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Schlagwort: Hannover 96

Auch bei der dpa ist die Erde keine Scheibe

Die Fälle für die heutige Kategorie („Someone is wrong on the internet.“) sind ein bisschen rarer geworden, nicht weil sich weniger Menschen irren, sondern weil sich irren nun mal menschlich und damit nur mäßig witzig ist. Nur die dicken Dinger kommen hier noch herein und heute ist uns ein solches nach längerer Zeit mal wieder aufgestoßen. Und das Folgende ist ein durchaus dickes Ding, sofern man nicht 2003 noch in der 9. Klasse war und verliebt zur Sitznachbarin schaute, statt aufmerksam die Bundesliga zu verfolgen, wie es sich für jeden angehenden Sportredakteur gehörte.

Auch für die dpa ist die Erde keine Scheibe, sondern rund, was man immer mal wieder schmerzhaft zu spüren bekommt. Denn aus diesem Grund kann man vom Sitz der dpa aus auch nicht bis nach München sehen und muss deshalb folgende Falschmeldung in seine Tasten und anschließend in die Gehirne der Leser fließen lassen:

Der als Spaßvogel des Teams bekannte Miller erschien befreit und fröhlich, hatte aber auch ernste Erklärungen und Botschaften. […] Vor ihm hatte noch kein Bundesligaprofi eine psychische Krankheit öffentlich gemacht.

Weil man von der dpa aus nicht bis nach München sehen kann, hat man nämlich nicht mitbekommen, dass sich Sebastian Deisler vor lockeren 8 Jahren, 2003 nämlich, bereits wegen Depressionen in Behandlung begab und dies auch — nach einigen Schutzbehauptungen, zu denen wohl vor allem die Vereinsseite anstiftete — veröffentlichen ließ. Vorreiter ist also keineswegs Markus Miller, sondern Sebastian Deisler.

Dass sich Zeiten sehr wohl ändern und die Aussage darüber, dass „sich nix geändert hat“ einfach falsch ist, beweist der Umgang der Mitspieler mit dieser Erkrankung. In Teamkreisen mobbte man Deisler als „die Deislerin“ (was zugegeben auch noch andere Gründe als die Depression gehabt haben könnte und wohl auch wird), während 8 Jahre später die Mannschaft von Markus Miller diesem eine Videobotschaft zukommen lässt, sicher mit aufmunterndem Inhalt. Was, das darf man so vermuten, ohne die Vorleistung von Deisler und anderen nicht passiert wäre. Bei der dpa ahnt man von diesen Zusammenhängen allerdings nichts.

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Die Rückkehr des Angstgegners

Die Partie zwischen Hannover 96 und dem FC Bayern München ist trefflich mit einem von jenen beiden Nuhr’schen Sprüchen zu beschreiben, welche Eingang in den kulturellen Kanon deutscher Internetbenutzer gefunden haben:

Auf der einen Seite eine wohlorganisierte Abwehr, die dem Gegner wenig Möglichkeiten zugesteht, samt durchdachtem Spiel einer klug von einem fähigen Manager zusammengestellten Mannschaft, welcher ihr noch dazu einen ihr mehr als das Übliche entlockenden Trainer verpasst hat. Auf der anderen Seite: Bayern München.

Es scheint fast so, als käme für den FC Bayern etwas zurück, was er doch schon lange abgehakt zu haben glaubte: So etwas wie ein Angstgegner. Gut, es sind erst zwei Spiele in Folge, die die Bayern in Hannover verloren, und zwei Spiele sind noch keine Serie — oder wann beginnt eine solche? Angstgegner zu sein hat aber ohnehin nur bedingt mit einer Serie zu tun. Wenn man jedoch nur häufig genug drüber schreibt und sich die Möglichkeit eines „Angstgegners Hannover 96″ in den Köpfen („Mem“) der Beteiligten einnistet, dann wird durch Wiederholung dieses Mems psychische Realität geschaffen.

Anders als mit Angst wäre der hölzerne Auftritt samt ungelenkem Elfmeterfoul von Philipp Lahm wohl nicht zu erklären. (Das ist sogar eine Handreichung an Philipp Lahm, denn wenn die Erklärung für seine Leistung nicht „Angstgegner“ lautete, müsste man fragen, ob er nicht gerade im Begriff ist, eine viel schlimmere Bekanntschaft zu schließen, die da „Formkrise“ hieße. Mit einer ausgewachsenen Formkrise kann man nämlich normalerweise nicht Kapitän der Nationalmannsch … ach, ja, Jogi. Stimmt.) Anders als mit der erhöhten Anspannung, die man stets verspürt, wenn man zum Angstgegner reisen muss, wäre auch der Platzverweis wegen Tätlichkeit (!) für den friedliebenden Jerome Boateng nicht zu erklären.

Es muss also etwas dran sein, dass die Bayern sich gerade selbst ihren neuen Angstgegner züchten, wie es früher mal der 1. FC Kaiserslautern (Breitner: „Hatten die Hosen schon voll, wenn wir den Betzenberg rauffuhren“) oder Eintracht Frankfurt (von 1970 bis 1989 zu Hause ungeschlagen gegen den FC Bayern) waren.

Da die Bayern mittlerweile problemlos in Kaiserslautern gewinnen und Eintracht Frankfurt, nunja, muss halt ein neuer Angstgegner her. So wie noch jeder Klub einen solchen für sich pflegen sollte, allein schon, damit es wenigstens ein besonderes Spiel pro Saison gibt.

Der 1. FC Köln zum Beispiel hat seit 2003 nicht mehr gegen Borussia Dortmund gewonnen — und seit 1993 überhaupt nur 2x einen Sieg gegen die Schwarz-Gelben einfahren können. Das nennt man dann doch wohl Angstgegner — oder ist Köln einfach nur schlecht? Das kann eigentlich nicht sein, denn dann wäre ja auch der FC Bayern zumindest am Sonntag schlecht gewesen und nicht die Angstgegnerschaft wäre ausschlaggebend gewesen. Unmöglich, wo die Bayern doch jetzt so einen super Trainer haben. Sagt der fähige Manager. Ach, nein, der Präsident.

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In Norwegen ist draußen drinnen

Abgesehen von der merkwürdigen Angewohnheit, in Interviews mit Fußballern (fast) immer nur Nichtchristen nach dem Ausleben ihrer Religion zu befragen, niemals aber z. B. Atheisten zu ihrem Atheismus zu befragen, verwundert eine Antwort des Norwegers bei Hannover 96, Mohammed Abdellaoue, auf eine Frage in einem Interview mit der FAZ, welches mit der an Banalität kaum zu überbietenden Aussage „Ich versuche, ein guter Muslim zu sein“ betitelt ist:

Waren Sie so ein Kind, dass immer draußen gespielt hat, wie man das in Norwegen überall sieht?

Nein. Ich bin eher nicht der Junge gewesen, der das tat. Ich war mehr ein Kind der Stadt. Und bei mir galt: Fußball, Fußball, Fußball. Nicht so sehr Ski fahren, in die Berge gehen, fischen. In der Schule und auf der Universität hatten wir immer Trips in die Natur. Aber es war nichts, was mir besonders gefiel. Ich habe immer am liebsten Fußball gespielt. Insofern war ich kein typisches Draußen-Kind.

Wer in Deutschland immer nur Fußball, Fußball, Fußball kennt, der wäre genau ein solches „Draußenkind“.

In Norwegen hingegen ist es wohl tatsächlich so, dass man angesichts der Witterungsverhältnisse Fußball häufiger drinnen spielt als draußen. Was meines ungeprüften Wissens zufolge allerdings nicht in kleinen Turnhallen mit Handballtoren geschieht, sondern in riesigen Bauten, die oft die komplette Größe eines normalen Fußballfeldes umfassen.

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Die Allerletzten

Der Kicker führt in seinem Sonderheft eine Auflistung, welcher Klub wie häufig Tabellenführer war. Dabei ist so eine Tabellenführung wie zuletzt bei Gladbacher Anhängern erlebt zwar sehr euphorisierend. Zudem lernt man auf diese Weise etwas. Den meisten Fans, so ihre Teams nicht zu den Dauergästen auf Platz 1 gehören, wird klar, dass man plötzlich etwas zu verlieren hat, etwas verteidigen muss; ein Umstand, den sie so sonst nicht kennen.

Doch die Fans der allermeisten Klubs wissen, dass es nicht die Aussicht auf Erfolg ist, die den Fußball gleichzeitig so lebendig und so hassenswert macht, sondern die Angst vor dem Misserfolg, vor dem totalen Untergang.

Rainer Calmund konnte nachts nicht schlafen, weil das Abstiegsgespenst nicht aus seinen Gedanken weichen wollte, und aufgehängt hat sich selbst in Südamerika noch nie jemand, weil sein Klub Meister geworden ist.

Dabei ist es natürlich noch einmal ein „psychologisch wichtiger“ Unterschied, ob man nur auf einem Abstiegsplatz oder aber dem allerletzten Platz der Tabelle steht. Ist man Letzter, pfeift hinter einem nur der Wind durch die Schlucht, in die man hinabzustürzen droht. Als Vorletzter steht man immer noch auf den Händen des Letzten, mit denen dieser sich verzweifelt an den Felsvorsprung klammert. Wie man auch als Letzter strampelt, es ist schlicht niemand mehr unter einem, der schlechter steht als man selbst. Und da bewahren nur die Hartgesottensten ruhig Blut. Trainer, Spieler, Fans.

Eine Auflistung, wer wie häufig Letzter in der Bundesliga war, existiert trotz der ausgewiesenen Dramatik dieser Situation (zumindest hier nicht bekannt) nicht.

Wer also in der Bundesliga ist extrem erprobt in diesem Drahtseilakt und für wen ist dieses Gefühl so selten wie Preußen Münsters Aufenthalt in der ersten Liga?

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Alle Aufsteiger in die 1. Bundesliga

In der folgenden Liste befinden sich alle Aufsteiger in die 1. Bundesliga seit ihrer Gründung.

Jahr Aufsteiger
1963/1964 Hannover 96
Borussia Neunkirchen
1964/1965 Borussia Mönchengladbach
FC Bayern München
Tasmania Berlin
1965/1966 Fortuna Düsseldorf
Rot-Weiss Essen
1966/1967 Borussia Neunkirchen
Alemannia Aachen
1967/1968 Hertha BSC
Kickers Offenbach
1968/1969 Rot-Weiß Oberhausen
Rot-Weiss Essen
1969/1970 Arminia Bielefeld
Kickers Offenbach
1970/1971 Fortuna Düsseldorf
VfL Bochum
1971/1972 Wuppertaler SV
Kickers Offenbach
1972/1973 Rot-Weiss Essen
Fortuna Köln
1973/1974 Eintracht Braunschweig
Tennis Borussia Berlin
1974/1975 Hannover 96
Bayer Uerdingen
Karlsruher SC
1975/1976 Tennis Borussia Berlin
Borussia Dortmund
1. FC Saarbrücken
1976/1977 FC St. Pauli
VfB Stuttgart
TSV 1860 München
1977/1978 Arminia Bielefeld
SV Darmstadt 98
1. FC Nürnberg
1978/1979 Bayer Leverkusen
Bayer Uerdingen
TSV 1860 München
1979/1980 Arminia Bielefeld
1. FC Nürnberg
Karlsruher SC
1980/1981 Werder Bremen
Eintracht Braunschweig
SV Darmstadt 98
1981/1982 FC Schalke 04
Hertha BSC
1982/1983 SV Waldhof Mannheim
Kickers Offenbach
Bayer Uerdingen
1983/1984 Karlsruher SC
FC Schalke 04
1984/1985 1. FC Nürnberg
Hannover 96
1. FC Saarbrücken
1985/1986 FC Homburg
Blau-Weiß 90 Berlin
1986/1987 Hannover 96
Karlsruher SC
1987/1988 Stuttgarter Kickers
FC St. Pauli
1988/1989 Fortuna Düsseldorf
FC Homburg
1989/1990 Hertha BSC
SG Wattenscheid 09
1990/1991 FC Schalke 04
MSV Duisburg
Stuttgarter Kickers
1991/1992 Bayer Uerdingen
1. FC Saarbrücken
aus der früheren DDR kamen hinzu Hansa Rostock
Dynamo Dresden
1992/1993 SC Freiburg
MSV Duisburg
VfB Leipzig
1993/1994 VfL Bochum
Bayer Uerdingen
TSV 1860 München
1994/1995 Hansa Rostock
FC St. Pauli
Fortuna Düsseldorf
1995/1996 VfL Bochum
Arminia Bielefeld
MSV Duisburg
1996/1997 1. FC Kaiserslautern
VfL Wolfsburg
Hertha BSC
1997/1998 Eintracht Frankfurt
SC Freiburg
1. FC Nürnberg
1998/1999 Arminia Bielefeld
SpVgg Unterhaching
SSV Ulm 1846
1999/2000 1. FC Köln
VfL Bochum
Energie Cottbus
2000/2001 1. FC Nürnberg
Borussia Mönchengladbach
FC St. Pauli
2001/2002 Hannover 96
Arminia Bielefeld
VfL Bochum
2002/2003 SC Freiburg
1. FC Köln
Eintracht Frankfurt
2003/2004 1. FC Nürnberg
Arminia Bielefeld
FSV Mainz 05
2004/2005 1. FC Köln
MSV Duisburg
Eintracht Frankfurt
2005/2006 VfL Bochum
Alemannia Aachen
Energie Cottbus
2006/2007 Karlsruher SC
Hansa Rostock
MSV Duisburg
2007/2008 Borussia Mönchengladbach
TSG Hoffenheim
1. FC Köln
2008/2009 SC Freiburg
FSV Mainz 05
1. FC Nürnberg
2009/2010 1. FC Kaiserslautern
FC St. Pauli
2010/2011 Hertha BSC
FC Augsburg
2011/2012 SpVgg Greuther Fürth
Eintracht Frankfurt
Fortuna Düsseldorf
2012/2013 Hertha BSC
Eintracht Braunschweig
2013/2014 1. FC Köln
SC Paderborn 07
2014/2015 FC Ingolstadt
SV Darmstadt 98
2015/2016 SC Freiburg
Rasenballsport Leipzig
2016/2017 VfB Stuttgart
Hannover 96
2017/2018 Fortuna Düsseldorf
1. FC Nürnberg
2018/2019 1. FC Köln
SC Paderborn 07
1. FC Union Berlin
2019/2020 Arminia Bielefeld
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Die Tabelle der Bundesliga nach der Zwei-Punkte-Regel

Ein weiteres Highlight aus der Rubrik „Fahrradkette“.

Es riecht ein bisschen danach, €-Preise noch in DM umzurechnen. Es ist aber nicht annähernd so realitätsverweigernd, denn die Entscheidung, ob man zwei oder drei Punkte für einen Sieg vergibt, ist im Gegensatz zur €-Einführung reversibel, wäre mit ganz einfachen Stimmenmehrheiten zu erreichen und ohne dass irgendjemand irgendwo einen Cent — bezahlen müsste.

Das Ergebnis der Darstellung der aktuellen Tabelle der Bundesligasaison 2010/2011 nach dem 33. Spieltag wird nicht allen gefallen, insbesondere nicht den Menschen in und um Frankfurt, in Mönchengladbach hingegen sehr. Die übrigen Veränderungen bewegen sich im Bauch der Tabelle, welcher gleichzeitig Niemandsland, Erewhon und Wasteland dieser darstellt. Die Positionswechsel dort bewirken keine weiteren Konsequenzen, sieht man von einigen Dollar mehr oder weniger an Fernsehgeldern ab.

 
Platz Veränderung Team 2-P-
Regel
3-P-
Regel
Torverh.
1. ±0 Borussia Dortmund 50:16 72 +43
2. ±0 Bayer Leverkusen 46:20 65 +19
3. ±0 Bayern München 44:22 62 +40
4. ±0 Hannover 96 39:27 57 +2
5. ±0 FSV Mainz 38:28 55 +12
6. ±0 1. FC Nürnberg 34:32 47 +4
7. +2 TSG Hoffenheim 32:34 43 +2
8. -1 Hamburger SV 32:34 44 -6
9. +1 1. FC Kaiserslautern 31:35 43 -4
10. -2 SC Freiburg 31:35 44 -8
11. +1 Werder Bremen 31:35 41 -13
12. -1 VfB Stuttgart 30:36 42 +2
13. +1 FC Schalke 04 29:37 40 -5
14. -1 1. FC Köln 29:37 41 -16
15. ±0 VfL Wolfsburg 27:39 35 -7
16. +1 Eintracht Frankfurt 25:41 34 -16
17. -1 Borussia M‘gladbach 25:41 35 -17
18. ±0 FC St. Pauli 21:45 29 -32
 
 

In der nächsten Woche wird hier dann noch die endgültige Version erscheinen.

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Volkskrankheit Gedankengefängnis

Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der usw. Dem Messias sei Dank, er hat uns die Augen geöffnet. Jahrelang war man blind dafür, doch nun ploppen sie überall aus dem Boden wie St.-Pauli-Gegentore: Ja, wer sitzt eigentlich nicht in einem Gedankengefängnis?

Da wäre zunächst der Augenöffner selbst: Er glaubt, es reiche aus, darüber zu sprechen, dass man Durchhalteparolen verwenden müsse, statt sie tatsächlich anzuwenden. Das ist ähnlich wirksam, wie einem Kochtopf Suppe zu erzählen, dass er am besten gleich mal heiß werden sollte. Anstatt ihn einfach heiß zu machen. Ein besonders perfides Gedankengefängnis, wenn jemand ahnt, dass es solche gibt, aber sein eigenes nicht erkennen kann. Was im Prinzip aber für alle Insassen von Gedankengefängnissen gilt.

Ein weiteres seiner Art steht in Hannover, wo man nichts Besseres zu tun hat, als eilig Verträge zu verlängern. Was man spätestens im November — bitte was? — okay, spätestens im Oktober sehr bereuen wird. Das dort aufgestellte Gedankengefängnis erlaubt leider keinen Blick in die Historie von One-Hit-Wondern in Bundesligatabellen. In Hannover ist das Exemplar so groß, dass sogar mehrere Menschen reinpassen. Jene, die die Verträge vorzeitig verlängern, und jene, die auf dem Platz stehen und danach Interviews geben: „Dieser Erfolg hat eine solide Basis.“ Wie gesagt: Von außen sind die Gefängnisse leicht zu erkennen, nur wer drin sitzt, hat es schwer.

Gedankengefängnisse auch in den Hirnen von Münchner Fans. Ein vierter Platz sei ein Ding der Unmöglichkeit. Dabei bräuchte es so wenig, sich daran zu erinnern, wie der FC Bayern in den letzten 2 Millionen Jahren mehrheitlich abgeschlossen hat: Deutlich schlechter als Platz 1, nicht mal Vizemeister wurde man meistens. Doch auch hier: Wieder erlaubt das Gefängnis die Vorstellung nicht, dass sogar ein vierter Platz jederzeit möglich ist.

Auf den Frankfurter Tribünen gibt es gleich hundertfach baugleiche Gedankengefängnisse. Leider hat man darin auch Äbbelwoi erlaubt, welcher die ohnehin schon vorhandene Denkweitenbegrenzung weiter verschärft. Zum Fußballsport gehören Niederlagen und auch ein potenzieller Abstieg dazu. Das einzuplanen, ist von den bedauernswerten Insassen jedoch zu viel verlangt. Dabei steigen jedes Jahr zwei bis drei Mannschaften ab. Nicht allzu selten sogar welche, die noch vor Anpfiff des 34. Spieltags nicht damit gerechnet haben. In Frankfurt hätte man es seit 16 Spieltagen kommen sehen können, wenn denn nicht stets die Gitter im Weg gewesen wären.

Falls es schließlich noch eines letzten Beweises der Existenz von Gedankengefängnissen bedurft hätte: In Hamburg glaubt man ernsthaft, beim kommenden Versuch würde Sisyphos diesmal wirklich Stabilität in punkto Mannschaft und Trainer über die Köhlbrandbrücke rollen.

Sie sind eine echte Volkskrankheit. Weshalb man dem Messias danken muss, dass er allen Beteiligten die Augen geöffnet hat. Gefahr erkannt. Doch:

Entwarnung kann weiterhin keine gegeben werden. Aus gleich mehreren zuverlässigen Quellen verlautbart, dass im Fußballbundesliga-Stift schon eifrig Pläne für den Bau neuer Gedankengefängnisse in der Sommerpause geschmiedet werden.

Hoffnungen auf eine Europa-League-Teilnahme, der Glaube, als Fan selbst der Verein zu sein, und Visionen, demnächst wie der FC Barcelona zu spielen, wabern bereits ziellos zwischen den schwedischen Gardinen umher.

Entfliehen können sie ja nicht.

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Home | Startseite | e. V.

Nach dem damaligen Test auf Fremdsprachen der Webseiten der Bundesligavereine heute etwas für Zwischendurch:

Ein kurzer Check, welche Mottos und Botschaften die Klubs der 1. und 2. Liga auf ihren Webseiten anzeigen lassen, bringt Ernüchterndes zu Tage. In der ersten Liga ist es lediglich ein einziges Team, das überhaupt mehr mitteilen möchte als seinen eigenen Namen oder technischen Kram. Die Borussia aus München Gladbach. Immerhin ein weiterer Verein, der „Club“, möchte seine Leser dann wenigstens noch begrüßen.

Ansonsten dominiert die Vorgehensweise, allein den Namen des Vereins als Bezeichnung für die Startseite zu vergeben, wobei sich Puristen von jenen unterscheiden lassen, die noch ein „e. V.“ oder gar eine GmbH angefügt wissen wollen. Wichtig eigentlich nur für jene, die noch an der vollen Bezeichnung des FC Schalke 04 zweifeln.

Drei Klubs wollen zudem klarstellen, dass unter der jeweiligen Adresse nicht wie bei Twitter zur Zeit noch üblich lustige Streiche spielende Anonyme am Werk sind, sondern man tatsächlich auf der offiziellen Seite gelandet ist.

Am Ende bleibt die Gruppe an Webseiten, die gleich in medias technicologas res gehen und vermitteln, wo man sich auf der Seite gerade befindet und wo man sonst noch hingehen könnte.

1. Liga
Wir sind Borussia. Herzlich Willkommen. – Borussia Mönchengladbach
Willkommen – 1. FC Nürnberg
Offizielle Website des FSV Mainz 05
Werder Bremen – Die offizielle Homepage
Offizielle Website von Eintracht Frankfurt: Fußball in der 1. Bundesliga / Ein Verein, 16 Abteilungen
FC St. Pauli
FC Bayern München
Hannover 96
1. FC Kaiserslautern
1. FC Köln
Borussia Dortmund
VfB Stuttgart 1893 e.V.
FC Gelsenkirchen Schalke 04 e.V.
VfL Wolfsburg-Fußball GmbH: Startseite
Bayer 04 Leverkusen Fussball GmbH
HSV – News | Live-Ticker | Video | Fans | Offizielle Webseite des Hamburger Sport-Vereins: News
Home | SC Freiburg
Home >> achtzehn99.de

In der 2. Liga, klar, 2 ist ja auch doppelt so viel wie 1, verdoppelt sich mal eben die Zahl der Teams, die auf der Startseite gleich beim Namen der Seite auch noch eine Nachricht übermitteln möchten.

Erstaunlich, obwohl doch Dieter, der Bruder des Feindes des Internets, gerade mal ein paar Monate hinfort ist, erstaunlich aktuell dabei die Hertha aus Berlin, was aber auch dem durch einen unbekannten Gast an der Spree ausgelösten Rausch geschuldet sein könnte: Zählbarer Erfolg.

Nur leichte Anleihen bei Bill Shankly, dafür aber sehr kreativ, nimmt die Alemannia aus Aachen im Titel ihrer Webseite. Aachen liegt bekanntlich nicht weit von Holland entfernt, vielleicht war der Pate des Mottos dann doch eher der Herr mit den Gladiolen. Man wird es so nicht erfahren.

Einzig SpVgg Greuther Fürth mit seinem authentisch gebliebenen Trainer Buyo Buyo erdreistet sich übrigens, gegen den gesellschaftlichen Kodex im Lande der Bescheidenheit und Demut zu verstoßen: Da nennt der bis in alle Verdammnis Ewige Fünfte der 2. Liga doch mal eben seine Titelgewinne auf der Webseite direkt beim, nein, sogar noch vor dem Reinkommen. Dreist. Aber außergewöhnlich.

Ansonsten das selbe Bild wie in der 1. Liga, zwei Vereine halten noch den Hinweis darauf für nötig, dass man an dieser Stelle nun wirklich offiziell sei, die übrigen nennen nur ihren Namen, diesmal ausnahmslos ohne „e. V.“ oder „GmbH“ — hier tanzt nur der VfL Osnabrück aus der Reihe mit einer imposanten Konzentration aufs Wesentliche: „VfL“.

Dazu auch in der 2. Liga die Webseiten, die gleich mal Ernst machen mit dem Internet und mit Fachbegriffen wie „Landingpage“ oder „Startseite“ viele, viele unbescholtene Bürger, die diese Webseite zum ersten Mal aufsuchen, gleich wieder in die Flucht schlagen.

2. Liga
Hertha Mission erfüllt!
Alemannia Aachen | Auf Gedeih und Verderb
SpVgg Greuther Fürth – Deutscher Meister 1914, 1926 und 1929
Die offizielle Homepage des FC Energie Cottbus
DSC Arminia Bielefeld: Die offizielle Webseite
VfL Osnabrück: VfL
Karlsruher SC
TSV 1860 München
MSV Duisburg
FC Ingolstadt 04
FC Augsburg
VfL Bochum 1848
SC Paderborn 07
SC Rot-Weiß Oberhausen e.V. – Bundesliga Fußball in Oberhausen. Alles zur Saison, Jugend, Spielterminen, FanShop, Kartenvorverkauf
1. FC Union Berlin | Landingpage
Fortuna Düsseldorf 1895: Home
FSV Auswahlseite | FSV Frankfurt
FC Erzgebirge Aue | Startseite

Der Baade ist übrigens rund.

(Die 3. Liga ist, muss man leider feststellen, noch nicht so richtig als Profiliga im Bewusstsein angekommen. Vielleicht ist das eine oder andere Bewusstsein aber gerade auch nur zu faul.)

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Interaktive Fortsetzungsgeschichten

[Update 25.3. 15.00h] Der Jupp wird zum Dreier.
[Update 24.3. 17.00h] Der gefeuerte Georghe Hagi.
[Update 21.3. 22.00h] Viele Neueinträge aus der nicht ganz so jungen Vergangenheit.
[Update 20.3. 13.00h] Noch mehr Neueinträge, darunter ein echter Gentlemen und drei Verwandte.
[Update 18.3. 20:00h] Viele Neueinträge in der Liste und alphabetisch sortiert.

„Bei interaktiven Fortsetzungsgeschichten weiß man am Anfang noch nicht, wie es dann am Schluss aussehen wird.“

So schreibt lernen-mit-spass.ch über das heutige Thema. „Fortsetzungsgeschichten“. McP hatte in den Kommentaren gefragt, wie denn wohl die Verlaufschancen solcher Fortsetzungsgeschichten sind, angesichts des Return of the Rolf zu seinem früheren Marzipanschneckengeber. Wir wollen heute mal sammeln, wie solche Rückkehren verlaufen sind, weshalb es nett wäre, wenn der Kommentierende auch gleich ergänzen würde, nicht nur wer und wann mehrmals den selben Verein trainierte, sondern auch, was dabei rauskam. Ob das überhaupt sinnvoll ist, weil sich Muster oder wiederkehrende Handlungsstränge ergeben oder eben nicht, wird sich zeigen.

Meine Vermutung — allerdings durch nichts gestützt — geht in die Richtung, dass solche Fortsetzungsgeschichten ähnlich einer wiederaufgewärmten Liebesbeziehung verlaufen: Man merkt dann nach kurzem und als schön empfundenen Aufflackern der alten Leidenschaft, dass die Gründe, aus denen man sich beim ersten Mal trennte, beim zweiten Mal immer noch vorhanden und zu schwerwiegend für eine Fortführung der Gemeinsamkeit sind. Allerdings gibt es sicher Regel bestätigende Ausnahmen, bzw. ist die Regel ja noch gar nicht nachgewiesen. Außerdem stellen eine Fußballmannschaft und ihr Trainer keine Liebesbeziehung dar.

Ob dann jeweils die Liste hier oben aktualisiert wird oder nur in den Kommentaren verbleibt, hängt auch von der Zahl der Fälle ab.

Bitte gleich mal um Unterstützung bei der Beschreibung des Tätigkeitsverlaufs der einigen mir zu Beginn eingefallenen Rückkehrern.

+++++

5x beim selben Verein

Uwe Klimaschefski FC Homburg 1970-1971, 1972-1974, 1974-1980, 1987, 1993-1994

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4x beim selben Verein

Helmut Kronsbein Hannover 96 1953-1957, 1963-1966, 1974-1976, 1976-1978

Max Schäfer TSV 1860 München 1937-1938, 1941-1945, 1946-1951, 1953-1956

A. W. Turner Hamburger SV 1920-1921, 1922-1923, 1925-1926, 1932-1933

+++++

3x beim selben Verein

Rudolf Agte Hamburger SV 1919-1920, 1923-1925, 1927-1929

Jürgen Heinsch Hansa Rostock 1978-1979, 1981-1985, 1993-1994

Jupp Heynckes FC Bayern München 1987-1991, 2009, 2011-?

Eckard Krautzun SV Darmstadt 98 1986-1987, 1989, 1999-2000

Dr. K. Michalke 1. FC Nürnberg 1927-1928, 1935-1936, 1946-1947

Ernst Middendorp Arminia Bielefeld 1988-1990, 1994-1998, 2007

Benno Möhlmann SpVgg Greuther Fürth 1997-2000, 2004-2007, 2008-2009

Alv Riemke 1. FC Nürnberg 1939-1941, 1945-1946, 1952-1954

Aleksandar Ristic Fortuna Düsseldorf 1987-1990, 1992-1996, 2000-2001

Rolf Schafstall VfL Bochum 1982-1986, 1991, 2001

Jürgen Sundermann VfB Stuttgart 1976-1979, 1980-1982, 1995

Dietrich Weise 1. FC Kaiserslautern 1969, 1971-1973, 1983

Hennes Weisweiler 1. FC Köln 1949-1952, 1955-1958, 1976-1980

Frantisek Zoubec Arminia Bielefeld 1922-1923, 1924-1925, 1926-1933

+++++

2x beim selben Verein

Hannes Bongartz SG Wattenscheid 09 1989-1994, 1998-2004

Josef Braumüller TSV 1860 München 1919-1925, 1936-1937

Max Breunig TSV 1860 München 1925-1928, 1930-1934

Jeno Csaknady 1. FC Nürnberg 1963-1964, 1965-1966

Christoph Daum 1. FC Köln 1986-1990, 2006-2009

Horst Ehrmanntraut 1. FC Saarbrücken 2002-2003, 2004-2006

Willi Entenmann 1. FC Nürnberg 1991-1993, 1996-1997

Willi Entenmann VfB Stuttgart 1986, 1990

Karl-Heinz Feldkamp 1. FC Kaiserslautern 1978-1982, 1989-1992

Karl-Heinz Feldkamp Arminia Bielefeld 1976-1978, 1983-1984

Dieter Ferner 1. FC Saarbrücken 1991, 2008-2010

Diethelm Ferner FC Schalke 04 1983-1986, 1988-1989

Wolfgang Frank 1. FSV Mainz 05 1995-1997, 1998-2000

Horst Franz Arminia Bielefeld 1980-1982, 1986

Fritz Fuchs SC Freiburg 1983-1984, 1989

Uwe Fuchs Wuppertaler SV 2005-2007, 2008-2010

Werner Fuchs Alemannia Aachen 1984-1987, 1966-1999

Robert Gebhardt 1. FC Nürnberg 1978-1979, 1979-1980

Hermann Gerland 1. FC Nürnberg 1988-1990, 1995-1996

Falko Götz Hertha BSC 2002, 2004-2007

Wenzel Halama TSV 1860 München 1981-1982, 1984-1986

Jupp Heynckes Borussia Mönchengladbach 1979-1987, 2006-2007

Ottmar Hitzfeld FC Bayern München 1998-2004, 2007-2008

Ivica Horvat FC Schalke 04 1971-1975, 1978-1979

Kuno Klötzer Fortuna Düsseldorf 1953-1957, 1963-1967

Georg Knöpfle Hamburger SV 1949-1954, 1969-1970

Lorenz-Günther Köstner SpVgg Unterhaching 1994-1997, 1998-2001

Friedhelm Konietzka Bayer Uerdingen 1983-1984, 1990-1991

Willibert Kremer MSV Duisburg 1973-1976, 1989-1992

Helmut Kronsbein Hertha BSC 1966-1974, 1979-1980

Anton Kugler 1. FC Nürnberg 1932-1933, 1954-1955

Udo Lattek Borussia Dortmund 1979-1981, 2000

Udo Lattek FC Bayern München 1970-1975, 1983-1987

Gyula Lorant 1. FC Kaiserslautern 1965-1967, 1969-1971

Jürgen Luginger Rot-Weiß Oberhausen 2004, 2008-2010

Felix Magath VfL Doofsburg 2007-2009, 2011-?

Uli Maslo Eintracht Braunschweig 1979-1983, 1992-1993

Reiner Maurer 2004-2006, 2010

Max Merkel TSV 1860 München 1961-1966, 1974-1975

Hans Meyer Borussia Mönchengladbach 1999-2003, 2009-2010

Hans Meyer FC Carl Zeiss Jena 1971-1983, 1993-1994

Benno Möhlmann Eintracht Braunschweig 1995-1997, 2007-2008

Peter Neururer Hannover 96 1994-1995, 2005-2006

Frank Pagelsdorf Hansa Rostock 1994-1997, 2005-2008

Fritz Pliska Borussia Mönchengladbach 1951-1953, 1957-1960

Ralf Rangnick FC Schalke 04 2004-2005, 2011-?

Friedel Rausch Eintracht Frankfurt 1979-1980, 2001

Otto Rehhagel Werder Bremen 1976, 1981-1995

Willi Reimann FC St. Pauli 1986-1987, 1999-2000

Uwe Reinders Eintracht Braunschweig 1987-1990, 2002-2004

Erich Ribbeck Bayer Leverkusen 1985-1988, 1995-1996

Rolf Schafstall MSV Duisburg 1976, 1978-1979

Klaus Schlappner SV Darmstadt 98 1979, 1987-1988

Hans Schmidt 1. FC Nürnberg 1941-1945, 1950-1952

Günter Sebert SV Waldhof Mannheim 1988-1991, 1996-1997

Fred Spiksley 1. FC Nürnberg 1913, 1926-1927

Dragoslav Stepanovic Eintracht Frankfurt 1991-1993, 1996

Ferdinand Swatosch Arminia Bielefeld 1939-1940, 1946-1947

Hans Tilkowski Werder Bremen 1970, 1976-1977

Giovanni Trapattoni FC Bayern München 1994-1995, 1996-1998

Thomas von Heesen Arminia Bielefeld 1998-1999, 2005-2007

Georgi Wassilew Union Berlin 1999-2002, 2005-2006

Dietrich Weise Eintracht Frankfurt 1973-1976, 1983-1986

Martin Wilke Hamburger SV 1954-1956, 1962-1964

Karl Wunderlich Arminia Bielefeld 1942-1945, 1947-1948

Andreas Zachhuber Hansa Rostock 1999-2000, 2009-2010

Rainer Zobel Stuttgarter Kickers 1990-1992, 2000-2001

+++++

Ausland

Kenny Dalglish FC Liverpool 1985-1991, 2011-?

Christoph Daum Beşiktas 1994-1996, 2001-2002

Christoph Daum Fenerbahçe 2003-2006

Karl-Heinz Feldkamp Galatasaray 1992-1993, 2002-2003

Georghe Hagi 2004-2005, 2010-2011

Jupp Heynckes Athletic Bilbao 1992-1994, 2000-2003

Kevin Keegan Newcastle United 1991-1997, 2008

Friedhelm Konietzka Grashopper Club Zürich 1980-1982, 1985-1986

Rinus Michels Ajax Amsterdam 1965-1971, 1975-1976

Holger Osieck Urawa Red Diamonds 1995-1996, 2007-2008

Guy Roux AJ Auxerre 1963-2000, 2001-2005

Fatih Terim Galatasaray 1996-2000, 2002-2004

Giovanni Trapattoni Juventus 1976-1986, 1991-1994

Louis van Gaal FC Barcelona 1997-2000, 2002-2003

Zum Verlauf von Rolfs Rückkehr ist naturgemäß noch nicht keine Aussage zu machen. Zu den anderen allerdings schon und da wird es ja noch wesentlich mehr Fälle geben.

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Zünglein an der Tabelle

Natürlich muss man keinem Fußballinteressierten erklären, dass die Tordifferenz extrem wichtig werden kann, insofern als sie in bestimmten Konstellationen genauso viel zählt wie ein Punkt mehr als der punktgleiche Tabellennachbar zu haben. Und das vergisst über die gesamte Saison wohl auch niemand, schon gar nicht, so hofft man als Anhänger, wenn eine Mannschaft mal so richtig untergeht, eine Partie schon zur 60. Minute entschieden ist, weil man mit 3, 4 oder 5 Toren hinten liegt. Und genauso hofft man, dass allen auf dem Platz Beteiligten klar ist, dass es eben keineswegs gleichgültig ist, ob man nun mit 0:3 oder 0:7 nach Hause geht, von den direkten Auswirkungen dieses Unterschieds noch einmal abgesehen.

In den knapp 50 Jahren Bestehen der Bundesliga kam es schließlich mehr als nur ein Mal vor, dass sich elementare Fragen wie Abstieg oder Meisterschaft allein durch die Tordifferenz entschieden. Dazu kommt das Phänomen, dass nahezu keine Spielzeit vergeht, ohne dass nicht wenigstens eine Platzierung anhand der Tordifferenz entschieden würde. Und dass das wiederum Auswirkungen auf die Finanzen hat, muss man hoffentlich ebenfalls nicht mehr erwähnen.

Grün und Rot markiert sind jene Fälle, in denen tatsächlich die Frage Meisterschaft, Abstieg oder Teilnahme am internationalen Fußball mittels Tordifferenz entschieden wurden.

Früher war es der DFB, heute macht die DFL jedes Jahr drei Kreuze, dass die beiden besten Teams einer Saison noch nie punkt- und torgleich waren, wobei danach noch einige Kritierien mehr („Fragen zum Spielbetrieb“ anklicken) zum Einsatz kämen. Helfen diese alle nicht, steht man vor der Frage: Wo sollte man zu welchen Bedingungen ein Entscheidungsspiel austragen?

Rekord-Depp ist natürlich der Depp, Entschuldigung, der Club, der gleich zwei Mal wegen der schlechteren Tordifferenz abstieg, Stichwort Phantomtor. Der VfB Stuttgart hingegen wurde zwei Mal nur aufgrund der besseren Tordifferenz Meister. Ansonsten scheint die Drei-Punkte-Regel für eine geringere Häufigkeit von Punktgleichheit zu sorgen, wodurch die Ängste der DFL-Verantwortlichen ein wenig geringer geworden sein dürften.

Bis zur Saison 1966/1967 zählte nicht die durch Subtraktion ermittelte Tordifferenz, sondern der so genannte „Torquotient“, der sich denkbar einfach berechnen lässt, allerdings den Vorteil der mehr geschossenen Tore und somit eines vermeintlich attraktiveren Spielstils nicht berücksichtigt. Seit 1967/1968 gilt also die nicht mehr ganz neue Regelung der Tordifferenz im Gegensatz zum Torquotienten.

Die mit einem Asterix versehen Clubs mussten in die Relegation, welche sie dann aber erfolgreich bestritten. Fettgedruckte Mannschaften sind absolut punkt- und torgleich, während kursiv gestellte Teams zwar die selbe Tordifferenz aufweisen, eines der beiden Teams jedoch mehr Tore erzielte als das andere und ersteres somit vor dem zweiten rangiert.

Den sprichwörtlichen Vogel schießt die Saison 1974 ab, als sich die stolze Zahl von fünf punktgleichen Teams auf den Plätzen 9 bis 13 am Ende der Saison allein anhand der Tordifferenz in eine Reihenfolge bringen ließen.

2007/2008
4. Hamburger SV +21 47:26 54
5. VfL Wolfsburg +12 58:46 54
2006/2007
9. Borussia Dortmund -2 41:43 44
10. Hertha BSC -5 50:55 44
11. Hannover 96 -9 41:50 44
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Gewinnspiel: One Club Stars

Drei Tage war’s Gewinnspiel krank,
nun raucht es wieder, Gottseidank!

Alteingesessene Leserinnen und Leser kennen das: ab und an wird hier ein Gewinnspiel veranstaltet, bei dem es nichts zu gewinnen gibt. Außer Spaß und so einiges an nutzlosem Wissen. Heute geht es um — Tusch:

One Club Stars!

Die höchst ehrenwerte Sun listet englische One-Club-Stars auf. Das sind „große“ Spieler, die Zeit ihrer Karriere nur bei einem einzigen Profiklub unter Vertrag waren.

Dabei gingen die sammelnden Redakteure aber mal wieder derart faul vor, dass sie öfter ein Auge zudrückten, wenn es darum ging, ob ein Spieler jetzt tatsächlich nur für einen einzigen Verein gespielt hatte.

Wir sind da strenger — haben aber vielleicht auch mehr Zeit.

Nur für einen einzigen Verein zu spielen war früher hierzulande Gang und Gäbe; heutzutage stellt es eine Ausnahme dar, welche man mit der Stecknadel am Meer suchen muss. Deshalb führen die hiesige One-Club-Star-Starliste auch hauptsächlich gewesene Profis an. In Dekaden gewesene Profis, die länger hinter uns zu liegen scheinen als je ein Mann gesehen hat.

Auf Platz 1 liegt natürlich „Charly“ Körbel, der alle seine 602 Rekordeinsätze für Eintracht Frankfurt mit stoischem Gleichmut ertrug. Er musste schließlich auch 602x vor einem Spiel irgendeinen Trainer eine Ansprache halten hören.

Auf Platz 2 liegt des Dummschwätzers Dummschwätzer. Das ist der Mann, den sich Franz Beckenbauer ins Büro bestellen lässt, wenn er mal wieder einen abwärts gerichteten Vergleich bezüglich des Dummschwätzens benötigt, um die Erkenntnis aufzufrischen: „So dumm schwätz ich gar nicht, da gibt’s noch Dümmere.“

Sepp Maier, auch er von Anfang bis zum unfallbedingten Ende nur beim FC Bayern im Einsatz, immerhin 498 Mal.

Manfred Kaltz, die fleischgewordene Banane — auf türkisch heißt Banane übrigens „muz“, wobei das z hier wie s gesprochen wird, weshalb Banane auf türkisch „mus“ ausgesprochen wird, das deutsche „Mus“ hingegen heißt „püre“ — spielte in seiner gesamten Bundesliga-Karriere nur für den Hamburger SV, und das 581 Mal. Weil er gegen Ende seiner sportlichen Laufbahn aber für kurze Zeit beleidigt nach Frankreich zu Racing Straßburg Girondins Bordeaux und dem FC Mulhouse entfleuchte, darf Manni Kaltz in diese Liste der One Club Stars nicht aufgenommen werden.

Damit es nicht ganz so nackt losgeht, werfe ich noch den treuen Berti Vogts, auf den wärt Ihr auch gekommen, und den woanders nie so wirklich gefragten Lars Ricken, auf den wärt Ihr auch gekommen, in den Ring.

Welche One Club Stars gibt und gab es in der Bundesliga?

  • sagen wir ab 200 Einsätze (VB) und
  • nie bei einem anderen Erst- oder Zweitligaverein im In- oder Ausland gespielt sowie
  • nur nicht mehr aktive Spieler, von den noch aktiven Spielern erfüllt ohnehin fast niemand die Bedingungen

Ich pflege gerne Eure Antworten in die Auflistung ein, natürlich erwarte ich nicht ernsthaft, dass man bei allen die Zahl der Einsätze weiß, die wird dann von mir ergänzt.

Und wie immer gilt: wer googlet, ist selbst Schuld.

Spieler Verein Spiele
1. Karl-Heinz Körbel Eintracht Frankfurt 602
2. Sepp Maier FC Bayern München 498
3. Michael Zorc Borussia Dortmund 463
4. Jürgen Grabowski Eintracht Frankfurt 441
5. Berti Vogts Borussia Mönchengladbach 419
5. Franz Merkhoffer Eintracht Braunschweig 419
7. Georg Schwarzenbeck FC Bayern München 416
8. Wolfgang Overath 1. FC Köln 409
9. Michael Bella MSV Duisburg 405
10. Klaus Augenthaler FC Bayern München 404
11. Rüdiger Vollborn Bayer Leverkusen 401
12. Dieter Eilts Werder Bremen 390
12. Uwe Kamps Borussia Mönchengladbach 390
14. Hannes Löhr 1. FC Köln 381
15. Marco Bode Werder Bremen 379
16. Bernd Dürnberger FC Bayern München 375
17. Werner Melzer 1. FC Kaiserslautern 374
18. Herbert Wimmer Borussia Mönchengladbach 366
19. Wolfgang Weber 1. FC Köln 356
20. Bernd Cullmann 1. FC Köln 341
21. Christian Hochstätter Borussia Mönchengladbach 339
22. Thomas Brunner 1. FC Nürnberg 328
23. Hermann Ohlicher VfB Stuttgart 318
24. Frank Neubarth Werder Bremen 317
25. Ernst Diehl 1. FC Kaiserslautern 314
26. Thomas Wolter Werder Bremen 312
27. Axel Roos 1. FC Kaiserslautern 303
28. Lars Ricken Borussia Dortmund 301
29. Helmut Roleder VfB Stuttgart 280
30. Hans Pflügler FC Bayern München 277
31. Uwe Bracht Werder Bremen 272
32. Uwe Bindewald Eintracht Frankfurt 263
33. Thomas Schaaf Werder Bremen 262
34. Herbert Büssers MSV Duisburg 256
35. Arnold Schütz Werder Bremen 253
36. Dieter Prestin 1. FC Köln 246
37. Uwe Seeler Hamburger SV 239
38. Willi Entenmann VfB Stuttgart 237
39. Yves Eigenrauch FC Schalke 04 229
40. Peter Reichel Eintracht Frankfurt 225
41. Michael Opitz FC Schalke 04 224
42. Karl-Heinz Thielen 1. FC Köln 221
43. Peter Hidien Hamburger SV 214
44. Michael Dusek 1. FC Kaiserslautern 210
45. Roland Dickgießer SV Waldhof Mannheim 208
46. Hermann Gerland VfL Bochum 204
47. Sepp Piontek Werder Bremen 203
48. Thomas Kruse FC Schalke 04 199
49. Andreas Schmidt Hertha BSC Berlin 193
50. Dieter Lindner Eintracht Frankfurt 189
51. Heinz Strehl 1. FC Nürnberg 174
52. Ferdinand Wenauer 1. FC Nürnberg 168
53. Wolfgang Pohl Arminia Bielefeld 167
54. Franz Raschid Bayer Uerdingen 166
55. Hilmar Weilandt Hansa Rostock 160
56. Fritz Pott 1. FC Köln 151
57. Ralf Kohl SC Freiburg 147
58. Roland Wabra 1. FC Nürnberg 146
59. Michael Wittwer Karlsruher SC 145
60. Christian Fiedler Hertha BSC Berlin 137
61. Günter Sebert SV Waldhof Mannheim 128
62. Uli Sude Borussia Mönchengladbach 126
63. Karsten Bäron Hamburger SV 124
64. Jürgen Gronau FC St. Pauli 117
65. Klaus Thomforde FC St. Pauli 100
121 Kommentare

Alle Torschützenkönige der 2. Bundesliga

Jahr Spieler Club Tore
1974/75 N Volker Graul Arminia Bielefeld 29
1974/75 S Bernd Hoffmann Karlsruher SC 25
1975/76 N Norbert Stolzenburg Tennis Borussia Berlin 27
1975/76 S Karl-Heinz Granitza SV Röchling Völklingen 29
1976/77 N Franz Gerber FC St. Pauli 27
1976/77 S Lothar Emmerich FV Würzburg 04 24
1977/78 N Horst Hrubesch Rot-Weiss Essen 42
1977/78 S Emanuel Günther Karlsruher SC 27
1978/79 N Karl-Heinz Mödrath SC Fortuna Köln 28
1978/79 S Eduard Kirschner SpVgg Fürth 33
1979/80 N Christian Sackewitz Arminia Bielefeld 35
1979/80 S Emanuel Günther Karlsruher SC 29
1980/81 N Frank Mill Rot-Weiss Essen 40
1980/81 S Horst Neumann SV Darmstadt 98 26
1981/82 Rudi Völler TSV 1860 München 37
1982/83 Dieter Schatzschneider Hannover 96
SC Fortuna Köln
31
1983/84 Emanuel Günther Karlsruher SC 30
1983/84 Roland Wohlfarth MSV Duisburg 30
1984/85 Manfred Burgsmüller Rot-Weiß Oberhausen 29
1985/86 Leo Bunk Blau-Weiß 90 Berlin 26
1986/87 Siggi Reich Hannover 96 26
1987/88 Souleyman Sané SC Freiburg 21
1988/89 Sven Demandt Fortuna Düsseldorf 35
1989/90 Maurice Banach SG Wattenscheid 09 21
1990/91 Michael Tönnies MSV Duisburg 29
1991/92 N Radek Drulak VfB Oldenburg 21
1991/92 S Michael Preetz 1. FC Saarbrücken 17
1992/93 Siggi Reich VfL Wolfsburg 27
1993/94 Uwe Wegmann VfL Bochum 22
1994/95 Jürgen Rische VfB Leipzig 17
1995/96 Fritz Walter Arminia Bielefeld 21
1996/97 Angelo Vier Rot-Weiss Essen 18
1997/98 Angelo Vier FC Gütersloh 18
1998/99 Bruno Labbadia Arminia Bielefeld 28
1999/00 Tomislav Maric Stuttgarter Kickers 21
2000/01 Olivier Djappa SSV Reutlingen 05 18
2000/01 Artur Wichniarek Arminia Bielefeld 18
2001/02 Artur Wichniarek Arminia Bielefeld 20
2002/03 Andrij Woronin FSV Mainz 05 20
2003/04 Francisco Copado SpVgg Unterhaching 18
2003/04 Marek Mintal 1. FC Nürnberg 18
2004/05 Lukas Podolski 1. FC Köln 24
2005/06 Christian Eigler SpVgg Greuther Fürth 18
2006/07 Giovanni Frederico Karlsruher SC 19
2007/08 Milivoje Novakovic 1. FC Köln 20
2008/09 Benjamin Auer Alemannia Aachen 16
2008/09 Cedrick Makiadi MSV Duisburg 16
2008/09 Marek Mintal 1. FC Nürnberg 16
2009/10 Michael Thurk FC Augsburg 23
2010/11 Nils Petersen Energie Cottbus 25
2011/12 Alexander Meier Eintracht Frankfurt 17
Olivier Occean SpVgg Greuther Fürth 17
Nick Proschwitz SC Paderborn 07 17
2012/13 Domi Kumbela Eintracht Braunschweig 19
2013/14 Mahir Saglik SC Paderborn 07 15
2013/14 Jakub Sylvestre Erzgebirge Aue 15
2014/15 Rouwen Hennings Karlsruher SC 17
2015/16 Simon Terodde VfL Bochum 25
2016/17 Simon Terodde VfB Stuttgart 25
2017/18 Marvin Ducksch Holstein Kiel 18
2018/19 Simon Terodde 1. FC Köln 29
2019/20 - - -
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Alle Absteiger der Bundesliga

Eine Übersicht über alle Absteiger seit Einführung der Bundesliga.

Jahr Absteiger
1963/1964 1. FC Saarbrücken
Preußen Münster
1964/1965 Hertha BSC
Zwangsabstieg wegen
unerlaubter Zahlungen.
Sportlich wären
eigentlich abgestiegen,
blieben aber aufgrund
der Aufstockung
der Liga erstklassig:
FC Schalke 04
Karlsruher SC
1965/1966 Borussia Neunkirchen
Tasmania Berlin
1966/1967 Fortuna Düsseldorf
Rot-Weiss Essen
1967/1968 Borussia Neunkirchen
Karlsruher SC
1968/1969 1. FC Nürnberg
Kickers Offenbach
1969/1970 TSV 1860 München
Alemannia Aachen
1970/1971 Kickers Offenbach
Rot-Weiss Essen
1971/1972 Borussia Dortmund
Arminia Bielefeld
1972/1973 Eintracht Braunschweig
Rot-Weiß Oberhausen
1973/1974 Fortuna Köln
Hannover 96
1974/1975 VfB Stuttgart
Tennis Borussia Berlin
Wuppertaler SV
1975/1976 Hannover 96
Kickers Offenbach
Bayer Uerdingen
1976/1977 Karlsruher SC
Tennis Borussia Berlin
Rot-Weiss Essen
1977/1978 TSV 1860 München
1. FC Saarbrücken
FC St. Pauli
1978/1979 Arminia Bielefeld
1. FC Nürnberg
SV Darmstadt 98
1979/1980 Hertha BSC
SV Werder Bremen
Eintracht Braunschweig
1980/1981 TSV 1860 München
FC Schalke 04
Bayer Uerdingen
1981/1982 SV Darmstadt 98
MSV Duisburg
1982/1983 FC Schalke 04
Karlsruher SC
Hertha BSC
1983/1984 Kickers Offenbach
1. FC Nürnberg
1984/1985 Arminia Bielefeld
Karlsruher SC
Eintracht Braunschweig
1985/1986 1. FC Saarbrücken
Hannover 96
1986/1987 Fortuna Düsseldorf
Blau-Weiß 90 Berlin
1987/1988 FC Homburg
FC Schalke 04
1988/1989 Stuttgarter Kickers
Hannover 96
1989/1990 SV Waldhof Mannheim
FC Homburg
1990/1991 FC St. Pauli
Bayer Uerdingen
Hertha BSC Berlin
1991/1992 Stuttgarter Kickers
Hansa Rostock
MSV Duisburg
Fortuna Düsseldorf
1992/1993 VfL Bochum
Bayer Uerdingen
1. FC Saarbrücken
1993/1994 1. FC Nürnberg
SG Wattenscheid 09
VfB Leipzig
1994/1995 VfL Bochum
MSV Duisburg
Dynamo Dresden
1995/1996 1. FC Kaiserslautern
Eintracht Frankfurt
KFC Uerdingen
1996/1997 Fortuna Düsseldorf
SC Freiburg
FC St. Pauli
1997/1998 Karlsruher SC
1. FC Köln
Arminia Bielefeld
1998/1999 1. FC Nürnberg
VfL Bochum
Borussia Mönchengladbach
1999/2000 SSV Ulm 1846
Arminia Bielefeld
MSV Duisburg
2000/2001 SpVgg Unterhaching
Eintracht Frankfurt
VfL Bochum
2001/2002 SC Freiburg
1. FC Köln
FC St. Pauli
2002/2003 Arminia Bielefeld
1. FC Nürnberg
Energie Cottbus
2003/2004 Eintracht Frankfurt
TSV 1860 München
1. FC Köln
2004/2005 VfL Bochum
Hansa Rostock
SC Freiburg
2005/2006 1. FC Kaiserslautern
1. FC Köln
MSV Duisburg
2006/2007 FSV Mainz 05
Alemannia Aachen
Borussia Mönchengladbach
2007/2008 1. FC Nürnberg
Hansa Rostock
MSV Duisburg
2008/2009 Energie Cottbus
Karlsruher SC
Arminia Bielefeld
2009/2010 Hertha BSC
VfL Bochum
2010/2011 Eintracht Frankfurt
FC St. Pauli
2011/2012 1. FC Köln
1. FC Kaiserslautern
Hertha BSC
2012/2013 SpVgg Greuther Fürth
Fortuna Düsseldorf
2013/2014 1. FC Nürnberg
Eintracht Braunschweig
2014/2015 SC Freiburg
SC Paderborn
2015/2016 VfB Stuttgart
Hannover 96
2016/2017 FC Ingolstadt
SV Darmstadt 98
2017/2018 Hamburger SV
1. FC Köln
2018/2019 VfB Stuttgart
Hannover 96
1. FC Nürnberg
2019/2020 SC Paderborn
Fortuna Düsseldorf
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