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Autor: Trainer Baade

Owen Hargreaves

Owen Hargreaves spielt bei Bayern. Bayern spielt in der Bundesliga. Bundesliga, das ist sowas wie polnische, bulgarische oder georgische Liga. Sobald es gegen französische oder spanische Mannschaften im Europapokal geht, fliegen die Vertreter der Bundesliga raus.

Erstaunlich, dass Owen Hargreaves es trotzdem in den WM-Kader der englischen Mannschaft geschafft hat. In England kommentiert man das so:

„Your league is so sh*t it makes Owen Hargreaves look half-decent“

Auf deutsch bedeutet das, dass die Bundesliga so Scheiße ist, dass es sogar so aussieht, als wenn Owen Hargreaves halbwegs erträglich Fußball spielen könnte. Kann er natürlich nicht, sonst würde er ja nicht in der Bundesliga spielen.

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„Wann wirst Du endlich erwachsen?“

Da ich ja selbst nicht lesen kann, musste mir einer meiner Bekannten aushelfen. Zum Geburtstag gab’s nachträglich das Panini-Album, zwei große Bögen Sammelbilder waren schon dabei.

Ich bin nun doch wieder 11 Jahre alt und sammel diesen Kram. Falls jemand tauschen möchte, ich werde in Kürze posten, welche Bilder ich gerne hätte und welche ich abzugeben habe. Jedenfalls hab ich schon mal das Kölner Stadion. Das England-Wappen habe ich gegen Edwin van der Sar und zwei weitere Spieler getauscht.

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Fußballfeld für Ausdauerschwache

Die Ruhr-Universität in Bochum hat nicht allein eine sehr häßliche Architektur und eine frisch renovierte Mensa, sie hat auch ein paar kluge Köpfe, die tagsüber dort rumsitzen und nachdenken. Dabei kommt dann zum Beispiel so etwas wie das hier dabei raus:

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Wie, Ihr seht nix? Na gut, es ist auch ein bißchen schwierig, das Spielfeld zu erkennen. Es ist nämlich nur 10×7 Mikrometer groß. Praktisch, diese Erfindung, jetzt kann ich endlich wieder in Windeseile auf das gegnerische Tor zustürmen… hach, schon zu weit.

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Soft eggs und Arschkarte

Die Welt lernt trotz „Goleo“ und „Teamgeist“ ein wenig deutsch, bevor sie in knappen drei Wochen nach Deutschland schaut, wie ich schon mal erwähnte. Und weil wir ja alle so gut englisch können, schnarch, hat ein englischer Muttersprachler es übernommen, deutsche Redewendungen wie tomatoes on the eyes zu übersetzen. Andreas Möller ist ein „cry baby“ und alle, die bei Regen nicht ins Stadion gehen, sind soft eggs. Der Dummschwätzer ist laut Uli Stein übrigens ein soup buffoon.

Für mich ganz neu, woher der Ausdruck „Arschkarte“ stammt. Weil der Schiedsrichter früher die Gelbe Karte in seiner Brusttasche trug, die Rote Karte hingegen in jener Hosentasche, die sich über seinen Arsch spannte, bezeichnet der Ausdruck „Arschkarte“ eben die Rote Karte beim Fußball. Nett.

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O wie schön ist Klinsmann-Sprech

Zum Glück ist Clinsfornia einer derjenigen, der auch die eindeutigsten Sachverhalte noch irgendwie verbrämt. Kuranyi ist eine bemitleidenswerte Erscheinung im deutschen Profifußball geworden, selbst Laien sehen, wie er sich immer wieder mehr als einen zusammenstolpert. Inzwischen zweifeln nicht nur Fachleute an Kuranyis technischen Fähigkeiten. Dieser Mangel lässt sich so leicht wohl nicht mehr auf ein gehobenes Niveau bringen. Clinsfornia hat Kuranyi nun zurecht aussortiert. Begründen musste er das auch, allerdings eigentlich nur noch für Kevin selbst, alle anderen, ob Medien oder Zuschauer, wussten schon, dass der legitime Nachfolger von „Flipper“ nicht bei der WM dabei sein würde.

Zum Glück meint Clinsfornia das aber nicht wörtlich, wenn er sagt, dass Hanke und Neuville eine „Nasenspitze vorn“ gelegen hätten bei der abschließenden Bewertung der Leistungen der WM-Kandidaten. Wenn dem so wäre, dass es nur eine Nasenspitze war, sollte man Bens Auffassung folgen und Hanke und Neuville ebenfalls zu Hause lassen. Wer nur eine „Nasenspitze“ besser spielt als Kuranyi in den letzten Monaten, der sollte auch kein Bundesligaprofi mehr sein, geschweige denn zu einer WM nominiert werden.

Zum Glück meint Clinsfornia das aber nicht wörtlich.

(Letzter Beitrag zum Frimpen-Kevin, versprochen.)

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Der schicke Bart bleibt zu Hause

Kuranyi ist Ex-Nationalspieler, wie ich es mir gewünscht hatte.

Ansonsten gibt es neben dessen Ersatz Odonkor keine große Überraschung im Kader, und außerdem muss ich sagen, hab ich gestern in einer Tanke mal kurz durch die FOTO am Sonntag geblättert, weil die mich Naivling mit der „Vorab-Version“ des WM-Kaders geködert hatte. Da stand allerdings weder von Hanke noch von Odonkor was, was mal wieder zeigt, dass man a) denen kein Wort glauben kann und b) Clinsfornia nicht mit der FOTO-Zeitung kungelt.

Also, ich bin zufrieden, dass der Bälleverstolperer Kuranyi nicht dabei ist. Einen für zwei von drei Vorrundenspielen gesperrten Spieler ins Aufgebot zu holen, wenn man evtl. nur vier Partien insgesamt hat, ist allerdings mutig ziemlich bescheuert. Zudem ist es natürlich ein besonderes Lob für Kuranyi, dass Klinsmann lieber einen gesperrten Spieler mitnimmt als ihn.

So können sich Deisler und Kuranyi, der nun auch depressionsgefährdet ist, zusammen auf dem Sofa die WM anschauen, wo in der Halbzeitpause immer der Spot läuft, in dem sie beide als Nationalspieler für irgendwelche Produkte werben. Die Antidepressiva sollten immer griffbereit neben den Chips stehen.

Hitzlsperger wird der neue Günter Hermann oder auch Frank Mill, wie ich hoffe, und ob Jens Nowotny wirklich so gut drauf ist, wie mir alle sagen, wird man noch sehen. Schließlich sind England, Schweden oder Argentinien eben nicht Hertha BSC Berlin oder Hannover 96. Allerdings ist ein bißchen Erfahrung vielleicht tatsächlich nicht schlecht neben all den Jünglingen in der Abwehr.

Christoph Metzelder hätte man jedoch ruhig zu Hause lassen können. Leicht angeschlagen ist er, gut, das gibt sich wieder bis der Ball rollt, aber eigentlich hat er in dieser Saison doch nur durch Stellungsfehler und verschuldete Gegentore auf sich aufmerksam gemacht. Gegen Hertha BSC und Hannover 96…

Als letzte Konsequenz von Clinsfornias WM-Kader-Zusammenstellung muss man noch festhalten: Oliver Kahn wird jetzt der beste Freund von Hitzlsperger, Odonkor und Mike Hanke werden. Schließlich soll Kahn sich um die Spieler aus der zweiten Reihe kümmern, die nicht zum Einsatz kommen.

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Das schönste Zweitligastadion der Welt steht in …

Marcel Reif schreibt beim Tagesspiegel [Link leider tot.] eine Kolumne zu jedem Spieltag der Bundesliga. Heute, nach Kaiserslauterns Abstieg, klingt er so:

„Aber die Pfalz wird nun darben, da wird das schönste Zweitligastadion der Welt nichts daran ändern.“

Zum Glück ist das Stadion von Juventus eine viel zitierte häßliche „Betonschüssel“. Somit macht dieses Zweitligastadion dem Betzenberg keine Konkurrenz. Ich finde aber eigentlich das Kölner Stadion schöner als das in Kaiserslautern.

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Frohe Gesichter

Auf der Webseite des 1. FC Kaiserslautern wird man mit fröhlichen Gesichtern begrüßt. So lob ich mir das, immer alles für den Fan Kunden tun. Der ist schließlich König. Auch in der zweiten Liga.

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Trefflich

„White and red, dangerous and brave“

Das ist der Spruch auf dem polnischen Mannschaftsbus. Dem möchte ich mich anschließen und meinen Lesern widersprechen, die in der Umfrage zu den gefährlichsten Hooligans die Engländer auf Platz 1 wählten. Fürchten müssen wir aber vor allem die weißen und roten, mutigen Gefährlichen aus Polen.

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Getönte Scheibe gefällig?

„Ich hatte auch einige Freunde, die Kfz-Mechaniker waren. Die wussten schon, wie sie an ihren Autos die eine oder andere PS rausholen können. Klar, die Autos waren tiefer gelegt, ein Sportauspuff musste auch her.“

Ich wusste schon immer, warum ich Fußball so liebe und warum man trotz heutigem Gedöhns und Klimbim, trotz Autorenlesungen und André Heller noch schief angeschaut wird, wenn man sagt, dass man Fußball mag.

Miro Klose sagte das oben im Interview mit der ZEIT. Und da bin ich dann doch irgendwie froh, dass Klose so selten Interviews gibt. Sonst würde man noch mehr über diesen Proleten erfahren, der am liebsten mit tiefer gelegtem Wagen und Sportauspuff durch die Gegend fährt.

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Der Traum ist vorbei

Heute morgen, bevor ich aufwachte, ging ich wie jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit in die immer gleiche Bäckerei. Manche meinen sogar, es sei die immer selbe, das weiß heutzutage aber nur noch ein Germanistikstudent. Normal Sterbliche wie ich wissen so etwas nicht mehr.

In dieser Bäckerei begrüßt mich jedes Mal eine äußerst fröhlich gelaunte Frau mit berlinerischem Akzent, welcher bei mir im Gegensatz zu den meisten anderen Mitgliedern meiner Peergroup ein wohliges Gefühl auslöst. Ich bestelle immer dasselbe Brötchen, ha, natürlich immer das gleiche Brötchen und führe es mir dann auf dem restlichen Weg zur Arbeit ein. Diese Routine beim Brötchenkauf hat den Vorteil, dass ich immer noch weiterschlafen kann und erst kurz vorm Öffnen der Bürotür wirklich aufwachen muss. So ist es sonst immer.

Heute war das anders. Urplötzlich wachte ich in der Bäckerei schon auf. Ein lautes Konzert aus überhaupt nicht zusammenpassenden, grellen Farben in der ansonsten schmucklos eingerichteten Bäckerei riß mich aus meinen Träumen. Überall funkelte und blitzte es und schrie mich an: Farben, Farben, Farben! Ob im Schaufenster, ob auf der Theke, am Getränkekühlschrank oder an der Decke.

Schwarz-Rot-Gold. Die ganze Bäckerei komplett versaut. Ich dachte schon, ich wäre geschlafwandelt und in einem anderen Land aufgewacht, in Holland oder Frankreich zum Beispiel. Dem war nicht so. Dass man eine Bäckerei mitten in Deutschland so verunstaltet, hab ich noch nicht erlebt. Wahrscheinlich droht jetzt dasselbe an den wenigen anderen Orten, die ich regelmäßig aufsuche: mein Klo, das Kulturzentrum gegenüber, U-Bahn-Station vor der Tür, Fußballplatz.

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Con-Foot-Ius

Wollte ich eigentlich nur kurz bloggen, dass Powerade sich eine gelungene Abwandlung des Namens Konfuzius einfallen lassen hat, muss ich dann leider bei Ansicht des Spruchs, den „Con-Foot-Ius“ für uns parat hat, klugscheißen:

Auch ein Komma, will richtig gesetzt sein.

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