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Kategorie: Zettel-Ewalds Sammelsurium

Alles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde

Aus den Augen der Kurve

Fußballreiseberichte sind seit dem Ende von janus‘ Schreiberkarriere leider seltener geworden. Dabei stimmt das schöne Sprichwort „Wenn jemand eine Reise tut …“ doch. Sehr schön, wenn das Thema Fußballreiseberichte dann mal wieder jemand in Angriff nimmt. Mit dem Blick des Neulings in ein ganz bestimmtes Stadion anreist und auf diese Weise viele Details bemerkt, welche dem Dauergast gar nicht mehr auffallen.

So geschehen im Blog „Der Wochenendrebell“, wo der Beitrag Schalke-Dschohnsi, Sohni, Uschi und ich“ unterhält. Prädikat lesenswert, nicht zuletzt weil der Autor einen besonderen Begleiter bei seinem ersten Mal auf Schalke mitnimmt, wie er wiederum an anderer Stelle ausführt.

Hier hegt man die Hoffnung, dass der dortige Autor in Zukunft noch weitere Stadien der Bundesliga zum ersten Mal aufsuchen wird.

*

Auch andere Leute gehen ihre eigenen erste Male zum Fußball, und auch dort spielt ein Kind eine Rolle, und auch dort schreibt man darüber. „St. Pauli gegen Deutschland. Oder so.“

Erinnert mich an eine Freundin von mir, die 2006 tippte, dass Werder Bremen sicher Weltmeister werden würde.

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Wann fing das an, Thomas Tuchel?

Wann fing das an, Thomas Tuchel? Was hat Dich bloß so ruiniert?

Unfassbar, was dieser doch einst so sympathische, weil junge, frische, unverbrauchte und zumindest auf den ersten Blick unverkrampfte Bundesliga-Trainer für einen verschwörungstheoretischen Sermon in Bezug auf die Schiedsrichter von sich gibt.

Völlig falsch liegt er zwar nicht mit der Einschätzung, dass sein Mainzer Club häufiger Probleme mit den Schiedsrichtern hat als andere. Nur scheint ihm ein wenig der Blick auf die wahre Ursache dafür verstellt zu sein. Dabei müsste er den Blick nur so weit senken, bis er sich selbst sehen könnte.

Immer schade, wenn einstige Sympathen alles tun, um ihr Ansehen zu zerstören. Rumpelstilzchentänze an der Seitenlinie gehören da eher noch zur Folklore. Mit ruhigem Puls und zeitlichem Abstand in einem Interview bei Kaffee und Kuchen auf seiner verzerrten Wahrnehmung zu beharren, macht dann aber allem Wohlwollen den Garaus.

Immerhin ist nach Felix Magaths Abgang aus der Bundesliga wieder ein echter Fiesling im Rennen. Die Rollen der Daily Soap „Bundesliga“ wollen schließlich besetzt werden und bleiben selten vakant. Trotzdem: Wann fing das an, Thomas Tuchel, dass das Hirn immer häufiger streikte und nur noch derlei Verschwörungstheorien produzierte?

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Die Freiheit nehm ich mir

Die vielen Diskussionen darüber, ob man Hoffenheim nicht mag, weil es kein „Traditionsverein“ ist oder weil man dort mit Geld hantiert, welches nicht der Verein selbst verdient hat, oder weil sie keine Fans haben oder was es sonst noch für Gründe gibt, denen entgegenargumentiert wird, kann man sich komplett sparen (was nicht heißt, dass man über all diese Faktoren nicht diskutieren sollte, nur eben mit anderer Zielsetzung).

Denn ob mir etwas gefällt oder nicht, hat sehr, sehr wenig mit rationalen Gründen zu tun. Insofern mögen die Gelder bei anderen Klubs aus ebenso zweifelhaften Quellen kommen, sie ebenso wenige Auswärtsfans mitbringen oder auch behaupten, sie setzten auf junge Talente aus der Region und tun es dann doch nicht.

Das ist irrelevant, denn die Gründe, warum ich Hoffenheim nicht mag, liegen an ganz anderer Stelle. Es ist das Getue des Chefs, der mit Kritik nicht umgehen kann, sich gleichzeitig aber z. B. im Sportstudio als großer Gönner geriert, es sind gerade die Argumente, mit denen versucht wird, mich zu überzeugen, dass man das „Projekt“ (alleine diese Vokabel schon für einen Fußballverein) doch wenigstens schätzen solle und es ist die provinzielle Dörflichkeit sowie die Gesichtslosigkeit des Kaders und seines Fußballs, die mich dazu bringen, Hoffenheim nicht zu mögen.

Und das Gute ist, für dieses Empfinden benötige ich keinerlei Argumente.

Wenn jemand genau gegenteilig verführe, bliebe mir immer noch das unanfechtbare Recht, diesen dann anderen Verein genauso wenig zu mögen. Offensichtlich übersehen viele, dass für Mögen oder Nichtmögen keine Argumente zählen. Gerade jene, welche stets betonen, dass der Fußball eine emotionale Angelegenheit sei. Am Ende des Tages ist es zwar überall nur ein Konstrukt, für das man möglichst seine Kohle, wenigstens aber seine Aufmerksamkeit einbringen soll, und kein Verein im klassischen Sinne mehr. Doch auch dort nehme ich mir die Freiheit, dass es mir eventuell gefällt — oder aber auch nicht.

Insofern kann man diese Diskussionen alle gerne führen, sie sind ja auch nötig, interessante Fragen rund um 50+1 werden aufgeworfen etc., und die basale Idee, seinen eigenen Jugendverein nach oben zu führen, bleibt ja auch liebenswert. Allein, an meiner Abgetörntheit von all dem Gebaren auf seiten Hoffenheims, am ganzen Erscheinungsbild und insbesondere an der auf Ralf Rangnick folgenden planlosen Personalpolitik, so wie es noch jeder x-beliebige andere von Mäzenen alimentierte Verein täte, wird das alles nichts ändern.

Es wäre schon allein deshalb sehr begrüßenswert, wenn dieser Bundesligastandort als Anlass für jene überflüssigen Überzeugungsversuche bald in der Versenkung verschwände.

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Längste Serien an Bundesligaspielen ohne Niederlage

Spiele Club Zeitraum
36 Hamburger SV 1981/1982-1982/1983
31 Borussia Dortmund 2011/2012-2012/2013
27 FC Bayern München 1987/1988-1988/1989
25 FC Bayern München 1986/1987-1987/1988
24 Bayer Leverkusen 2009/2010

Selten genug, dass ein Bundesligarekord mal nicht vom FC Bayern München oder von Gerd Müller gehalten wird, war es erst in dieser Saison, dass die laufende Serie von Borussia Dortmund von einem gewissen Hamburger SV beendet wurde. Gleichzeitig ist der FC Bayern gerade auf dem Weg, den Rekord an wenigsten Gegentoren in einer Saison zu pulverisieren, und hätte es nicht das Katastrophenspiel zu Hause gegen Bayer Leverkusen gegeben, könnte auch dieser Rekord hier wackeln. So wird es aber erstmal wieder mindestens 12 Monate dauern, bis ein Angriff auf den nur vermeintlich ewigen Rekord des Hamburger SV gestartet werden kann. Und natürlich sind solche Rekorde nichts als eine nett zwischen zwei Mahlzeiten zu konsumierende Spielerei für nerdige Fußballliebhaber, die Beteiligten selbst interessieren sich hauptsächlich nur für Titel. Wobei Jürgen Klopps Reaktion nach der Niederlage in Hamburg da eventuell doch Anderes vermuten lässt … andererseits gibt es ja ohnehin keine Niederlage für ein Team von Jürgen Klopp, bei der er nicht demonstriert, wie sehr er Verlieren hasst.

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„Guten Abend aus Mexiko City“ — das herrlich unerträgliche Schweigen der vibrierenden Drähte

„Guten Abend aus Mexiko City.“ Mehr als die fünf Wörter im Titel braucht es doch nicht, um Gänsehaut beim Zuhörer oder -seher zu erzeugen. Man mag mich alt(backen) schimpfen, aber mir ist jede Form von Marktschreierei am Kommentatorenmikrofon ein absoluter Gräuel. Mit dem verbreiteten Überbetonen jeder zweiten Paarung und jeder dritten Spielsituation, schlimmer Superlativitis und dem ständigen Heben der Stimme kann man mich wortwörtlich jagen, und zwar aus der Kneipe oder vom Sofa runter, weg von der Partie.

Als Kind sah ich Fußballspiele fast immer nur im TV, und selten im Stadion. Heute gehe ich unter Anderem deshalb lieber ins Stadion, weil dort garantiert kein Kommentator, keine Kommentatoren-Biene hyperventiliert, garantiert keine Zeitlupe fünf Mal hin- und hergewälzt und in obszöner Art so getan wird, als hätten sich nicht alle Beteiligten mit der Teilnahme am Spiel darauf geeinigt, dass ein fehlbarer, menschlicher Schiedsrichter die Entscheidungen treffen wird. Aber ich wollte nicht abschweifen.

„Guten Abend, hier ist Buenos Aires“ — und dann rauscht lange das Nichts, das Schweigen, zwischen Duisburg-Duissern und Buenos Aires vibrieren nur die Drähte, und die Spannung steigt ins Unermessliche, kaum noch auszuhalten, diese Anspannung, gemischt mit Vorfreude, aber auch Vorahnung einer denkbaren Niederlage, der Abend holt noch mal Luft, bevor er sich endgültig ins Getümmel dieser so oder so dramatischen Partie stürzt. Die Spannung steigt aber natürlich nur deshalb, weil es im Hirn des Empfängers von einer besonderen Wichtigkeit ist, wie diese Partie in Buenos Aires heute Abend/Nacht/Mittag ausgehen wird, und nicht, weil der Reporter hyperventiliert.

Er kann übertreiben und marktschreien, wie er will, dadurch wird eine Partie nicht großartiger oder spannender. Wenn „Guten Abend aus Belgrad“ nichts auslöst in den diversen Hirnregionen, dann kann auch ein herbeigeraunter Superstarstatus der Beteiligten nichts daran ändern, dass man sich für diese Partie eben nicht erwärmen kann.

Natürlich sind viele Spiele, die Reporter zu beschreiben haben, tatsächlich eher mau, auch in ihrer Bedeutung, und dennoch sollen sie ja ihr Produkt verkaufen. Schließlich wollen sie ihren Arbeitsplatz behalten. Zöge man also die 20 Prozent Marktschreierei um den eigenen Job ab, bliebe bei allzu vielen immer noch 80 Prozent zu viel des Rumgegröhles und Hochgejubels.

Für Spannung und Interesse benötigt es keinerlei Stars, Flutlichtspiele, Einlaufmelodien, ob von AC/DC oder von Beethoven, und es braucht auch keinerlei künstliche Aufregung in der Stimme des Reporters. „Ich melde mich aus Liverpool.“ und dann weiß man, dass es jetzt ernst wird und jede Sekunde der gesamten Spielzeit über Wohl und Wehe entscheidet. Man muss beim Kommentieren nicht gleich in Minimalismus verfallen und sich auch keine Huberty’sche Steifheit zurückwünschen.

Aber sich dessen bewusst zu sein, dass die Menschen an den TV- und sonstigen Empfangsgeräten selber wissen, wie wichtig oder nicht diese Partie ist, und darauf zu verzichten, mit aus der Tiefkühltruhe in Fips Asmussens Keller entwendeten Gags und vorgefertigen Metaphern das Spiel hochzufeuerwerken — das wäre schon schön.

Es knistert nämlich auch so.

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Philipp Lahm: „Der feine Unterzzzzz…

Sollte sich jemand gefragt haben, ob es sinnvoll ist, dass ein nicht mal 30-Jähriger, nicht durch übertriebene Helligkeit oder Mut zum offenen Wort aufgefallener Fußballer ein Buch schreiben lässt, dann ist diese Überlegung mit dem Erscheinen von Philipp Lahms „Der feine Unterschied“ hinfällig. Die Antwort lautet: Nein.

16 Kapitel hat er sich — wahrscheinlich in wörtlicher Rede, von Christian Seiler in Schriftform gepackt — aus dem Gedächtnis geleiert und dabei sind gerade vier wirklich lesenswert. Das ist jenes, in welchem er über die Gründung seiner Stiftung nach einem Aufenthalt in Südafrika abseits des Protokolls berichtet. Dazu jenes, in welchem er von seiner ersten längeren Verletzung schreiben lässt, das bekannte, von dem Besuch des sich in ihn verliebt Habenden erzählende und eventuell noch jenes Kapitel zu seinem nicht autorisierten Interview mit der SZ.

Grundsätzlich krankt das gesamte Werk daran, dass Lahm eben nicht erklärt, wie man Fußballer wird. Er erklärt lediglich, was ihm passiert ist, während er es wurde und während er es ist, aber nicht warum die Dinge diesen Lauf nehmen. Was natürlich daran liegen könnte, dass das niemand erklären kann, ohne solche Konstrukte wie Schicksal oder Zufall zu bemühen. Schade, dass Lahm, wie auch der olle Kahn, stets in diese Falle tappen, den mehr oder weniger zufälligen Ausgang von Ereignissen ihren eigenen Entscheidungen zuzuschreiben und damit später auf „Managerseminaren“ die Menschheit zu nerven. Immerhin hat Philipp Lahm den Titel nicht ausgewählt. Bei der dafür verantwortlichen Dame bedankt er sich im Vorwort des Buches. Wer einen etwas gescheiteren, aber auch etwas gescheiterteren Fußballprofi über sein Wirken, seine Machtlosigkeit, seine Entwicklung im Profifußball reden hören möchte, dem sei dringend zu „Tom meets Zizou“ über Thomas Broich geraten.

Sachliche Fehler im Buch muss sich wohl eher das Lektorat ankreiden lassen. Löws Singsang ist bei Lahm „schwäbisch“, er nennt die Engländer einmal im Fußball „die Briten“ und Franck Ribéry, geboren und aufgewachsen in Boulogne-sur-Mer, attestiert er eine „südländische Mentalität“, obwohl Boulogne-sur-Mer auf der selben Breite wie Portsmouth, Köln und Dresden liegt. Das wäre nicht der Rede wert, wenn es nicht darüber Auskunft gäbe, wie Worthülsen gerne mal Realitäten erzeugen. Ein Nord-Nord-Franzose ist bei Lahm ein „Südländer“ — was ist er selbst aus dem 400 Kilometer weiter südlich gelegenen München dann? Ein Pinguin steht zu vermuten.

Denn Pinguine können nicht so gut reflektieren, und in diesem Buch, das als Ratgeber verpackt ist — wer hat sich das nur ausgedacht? — erzählt Lahm fleißig an der seinigen Realität entlang. Das ist für all jene ermüdend, welche all die Länderspiele und Bayernspiele selbst gesehen haben, die Lahm nacherzählt. Denn wenn es eine Erkenntnis aus Lahms Schilderungen dieser Spiele gibt, dann jene, dass Fußballer tatsächlich nichts denken, während sie spielen, und Trainer tatsächlich nur Platitüden in der Pause absondern à la „Konzentriert Euch!“ oder „Wollt Ihr ins Finale? Dann zeigt es auch!“. Was alles so weit in Ordnung ist, nur hätte man diese Banalitäten eben nicht in einem Buch aufschreiben müssen.

Während des Elfmeterschießens gehen Spielern wie Lahm folgende Gedanken durch den Kopf: „Der geht rein, rein, REIIIIIN [sic]. Den hält er, hält er, NEINNNN [sic], doch nicht.“ Derartige überwältigende introspektive Einsichten sind durchaus mal 20 Euro im Originalpreis wert.

„Seit ich beim FC Bayern spiele, hatte ich nie 3 Spiele in Folge verloren.“ Lahm nach 3 Niederlagen in Folge.

Hat er ein Tor verschuldet, so zum Beispiel im EM-Finale 2008 wie auch im Halbfinale zuvor, räumt er dies freimütig ein, was Philipp Lahm wirklich ehrt. Noch mehr würde es ihn allerdings ehren, wenn er nicht sofort ein „aber die anderen“ nachschieben würde. Wenn er nicht sofort im Duktus des großen Fußballverstehers erklärte, dass solche Gegentore immer die Verkettung ganz vieler Fehler auch anderer Spieler seien. Womit er natürlich prinzipiell Recht hat, und doch will sein Schuldeingeständnis klingen wie das eines, naja, Unter-30-Jährigen, was er, siehe da, tatsächlich auch ist.

Zu Philipp Lahms Verteidigung darf man vorbringen, dass er, was doch wirklich überrascht, zur Zeit der WM 2010 gerade mal 26 Jahre alt war. Weshalb auch mein Tweet von letztens Gültigkeit behält, dass er mit dem Buch wenigstens bis nach dem Ende seiner Karriere hätte warten sollen. Dann wäre etwas mehr zu erzählen gewesen und er hätte eine größere Distanz dazu, vielleicht wäre ihm sogar der eine oder andere lesenswerte Gedanke bis dahin gekommen.

So ist das Buch auch deshalb extrem wenig erhellend zu lesen, weil er außer dort, wo es sich nicht vermeiden lässt — Völler bei der EM 2004, Magath, Hitzfeld, Klinsmann, van Gaal als die in Frage kommenden Trainer — keine Namen nennt. Bei der EM 2008 soll schlechte Stimmung im Team geherrscht haben, Streitereien, vergebliche Aussprachen, man sei sich nicht besonders grün gewesen. Aber Namen fallen keine. Einerseits wiederum ehrenvoll, andererseits dann auch ein überflüssiges Buch.

Böse Zungen behaupten, Lahm habe das Buch vor allem deshalb schreiben lassen, um der Frage zu begegnen, dass er schwul sei. Das hätte er auch kürzer haben können, mit einem öffentlichen Brief à la Arne Friedrichs Freundin. Der Rest ist bis auf die vier genannten Kapitel reinste Nacherzählung von Ereignissen, die jeder selbst am TV gesehen hat — ohne dass sich irgendein Mehrwert ergibt. Mal abgesehen davon, dass Lahm immer wieder mal heult, wenn er verletzt wird oder ausgewechselt oder Beides. Aber selbst das ist ja seit dem TV-Interview nach dem Halbfinal-Aus 2010 gegen Spanien keine neue Erkenntnis mehr. Und ja, das ist uns allen am Ende lieber, dass einer heult, als wenn er keine Regung bei einem Misserfolg zeigt.

„Der FC Bayern ist der einzige deutsche Verein, der die Champions League gewinnen kann.“

Die wenigen Sympathien, die er damit sammelt, zerstört er allerdings wieder, indem er sich ausgiebig dem ebenfalls von seinen Äußerungen bekannten Phänomen der kognitiven Dissonanz hingibt. (Man denke an seine Aussage nach dem 2:5 im Pokalfinale gegen Dortmund, als er sicher war, dass sein Team die „bessere Mannschaft“ gewesen sei.) Als Schalke 5:2 in Mailand gewinnt, schaltet er zur Halbzeit den Fernseher aus, weil er es nicht erträgt, dass eine „schlechtere Mannschaft“ als die seinige gegen Mailand gewinnt. Diese kognitive Dissonanz ist für einen Profi sicher gesund, als nach außen getragene Realitätsverweigerung aber seinem Image eher wenig förderlich.

Seine Ausführungen zur Europa League machen gar beinahe die Wiedereinführung der Prügelstrafe zu einem akzeptablen Tagesordnungspunkt. Froh sei man im gesamten Club gewesen, als man 0:4 in St. Petersburg verlor, dass dieser ungeliebte Wettbewerb endlich zu Ende sei. Als man in Braga antrat und Werder zeitgleich gegen Real Madrid spielte, habe man sich kaum motivieren können, denn: „Der FC Bayern ist ein Champions-League-Verein.“ Und seiner Auffassung nach werden Gruppendritte der Champions League in die Europa League „strafversetzt“. Man wünschte sich wieder und wieder Saisons, in denen der unmotivierte kleine Bengel aus der Vorstadt von nun an ständig in der Europa League antreten muss, auf dass er Demut gegenüber dem Fußballsport lerne.

Der FC Bayern ist aber ohnehin der tollste Verein überhaupt, das quillt an allen Ecken und Enden aus dem Buch heraus. Was natürlich einer, der gerade mal bei einem anderen Club (VfB Stuttgart) gearbeitet hat, am allerbesten beurteilen kann. Bei all den Zeilen sieht man Lahm förmlich vor sich, wie er die Dinge seinem Texter mündlich erzählt, wie er dabei bübisch lacht und strahlt, wenn er von seinen Erfolgen erzählt und wenn er in Schlaumi-Schlau-Manier den Fußball erklärt, gerade so, wie man es aus seinen Interviews kennt. Und wie man es aus seinen Interviews kennt, dass da nichts an Wort- oder Gedankenwitz aufblitzt, auch keinerlei Befähigung zur Betrachtung von außerhalb, so ist auch das komplette Buch ein ermüdendes Nichts, ein stating-the-obvious auf 265 Seiten.

Um es mit dem Titel des 11. Kapitel dieses Buches auszudrücken, der da, nur echt ohne Fragezeichen, lautet: „Wie geil ist das denn …“ — leider gar nicht.

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Save the date(s) — die nächsten Lesetermine in Köln, Stuttgart, Wiesbaden, München, Berlin und Bremen

UPDATE: Die aktuellen Termine finden sich hier: Lesetermine!

Wenn es hier in letzter Zeit nicht mehr ganz in der altbekannten Frequenz vor sich ging, dann hat das mehrere Gründe, von denen die meisten Positives an anderer Stelle bewirken.

Einer zum Beispiel war der hier erläuterte, eine andere Spielerei der Extraklasse wird in Kürze auf dieser Seite implementiert werden — und dann waren da auch noch die Vorbereitungen für weitere Lesetermine, was als Einmann-Betrieb immer etwas mehr an Zeit erfordert, als wenn man von Proffis (O. Hitzfeld) den Rollstuhl geschoben bekäme.

Herausgekommen sind die folgenden bundesweiten Termine für die Lesung „Drama Queens in kurzen Hosen“, andere werden folgen und sind ebenfalls schon in Arbeit. Also, save the date für die jeweils passende Region im eigenen Terminkalender und schwupps alle Freundinnen und Freunde zum Abend mit Trainer Baades Drama Queens eingeladen.

Kommende Termine

Köln Do, 28.2.2013, 20h Kalk für alle, Kalk-Mülheimer Str. 61
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Stuttgart Mi, 20.3.2013, 20h Libero, Olgastr. 137
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Wiesbaden So, 24.3.2013, 20h Café Klatsch, Marcobrunnerstr. 9
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München Do, 18.4.2013, 20h Stadion adSS, Schleißheimer Str. 82
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Berlin So, 5.5.2013, 20h Schwalbe, Stargarder Str. 10
Bremen Mi, 29.5.2013, 20h Eisen, Sielwall 9

Der Termin in Berlin am 5. Mai findet am Vorabend der diesjährigen re:publica statt, welche am 6. Mai beginnt — vielleicht also auch für den einen oder anderen interessant, der ohnehin plant, dorthinzufahren und einen Abend früher in der Hauptstadt aufzuschlagen.

Ich freu mich auf you, me, everybody!

Hier zur ausführlichen Übersicht.

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„Auf Asche“ — Anthologie mit einem Text von Trainer Baade

Im April 2013 wird die Anthologie „Auf Asche“ mit dem Untertitel „Unwiderstehliche Bolzplatz-Erinnerungen“ im Verlag Die Werkstatt erscheinen.

Auf 160 Seiten erzählen diverse dem Fußball nahestehende Autoren jeweils eine Geschichte von ihren eigenen Erlebnissen beim Fußballspielen, ganz urtümlich auf rauer, roter Asche und natürlich fernab der Stadien des Profifußballs.

Die Herausgeber Ben Redelings und Sascha Theisen baten mich, zu dieser Sammlung ebenfalls einen Text beizusteuern. Eine Bitte, der ich liebend gerne nachkam, ohne damals zu ahnen, in welch namhafte Gesellschaft ich mich damit begeben würde.

Frank Goosen, Ronald Reng, Michael Wildberg oder Uli Hesse dürften wohl jedem Fußball-Interessierten ein Begriff sein, dazu dann ein kleines Geschichtlein aus meiner Zeit als aktiver Hobbyfußballer, nicht wirklich auf Asche, aber doch im selben Kontext.

Auf welchem Belag ich während jener Geschichte antrat, was dabei geschah und was die besonderen olfaktorischen Reize einer derartigen fußballsportlichen Veranstaltung so alles bewirken, liest man ab April in jenem Werk, dessen Erlös komplett wohltätigen Zwecken zugeht.

Ich bin selbst höchst gespannt, was die anderen Autoren zu erzählen haben und bin zudem geradewegs glücklich, in dieser Runde mit am Ball sein zu dürfen. Die Vorfreude auf dieses Werk kann man nun also noch knapp zwei Monate lang genießen.

Alle Infos zum Buch „Auf Asche“ auf den Seiten des Verlags Die Werkstatt.

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Ein bisschen Liebe mit jedem Pass

Schon mal in einer Konstellation Fußball gespielt, die nicht zusammenpassen wollte? Der Nebenmann spielt nie ab, egal, wie sehr man freisteht? Und bei solcher Gelegenheit ein ungutes Gefühl mit nach Hause genommen? Damit ist man nicht allein — und es ist auch weder Einbildung noch besondere Empfindlichkeit am Werke, wenn man dieses schäbige Gefühl der systematischen Ausgrenzung selbst bei etwas Profanem wie dem Fußball wahrnimmt und gar darunter leidet. Man kennt schließlich auch das Gefühl, wie gut eine Niederlage zu ertragen ist, wenn die Zusammenstellung der Spieler passt, man ausreichend ins Spiel eingebunden wird und weiß, dass auch dann das nächste Zuspiel folgen wird, wenn man zuletzt Murks gespielt hat.

Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Liebeskummer für ähnliche körperliche und geistige Zustände sorgt wie bei einem Drogenentzug. Die partnerschaftliche Liebe nach westlich geprägtem Muster ist also auch physisch eine Form der Abhängigkeit. Und es geht noch darüber hinaus: Schon von seinen sonstigen Mitmenschen geschnitten zu werden, führt zu Ausschüttung der selben Stresshormone wie beim Erleben von Liebeskummer — nur in geringeren, nicht schlaflose Nächte bereitenden Dosen.

Doch für eine spürbare Missstimmung reicht es schon aus, wenn eine Gruppe von Menschen eines ihrer Mitglieder schneidet. Zum Beispiel, indem das Opfer bei Ballspielen einfach nicht mehr angespielt wird. Der Liebeskummer, Verzeihung, das Gefühl der Ausgrenzung, Zurückweisung manifestiert sich also auch schon bei solchen eigentlichen Nichtigkeiten.

Die Aktivität im für Schmerz und sozialen Stress zuständigen ACC beschäftigt auch Naomi Eisenberger und ihre Kollegen am Psychologischen Institut der Universität in Los Angeles. In ihren Studien lässt sie Probanden glauben, sie spielten ein Computer-Ballspiel mit anderen. Plötzlich spielen diese ihnen den Ball nicht mehr zu, die Studienteilnehmer werden ausgeschlossen. Schon in diesem Fall eher sanfter Ausgrenzung zeigten die Teilnehmer starke Aktivität im ACC und im rechten Frontallappen. Beide waren bisher vor allem dafür bekannt, bei körperlichen Schmerzen regulierend einzugreifen.

Auf den Fußball gemünzt bedeutet dies, dass man seinen Mitspielern nicht nur einen Gefallen tut, wenn man ihnen einen Pass zuspielt, weil sie dann den Ball erhalten. Bedeutet nicht nur die Möglichkeit, das eigene Spiel voran und zum Erfolg zu bringen. Es bedeutet auch, dass man dem Mitspieler signalisiert, dass er zur Gruppe gehört, dass er akzeptiert ist und damit auch, dass man ihn mag. Jedenfalls ausreichend mag, um ihn eben nicht zu schneiden.

Ein kleines bisschen Liebe also mit jedem Pass an den Mitspieler — oder zumindest die Sicherung der Abwesenheit negativer Gefühle, körperlicher Schmerzen gar. Kein Wunder also, dass beim FC Barcelona im Team so gute Stimmung herrscht. Bei jenen Passfestivals, welche die Spieler in jeder Partie zelebrieren, versichert man sich ausreichend oft und häufig der gegenseitigen Zuneigung. Was sicher auch gegen das Auftreten von „Neid und Missgunst“ schützt.

Es ist offenbar nicht der Erfolg allein, der zusammmenschweißt, sondern auch der Weg, wie man dorthin gelangt. Und ebenso natürlich, dass der Egomane Zlatan Ibrahimovic in einem solchen Ensemble voller liebevoller Passgeber nicht funktionieren konnte.

Faszinierend auch, wie unmittelbar sozial wirksam die Ausübung von Teamsport auf seine Teilnehmer ist. Und womöglich auch der Grund, warum Teamsport so viel beliebter ist als Einzelsportarten. Nicht umsonst gilt die Einzelhaft als eine Steigerung der Bestrafungsform. Zum Eremiten eignen sich nur die allerwenigsten. Viel lieber erhält man doch immer wieder die Versicherung durch andere Menschen, dass man gemocht wird.

Und sei es nur durch die kleine Aufmerksamkeit eines Anspiels auf dem Fußballplatz.

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Alle Sieger der Wahl zum „Sportbloggerbeitrag des Jahres“

Die vierte Ausgabe dieser vom Sportbloggernetzwerk durchgeführten Wahl ist zu Ende. Jedes dieser vier Male gewann ein Beitrag eines anderen Blogs — und nachdem im letzten Jahr zum ersten Mal ein Video gewann, besteht der diesmalige Sieger aus einem reinen Audiobeitrag. Zum dritten Mal bei vier Wahlen siegte ein Fußballbeitrag, denn Klaas Reese und Simon Kamphans beschäftigten sich in ihrem auf Reeses Sportkultur veröffentlichten Werk mit den Tweets zum Finale der EM 2012.

2007 direkter freistoss „Ein Trainer, der nichts zu gewinnen hat“
2010 Racingblog „Formel 1 – Die Sache mit dem Überholen“
2011 Blog-G „1000 Meisterwerke“
2012 Reeses Sportkultur „#finale – Quelle: Fremdmaterial“

Die genauen Abstimmungsergebnisse dieses Jahres hält Fokus Fussball für uns bereit. Nach fast 4.000 Kilometern Rennstrecke trennten den ersten und zweiten am Ende gerade mal 4 Sekunden. So ähnlich sieht das Ergebnis jedenfalls aus, welches man hier findet. Glückwunsch an die beiden Macher, wahrlich eine Komposition der Extraklasse. Dazu den Dank an Fokus Fussball fürs Gastgebersein dieser Wahl.

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Rekordfinalverlierer

Wir haben das Thema Fußball und Sprache hier mehr oder weniger ad acta gelegt. Angela Merkel wird eben nie die „Hamburgerin“ genannt, Steinmeier nie der „Detmolder“, im Sport ist derart Unfug Usus, aber nun mal nicht auszurotten. Inzwischen hat man es fast ein bisschen lieb gewonnen, dass in der Sportberichterstattung pathologische Snyonymitis herrscht und ständig regionale Bezeichnungen sich mit Farben abwechseln, gefolgt von Farben in ausländischen Sprachen, um nur ja keine Wiederholung einbauen zu müssen.

Die Domstädter, die Farbenstädter, wie die Begriffe alle nicht besser von den Marketingabteilungen der jeweiligen Städte verwendet werden könnten. Die Kraichgauer. Die Kraichgauer! Als wenn das irgendjemandem, der einen Text über die Bundesliga liest, und den dazugehörigen Verein nicht kennt, weiterhelfen würde. Die Rossoneri, Dschalloblossi, Quadroformagi, die roten Teufel, die achtgestrichenen Vierecke, die Diamantformenen . Ein Schiedsrichter besitzt zwar einen Namen, der wird aber nur einmal kurz eingangs der Reportage erwähnt. Danach ist er immer nur noch der Zahnarzt, der Konzertpianist, der Oberverwaltungsdirektor oder auch der KFZ-Mechaniker, der Garmisch-Patenkirchener, der Wolfsbütteler etc. pp. ad infinitum.

Gut, wie gesagt hat man sich jetzt dran gewöhnt und deshalb erwartet man es auch, dass einem die Synonyme nur so um die Ohren gepfeffert werden. Niemals spielt einfach nur Bielefeld gegen Rostock, es werden alte Berufe und Hobbies zitiert, es kicken die Tulpen gegen die Vogtländer unter Leitung des Oberkellners mit dem Hang zum Kaninchenzüchten.

Leider gibt es auf der einen Seite zwar Synonyme satt und genug, allein: Man bedient sich immer nur bei den selben, schon existierenden. Da man hier auf dieser Seite im Sinne der Sache „Pro Kreativität“ im Sportsprech schon lange aktiv ist, fällt auch der „Rekordmeister“ immer wieder auf den Geist. Jener deutsche Rekordmeister, welcher nicht mehr Synonym für, sondern symbiotisch mit dem FC Bayern München geworden ist.

Dabei wäre es ein Leichtes, endlich einmal für Abwechslung zu sorgen. Zum Beispiel ist dieser Club inzwischen schon viel häufiger gescheitert als man subjektiv so annimmt. Verdächtig oft gescheitert. Denn zählt man alle Finals und deren sieglose Teilnehmer zusammen, stellt sich heraus: Der Rekordmeister ist zufällig auch der Rekordvize, ein Rekordzweiter, schlicht ein Rekordfinalverlierer im Europapokal.

Zahl der Finalniederlagen in der CL/Europapokal der Landesmeister

5x FC Bayern München
5x Juventus
4x AC Mailand
4x Benfica
3x Real Madrid
3x FC Barcelona
2x Manchester United
2x Ajax Amsterdam
2x Inter Mailand
2x FC Valencia
2x FC Liverpool
2x Stade Reims
1x Arsenal FC, Borussia Mönchengladbach, Hamburger SV, Eintracht Frankfurt, AC Florenz, Celtic Glasgow, Panathinaikos, Leeds United, AS St. Etienne, Malmö FF, FC Brügge, Atletico Madrid, Sampdoria, Steaua Bukarest, AS Monaco, FC Chelsea, Bayer Leverkusen, Partizan Belgrad, Olympique Marseille, AS Rom
 

Gerne also in den allgemeinen Fußball-Sprachgebrauch mit aufnehmen: Den Rekordmeister darf man seit dem „Finale dahoam“ auch Rekordfinalverlierer nennen.

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Plagiat und Selbstplagiat

In diesen Tagen lernt die Öffentlichkeit den Unterschied zwischen Plagiat und Selbstplagiat.

Ein Plagiat ist es zum Beispiel, wenn der Wolfsburger Fußballspieler Diego sich bei Lothar Matthäus bedient, wie angedacht es in seinem „Plagiattor“ beobachtete. Nicht schön, denn schlicht geklaut.

Ein Selbstplagiat nennt man es dann, wenn sich beispielsweise Fortuna Düsseldorf bei Fortuna Düsseldorf bedient. Ebenfalls nicht schön, aber von minderer Verurteilungswürdigkeit, schließlich hat man in letzterem Fall nur sich selbst beklaut.



(Jahn Regensburg — Fortuna Düsseldorf am 7. März 2009, im Tor damals Michael Melka.)

(Gleichwohl muss man hinzufügen, dass wohl kein Tor existiert, welches nicht einen sehr ähnlichen Vorgänger hätte, frei nach der Devise meiner Oma: „Et gibt nix, wat et nich gibt.“ Fraglich also, ob man von Plagiaten sprechen muss oder von weiteren Schleifen in der begrenzten Unendlichkeit der Möglichkeiten.)

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