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Kategorie: Zettel-Ewalds Sammelsurium

Alles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde

Die Ringelsocken waren’s

Da wird es der Borussia aus Dortmund wohl nicht so viel nützen, morgen in extra nur fürs Finale kreierten Trikots anzutreten: es lag nämlich an den Socken, wie der Helden von Berlin Norbert Dickel zu berichten weiß.

Kleine Randnotiz: Das Rekordergebnis im Pokal-Finale liegt bei 5:0. In dieser Höhe gewann der FC Schalke 04 1972 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Und sollten dem BVB nicht bis morgen noch ein paar modische Kniffe einfallen, die die Bayern „verwirren“ könnten, wackelt der Rekord morgen ordentlich.

Wobei das immer so eine Sache ist mit Weissagungen vor sportlichen Wettbewerben, weshalb sich dieser Teil des Beitrags auch im Falle eines Dortmunder Sieges von selbst vernichten wird.

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Same as it ever was

So.

Wie sicherlich der eine oder andere mitbekommen haben mag, musste ich in den letzten zwei Tagen meine Postkarten selbst aus dem Briefkasten holen. Niemand erledigte diesen Service für mich, im Gegenteil, der Herr Cracker-Zufall stellte Beiträge von mir online, die noch selig im Entwürfe-Ordner schlummerten und nie für die Veröffentlichung gedacht waren.

Das ist infam, wenn nicht gar bodenlos.

Dennoch passierte es so. Ich hasse es eigentlich an dieser Stelle irgendeinen Senf über die technischen oder sonstigen Voraussetzungen für das Schreiben zu schreiben, weshalb ich es dabei belassen möchte, dass mir hier ein grober Schnitzer unterlaufen ist, der auch nicht auszuwetzen ist. Wenn viele Leser in ihren Feedreadern mit Porno- und Viagra-Links belästigt wurden, dann ist das eben nicht zu entschuldigen. Es tut mir trotzdem leid.

Dank der höchst aktiven Mitarbeit von Ghostdog habe ich es gestern aber geschafft, auf die neueste Version von WordPress upzugraden. Deshalb geht großer Dank an Ghostdog, gleichzeitig müssen wir uns fragen, welche blöden Arschlöcher eigentlich hier rumhängen und versuchen, Geld mit dem Verkauf von Viagra zu machen oder Ähnlichem. Wenn irgendeiner meiner Leser einen solchen Fatzke persönlich kennt, dann hätte ich bitte gerne die Adresse, auf dass man sich da arrangieren könne.

Vielen Dank im Voraus

Euer
Trainer Baade

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Rudi Völler – Stadion Arena Sportanlage

Es gibt nur eine Rudi-Völler-Sportanlage. Und zwar in Hanau, beim dortigen TSV, seines Zeichens Rudis Heimatklub:

Bild.

Rudi Völler, der glückliche Prinz. Glücklich deshalb, weil er in einer Generation von Fußballern tätig war, die im Durchschnitt noch weniger helle war als er, womit er als „Schlitzohr“ und „bauernschlauer“, aber immer vermeintlich korrekter Sportsmann zum Volkstribun aufsteigen konnte, während man Lodda und Icke und Andy Brehme zwar schon mal den einen oder anderen Trainerposten zuwarf, grundsätzlich dennoch nichts von ihnen erwartete, was über Platitüden hinausgeht.

So kommt er nun zu der Ehre, dass ein Sportplatz nach ihm benannt wurde, was von Lodda bislang nicht bekannt ist. Wofür er das eigentlich verdient hat, bleibt an dieser Stelle ungeklärt, vielleicht für die Schwalbe im WM-Finale 1990, vielleicht für sein legendäres Augenzwinkern — das Pendant zu Beckenbauers „Schaun mer mal“ — vielleicht aber einfach nur für seine joviale Art, die das Video unten noch mal demonstriert.

Angesichts der wahren Flut von fehlerhaften Beschriftungen auf „Schildern“ darf man fragen, ob Kenntnisse der Orthographie und Zeichensetzung neuerdings für den Eintritt in den Beruf des Schildermachers vollkommen irrelevant geworden sind. Und ob man in jener Branche nicht durch den einfachen Zusatz „Bei uns mit Rechtschreibung“ leichtes Geld machen könnte. Wohl nicht. Es scheint die Auftraggeber ja nicht zu interessieren, sonst ließen sie diese Schilder wieder zurückgehen.

Rudi Völler – Sportanlage. Deppenleerzeichen, wir rufen Dich.

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Sleepless in Montevideo

Heute Nacht konnte ich nicht schlafen, weil mir plötzlich entfallen war, wer 1930 Weltmeister war. Eine Information, die eingebrannt schien wie mein eigener Name. So sehr eingebrannt, dass man sie als Teil des Lebens wahrnahm, wie dass unten unten ist und oben oben und dazwischen nun mal der Horizont. Das „entfällt“ einem ja auch nicht, so lange man noch lebt.

Panik schlich in mir hoch. Panik vor Demenz, vor der Unfähigkeit, jemals wieder Pseudo-Experten-Senf zum Thema Fußball abzugeben, wenn ich schon basalste Dinge nicht mehr wüsste. War es Argentinien? Die Tschechoslowakei? Ungarn? Chile? Es fiel mir nicht mehr ein, obwohl mir klar war, dass es die drei Letztgenannten nicht sein konnten, da sie in WM-Finals immer nur verloren, wenn sie sie überhaupt erreichten. Dennoch, die Panik wuchs unaufhaltsam, an einschlafen war schon gar nicht zu denken. (Meine-)Welt-Untergangsphantasien wurden nur noch von dem Gefühl überboten, völlig von Gugel und Konsorten abhängig zu sein, wenn man solche Dinge schon nicht mehr selbst weiß. Weltmeister, so etwas nicht mehr abrufen zu können, grenzt an einen Totalausfall aller Systeme. Niemand vergisst doch bei lebendigem Leibe, wann wer die WM gewann! Doch hier: nichts mehr. Keine Erinnerung, nur noch eine diffuse Ahnung.

Machtlosigkeit ist unangenehm. Und jeder, der schon mal mit dem Ausfall von einer bestimmten Sinnesmodalität zu kämpfen hatte, weiß, wie schrecklich es ist, bestimmte Dinge nicht mehr tun zu können, die man vorher als selbstverständlich betrachtete. Nun will ich nicht behaupten, dass das Wissen darüber, wer wann im Fußball welchen Titel gewann, so etwas wie eine Sinnesmodalität ist. Es ist aber ein naher Verwandter.

Irgendwann, nach zähen, schier endlosen Minuten des Zitterns vor dem geistigen Verfall und der Unfähigkeit, unter Meinesgleichen ein normales Leben führen zu können, fiel mir ein, ja, Uruguay ist tatsächlich zweimaliger Weltmeister. Die Angstschweißbäche, die aus meinem Bett rannen, versiegten und Bruder Schlaf gesellte sich endlich zu mir. Uruguay, 1930. Wie kann einem so etwas entfallen?

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Geduld überwindet Holzäpfel

— und niemand braucht klare Definitionen der Anforderungen an die Zielperson.

Mirko Slomka ( 4. Januar 2006 – 13. April 2008)
Oliver Reck (12. Dezember 2005 – 4. Januar 2006)
Ralf Rangnick (28. September 2004 – 12. Dezember 2005)
Eddy Achterberg (15. September 2004 – 28. September 2004)
Jupp Heynckes (1. Juli 2003 – 15. September 2004)
Marc Wilmots (26. März 2003 – 30. Juni 2003)
Frank Neubarth (1. Juli 2002 – 26. März 2003)
Huub Stevens (9. Oktober 1996 – 1. Juli 2002) *
Jörg Berger (11. Oktober 1993 – 3. Oktober 1996)
Helmut Schulte (18. Januar 1993 – 10. Oktober 1993)
Udo Lattek (1. Juli 1992 – 17. Januar 1993)
Klaus Fischer (1. Mai 1992 – 30. Juni 1992)
Aleksandar Ristic (1. Januar 1991 – 30. April 1992)
Klaus Fischer (14. November 1990 – 31. Dezember 1990)
Peter Neururer (11. April 1989 – 13. November 1990)
Diethelm Ferner (20. September 1988 – 10. April 1989)
Horst Franz (29. Dezember 1987 – 18. September 1988)
Rolf Schafstall (1. Juli 1986 – 7. Dezember 1987)
Diethelm Ferner (1. Juli 1983 – 30. Juni 1986)
Jürgen Sundermann (24. Januar 1983 – 30. Juni 1983)
Siggi Held (1. Juli 1981 – 20. Januar 1983)
Rudi Assauer (27. Mai 1981 – 30. Juni 1981)
Fahrudin Jusufi (21. April 1980 – 26. Mai 1981)
Dietmar Schwager (5. Dezember 1979 – 22. April 1980)
Gyula Lóránt (19. März 1979 – 4. Dezember 1979)
Ivica Horvat (1. Juli 1978 – 17. März 1979)
Uli Maslo (21. Dezember 1977 – 24. Mai 1978)
Friedel Rausch (10. März 1976 – 20. Dezember 1977)
Max Merkel (1. Juli 1975 – 9. März 1976)
Ivica Horvat (1. Juli 1971 – 30. Juni 1975) *
Slobodan Cendic (8. September 1970 – 30. Juni 1971)
Rudi Gutendorf (22. November 1968 – 7. September 1970)
Günter Brocker (18. November 1967 – 17. November 1968)
Karl-Heinz Marotzke (1. Juli 1967 – 13. November 1967)
Fritz Langner (26. April 1964 – 30. Juni 1967) *
Georg Gawliczek (1. Juli 1963 – 25. April 1964)

* Die einzigen Trainer, die länger als drei Jahre tätig waren, zwei davon vor über 30 Jahren.

Aus der Wikipedia.

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Bernd Schneider ist auf facebook

[photopress:bernd_schneider_ist_auf_facebook.jpg,full,alignleft] Da will man eigentlich nur herausfinden, ob Bernd Schneider jetzt wieder besser in Form ist, da schlägt einem Gugel vor, doch einfach direkt mit ihm zu kommunizieren. Naja, ich hab da so meine Zweifel, ob es stimmt, dass Bernd Schneider auf facebook ist. Könnte vielleicht mal jemand nachschauen, der bei facebook registriert ist? Ich bin dort nicht registriert. Auch nicht bei den Lokalisten, nicht bei StudiVZ, nicht bei SchülerVZ, RentnerVZ, nicht bei ArbeitsloseTrainerVZ (Peter Neururer soll angeblich dort sein) und nicht mal bei FußballbloggerVZ. Deshalb: Bitte! Danke! Bitte! Danke!

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Fix: Matthäus nach נתניה

Mal sehen, wie lange „Uns Lodda“ es in der nur 173.000 Einwohner zählenden Mittelmeerstadt Netanya aushält. 400.000 Euro soll er pro Jahr bekommen, was sicher nicht ganz die Dimensionen sind, die er sich vorgestellt hat. Klar ist dadurch auch: weder in Italien noch in England noch in den Niederlanden noch in Österreich (!) wollte ihm jemand ein Angebot machen. Natürlich weiß der Interessierte, dass Israel fußballerisch nicht mehr tiefste Provinz ist, die Namen der Vereine kennt man auch, allerdings kennt man kaum Spieler und schon gar keine Erfolge des israelischen Fußballs. Das wird sich natürlich ab sofort ändern. Wir wünschen den größtmöglichen Erfolg, auf dass das Engagement so lange wie möglich dauern möge.

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Spielabbruch durch Regen in Nürnberg

Wat jammers, wie der Niederländer sagt.

Da sehen wir beim Spiel 1. FC Nürnberg gegen VfL Wolfsburg endlich — nach Jahren des gepflegten Rasenheizungs- und Kunstrasenspiels — mal wieder ein echtes Fußballspiel, wie wir selbst es alle aus den unteren Klassen kennen: vermeintlich irreguläre Bedingungen, der Ball bleibt bei jedem zweiten Pass in einer Pfütze liegen, nach einer Grätsche rutschen die Spieler unfreiwilig noch 10 Meter weiter, der Ballbesitz wechselt im Mittelfeld häufiger als die olympischen Fackelläufer ihre Route und vor allem: der Ball wird auf dem Weg ins Tor am schon geschlagenen Torhüter vorbei von einem der vielen Wassergräben gestoppt. Kurzum: ein ganz normales Fußballspiel, mit allen Widrigkeiten, wie sie nun mal dann und wann dazugehören und vielleicht auch mal den Charakter dieses Spiels ausmachten.

Und was passiert dann? Das Spiel wird abgebrochen. Buh, rufen wir, auch wenn uns keiner hört.

Bolzplatz ist ebensowenig begeistert wie der Spottplatz.

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Ungarn? Pah! Siegen!

Die halbe Internetfußballgemeinde erfreut sich zur Zeit an einem tollen Eigentor nach Strafstoß in Ungarn. Fakt ist aber: das ist doch echt ein alter Hut. Um den Hut abzuziehen, einfach auf „Play“ klicken.

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Mladen Krstajić: Ungeschickt ist anders

Was zur im christlichen Glauben abgeschafften Hölle war an der Kopfballabwehr von Mladen Krstajić jenes Balles, der ziemlich genau nur 20cm unterhalb der Latte gerade im Begriff war, die Torlinie zu überschreiten, „ungeschickt“?

Wer stellt solche Fragen nach dem heutigen Spiel Schalkes 04s in Barcelona?

Wer hat schon mal mitten in einem — diese Dinger pflegen für gewöhnlich in Echtzeit zu laufen, man hat also noch weniger Zeit, nachzudenken, die richtige Entscheidung abzuwägen und sich vorher noch über strategische Abwägungen Gedanken zu machen, als ein Schiedsrichter das hat — richtigen Fußballspiel versucht, einen Ball vorwärts laufend mit dem Hinterkopf aus der Luft von der gedanklich nach oben verlegten Linie zu kratzen und dabei noch mit ordentlich Effet den Ball mit diesem Hinterkopf-Kopfball gleich noch zur Ecke zu klären?

Offensichtlich niemand, der — wie gerade im TV geschehen — Fragen danach stellt, ob diese Kopfballabwehr „ungeschickt“ war und was man daran hätte besser machen können.

Das Argument, dass man mit solch einer armseligen medialen Begleitung eines Fußballspiels ja nur die Massen ködern will, ist keins. Die Massen interessieren sich eh nicht die Bohne für die Interviews nach dem Spiel. Diese Interviews schauen nur diejenigen, die sich wirklich für Fußball interessieren. Nicht umsonst muss man in fast jeder Kneipe, in der man Premiere schaut, nach Abpfiff darum bitten, dass bei den folgenden Interviews der Ton noch aktiviert bleibe, was selbst bei vielzahlig anwesendem Fußballpublikum eher widerstrebend bewilligt wird.

Ungeschickt ist also nur die Frage, nicht aber die Kopfballabwehr.

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Ideenfabrik DFB

Den Tag nicht vor dem Abend loben und Ideen nicht ablehnen, bevor man sie nicht komplett durchdacht hat.

Angesichts der fernglasigen Dominanz der Bayern in der Bundesliga muss man sich doch noch mal Vorschläge durchs Hirn gehen lassen, die man eigentlich schon als absurd abgetan hatte.

Theo Zwanziger wollte doch letztens Fußballmannschaften auf 9 Spieler reduzieren. Keine schlechte Idee, um wieder Spannung in die Bundesliga zu bringen. Ab kommendem Spieltag also die Bayern nur noch mit 9 Spielern, alle übrigen so wie vorher. Mal sehen, was dann passiert und ob man demnächst ein Handicap beim Fußball einführen wird. Für mehr isländische Clubs in der Champions League und für mehr georgisch-geprägten Geographieunterricht beim Fußballschauen!

Außerdem stellt sich dann die Frage nicht mehr, wer denn jetzt neben Luca Toni stürmen soll: gar keiner.

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