Das Green Point Stadium in Kapstadt, seit der WM 2010 ein weißer Elefant, hier in Watte gehüllt. Hoffentlich Watte.
1 KommentarKategorie: Aus Liebe zum Spiel
Wo man zockt, da lass dich nieder
Am Wochenende herrschte hier ein bisschen Ruhe, denn ich war auf ein Sommerfest eingeladen, kurz vor der polnischen Grenze. Da ich mit der Draisine anreiste, musste ich früher los als sonst. Auf dem Sommerfest erwartete mich eine ganz spezielle Aktivität, die man so von einem Fußballtrainer nicht unbedingt erwartet hätte.
Ein Lama-Rennen auf dem Sommerfest von DerSamstag!.
Ein außergewöhnlicher Ablauf, der bei einer außergewöhnlichen Zeitschrift, wie es DerSamstag! nun mal ist, nicht anders zu erwarten war.
Aber lest die Geschichte von 23, Maradona und den Lamas selbst …
1 KommentarMeistens fragt man sich, wie man auf so ein Mannschaftsfoto drauf kommt, zuletzt Gunnar beim SV Wehen Wiesbaden.
Eine andere Frage ist es, wie man von so einem Mannschaftsfoto wieder runterkommt. Es gäbe da Geschichten aus dem Amateurfußball von nicht bezahlten Mannschaftsbeiträgen zu erzählen.
Im Profifußball werden aber meist die Profis vom Verein bezahlt und nicht umgekehrt. In dem Fall muss man einfach nur Glück haben, dass ein anderer Profi eingekauft wird, der beim Termin fürs Mannschaftsfoto noch nicht anwesend war. Dieser muss aber auch noch irgendwie aufs Bild, was macht man da? Nun, der Express zumindest überklebt einfach einen anderen Spieler, der dann schwupps, nicht mehr auf dem Mannschaftsfoto ist.

Ziel erreicht, so leicht geht das.
(Dank an Dominik.)
1 KommentarFür die WM 1998 nahm Udo Jürgens keinen Song mit der deutschen Nationalmannschaft auf wie noch 1978 („Buenas Dias, Argentina“) und 1990 („Wir sind schon auf dem Brenner“), sondern mit der ebenfalls qualifizierten Nationalmannschaft Österreichs, wo alle Trends eben immer mit ein bisschen Verzögerung eintreffen: „Wunderknaben“.
Da Österreich seit dieser WM 1998 in der deutschen medialen Wahrnehmung aus dem Fußball verschwunden ist, youtube aber erst deutlich später gegründet wurde, ist dieser Song wohl kaum bekannt. Zwar hier nur eine Kurzversion, doch auch diese macht schon deutlich: Im Fußball nicht, und auch bei den Songs zur WM kann Österreich den Deutschen nicht das Mikro reichen.
Bei der WM 1998 war dann aber nach der Vorrunde Schluss für die nur im Song so benannten „Wunderknaben“.
Der Titel ist übrigens eine Referenz an das deutlich erfolgreichere, dann aber nach Anschluss aufgelöste Nationalteam der Österreicher in den 1930er Jahren.
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Eine schöne Geschichte ereignete sich jüngst in der still vor sich hersurrenden Sommerpause, als einer der Insassen des Blogosquariums für kurze Zeit zum Star aufstieg.
Der Star ist in diesem Fall eindeutig der Blogger und nicht die Mannschaft. Den Blogger gibt dabei Gunnar vom Stehblog, von dessen Aktivitäten wir hier schon lasen. Sein Erst- oder Zweitverein ist der Verein seines Wohnorts Wiesbaden, der SV Wehen Wiesbaden.
Dieser aktuelle Drittligist versteigerte kürzlich in schöner Tradition anderer, klammer Klubs einen Platz auf dem Mannschaftsfoto.
Da ist man als Fußballfan natürlich Feuer und Flamme, dass man einfach so gegen ein paar Kröten plötzlich im Kicker-Sonderheft 2013/2014 erscheinen wird ohne es durch die eigenen Fußballfähigkeiten je auch nur in die Nähe des Profifußballs gebracht zu haben.
Wie das so war, als Gunnar in Wiesbaden an der Entstehung des Mannschaftsfotos seines Klubs beteiligt war, liest man hier, und wie es dann ausgesehen hat, ist hier zu prüfen.
Lesen sollte man den erläuternden Text aber unbedingt, denn ein nicht ganz unwichtiger Aspekt des eigentlich großartigen Plans verlief dann doch etwas abweichend vom Wunschtraum des Stars, des Bloggers, des zentralen Elements auf dem schließlich dort veröffentlichten Mannschaftsfoto.
Welcher von den vielen Menschen mit SV-Wehen-Wiesbaden-Trikot auf dem Bild denn Gunnar selbst ist, nun, da stellen wir uns die Frage, ob es je irgendeinen Fußballer abgesehen von Edgar Davids gab, der mit Brille auf einem Mannschaftsfoto posierte.
(Ja, gab es zwar, aber dann funktioniert der Hinweis nicht mehr.)
10 KommentareFalls es jemand nicht mitbekommen hat: Die Bundesliga wird in diesen Tagen 50 Jahre alt. Anlass zu diversen Specials in diversen Medien.
Eine besondere Perle zum Thema hat die Deutsche Welle gerade veröffentlicht. Leider viel zu kurze 26 Minuten, die sich mit den 1960er Jahren der Bundesliga beschäftigen und dabei nicht allein auf den Platz, sondern auch daneben blicken.
Prädikat wertvoll.
Erstgebloggt von allesaussersport.de.
Schöner Nebeneffekt beim Schauen dieses Filmchens: Wer sich Uwe Seeler sympathisch machen möchte, dem sich sonst doch allzu oft allzu kurzsätzig Äußernden, findet hier gute Gelegenheit dazu. Ansonsten viele Spielszenen und O-Töne aus einer Zeit, in der noch nicht jede Partie aus allen Perspektiven aufgezeichnet wurde. Für den Liebhaber ein Muss, für alle anderen ein schönes Bonbon. Und das Beste ist: Die späteren Jahrzehnte sollen auch noch folgen.
4 KommentareMan sucht ja immer nach Gründen, warum der Fußball früher so viel schlechter war als heute. Ob man’s glaubt oder nicht, es könnte neben der soziokulturell unterschiedlichen Herangehensweisen auch mit dem Handwerkszeug zu tun haben, das zur Verfügung stand.
Hier zum Beispiel eine 3D-Videoanalyse anno 1980.
Falls jemand fragt, wo denn da jetzt die 3D-Videoanalyse ist. Nunja, … das ist sie dann wohl.
Oder hier oder, besonders schön und übersichtlich, hier oder gar eine aus dem Jahr 1934.
Falls also überhaupt Analyse, dann wohl nur aus dem Gedächtnis der eifrigen Zeitungszeichner.
Einen Kommentar hinterlassenDer Sportspiegel drehte 1979 diesen 40-Minüter unter dem gleichnamigen Titel über „Kleines, dickes Müller“ und man muss aus mehreren Gründen ein paar Tränchen verdrücken:
So viel Zeit für die hintergründige Betrachtung eines Fußball-Stars, so wenig Pathos, gar keine alles Authentische niederschreiende Hintergrundmusik und auch keine Schnittvergewaltigungen der Realität.
Vor allem aber so viel Gerd Müller in offenen Worten wie sonst nie (und heute leider schon gar nicht mehr) über Ängste, Selbstvertrauen, Gegenspieler zu jenen Zeiten und auch seine Trauer, wie er nur noch als Zuschauer Ende 1979 im Olympiastadion sitzend seinen früheren Kameraden beim Spiel zuschaut.
Gerd Müller, wie man ihn nicht kannte und Sportjournalismus, wie man ihn sich wenigstens ein bisschen mehr wünscht.
Zuerst geteilt vom umtriebigen Scudetto.
Achja, und Franz-Josef Strauß kommt auch drin vor. Und in Nördlingen, Müllers Heimatstadt in Bayern, spricht man Schwäbisch. Der Müller Gerd selbst hingegen quasi kein Englisch, dafür angenehm viel übers Fußballspielen; zudem ist eine schöne Studie über die kulturellen Eigenarten jener Zeit zu erleben.
7 KommentareGemeinhin gilt der Hampden Park im schottischen Glasgow als das älteste Stadion der Welt. Leserinnen und Leser von Trainer Baade wissen es ab heute besser. Im französischen Örtchen Autun im Depertament Saône-et-Loire im Burgund spielt der lokale Fußballklub seine Spieler in einem Stadion, naja, auf einem Fußballplatz, der von einem alten römischen Amphitheater gesäumt ist, womit seine Tribünen ungefähr 2000 Jahre alt sein dürften und dadurch einiges älter als das am 9. Juni 1867 eröffnete Stadion Hampden Park.
So sieht es dann aus, wenn man in Autun Fußball spielt, der Platz im Hintergrund rechts, vorne das Amphitheater, welches offensichtlich auch für profane Veranstaltungen wie Musikkonzerte genutzt wird. Da darf man annehmen, dass man sich auch bei Fußballspielen auf die Jahrtausende (zwei, um genau zu sein) alten Steintribünen des Amphitheaters von Autun setzen darf. Womit es das älteste Fußballstadion der Welt sein dürfte, wenn auch nicht zu diesem Zweck errichtet. Oder weiß jemand von einem noch älteren Stadion, in welchem heute dieser neumodische Fußball gespielt wird? Älter als das Stadion aka Amphitheater des Football Club Autonios?
6 KommentareDas war sie tatsächlich mal, Deutscher Meister, die Fortuna aus Düsseldorf. Allerdings ist das heute auf den Tag genau 80 Jahre her. Und weil dieses Ereignis noch dazu so singulär blieb, musste man sich einen Zeitungsartikel von damals gleich einrahmen und ins Museum in die eigene Kneipe hängen.
Verständlich, liebe Fortunen, denn im Original werdet Ihr diese Schlagzeile nicht mehr am Zeitungskiosk erblicken.*

Gesehen (und gefeiert) von Check von hinten, welcher bekanntlich in dieser Stadt des deutschen Meisters von 1933 beheimatet ist.
* Was nicht bedeutet, dass Fortuna Düsseldorf nie wieder Deutscher Meister werden wird, sondern dass das Ableben der klassischen, papiernen Zeitung respektive von Zeitungskiosken schneller eintreten wird als die nächste deutsche Meisterschaft der Fortunen. Aber das ist ein anderes Thema.
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Aus noch nicht näher beleuchteten Gründen verspüre ich immer wieder eine ganz große Affinität zu dieser komischen Pixelart. Nicht, dass ich dafür ein Experte wäre oder jemals — von selbst designten, aber nie wirklich zu Leben erwachten C64-Sprites abgesehen — etwas eigenverantwortlich mit dieser Pixelart zu tun gehabt hätte. Doch diese erfreut hier immer wieder.
Schön, wenn es da etwas Neues in Sachen Fußball aus dieser Richtung gibt. Dann ist es auch zu verschmerzen, dass es von England aus betrieben wird und recht wenige Exemplare mit Relevanz für den deutschen Fußball vorhanden sind. Einige Bekannte sind dann aber auch zu finden, so Paul Gascoignes Tor 1996 für England gegen Schottland [Links leider tot, Seite existiert wohl nicht mehr] oder Marco van Bastens Tor 1988 gegen die UdSSR oder Michael Owens Solo 1998 gegen Argentinien.
Wenn ich es richtig gelesen habe, kann man sich dort auch bestimmte Tore wünschen, die in dieser Pixelart dargestellt werden. Wahrscheinlich war es nicht allzu clever, die Seite erst hier zu erwähnen, und dann einen Wunsch an die dortigen Macher zu richten, aber ich werde dann mal nach Klaus Fischers Fallrückzieher 1982 fragen — oder jenem Tor von Trainer Baade zum 3:3 gegen den OSC Rheinhausen aus ähnlicher Zeit. Wobei von Letzterem wohl kein Video mehr existiert.
Am Besten schaut man sich aber ohnehin die gesamte Seite an: Pixelreplay. [Wie gesagt, leider tot.]
8 KommentareGhana In Fog from Paul Octavious on Vimeo.
(Besser im Vollbildmodus schauen, hier in der kleinen Version fürs Blog wirkt es nicht ganz so.)
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