Ich war nicht dabei, aber vielleicht einer von Euch?
Die Überschrift „Persönliches Plakat für alle“ möchte ich gerne um den Zusatz erweitern: “, die 9,90 Euro dafür ausgeben wollen.“
3 KommentareAlles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde
Ich war nicht dabei, aber vielleicht einer von Euch?
Die Überschrift „Persönliches Plakat für alle“ möchte ich gerne um den Zusatz erweitern: “, die 9,90 Euro dafür ausgeben wollen.“
3 KommentareHeute Abend spielt der Lieblingsverein von Johannes Rau selig, der Wuppertaler SV, nicht in seinem eigenen Stadion am Zoo gegen Bayern München, sondern in der Veltins-Arena, die mal Arena auf Schalke hieß, für die Johannes Rau selbst einen Namensvorschlag hatte, dessen Charme sich wohl nur demjenigen erschließt, der des Idioms der Region mächtig ist.
6 KommentareMan kommt nicht umhin, zu glauben, man sei in einem der frühen Helge-Schneider-Filme. Der keuchende, später stammelnde Norbert Dickel, der „Akademiker“ Dr. Gerd Niebaum und der Trainer, der „eigentlich immer an ein Tor geglaubt hat“. Das muss inszeniert sein.
„Das d’s größte, was ich je erlebt habe.“ „Das ist von uns allen das Lieblingstor.“ hören wir Norbert Dickel hervorpressen.
Thomas Helmer wurde von „Töppi“ nicht befragt, schlüpfte aber immer wieder halbnackt durchs Bild und man sah damals schon die Tendenz zur Jahre währenden gleich beschissenen Frisur. Einzig Frank Mill wurde nicht als Schauspieler engagiert, dementsprechend spielte er bei der Inszenierung auch nicht mit, sondern war er selbst. Nackte Männerärsche gibt’s übrigens auch zu sehen. Den „vorzüglich geführten Club“, den Rolf Töpperwien erwähnt und damit tatsächlich genau jenen BVB meint, der unter dem selben Gerd Niebaum in die existenzbedrohende Pleite geführt wurde, gibt es allerdings nicht mehr. Und begeisterungsfähig ist das Dortmunder Publikum auch nicht mehr, sondern nörgelig-kritisch, wie es im Ruhrgebiet anscheinend zum guten Ton gehört, anders als das Klischee von den dauerunterstützenden Arbeitslosen, die auch noch ihr letztes Hemd für den Klub geben, es uns weismachen will.
So billig der Spruch auch ist, hier ist er angebracht: Das ist ganz großer Sport.
11 KommentareMerchandising. Ganz großes Thema, nicht erst seit Manchester United als erstes auf die Idee gekommen ist, die Trikots des Clubs „profässionäll“ zu vermarkten, sondern schon seit Jägermeister Braunschweig.
Wie wir alle wissen, betreiben die diversen Clubs diverse Anstrengungen, um in diesem Bereich große Erlöse zu erzielen. So ist auch die Idee, jedes Jahr und eigentlich auch für jeden Anlass, ein neues Trikot herauszubringen, seien es DFB-Pokal-, Auswärts- oder Champions-League-Spiele, ebenfalls in erster Linie dem Gedanken geschuldet, dem idiotischen Hardcorefan noch ein paar Piepen extra aus der Tasche zu ziehen.
Wie viel erlöst man denn nun aber mit dieser Sparte der Erlössparte überhaupt? Lange Zeit blieb das im Dunkeln, und ich meine: zurecht.
Wie uns der Print-Spiegel (ja, so etwas gibt es noch) in seiner letzten Ausgabe aufklärt, liegt nämlich der FC St. Pauli mit seinen (angestrebten) Trikotverkäufen auf Platz 9 bundesweit. Platz 9 bundesweit, somit noch vor Eintracht Frankfurt oder dem „Glubb“ aus Nürnberg. Wie viele Trikots muss man denn nun verkaufen, um solche gestandenen und langjährigen Bundesligisten wie die Diva vom Rhein-Main oder den ehemaligen Rekordmeister hinter sich zu lassen?
Die Antwort ist ernüchternd: 25.000 Trikots will/wird/hat der FC St. Pauli verkauft.
25.000!
Das ist wesentlich weniger als die Zahl der Menschen, die regelmäßig ins Waldstadion oder ins Frankenstadion geht, und dachten wir nicht alle, dass es mindestens noch ein paar Tausend weit verstreut und entfernt lebender Fans dieser Vereine gäbe, die durchaus unbedingt im Trikot ihres Lieblingsclubs schlafen wollen? 25.000, das ist dermaßen wenig, dass man kaum glauben kann, dass die Einkünfte aus diesen Aktionen überhaupt eine Rolle spielen im Etat eines mittelgroßen Clubs.
Anders sieht das hingegen bei den Bayern aus, die laut Spiegel in diesem Jahr den Verkauf von 900.000 Trikots anstreben. In dieser Größenordnung hätte ich eigentlich auch Schalke (120.000) oder Dortmund (80.000) verortet. Offensichtlich ist die Klientel doch zu klein oder zu klamm.
Mit nur 25.000 verkauften Trikots auf Platz 9 bundesweit: Ich bin entsetzt, aber auch erleuchtet.
14 KommentareEiner der Hauptgründe für die weltweite Popularität des Fußballs ist, wie einfach er auszuüben ist: Neben einem Ball, der in vielen Fällen auch einfach nur ein Tennisball oder eine leere Coladose sein darf, braucht man gerade noch ein paar Sportschuhe. Das war’s. T-Shirt, Sporthose und Taschen, um Tore zu bauen, hat wohl jeder ohnehin (zumindest in den Industrienationen) im Schrank.
[photopress:eisenstollen.jpg,full,alignright] Heute war es dann auch für mich mal wieder so weit, mir neues Arbeitsgerät zuzulegen. Beim Kauf neuer Fußballschuhe habe ich gerade festgestellt, dass es inzwischen problematisch geworden ist, überhaupt Schuhe mit Eisenstollen im Regal zu finden. Fast alle haben jetzt diese komischen „Haifischzähne“, wie der Verkäufer sie nannte, aus Plastik bzw. Gummi. Die hatte ich zuletzt ebenfalls, war damit äußerst unzufrieden, und wollte unbedingt zurück zu Eisenstollen. Man könnte durchaus einwenden, dass ich bei meinem Antritt eigentlich auch in holländischen Holzklotschen spielen könnte, es würde keinen Unterschied machen.
Holzklotschen machen sich aber auf dem Teamfoto schlecht und man bekommt noch mehr Blasen als sonst bei neuen Schuhen.
Deshalb also richtige neue Schuhe, aber mit Eisenstollen. Eisenstollen haben folgende Vorteile: Egal, wie fett man ist, sie bieten guten Halt auf dem aufgeweichten Boden. Egal, wie langsam man ist, sie bieten guten Halt auf jeglicher, noch so durchgeweichter Senfsoße, auf der man spielen muss. Egal, wie wenig zweikampferprobt man ist, sie bieten die Gewähr, dass man sich beim Gegner Respekt erarbeitet. Egal, wie langweilig man ist, haben mehr als die Hälfte der anderen Spieler Haifischflossen, ist man irgendwie etwas Besonderes mit seinen Eisenstollen. Und last not least: Der Stand ist einfach besser mit Eisenstollen, Haifischflossen hin oder her. Stand bedeutet auch: gib mir einen Freistoß in Nähe des gegnerischen Tores, und ich mach ihn rein, mit Haifischflossen jedenfalls nicht.
Weiß jemand, ob irgendeiner der Profis mit diesem Gummi-Haifisch-Zähnen spielt? Kann ich mir nicht vorstellen. Diese sind viel zu weich und zu nachgiebig, als dass man damit bei hoher Geschwindigkeit oder auch bei tiefem Boden ausreichend Rückhalt hätte. Warum aber versucht man dann, dem gemeinen 08/15-Spieler unbedingt diese Haifischdinger anzudrehen. Sehen m. E. noch nicht mal cooler aus.
Und noch eins weiß ich jetzt: Dass heutzutage so viele noch so schlechte Spieler in total aufgemotzten, bunt-grell-glitzerenden Fußballschuhen auflaufen, die man nur mit Mühe noch von einem Kirmes-Autoscooter unterschieden kann, liegt daran, dass es kaum Alternativen zu diesen aufgemotzten Dingern gibt. Die schlicht-schwarzen Schuhe muss man schon mit der Lupe im Geschäft auf dem Boden robbend suchen.
8 KommentareZu hoffen wäre es ja.
Morgen spielt der große Liverpool FC gegen den wirklich verdammt kleinen Sechstligisten Havant & Waterlooville FC. In Deutschland bedeutete sechste Liga Landesliga, also so etwas wie der TSV Heimaterde Mülheim, der SV Thalexweiler oder der VfL Grün-Gold Güstrow.
Die schönen Geschichten, welche der Fußball mit seiner im Vergleich zu anderen Sportarten immensen Zufälligkeitsanfälligkeit immer wieder schreibt, wären um ein Kapitel färingischer Qualität erweitert, sollte Liverpool zu Hause verlieren. Leider spielen bei Liverpool kaum noch Engländer, so dass das In-die-Hose-Scheißen vor dem möglicherweise stattfindenden Elfmeterschießen wohl entfällt, sollten die „Taxifahrer und Lehrer“, wie SPON schreibt, ein 0:0 oder nach einem frühen, überraschenden Tor ein 1:1 über 120 Minuten halten können. Demgegenüber steht ohnehin noch, dass es in England kein Elfmeterschießen im ersten Spiel einer Pokalrunde, sondern ein Wiederholungsspiel auf des Gegners Platz gibt. (Dazu könnte man in Deutschland auch wieder übergehen, somit hätte man wesentlich mehr Gelegenheiten, Geld zu verdienen, als an zwei läppischen Relegationsspielen. Außerdem gäbe es wieder mehr Anstoßzeit-bedingte Flutlichtspiele.)
Wikipedia weiß über die Namentsentstehung des Örtchens „Waterlooville“ Folgendes zu berichten:
„Einer lokalen Überlieferungstradition zufolge ist der Name des Ortes auf ein örtliches Pub mit Namen Heroes of Waterloo zurückzuführen; dieses Pub befand sich an einem Waitland End genannten Ort und wurde 1815 von Soldaten besucht, die soeben vom letzten Feldzug gegen Napoleon zurückgekehrt waren, der mit dem Sieg bei Waterloo endete. Diese Soldaten wollten den Sieg nun nach ihrer Landung im nahen Portsmouth gebührend feiern, kehrten im genannten Pub ein und sollen sich anschließend rund um dieses Pub angesiedelt haben, dass dem Anlass entsprechend in Heroes of Waterloo umbenannt wurde.“
Waterloo liegt demgemäß in der Nähe von Portsmouth und auch in der relativen Nähe von Southampton, wie man bei Google Maps erkennen kann.
„Heroes of Waterloo“, das klingt schon mal viel versprechend und lässt hoffen, dass die Taxifahrer den schwerreichen und schwertrainierten Herren Profis ein Bein stellen. Meistens geht so etwas schief oder gar derbe in die Hose, aber alle Jubeljahre mal klappt es ja. Drücken wir also die Daumen, auch wenn wir den Liverpool FC noch so in unser Herz geschlossen haben sollten (The Kop, Ian Rush und jenem ausgelutschten Fangesang sei es geschuldet), dass es morgen eine echte Fußballsensation zu bestaunen gibt, although chances are little.
Hier noch ein bisschen Musik zum Thema, viel Spaß damit und dann möchten wir als echte Liebhaber der Underdogs sagen:
Auf geht’s, Ihr lieben, tapferen, kampfgeistigen und herzblutigen Taxifahrer und Lehrer, alle beiden thumbs are crossed. Was Färöer gegen Schottland schafft, was Liechtenstein gegen Portugal schafft, was der FV Weinheim oder die SpVgg Vestenbergsgreuth gegen Bayern schaffen, was die USA damals gegen England schafften, das sollte Euch doch morgen auch gelingen:
Ein Waterloo an der Anfield Road.
3 KommentareEin Elefant macht „Tröt“, viele Elefanten machen „Tröter“ und ein ganzes Stadion voller Elefanten macht „Am Trötesten“. Und weil Ghana in Afrika liegt („So ist der Afrikaner.“), ist das Stadion beim Afrika-Cup randvoll mit Elefanten, die 90 Minuten lang tröten.
Dass das nichts mit dem Spielverlauf oder -stand zu tun hat, haben wir an anderer Stelle schon bedauert (zu faul zum Suchen), das Nervtötende an 90 Minuten Dauerbetrötung wird aber dann erst richtig bewusst, wenn man sich herbeiwünscht, der arg farblose Kommentator der Partie Marokko Guinea möge endlich weiter und lauter sprechen, auf dass man dieses Getröte nicht mehr ertragen müsse.
Zu hoffen, dass bei einer guten Chance mal ein Raunen durchs Stadion geht und so ein bisschen Fußball-Mitfieber-Atmosphäre entstünde, muss vergeblich bleiben, schließlich sind Elefanten keine Affen und verstehen demgemäß die Fußballregeln auch nicht. Und wenn ein Elefant so eine Tröte zur Verfügung hat, dann trötet er auch.
90 Minuten Dauerbrei.
Törö.
6 KommentareElton war wirklich da, zu sehen in diesem Spot auf „Grotenburg TV“, gehechelt und gekeucht wird er während seines Einsatzes aber nicht haben, wie es an dieser Stelle prognostiziert wurde. Da sollte man vielleicht vorher mal gucken, was Elton sonst noch so macht.
War Pete Doherty denn da?
5 KommentareDas größte Stadion Europas steht mit dem Camp Nou in Barcelona und hat laut Wikpedia 98.772 Sitzplätze, das nächstgrößte Stadion (bemessen nach der Zahl der Zuschauer) ist das neue Wembley-Stadion mit 90.000 Sitzplätzen.
In ganz Europa gibt es also kein Stadion mehr, welches die 100.000er-Marke knackt, womit wir beschämt und neidisch nach Nordkorea (150.000) und Indien (120.000) blicken, wo die zwei größten Stadien der Welt stehen.
Wuppertal sollte mal so langsam seine Pläne eines Neubaus verwirklichen, dort würde sich ein Stadion dieser Größenordnung doch recht schnell amortisiert haben.
3 KommentareKlinsmann, Klinsmann, Klinsmann, wer interessiert sich schon für Klinsmann? Der Flipper, was konnte er schon, außer sich die Lunge aus dem Hals rennen und köpfen?
Echte Fußballliebhaber stehen da eher auf die Sorte verrückt und durchgeknallt, kann dafür aber alles am Ball, ganz konträr zu den Fähigkeiten im Leben:
Wolfram Wuttke hat endlich nach seiner aktiven Karriere den großen Sprung geschafft: er wird Sportdirektor beim TSV Crailsheim. Wir freuen uns darauf, ihn nach kurzer Lehrzeit vielleicht bald bei seinen alten Klubs Schalke 04 oder beim HSV in ähnlicher Position zu sehen. Dann ist endlich wieder Feuer unterm Dach und es wird ordentlich Geld verjubelt.
Nachtrag: So [Link leider tot] sieht Wolfram Wuttke übrigens jetzt aus und das hier macht er eventuell, unverbürgt.
Noch ein Nachtrag: Einer der Gründe für Wuttkes Ruf.
12 KommentarePSG, das ist Paris St. Germain, der wie in Berlin einzige Hauptstadtclub in der ersten Liga des Landes, erstaunlich, ist doch Frankreich wesentlich zentralistischer als Deutschland.
PSG ist aber auch die Gesellschaft, die den Bau des neuen Stadions in Paderborn vorantreibt, und dabei mal mehr und mal weniger vorwärtskommt. Fertig ist das Stadion noch nicht, weshalb es eine schicke Animation auf der Webseite [Link leider tot] zum Stadion zu sehen gibt.
Leider hat die Animation jemand erstellt, der keine Ahnung davon hat, wofür so ein Stadion eigentlich gebaut wird. Der Zweck ist nicht, außen drumherum zu laufen und sich die schöne Fassade anzugucken, sondern reinzugehen und dort möglichst komfortabel und mit guter Sicht anderen Menschen beim Sport Treiben zuzuschauen. Wie es drinnen aussehen wird, verrät uns die Animation aber nicht. Setzen, sechs, Thema verfehlt.
4 Kommentare(Der) Bolzplatz und American Arena berichten bereits ausführlich zum Thema myfootballclub.co.uk, bei dem die Beteiligten den Club „Ebbsfleet United“ wieder zu dem machen wollen, was zumindest nach deutschem Verständnis natürlich sein sollte: dass die Mitglieder basisdemokratisch über die Vorgehensweise bezüglich des Teams entscheiden.
Nachdem der Ball-Blog schon ein Beispiel in Israel gefunden hat und Herr Wieland berichtet, dass in Uerdingen zumindest in Ansätzen Vergleichbares geplant ist, erweitern wir die Liste der Versuche, die Macht in einem Fußballklub zurück zu den Mitgliedern zu holen, um einen aus Frankreich.
Wie es bei Franzosen so üblich ist, machen sie alles etwas anders, so heißt der potenzielle Club „Cmon club de foot“ [Link leider tot], eine Namenswahl, wie man sie hierzulande vielleicht von Grundschülern erwartet hätte.
Da mein Französisch so gut wie mein Interesse, an so einer Aktion teilzunehmen, groß ist, verweise ich auf diesen Artikel bei Nachrichten.at, der uns das Ganze auf deutsch erklärt:
„Seit der Eröffnung der Webseite http://www.cmonclubdefoot.fr vor zwei Monaten schlossen sich der Initiative bereits 1.500 Interessenten an, die je 50 Euro Beitrag eingezahlt haben […] Binnen eines Jahres hoffen die drei rund 30-jährigen Männer genügend Geld gesammelt zu haben, um eine Mannschaft der zweiten oder vierten Liga kaufen zu können. […]
So weit, so bekannt, etwas weltfremd mutet dann noch ein Teilaspekt der Motivation der Aktivisten an:
„Die drei Gründer der Web-Initiative sind überzeugt, dass durch die Einbeziehung der Anhänger in die Verwaltung der Mannschaften die Gewaltakte in den Stadien vermindert werden können.“
Insgesamt sind jetzt also schon vier dieser Versuche bekannt, und möglicherweise spielt bald europaweit in jedem Land ein Klub mit, der von solchen Ansammlungen von Fußballinteressierten gesteuert wird.
American Arenas recherchierte Zweifel bezüglich des Gelingens des Projekts „Ebbsfleet United“ müssen aber ins Kalkül gezogen werden und machen das dauerhafte Gelingen solcher Projekte fraglich:
„Der Club aus der Grafschaft Kent, der 2005 komplett auf „professional“ umgestellt wurde, frisst pro Jahr umgerechnet rund 3 Millionen Dollar auf. Davon gehen zwischen 600.000 und 800.000 für Spielergehälter drauf. Wenn man aber nur 1.000 Zuschauer pro Spiel auf die Beine bekommt und kaum Sponsorenhilfe, dann rutscht man damit unweigerlich ins Minus. Anders gesagt: In einer solchen Konstellation ist es auch egal, wer bestimmt, welche Kicker eingekauft werden und wer spielt. Das Projekt kann wirtschaftlich gar nicht funktionieren.“
Und zu guter Letzt darf die Frage erlaubt sein, warum man nicht einfach selbst einen Klub gründet, wenn man unbedingt Entscheidungsträger sein will. Dass man dann ganz unten anfangen muss, bedeutet doch nicht, dass es weniger interessant ist, die Geschicke dieses Klubs zu leiten, basisdemokratisch. Ein paar Jährchen Geduld sollte man dann eben mitbringen, wenn man nach oben möchte. Frag nach bei FC United of Manchester oder bei SV Austria Salzburg.
2 Kommentare