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Kategorie: Zettel-Ewalds Sammelsurium

Alles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde

Burn, burn, yes ya gonna burn

Burn, burn, alle, burn, jawohl!

Ach, rage against the machine, das war ja … da fuhr man ja noch alte klapprige Kisten, bei denen man nach 4 Wochen Zelten am Atlantik fürchten musste, dass sie trotz null Feuchte und 40°C in den ganzen 4 Wochen am Tag der Abreise nicht mehr anspringen würden. 12h Fahrt am Stück „rage against the machine“ war dann auch irgendwann nicht mehr mein Ding (und auf der Rückseite war David Bowie, dessen alte Sachen ich eigentlich ebenfalls mag, aber nicht 6x hinternander). Trotzdem klauen wir heute den Titel mal von „rage against the machine“, wobei wir das „yes ya gonna“ hier durch „alle“ ersetzen. Ist ja so auch viel familienfreundlicher, und da es im weiteren Text schon nicht sehr familienfreundlich zugehen wird (u. a. Dank Ronaldo), sind wir froh, wenigstens mit der Titelzeile durch die vielen installierten Filter zu schawuppern. Burn, alle, Burn, also der Reihe nach:

Da haben sich einige ordentlich verbrannt in den letzten Tagen.

Bernd Schneider zum Beispiel sein EM-Ticket, als er sich einen Halswirbel vorfallen ließ, der nicht schnell genug repariert werden konnte. Angesichts seiner stetig herabfallenden Form wäre aber ohnehin fraglich, ob durch die Nichtteilnahme unseres geliebten Schnix — gibt es irgendjemanden, der Bernd Schneider nicht mag? — das Feuer in der Nationalmannschaft merklich weniger lodern wird.

Schnix hätte es besser so gemacht wie Michael Ballack es in diesem Jahr tat und wie Christoph Metzelder es eigentlich immer tut: die halbe Saison locker-leicht auf irgendwelchen Reha-Plätzen herumtraben und dann, wenn man die wirklich großen Meriten einheimsen kann, nämlich bei den internationalen Turnieren, das Fünkchen frischer als der Gegner zu sein.

Richtig viel verbrannt haben auch die Bayern, allerdings schon vor der Saison und zwar Geld, mit dem sie die Bundesliga tatsächlich in Fernglas-Dimensionen beherrschen. Heute haben sie dann noch mal nachgelegt beim Verbrennen: Erst ihre erste Chance auf einen Europapokal seit 2001, auch schon 7 Jahre her und dazwischen stand nicht mal eine Finalteilnahme, dann, zeitgleich, auch den ollen, Entschuldigung, Hitzfeld. Der darf jetzt beweisen, dass man auch als verbrannter Trainer noch mit einer Länderauswahl etwas erreichen kann. Rehhagel hat’s vorgemacht, ob es der knauzige General schafft, bleibt abzuwarten. Und wie groß müsste eigentlich ein Fernglas sein, mit dem man von München bis Manchester blicken kann? Sofern die Sichtverhältnisse in knapp zwei Wochen gut sein werden, natürlich nur.

Wer sich ebenfalls ein bisschen verbrannt hat, ist Ronaldo, nicht der neue Cristiano, sondern der alte de Lima oder so, il fenomeno. Der Nike-Lebensvertrag wackelt. Jan Ullrich hat es mit seiner grenzenlosen Naivität nur bis zu den Drogen geschafft, Ronaldo immerhin schon bis zu den Drogen und den Transvestiten. Ein nicht ganz verkehrter Beitrag der taz fragt, ob es wirklich so ein Unfall gewesen sein muss, wem Ronaldo da in die vermeintliche Falle ging. Und wäre es kein Unfall, dann hätten wir den ersten großen Fußballstar, von dem es halbwegs nachgewiesen wäre, dass er schwul ist. Oder bisexuell. Oder wie auch immer das heißt, wenn man auf Transen steht. Und bigott wie wir hier manchmal sind, schreiben wir erst drüber, um dann zu erklären, dass es uns ja nix angeht, mit wem Ronaldo (der echte) Schäferstündchen hält: mit Frauen (echten), Transvestiten (gibt es da auch falsche?) oder unseretwegen auch mit Hunden, sofern alle Beteiligten gut behandelt werden und freiwillig an Ort und Stelle sind. Und entlohnt werden. Apropos Hunde:

Luca Toni geht gerne aus in München, weil es da so viele Hunde gibt. Er mag Hunde. Das wird die Münchener freuen, dass er in München gerne spazieren geht. Ein bisschen verscherzt, oder sagen wir heute mal verbrannt, hat er es sich dagegen mit seinen italienischen Heimatfrontlern. Die müssen nämlich immer noch dort leben, wo es stinkt und dreckig ist, und nicht wie er im schönen München, dessen Vorort-Villen wir ja alle noch aus den Derrick-Folgen kennen:

„Die Stadt ist sehr sauber und grün, alle benehmen sich, keiner macht Dreck – ganz anders als in Italien.“

Richtig gebrannt hat es zum Glück zuletzt nirgendwo, weder im Nürnberger Fanblock noch in diversen Fanforen. Das einzige, was im deutschen Fußball wirklich immer brennt, ist Matthias Sammers Schädel, der sich nicht zu blöde war, seinen Nach-Nachfolger bei Borussia Dortmund öffentlich in die Pfanne zu hauen. Wobei blöd auch relativ ist: Nachdem Sammer eingesehen hatte, dass er selbst es mit seinem Temperament (bei gleichzeitigem Non-Temperament, schließlich sah man ihn noch nie als Spieler ernsthaft nach Erfolgen mit seinen Teamkameraden oder der Fankurve feiern) als Bundesligatrainer nicht lange ausgehalten hätte, flüchtete er sich in eine Position, in der er niemals direkt nach dem Spiel Interviews geben muss, flammend und lodernd, sondern nur im vom Tagesgeschäft meist abgekoppelten DFB-Palast, an einem ruhigen, leise-flauschig vor sich hin knisternden Kaminfeuer an einem unbedeutenden Donnerstagvormittag.

Thomas Doll hingegen, dem schon die Akne damals sehr gebrannt haben muss (an dieser Stelle ist nichts bekannt über die Auswirkungen von Akne, diesem Fluch aller gerade geschlechtsfähig werdenden jungen Menschen ist man hier zum Glück entgangen), wird in Kürze noch viel mehr das Verlangen unter der Haut brennen, — spätestens in zwei-drei Monaten, wenn Neururer-esk dann doch keinen neuen Trainer-Angebote kommen — nicht letztens einfach die Klappe gehalten zu haben. Anstatt sich mit einem dermaßen peinlichen und auch seine Unfähigkeit, mit den Anforderungen eines Bundesligatrainers umgehen zu können, demonstrierenden Auftritt den Mund zu verbrennen.

Ausgebrannt, zu schlechter Letzt, und zwar endgültig, ist einer, den man sich als damals treuer Zuseher der Sportschau nicht wegdenken konnte, Bolzplatz hat es schon erwähnt: Manolo ist tot. Manolo war Türke, sprach wahrscheinlich ähnlich radebrechend Deutsch wie die meisten Gastarbeiter seiner Generation, doch die Sprache des Fußballs und des Trommelns beherrschte er:

„Es waren immer dieselben Rhythmen. Bumm-Bumm-BummBummBumm oder Bumm! (bummbummbumm) Bumm! (bummbummbumm).“

Manolos Feuer ist erloschen, die Fußballspiele aber gehen weiter mit ihrem hitzigen Kampfe und ich soll in der Hölle schmoren, wenn ich nicht bald endlich aufhöre, dieses Wortspiel auszuschlachten.

Hat mal einer Feuer?

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Dr. Oetker oder Der große Mr. X

Ungeachtet des kleinen Hinweises, allerdings nur um zwei Ecken, im Titel, wartet hier mal wieder ein schwereres Rennen auf Euch. Allerdings ist es auch schnell zu Ende, wenn jemand die Antwort weiß und hier hinterlässt. Das wenig legendäre 1:2 gegen Bulgarien im Viertelfinale der WM 1994, bei dem Deutschland zum ersten Mal seit 1978 wieder bei einer Weltmeisterschaft vor dem Halbfinale (oder dessen Entsprechung) ausschied, ist allseits bekannt. Auch die Aufstellung dürfte keine größeren Probleme bereiten, wenn da nicht ein kaum zu vermutender Name zwischen all den heute zumindest medial noch als Größen existierenden Spielern auftauchte:

Bodo Illgner — Lothar Matthäus — Jürgen Kohler, Thomas Helmer – Thomas Berthold, Guido Buchwald, [der große Mr. X] – Thomas Häßler, Andreas Möller – Rudolf Völler, Jürgen Klinsmann

Trainer: Hans-Hubert Vogts

Eingewechselt wurden übrigens Thomas Strunz (somit schon der vierte Thomas auf dem Spielfeld) und Andreas Brehme, die beiden können es also auch nicht gewesen sein.

Wer könnte der fehlende Mr. X sein und die Frage sei auch erlaubt: Was hatte der überhaupt da zu suchen? Sollte dieses Spiel schon vor dem dritten Kommentar wieder im Rohr krepieren, gibt es beim nächsten Mal wieder Spiele, bei denen ganze Kader zusammengesucht werden müssen. Also, wir werden sehen.

PS: Wer googlet, fliegt raus (aus seinem eigenen Vergnügen).

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Da schwitz ich mir doch’n Arsch ab

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Das mit der Axt stimmt übrigens, wenn man sich anhört, wie Kevin durch den Wald der deutschen Grammatik holzt. Aber ich höre schon die Stimmen, die — zurecht — tönen, dass er Fußball spielen soll und keine Romane schreiben. Dem würde ich mich ja anschließen, wenn er wenigstens …

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Nationalmannschaft der Blogger

Wir haben ja alle immer davon geträumt, es einmal nach ganz oben zu schaffen und bei einem großen Turnier mitzuspielen. Dafür müsste man in Deutschland allerdings knapp 6 Millionen andere Fußballer hinter sich lassen in Bezug auf Leistung, Ehrgeiz, charakterliche Eignung etc. pp.

Das gelingt den wenigsten, meistens ungefähr 23 Menschen pro Turnier, was eine ziemlich magere Quote ist: 23 von 6 Millionen sind so wenig, dass man fast schon besser Lotto spielen könnte.

Da diese Idee bzw. der Wunsch, an einem solchen Turnier teilzunehmen, weit verbreitet ist, und es ebenso weit verbreitet ist, es auf normalem Wege nicht zu schaffen, gibt es mittlerweile die Nationalmannschaft der Behinderten, die Nationalmannschaft der Köche, des Bundestags, der Künstler, der Literaten, der Journalisten und wie uns die Süddeutsche heute erzählt auch die Nationalmannschaft der Bürgermeister. Man sollte wohl eher jene Branchen aufzählen, die noch keine eigene Nationalmannschaft auf die Beine gestellt haben.

Da wir gerne mitspielen wollen würden, rufen wir heute die Nationalmannschaft der Blogger aus. Auch wenn ich kein Blogger bin, sondern irgendwas nicht näher definiertes Ähnliches, würde ich da gerne mitspielen. Jetzt bräuchten wir nur noch Gegner, möglichst so wenige, dass wir nicht erst noch durch eine Qualifikation müssten und trotzdem an einer EM spielen könnten.

Der dort interviewte Bürgermeister hat übrigens mit seinen 48 Lenzen schon 21 Tore in dieser Saison erzielt: in der Kreisliga A für den TuS Ober-/Unterhausen. Romario-eske oder, wer es lieber britisch mag, Sheringham-eske Zahlen. Ob es für den EM-Titel der Bürgermeister reicht, erfahren wir erst in Kürze, bis dahin sollten wir schon mal eine Aufstellung basteln.

Bewerbungen bitte entweder im Kummerkasten oder hier in den Kommentaren.

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Trainer müssen ihre Leser unter Druck setzen

Man kommt hierher und denkt, erwartet, man werde hier gut unterhalten, könne sich abgesehen von einem Mausklick und dann und wann mal einem Kommentar in Ruhe zurücklehnen. Weit gefehlt. Von nun an gibt es hier nichts mehr zu lachen. Meine Leser müssen auf dem mittleren Angstlevel bleiben, sonst bringen sie einfach keine gute Leistung. Und dafür bin ich als Trainer schließlich verantwortlich. Das mit der Angst und ihren Auswirkungen auf die Produktivität bzw. Leistungsfähigkeit muss man sich als „umgekehrte U-Funktion“ vorstellen. Gar keine Angst bewirkt eine genausowenig gute Leistung wie extreme Angst, die alles Handeln und Denken blockiert. Mittleres Angstniveau ermöglicht die besten Leistungen. Man muss nicht unbedingt so weit gehen, das ganze als „Angst“ zu titulieren, man kann es auch einfach „Nervosität“ nennen. In vielen Fällen äußert sich Angst aber gar nicht anders als Nervosität, insofern kann man das dann vielleicht doch gleichsetzen.

Nun stellt sich die Frage, wie man Leser in Angst versetzen kann. Eine Möglichkeit wäre, damit zu drohen, diese Webseite hier einzustellen, wenn die Leser (das bist übrigens Du) nicht qualitativ besser kommentieren. Nicht sehr erfolgversprechend, ist das Netz doch noch schnelllebiger als alles, was es vorher an Publikationsmöglichkeiten gab. Stirbt hier eine Seite, kommt an anderer Stelle eine andere, noch bessere aus dem Sumpf der Zwei- bis Zehnfingertipper hervorgekrochen und besetzt die Stelle neu.

Möglichkeit zwei wäre, eine perfide Technik, ein kleines Widget zu entwickeln, die immer dann Stromstöße durch die Tastatur des Lesers jagt, wenn er wieder mal einen eher halbschlappen Kommentar verfasst hat, der einfach nicht den hier herrschenden, aber auch den eigenen Standards entspricht. Das muss nichts mit der Länge des Kommentars zu tun haben. Wie man weiß, schreiben die Leute, die nix zu sagen haben, meistens Romane, während kluge Köpfe auch in Zwei-Wort-Kommentaren die Sache auf den Punkt bringen können. An diesem Widget wird zur Zeit gearbeitet und es wird ein Teil der umfassenden, mit modernen Geheimdienstmethoden arbeitenden Strategie sein, die Leser weiterhin auf dem mittleren Angstniveau zu halten. Eine Ankündigung der Implementierung dieses Widgets ist nicht nötig, der gestresste Leser wird es beim Absenden eines wurschtigen, nicht durchdachten Kommentars schon merken, ab wann der Strom aktiv ist.

Eine dritte Möglichkeit, die gerade hier in den Hallen des Trainerschen Palastes mit dem Führungsstab der Kommission „Angst for everyone“ diskutiert wird, ist es, die persönlichen Daten, die unter Missachtung jeglicher Datenschutzgesetze ständig, unaufhörlich, aber automatisch über jeden einzelnen Leser (auch jene, die noch nie kommentiert haben), aufgezeichnet werden, zu Komprimmitierungszwecken zu verwenden, bzw., wir wollen die Angst ja nicht zu groß werden lassen, nur die Androhung dieser Verwendung einzusetzen. Ungenannt bleiben wollende Quellen erwähnten, dass besonders Richter Barnabas Schill nun schon Hemmungen habe, diese Seite hier aufzusuchen. Die meisten der Leser mögen sich noch in Sicherheit wiegen, das könnte aber ein Trugschluss sein. Ein bisschen Dreck am Stecken hat doch jeder, und sei es nur, dass er tatsächlich noch mit dem IE diese Seite aufruft (oder mit einer Auflösung von 800×600).

Viertens wird in Zukunft keine Rücksicht mehr auf Namen genommen. Wer scheiße kommentiert, der wird nicht mehr aufgestellt. So einfach ist das. Ich werde das ganz besonders im Training beobachten, Training, das sind eure anderen Kommentare auf anderen Seiten, ganz gleich ob fußballaffin, ob „Ciao“ oder auch nur die lokale Tageszeitung. Alle Eure Kommentare werden von nun an gespidert, IP liegt ja hier vor, genauso auch die google-Bildersuche, die für euch besonders typischen Formulierungen, zur Not werden wir auf die persönliche Emailadresse Eures Briefträgers zugreifen, wie er sich wieder über die peinlich formulierten Postkarten lustig macht, die euch eure Freunde, die ihr im Internet kennen gelernt, aber noch nie getroffen habt, von Korfu, Reykjavik oder Fuerteventura schicken. Früher gute Kommentare schützen also nicht mehr davor, bei aktuell schlechter Kommentierleistung „gnadenlos“ aussortiert zu werden, möglicherweise auch mit (siehe Möglichkeit 2) Stromstößen zu bestrafen.

Fünftens werden Kommentare, die die Standards, die hier gepflegt werden, nicht erreichen, von nun an mit einem kleinen Icon in Gestalt einer Narrenkappe verziert, wogegen man zwar Einspruch beim Lawblogger erheben, aufgrund der Nicht-Rechtsstaatlichkeit dieses Blogs aber keinen Erfolg haben wird. Auf immer und so lange hier noch Geld im Budget für den Unterhalt des Webspaces ist, wird diese Narrenkappe also ein persönliches Schandmal im Beitragskanon des persönlichen Internetauftrittes sein.

Sechstens und letztens werden die möglicherweise vorhandenen privaten Fußballauftritte genauestens aus dem Orbit via Satellit verfolgt werden. Sollte es dort zu peinlichen Begebenheiten kommen (eine als Torwart direkt kassierte Ecke, ein Strafstoß weit am Tor vorbei, ein Amateur zu viel auf dem Platz, den man als verantwortlicher Trainer eingewechselt hat), wird das hier genauestens dokumentiert werden.

Es heißt also: Fürchtet Euch (ein wenig, nicht zu viel!), auf dass Ihr weiterhin die Topleistung bringt, die die meisten von Euch (außer im Schwulen-Thread) bislang hier in den Kommentaren gebracht haben.

Wer wiederum wissen möchte, was das mit Fußball zu tun haben soll, dem kann diesmal Antwort gegeben werden, und zwar in Form von Professor Borwin Bandelow (der Name ist nicht erfunden und er selbst auch nicht verwandt oder verschwägert mit Bungalow Bill): im Interview mit der WELT klärt er uns über die Wirksamkeit von Angst als Trainingsmittel auf.

Vergessen wir also all die Geldstrafen und anderen non-wirksamen Kram. Gemäßigte Angst zu verbreiten ist die Hauptzutat des Trainerdaseins.

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Was macht eigentlich Reinhold Mathy?

Keine Ahnung, fragt ihn doch einfach selbst. Seine Emailadresse lautet jedenfalls reinholdmathy@web.de, und laut dieser Liste ist er offiziell lizensierter FIFA-Spielerberater bei einem Unternehmen namens Pro Profil GmbH, das wiederum immerhin Ex-Profi Thomas Kroth (Köln, Frankfurt, HSV, Dortmund) in seinen Reihen hat. Komisch: Reinhold Mathy taucht weder auf der Seite der Vermittler auf, noch hat man ihm eine firmeneigene Emailadresse gegeben.

Vielleicht macht er einfach gar nix, außer hier Thema zu sein.

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Warum man auf keinen Fall der doppelten Verneinung nicht widerstehen sollte

Damit man nur noch Leser hat, die wirklich lesen und nicht scannen.

Mit den Realitäten ist es so wie mit dem schlechten Wetter beim Urlaub in Mazedonien. Man kann sagen, dass man das schlechte Wetter nicht mag, man kann auch beim nächsten Mal ein anderes Ziel suchen. Das Wetter in Mazedonien bleibt aber, wie es ist: schlecht.

Und so weiß ja jeder, der Jacob Nielsen kennt, dass man beim Publizieren im Netz unbedingt ein paar Geitleins beachten muss, weil die Leser es sonst nicht lesen und sich damit davon verabschieden, Leser zu sein. Sie sind dann nur noch Scanner.

Eine der Geitleins lautet, dass man die Schlüsselwörter besonders herausstellen soll. Ich habe das jetzt mal für den obigen Abschnitt hier gemacht:

Damit man nur noch Leser hat, die wirklich lesen und nicht scannen.

Mit den Realitäten ist es so wie mit dem schlechten Wetter beim Urlaub in Mazedonien. Man kann sagen, dass man das schlechte Wetter nicht mag, man kann auch beim nächsten Mal ein anderes Ziel suchen. Das Wetter in Mazedonien bleibt aber, wie es ist: schlecht.

Und so weiß ja jeder, der Jacob Nielsen kennt, dass man beim Publizieren im Netz unbedingt ein paar Geitleins beachten muss, weil die Leser es sonst nicht lesen und sich damit davon verabschieden, Leser zu sein. Sie sind dann nur noch Scanner.

Eine der Geitleins lautet, dass man die Schlüsselwörter besonders herausstellen soll. Ich habe das jetzt mal für den obigen Abschnitt hier gemacht:

Und während ich das tue, merke ich, dass es tatsächlich fast unmöglich ist, eines der Wörter herauszuheben und damit keine Aussage zu treffen. Selbst wenn man scheinbar überflüssige Wörter, die in jeder Satzstruktur vorhanden sind und kaum Information hinzufügen, sofern man nicht doch den ganzen Satz liest, optisch heraushebt, erleichtert man das Lesen von Texten.

Eine andere Geitlein ist, dass man unbedingt solche Listen in seinen Beiträgen haben soll. Anhänger dieser These gibt es sicher mehr als nur Jacob Nielsen nebst seiner Mitarbeiter.

Was das nun alles mit Fußball zu tun hat? Nichts. Aber mit Lesen, und so ist es doch erstaunlich, dass der eine oder andere, der sich dann auch so nennen darf, Leser, es bis hierhin geschafft hat, kommt man doch normalerweise hierhin (so nicht via Google), um etwas über Fußball zu lesen. Damit derjenige dann nicht gänzlich enttäuscht nach Hause gehen muss, sag ich es einfach noch mal, wie es webgerecht am besten präsentiert werden sollte:

  • Der
  • Baade
  • ist
  • rund

Genug davon. Hier gibt es weiterhin höchstens mal eine Kursivstellung, selten wird sie bleiben. Listen hingegen gibt es nur bei statistischen Daten. Wer nicht lesen mag, der muss ja auch nicht.

Das Wetter bleibt somit auch in Deutschland schlecht, man kann es aber auch einfach ignorieren. Das Wetter war ja ohnehin noch nie besser als es jetzt nicht ist.

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Nach Punktabzug Koblenz: Werder hofft wieder

„Die“ TuS Koblenz ist seit heute wieder in Abstiegsgefahr. Der Ex-Club von Stefan Kuntz und Milan ¦a¨ić — mittlerweile in Diensten des direkten Konkurrenten Kaiserslautern — wurde vom DFB zum höchsten Punktabzug aller Zeiten verurteilt: 8 Punkte, womit er auf dem letzten Übersommerungsplatz der zweiten Liga und nur noch 3 Punkte vor dem 1. FC Kaiserslautern liegt. Der kicker, Spiegel und andere Groschenromane haben ihre Tabellen bereits aktualisiert.

Nach Eintreffen dieser mittleren Wasserbombe macht man sich nun auch in Bremen wieder Hoffnungen, trotz einer ähnlich verkorksten Saison wie jener des 1. FCK doch noch ins Meisterrennen eingreifen zu können. Einer der Gründe dafür sei, dass Lothar Matthäus sein Praktikum an der Weser endlich beendet habe.

Noch mehr Grund zur Hoffnung soll aber ein möglicher Punktabzug für den Tabellenführer Bayern München sein. Uli Hoeneß habe in seiner Geschäftsstelle neben eBay und Google auch ähnlich neuartiges Teufelszeug wie Fax-Geräte oder Bildschirmtext verboten. Dies soll er seinen Mitarbeitern mit hochrotem „This is urgent“ Gesicht entgegengebrüllt haben. „Wenn ich das schon nicht draußen in der Welt verhindern kann, hier bei mir gibt es sowas nicht.“ In Ermangelung der nötigen Technik erfuhren die Münchner Bayern erst aus der Zeitung davon, dass der DFB Einsicht in die Verträge von Marc van Bommel und Oliver Kahn verlangt hatte.

Es wird vermutet, dass Marc van Bommel einen grob unsportlichen Passus in seinem Vertrag habe, nach welchem ihm fünfzehn Gelbe und drei Gelb-Rote pro Saison zustünden, bevor er mit einer Geldstrafe an den Club, Zahlung in die Mannschaftskasse oder mit einem Auftritt als Franz Beckenbauer-Double (inklusive später zu leistender Alimente) auf der Weihnachtsfeier bestraft würde. Ferner sei es möglich, dass Marc van Bommel per Vertrag dazu verpflichtet ist, einen auf gut Freund mit Oliver Kahn zu machen, weil Oliver Kahn immer einen zum Anbeißen braucht, ob Gegner oder Mitspieler spielt dabei keine Rolle.

Bei Oliver Kahn wird eigentlich nichts vermutet, außer, dass er den Schlag in Marc van Bommels Gesicht nach dem Jahrmillionensieg in Getafe nur angetäuscht und gar nicht bis zum Ende durchgeführt habe. Sollte sich dieser Verdacht erhärten, wären Millionen Fußballfans enttäuscht, einige drohten schon mit Austritt aus dem DFB, der Boxverband meldete sich kurz („Keine Eier, diese Fußballer“) zu Wort und der Imageverlust für den deutschen Fußball wäre riesig, speziell den Insassen des Herthaner Jugendinternats gingen so die Vorbilder verloren.

Die fristgerechte Antwort auf das Verlangen nach Vertragseinsicht seitens des DFB blieb man in München schuldig, so dass das DFB-Kontrollrückgrat zur Stunde tagt. Die mögliche Strafe solle zwischen Zwangszuweisung einer Email-Adresse an Uli Hoeneß‘ samt Pflichtteilnahme an einem Internetkurs (für Anfänger) bis hin zum zweistelligen Punktabzug liegen. Sollte es zum Äußersten kommen, werden exakt so viele Punkte abgezogen, wie Oliver Kahn in dieser Saison Spiele bislang „alleine gewonnen“ hat. Das wären … dann doch nicht so viele, womit Google endlich auch Zugriff auf Bayern-Interna erhielte.

Der per E-Mail befragte Jürgen Klinsmann äußerte sich nur knapp zum Thema: „Ich kann jetzt nicht. Ich chatte gerade mit eBay, ob sie nicht ab Sommer als Großsponsor bei uns einsteigen wollen.“

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Sometimes you will walk alone

Man singt das ja so gerne, wir sprachen kürzlich erst davon.

Dabei wissen wir alle, dass das nur Humbug ist.

Natürlich muss man am Ende dann doch immer alleine gehen. Sei es in den Himmel, unter die Erde — oder so wie heute John Arne Riise nach seinem famosen Kopfballeigentor zum 1:1 in der 95. Minute des CL-Halbfinalhinspiels ins Bett. Ohne Abendbrot.

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Hattrick-Rekordhalter Kahn

Wenn er in Kürze abtreten wird, werden die Zeitungen wieder überquillen vor Lobpreisungen des Herrn (hier: Kahn) und vor gezolltem Tribut an seine Lebensleistung. Gespickt mit Titeln und anderem Brimborium werden wir alles darüber erfahren, was der werte Oliver in seiner ganzen Karriere so erreicht hat.

Eins wird allerdings an den meisten Orten und in den meisten Artikeln fehlen: Dass Oliver Kahn immer noch der Rekordhalter in der Rubrik „schnellster kassierter Hattrick aller Zeiten in der Bundesliga“ ist. Am 27. August 1991 bekam er nämlich noch in Handschuhen des Karlsruher SC drei Stück von Michael Tönnies — wie man so schön sagt — eingeschenkt. Eins in der 11., eins in der 12. und eins in der 16. Minute. Schnellster Hattrick der Bundesliga-Historie und Bananen-Olli war dabei. Insgesamt summierten sich die Gegentore an jenem Tage auf 6, von welchen immer noch 5 ebenjener Michael Tönnies erzielte. 6 Gegentore für Oliver Kahn und man kann sich vorstellen, dass der Busfahrer auf der Rückfahrt die ganze Zeit mit einem komischen Gefühl im Nacken fuhr, man möchte es fast ins DSM-IV aufnehmen und mit dem Etikett „heikoherrlichitis“ versehen. Geht aber nicht, denn um Krankheiten zu definieren, muss man erstmal wissen, was eigentlich der gesunde Zustand ist. Unmöglich bei Oliver Kahn.

Lizas Welt geht voran mit dem Abgesang, allerdings in ordentlich Dur.

PS: Als noch fehlendes i-Tüpfelchen auf seiner Karriere bezeichnet Kahn selbst übrigens ein erzieltes Tor. Klar schimmert hier das Vorbild Lehmann, aber auch das Vorbild Rost durch, und wenn Kahn nicht so ein Rumpelfüßer wäre, hätte er auch damals den Strafstoß gegen Chozebus verweichselt. Hat er aber nicht, weshalb er immer noch auf sein erstes Bundesliga-Tor warten muss und derena Gelegenheiten werden immer weniger. Dieser Druck, unmenschlicher. Kann sich ja keiner vorstellen.

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Nicht mal 30 Minuten

An anderer Stelle wurde hier schon erwähnt, dass man als Fußballspieler seine Technik und was man sonst noch vorgibt, zu beherrschen, ständig trainieren muss. Ich möchte nicht als Frauenfußballhasser missverstanden werden, aber wenn man dieses Portrait des Arbeitstages von Bundestrainerin Silvia Neid liest, darf man sich nicht wundern, wieso es bei so vielen schon bei der Ballannahme hapert.

Um 10.30 Uhr fahren wir mit dem Bus in das Stadion in Volendam, in dem abends das Spiel stattfinden wird. Dort liegt Kunstrasen, das ist ungewohnter Untergrund für uns. Ich lasse die Mannschaft fünf gegen zwei spielen.

Gegen 11 Uhr geht es zurück ins Hotel zur Spielbesprechung. Wir reden über Taktik und Standardsituationen. Das dauert nie länger als 20 Minuten, weil sonst die Konzentration im Team nachlässt. Videoanalysen haben wir schon am Tag zuvor gemacht.

(Kursivstellung von mir.)

Keine 30 Minuten Fußballspielen, aber auch keine 30 Minuten Taktikbesprechung. Okay, das ist der Spieltag, man darf davon ausgehen, dass tatsächlich die Hauptarbeit schon vorher gemacht wurde und vielleicht gibt dieser Beitrag auch einfach ein falsches Bild, dann muss sich Silvia Neid aber fragen lassen, mit welcher Naivität sie ausgerechnet ein solches Portrait von ihrem Arbeitstag zu veröffentlichen erlaubte. Offensichtlich mit großer.

Außerdem kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Norbert Galeske, seines Zeichens der Kommentator für Frauenfußball im Fernsehen, ständig so spricht, als spräche er mit Kindern — und als seien die, über die er berichtet, ebenfalls Kinder, denen man eben nachsehen müsse, dass die Motorik noch nicht so ausgefeilt ist wie bei Erwachsenen. Da freut man sich schon mal darüber, dass eine Frau „aus über 25 Metern“ aufs Tor schießt oder darüber, dass „viele, viele Zuschauer“ schon im Stadion seien. Entschuldigung, aber ich bin nicht mehr 12, man muss mit mir nicht reden wie mit einem Kind, um das Wort „Doofen“ zu vermeiden.

Frauenfußball ist eine ernstzunehmende Veranstaltung, genauso wie es Siebenkampf der Frauen, Hürdenlauf oder Handball ist. Warum redet der zuständige Kommentator dann in einer Weise, die genau das Gegenteil vermittelt? Und warum passt der Artikel über Silvia Neids Arbeitstag zu diesem Gegenteil wiederum haargenau?

Man wird den Eindruck nicht los, dass es bei diesen Länderspiel-Treffen hauptsächlich ums Fressen geht.

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