ist man, sofern man richtig steht, ein besserer Fußballer als ca. 2/3 der Menschheit. Sollte doch mal ein Ball auf einen herniederkommen, kann man immer noch mit der Picke, mit dem Schienbein oder mit dem Arsch klären, Hauptsache, man weiß, wo man stehen muss. Als das Spiel aus war, schwitzten wir. Der Hausmeister rief von oben: Aber nicht, dass Ihr das jetzt bei jeder Probe macht! Wir riefen zurück: Halt die Fresse, Du Arsch. Tatsächlich sagten wir: Aber nicht, dass Sie jetzt bei jeder Probe vorbeikommen. Er grinste ein wenig. Man weiß bis heute nicht, was er damit gemeint haben könnte. 10:4, danach gingen wir wieder runter in den Schacht und schrieben „A Day in the Life“, welches so noch nie von einer Band vorher geschrieben worden war. Es war ein wenig still und kalt, aber wir Gitarristen wussten nun, dass die Rhythmussektion keine Chance hatte gegen uns.
Der Hausmeister lief laut hörbar den Flur hinunter.
8 KommentareNatürlich nehmen wir unseren Sport nicht ernst. Denn wenn man ihn ernst nähme, dann müsste man sich auch dafür interessieren. Also, haha, lassen wir es lieber sein, sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen. Umso besser, wir wissen ja, die meisten Millionen, die zuschauen, verstehen nicht mal, dass es ernst ist. Es ist nur eine reine Unterhaltung, aber nichts, worüber wir etwas erfahren wollen würden. Und deshalb lachen wir auch an jedem Samstag Abend. Lachen uns ein wenig kaputt über uns selbst, wie dumm wir waren, unseren Sport ernst zu nehmen. Haha.
Darf einem doch keiner übel nehmen, dass man es nicht ernst nimmt, oder?
„Herr Welke, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien denn am meisten geärgert?
Über die Länderspiel-Übertragungen der letzten Tage. In der ARD gab es einen durch vorzeitige Qualifikation völlig sinnlos gewordenen und entsprechend lustlosen Kick gegen Finnland. Verschwendete Lebenszeit für alle Beteiligten. Weit ärgerlicher aber, was beim wichtigen Russland-Spiel im ZDF passiert war: Deutschland löst das WM-Ticket, und nach dem Spiel gibt es kein einziges Interview! Fußballer zu fragen, wie sie sich nach einem Spiel „fühlen“, gehört aber natürlich zum Grundversorgungsauftrag. Stattdessen wurden Nachrichten gezeigt. Eine gefühllose Entscheidung.
Yeah, und genau deshalb haben wir auch keinen Bock mehr, zuzuschauen, wenn wir uns in unserem eigenen Tauberzüchterverein noch von einem verhohnepiepeln lassen müssen, der Taubenzüchtervereine an sich schon grundbanal und dann auch noch verachtenswert findet. C‘mon, warum sollte ich euch ernst nehmen, ihr versteht doch selbst nicht, worum es geht.
Aber natürlich sitzt derjenige dann in derselben Ordnung wie diejenigen, die den Sport, den sie, hoffen wir zumindest, selbst wenigstens ernst nehmen. Und verarscht uns auch noch, während wir zugucken und hoffen, etwas übers Spiel zu erfahren.
Dieser vermaledeite nicht zu schließende Reißverschluss in deutschen Fußball-Medien-Landen zwischen dem, was Leute, die sich für witzig halten, aus dem Fußball machen, während sie das tun, was sie selbst für witzig halten, was wiederum nichts mit Fußball zu tun hat: Er ist unerträglich, dieser nicht geschlossene Reißverschluss und bis heute hat uns noch keiner die Frage beantwortet, Herr Comedian, was zum Teufel ihn dazu getrieben hat, unbedingt einen auf Sportjournalist zu machen, wenn er doch viel lieber „Comedian-Darsteller-Versucher“ wäre. Diese Vermischung zweier eigentlich nicht miteinander zu verquickender Elemente des Lebens geht nicht auf uns zurück.
Wenn es denn wenigstens lustig wäre.
3 KommentareLange hatte man sich gefragt, wieso diese komischen Tor-Entstehungen nachstellende Videos nicht einfach Pinnöpels, wie man stilisierte Spieler auch gerne nennt, verwenden, um die Tore in ihrer Entstehung nachzuzeichnen, wie hier das 1:0 des SC Heerenveen gegen Hertha BSC Berlin.
[photopress:hertha_heerenveen_fans_olympiastadion.jpg,full,centered]
Jetzt ist die Antwort klar: Wenn man nur stilisierte Pinnöpels nähme und womöglich nur eine Draufsicht wie sollte man da die anwesenden Zuschauermassen optisch ein bisschen aufhübschen und ein ausverkauftes Stadion (ohne Laufbahn) simulieren, wo doch in der Realität an einem regnerischen Donnerstag weniger Zuschauer als zu jedem Drittliga-Spitzenspiel ins immer gerade dann besonders ausladende, mit einer Laufbahn versehene Olympiastadion kommen?
Nicht genug, dass wir schon mit künstlichen Fangesängen beschallt werden: Jetzt werden uns in der Nachbetrachtung auch noch Zuschauer vorgegaukelt, wo gar keine waren!
8 KommentareDen wenigstens bekannt bislang, dürfen sich Leser dieser Seite glücklich schätzen, denn hier wird das geheime Geheimnis des Fußball-Gottes gelüftet: Der Fußball-Gott ist eine Kuh. Und seine Äußerungen tut er/sie mittels Kuhfladen kund.
Oben im Fußball-Himmel läuft diese Kuh vor jeder Saison aufs neue einen Parcours ab, auf dem die Klubs der Bundesliga aufgemalt sind, und wirft mal hierhin und mal dorthin und bestimmt so das Endtableau der jeweiligen Saison, je nach Reihenfolge und Trefferfeld eben. Zufällig dahingeschissen, sozusagen.
Ein Geheimnis, welches die armen Leute da unten nicht ahnen: All ihr Wirken und ihr Gebaren hat leider überhaupt keinen Einfluss auf das, was der Fußballgott da oben hinscheißt. So ackern sie und rackern sie und reden von Strategien und Neueinkäufen, denen beim Einleben man helfen werde, die sich nahtlos ins System oder die durch den teuren Wegverkauf entstandene Lücke einfügen werden. Davon, dass man aus der Vorsaison gelernt habe, dass man die selben Fehler nicht noch einmal machen werde, dass man dieses Mal wirklich keine Südamerikaner nur nach youtube-Studium einkaufe, dass man sich defensiv stabilisiert habe oder dass man seine Torchancen mittels des Wirkens eines Mentaltrainers nun besser nutzen wolle.
Und wenn es dann gar nicht so läuft, wie selbst geplant, weil der Fußballgott oben was Anderes hingeschissen hat, dann laufen sie wieder rat- und beinahe planlos wild gackernd durcheinander, der Mob fordert Skalps, die Verantwortlichen drehen wie von Sinnen an allen Schaltern, die sie noch im Vorjahr als vermeintlich wirksam ausgemacht haben, allein: Es ändert am Ergebnis nichts.
Hatte die Kuh im letzten Jahr noch einen Tabellenplatz im oberen Drittel erzeugt, hat sie dies Mal Platz 14, nach vielerlei Zittern und diversen Entlassungen, vorgesehen. Wer gerade noch an der Champions League schnupperte, sieht sich von der Macht des Fladens nach unten gespült, muss plötzlich Stunden ohne eigenen Torerfolg erklären, wo er nichts zu erklären weiß. Der zuletzt zweistellige Stürmer trifft nicht mehr und dem ehemaligen Stabilisator der Defensive unterlaufen Eigentore galore.
Mit der selben Wirksamkeit werden Aufsteiger in den UEFA-Cup und deren Trainer als Helden auf die Titelseiten emporgespült, gefeiert wird das Wirken jener, nach der geheimen Mixtur des Wundertrainers oder -Einkaufs wird gefragt, viel wird andernorts kopiert, die Lehrbücher werden umgeschrieben, die neue Frische, das frische Neue möchte man auch gerne selbst haben, die Sektkorken knallen und die Fans bauen Denkmäler.
Bis, ja, bis es auch im nächsten Jahr wieder heißt: Kuhstall auf fürs neue Tabellenplatz-Bingo und alles ziellose Raten und weder er- noch überhaupt klären Können geht wieder von vorne los.
Flatsch.
8 KommentareGerade les ich in einer dieser „Info-Boxen“, dass xy einer von nur sechs Menschen sei, die in der Bundesliga Meister als Trainer und als Spieler geworden sind. Kurz inne gehalten, komme ich ad hoc auf fünf, womit mir einer fehlt. Damit es nicht ganz so langweilig ist, bitte die übrigen auch suchen.
Kein „Gewinnspiel ohne Gewinne“ heute, dafür wird’s allzu schnell zu Ende sein.
Komplette Antwort nach dem Klick:
11 Kommentare… playing soccer.
Das ist das, wofür die Veltins-Arena laut eines amerikanischen Blogs normalerweise genutzt wird:
Crying little girls playing soccer.
Und wenn man sich anschaut, wer da so alles im Heimteam tätig ist, allen voran ein gewisser, kann man nicht ganz von der Hand weisen, dass der amerikanische Blogger womöglich Recht hat.
Gesagt hat er das im Rahmen des Weltrekord-Versuchs, der im Zuge der Eishockey-WM in Deutschland 2010 in der Veltins-Arena stattfinden soll: Die Zahl von 74.554 Zuschauern ist zu schlagen, die im Oktober 2001 die College-Begegnung im Spartan-Stadium von East Lansing verfolgten, die Veltins-Arena bietet 75.976 Fans Platz. Der Rekord gelingt also nur, wenn die Schaubude für die weinenden Mädchen auch an dem Tag restlos ausverkauft ist, an dem echte Männer (und weder Biathleten noch Monster Trucks noch europäisch-amerikanische Footballer) ihre Kunst in diesem Stadion präsentieren.
Abgesehen von diesem Weltrekord-Versuch sollte man auf Schalke angesichts der Ebbe in den Kassen darüber nachdenken, die Zuschauerkapazität des Stadions durch Umwandlung größerer Bereiche in Stehplätze zu erhöhen, um auf diese Weise ein wenig schneller als in der geplanten Zeit von den Belastungen herunterzukommen. Knappe 61.000 waren ohnehin etwas knapp kalkuliert bei einem Klub, der doch bei fast jedem Heimspiel deutlich mehr als diese 61.000 Tickets unters Volk bringen könnte.
Warum nur hat man damals in dieser Hinsicht so devot kalkuliert, in anderen Aspekten hingegen ganz und gar nicht?
Gelesen beim Check von hinten.
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