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Kategorie: Zettel-Ewalds Sammelsurium

Alles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde

Hagebuttentee (II)

Die Tür zum Proberaum fiel zum letzten Mal ins Schloss, als er noch damit beschäftigt war, seinen Verstärker in den Kofferraum zu bugsieren. Die Rückbank musste er nicht umklappen, denn die war ohnehin schon kaputt und stets nach hinten gelehnt, als müsste ständig ein Verstärker transportiert werden. Dabei war dieses das letzte Mal, wenigstens in diesem Wagen. Er hatte einen Käufer in der selben Stadt gefunden. Damit war dieses Kapitel der Arbeitsverweigerung beendet. Was nicht beendet war, war das Pfeifen in seinem Kopf, das den Grund für seinen Entschluss geboten hatte, den Verstärker zum Verkauf anzubieten. Von da an gab es nur noch ein Thema in seinem Leben, und das war der Fußball.

Denn wer vor der Aufgabe flüchtet, eines Tages nicht mehr zur Uni gehen zu — ein Müssen war es ja nicht, sondern ein Wollen — dürfen, der findet schlagartig neue Beschäftigungswege, wenn die Worte auf den wenigen Verwandtenfeiern, zu deren Besuch man sich durchringen kann, immer die selben sind, wo sie sich doch eigentlich ebenso wie die Antworten darauf ändern sollten. Fußball als Handbremse der Zeit, als ewiges Bildnis des Dorian Gray, angenehmerweise noch damit verbunden, Siege zu feiern und einzutauchen in eine Gruppe von anderen Jungs, die ihre Wege ebenfalls in verminderter Geschwindigkeit zurücklegten. Nicht jene auf dem Platz, da wo es anders als man gerne behauptet eben überhaupt nicht entscheidend ist, sondern jene im Leben.

Bis dahin hatte es noch den Konflikt gegeben zwischen der Frage, ob es besser wäre, zu proben, Proben zu proben, bei denen der Mangel an Talent immer wieder in solcher Dichte im Proberaum umherwaberte, dass man die Fenster öffnen musste. Mit geöffneten Fenstern aber durfte man nicht proben, also ging man raus und holte sich gleich eine dicke Schale Pommes, die ebenso passend zum Ende der Bundesliga-Konferenz einen willkommenen Anlass bot, gar nicht erst weiterzuproben, abgeschweift von dem eigentlich neu zu komponierenden Intro desjenigen Songs, der ganz besonders am Mangel an Talent krankte – so wie alle anderen Songs im Programm auch.

Proben oder doch lieber zum Fußballplatz gehen, wo zu jeder Jahreszeit Jungs rumhingen, die entweder stoned waren und Lust hatten, herumzukicken, oder noch nicht wieder richtig nüchtern vom Vorabend, es zu Hause aber nicht mehr aushielten, wo ohne Freundin und ohne neue DVD eventuell der Blick in den Spiegel gedroht hätte. Dieser Konflikt war nun keiner mehr, er würde von nun an an jedem Wochenende zum Platz gehen, um sich dem Nachdenken zu entziehen. Was die Hartnäckigkeit erklärte, mit der er bei jedem Wind und jedem Wetter am Platz aufkreuzte, auf dem die Regeln so einfach schienen und ein Mangel an Talent kein Hinderungsgrund war.

Denn echte Fußballer waren das hier alle nicht. Die wenigsten besaßen Scheinbeinschoner, die wenigsten wussten, wie man einen Einwurf regelgerecht ausführt, und dennoch trug die Hälfte von ihnen Trikots, vom AC Florenz, vom 1. FC Köln oder vom FC Liverpool. Mancher gar mit einem Tattoo davon irgendwo auf dem Körper, dessen Besitzer schlicht das Vorstellungsvermögen dazu fehlte, sich dieses Tattoo vom mit dem Wappen vom niemals alleine Gehen auf einem vergilbten Körper vorzustellen, wenn man ihn ins unterste Geschoss des Krankenhaus fahren würde. Und wie wenig von den auf den Körper gemalten Versprechungen geblieben sein würde, wenn man zufällig als Letzter aus dieser Runde ins Grass gebissen hätte. Dann würde man den Weg von der Kapelle bis zur Gruft zwar nicht alleine, aber doch ohne alte Freunde zurücklegen.

Vielleicht war es auch kein Mangel an Vorstellungsvermögen, vielleicht war es immer noch diese merkwürdige Mischung aus Glaube an die eigene Unsterblichkeit, die Spätpubertierende nun mal auszeichnet, vermengt mit der noch nicht spruchreifen Gewissheit, dass man ohnehin einen Weg wählen würde, der das Tattoo tatsächlich nicht besonders alt werden lassen würde. Die Verwesung beginnt wohl schon am ersten Tag, und je nach Kontostand wäre der Sarg ohnehin nicht übermäßig gegen Eindringlinge geschützt. Und nicht zuletzt wäre es dann ja ohnehin ganz egal.

Natürlich waren auch einige im FC-Bayern-Trikot dabei, mancher im Gladbach-Trikot und am Ende waren alle sowieso nicht gekommen, um diese Trikots spazieren zu tragen, sondern dem zu entgehen, was ohne Fußball am Wochenende gedroht hätte: Diese bleierne Sinnlosigkeit des Wochenendes. So aber schaffte das eine oder andere mehr erzielte Tor als der Gegner Sinn, wenigstens bis man zu Hause ankam. Und wem es dann noch nicht genug Eskapismus bot, zu fußballen, der verfasste dann auch noch Spielberichte über die erlebten Partien, auch wenn darin in Ermangelung von Schiedsrichtern, aufgebrachter Massen, die Busse auf Autobahnen stoppen oder an Galgen hängende Trainerfiguren bastelten, nicht allzu viel vorkommen konnte als dann doch wieder die eigene Talentlosigkeit. Wenn man darüber wenigstens lachen konnte, dann hatte man vielleicht doch dem Hinabschieben ins unterste Geschoss ein Schnippchen geschlagen, wenn auch nur temporär.

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Ein verschobenes Spiel kommt selten allein

Da hatten die 66 Spieler und 6 Trainer wohl gedacht, in den Tiefen der Weimarer Kreisliga würde es niemandem auffallen, wenn sie sich gemeinsam zu einer klitzekleinen Manipulation verabreden. Und so mit den Geldern der Wettmafia den Mannschaftsausflug nach Malle finanzieren wollten.

Doch das Internet schläft nie und so dürfen sich die Ertappten nun eine gute Ausrede einfallen lassen, wie sie diese drei obskuren Ergebnisse am selben Spieltag rechtfertigen wollen.

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Sympathieträger Hoffenheim

Lange hat man sich gefragt, was das soll mit diesem Hoffenheim, guckt kein Mensch, spielen nicht schön, was soll denn so eine zusätzliche graue Maus, wenn man auch den VfL Bochum haben könnte oder immer mal wieder so echte Farbtupfer wie die SpVgg Unterhaching oder den SSV Ulm. Als sie noch schön spielten und zur Herbstmeisterschaft jagten, stellte man sich diese Frage nicht, weil sie schön und für diesen Wimpernschlag der Bundesligageschichte extrem erfolgreich spielten. Seit jener Halbserie aber plätschert nur noch ideenloses, blutleeres, x-beliebiges Gekicke aus den Hoffenheimer Trikots.

Das kann der DFB doch nicht ernst meinen, sich eine solche graue Maus heranzuzüchten, wenn man schon Leverkusen und Wolfsburg hat, wenn dann tatsächlich bei der Paarung Wolfsburg gegen Hoffenheim eine im nicht messbaren Bereich liegende Zahl an Menschen die Einzeloption im Bezahlfernsehen wählt. Und die Menschen selbst nach Siegen nicht mal feiern. (Sollte man sehen.)

Jetzt ist klar geworden, was die Funktion von Hoffenheim ist, und man muss zugeben: So schlecht ist die Idee nicht. Man hat Hoffenheim in die Liga geholt, weil sie ein echter Sympathieträger sind. Und zwar tragen sie durch ihre bloße Existenz die Sympathien zu den übrigen Klubs hin. Während man sich früher nie vorstellen konnte, jemals für Hertha BSC zu sein, wünscht man jetzt in jedem Spiel Hoffenheim eine Niederlage, egal, gegen wen. Selbst Leverkusen wirkt plötzlich richtig lebendig, und selbst Bremer und Hamburger sind sich einig, dass man gegen Hoffenheim stets gewinnen müsse — auch der jeweils andere.

Hat man sich dann einmal im Leben über einen Sieg eines Vereins gefreut, weiß man plötzlich, wie das ist, sich für Gladbach, für Nürnberg oder für Kaiserslautern zu freuen. Die Sympathien, kostenlos, unterbewusst, rundum geschickt von Hoffenheim überall hingetragen, wo sie antreten, wachsen und wenn die TSG dann in wenigen Saisons ihren Zweck erfüllt haben wird, wird sie sang- und klanglos von der Bundesligabühne verschwinden, während alle anderen Teams so schrecklich sympathisch wirken, dass jeglicher Tod und Hass aus der Bundesliga verschwunden sein wird.

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Falschfarbenlehre

Nachdem ich jetzt eine Stunde lang mit eher mäßigem Erfolg geübt habe, auf der linken Seite der Straße zu fahren, was so lange gut funktioniert, wie die Straße einspurig ist und es wenig Gegenverkehr gibt, und anderenfalls quasi gar nicht funktioniert, muss ich doch noch einmal die sicher zahlreich hier mitlesenden England-Experten bemühen: Gelten in Großbritannien eigentlich die „Rechtsaußen“ im Fußball als etwas verrückt? Und ist es möglicherweise so, dass man standardmäßig eher über links als über rechts kommt, wenn man das Spiel nach vorne bemüht?

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Bundesliga: Wenigste erzielte Tore pro Saison

Der 1. FC Kaiserslautern macht auch unter dem neuen Trainer Krassimir Balakov mit dem Thema weiter, mit dem er die ganze Saison über schon beschäftigt ist. Keine eigenen Tore zu erzielen. Mit 17 Toren zwar immerhin schon 2 mehr als Tasmania in dessen fabulöser Saison. Somit kommt der FCK schon mal um die Schmach herum, wie Hertha BSC vor 2 Jahren einen Negativrekord von Tasmania einzustellen (oder zu unterbieten?). Aber wenn da nicht rasch ein paar Mal getroffen wird, landet man auf dem vorletzten Platz dieser Liste.

Unter der ersten, chronologischen Liste folgt noch einmal die wesentlich interessantere Aufstellung sortiert nach der Zahl der wenigsten erzielten Tore. Die Gegentore sind in beiden Fällen noch dazu aufgezeigt, weil diese ja durchaus etwas über die relative Wertigkeit der wenig erzielten Tore aussagen.

Auch der Abschlussplatz ist aufgeführt, in seltenen Fällen reichte ein 16. Platz zum Klassenerhalt via Relegation, ansonsten bedeuteten die letzten drei Plätze natürlich den Abstieg. Beste Platzierung einer Mannschaft, die in einer Saison die wenigsten Tore aller 18 Teams erzielte, das wundert hier nun nicht, ist der MSV Duisburg auf dem 8. Platz aus der Saison 1997/1998.

Etwas erstaunlich, dass außer den Tasmanen mit dem 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach, Bayer Uerdingen und Fortuna Düsseldorf gleich vier rheinische Klubs die Co-Schlusslichter bilden, wo man doch im Rheinland so gerne feiert, was zumindest während des Spiels ohne Tore ein wenig schwierig ist.

Und der 1. FC Kaiserslautern sehe zu, dass er noch ein paar Mal trifft. Sonst droht Einreihung in diese Gilde der Torverweigerer. Das kann niemand wollen, schon gar nicht in der Region.

Chronologisch

Jahr Platz Mannschaft Tore
2011 17. Eintracht Frankfurt 31:49
2010 16. 1. FC Nürnberg 32:58
2009 18. Arminia Bielefeld 29:56
2008 17. Hansa Rostock 30:52
2007 18. Borussia Mönchengladbach 23:44
2006 13. Arminia Bielefeld 32:47
2005 18. SC Freiburg 30:75
2004 17. TSV München 1860 32:55
2004 18. 1. FC Köln 32:57
2003 18. Energie Cottbus 34:64
2002 17. 1. FC Köln 26:61
2001 18. VfL Bochum 30:67
2000 16. SSV Ulm 1846 36:62
1999 16. 1. FC Nürnberg 40:50
1999 17. VfL Bochum 40:65
1998 8. MSV Duisburg 38:46
1998 14. VfL Wolfsburg 38:54
1997 16. Fortuna Düsseldorf 26:57
1996 16. 1. FC Kaiserslautern 31:37
1995 17. MSV Duisburg 31:64
1994 18. VfB Leipzig 32:69
1993 13. 1. FC Nürnberg 30:47
1992** 12. Hamburger SV 32:43
1991 16. FC St. Pauli 33:53
1990 13. FC St. Pauli 31:46
1989 16. Eintracht Frankfurt 30:53
1988 16. Waldhof Mannheim 35:50
1987 16. FC Homburg 33:79
1986 15. Eintracht Frankfurt 35:49
1985 18. Eintracht Braunschweig 39:79
1984 18. 1. FC Nürnberg 38:85
1983 17. Karlsruher SC 39:86
1982 18. MSV Duisburg 40:77
1981 17. FC Schalke 04 43:88
1980 18. Eintracht Braunschweig 32:64
1979 17. 1. FC Nürnberg 36:67
1978 17. 1. FC Saarbrücken 39:70
1977 14. 1. FC Saarbrücken 43:55
1976 18. Bayer Uerdingen 28:69
1975 18. Wuppertaler SV 32:86
1974 15. MSV Duisburg 42:56
1974 16. Wuppertaler SV 42:65
1973 17. Eintracht Braunschweig 33:56
1972 15. Rot-Weiß Oberhausen 33:66
1971 14. Arminia Bielefeld 34:53
1970 15. MSV Duisburg 35:48
1969 13. Hertha BSC 31:39
1968 18. Karlsruher SC 32:70
1967 18. Rot-Weiss Essen 35:53
1966 18. Tasmania Berlin 15:108
1965* 14. Hertha BSC 40:62
1964* 15. Preußen Münster 34:52

* Nur 30 Saisonspiele
** 38 Saisonspiele

Jetzt zur interessanteren der beiden Listen, um die Spannung zu erhöhen stehen oben jene Mannschaften mit den meisten wenigsten Toren in einer Saison. Dafür fehlen hier die ersten beiden Saisons sowie jene Spielrunde nach der Wiedervereinigung mit 20 Teams.

Nach Zahl der erzielten Tore (und nach Zahl der erhaltenen Gegentore)

Jahr Platz Mannschaft Tore
1977 14. 1. FC Saarbrücken 43:55
1981 17. FC Schalke 04 43:88
1974 15. MSV Duisburg 42:56
1974 16. Wuppertaler SV 42:65
1999 16. 1. FC Nürnberg 40:50
1999 17. VfL Bochum 40:65
1982 18. MSV Duisburg 40:77
1978 17. 1. FC Saarbrücken 39:70
1985 18. Eintracht Braunschweig 39:79
1998 8. MSV Duisburg 38:46
1998 14. VfL Wolfsburg 38:54
1984 18. 1. FC Nürnberg 38:85
2000 16. SSV Ulm 1846 36:62
1979 17. 1. FC Nürnberg 36:67
1970 15. MSV Duisburg 35:48
1986 15. Eintracht Frankfurt 35:49
1988 16. Waldhof Mannheim 35:50
1967 18. Rot-Weiss Essen 35:53
1971 14. Arminia Bielefeld 34:53
2003 18. Energie Cottbus 34:64
1972 15. Rot-Weiß Oberhausen 33:66
1987 16. FC Homburg 33:79
1991 16. FC St.Pauli 33:53
1973 17. Eintracht Braunschweig 33:56
2006 13. Arminia Bielefeld 32:47
2004 18. 1. FC Köln 32:57
2004 17. TSV München 1860 32:55
2010 16. 1. FC Nürnberg 32:58
1980 18. Eintracht Braunschweig 32:64
1994 18. VfB Leipzig 32:69
1968 18. Karlsruher SC 32:70
1975 18. Wuppertaler SV 32:86
1996 16. 1. FC Kaiserslautern 31:37
1969 13. Hertha BSC 31:39
1990 13. FC St.Pauli 31:46
2011 17. Eintracht Frankfurt 31:49
1995 17. MSV Duisburg 31:64
1993 13. 1. FC Nürnberg 30:47
2008 17. Hansa Rostock 30:52
1989 16. Eintracht Frankfurt 30:53
2001 18. VfL Bochum 30:67
2005 18. SC Freiburg 30:75
2009 18. Arminia Bielefeld 29:56
1976 18. Bayer Uerdingen 28:69
1997 16. Fortuna Düsseldorf 26:57
2002 17. 1. FC Köln 26:61
2007 18. Borussia Mönchengladbach 23:44
1966 18. Tasmania Berlin 15:108

Korrekturen sind natürlich äußerst willkommen.

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9:2 – eins zu wenig für die neue Anzeigetafel

Hohe Siege im DFB-Pokal sind leider selten geworden, denn die Kluft zu den Amateuren ist zumindest bei den physischen Voraussetzungen geschrumpft, anders als man eigentlich vermuten würde. Hohe Siege im DFB-Pokal gegen Teams aus der eigenen Liga sind noch viel seltener. Diese Angelegenheit mit den angeblich eigenen Gesetzen führt nicht mehr dazu, dass Pokalspiele im Rausch nach großem Rückstand noch umgedreht werden, sondern eher, dass überhaupt keine derartigen Rückstände mehr entstehen. Vielmehr spielt man auch im Pokal so, wie man es im Übrigen auch pflegt, diszipliniert, mit der nötigen Ernsthaftigkeit und wenn dann doch mal ein Unterhund gegen einen Großen gewinnt, ist es selten mehr als der im Fußball jederzeit statistisch mögliche Ausreißer.

Das war früher tatsächlich anders, und das 9:2 von Borussia Mönchengladbach im DFB-Pokalviertelfinale am 7. März 1987 gegen Mit-Erstligisten Bayer Uerdingen verdient trotzdem besondere Würdigung an dieser Stelle, weil es anders als viele andere hohe Pokalsiege vergessen ist. Oder nie bekannt war. In Gladbach selbst findet man es jedenfalls nicht bei den großen erinnerungswürdigen Siegen aufgelistet, möglicherweise weil schon wenige Tage nach dieser Partie das folgende Halbfinale ausgelost wurde und für die Borussia die wie sich zeigte zu schwierige Aufgabe eines Auswärtsspiels beim HSV erbrachte. Welcher im Finale gegen die Stuttgarter Kickers seinen bis heute letzten Titel errang, was, wie man unschwer erkennt, nur über das Ausschalten der Borussia möglich war.

Gleichzeitig erkennt man daran, wie lange dieser Titel des HSV tatsächlich schon her ist: Auf dem Bökelberg hatte man zwei Jahre zuvor eine neue Anzeigetafel installiert, deren besonderes Merkmal war, dass sie — man höre und staune — auch zweistellige Spielstände darstellen konnte. Weder Farbe noch Video noch tolle Feuerwerke waren darauf möglich, einzig zweistellige Spielstände. Und das war eine Nachricht wert zu jener Zeit bzw. eine Notiz in den Spielberichten.

Denn um diese Neuerung der nun möglichen zweistelligen Spielstände auch darzustellen, hätte Borussia Mönchengladbach an jenem Tag noch ein Tor mehr erzielen müssen. 9 Stück für eine Seite sind zwar eine enorme Hausnummer, sowas hätte aber auch die alte Anzeigetafel noch gepackt. Wieso die Uerdinger an jenem Tag, die immerhin mit 1:0 in Führung gegangen waren, derart auseinanderfielen, ihr Abstieg war schließlich noch einige Jährchen (1990/1991) entfernt, wussten sie selbst nicht zu beantworten.

Einen Sündenbock glaubte man im in dieser Partie schwachen Mathias Herget gefunden zu haben, allerdings wird Fußball von 11 Leuten gespielt. Früher hatten Liberos zwar etwas mehr Verantwortung für sich alleine als heute ein Innenverteidiger, aber einzig an Herget wird es nun mal nicht gelegen haben. Trainer Karl-Heinz Feldkamp bat die Mannschaft im Anschluss zur Aussprache, wobei nicht überliefert ist, was es bei einem 2:9 noch groß auszusprechen gibt. An solch einem Tag muss schließlich einfach alles Scheiße gewesen sein. Wirksam hin oder her, am Ende der Saison wurde Bayer Uerdingen noch guter Achter der Bundesligatabelle.

Auch auf Gladbacher Seite gab es nur ein kurzes Jubelfest. Zum Einen lag Übungsleiter Jupp Heynckes wegen seiner — vermeintlich — anstehenden Vertragsverlängerung im Clinch mit Manager Helmut Grashoff. Womöglich stand Jupp damals schon längst bei Uli im Wort, zu dem er am Ende der Saison, also knapp drei Monate später, an die Isar wechseln würde. In Gladbach konnte man sich derlei von einem Ur-Gladbacher wohl noch nicht vorstellen, der zuvor entfleuchte Matthäus war ja kein Ur-Gladbacher gewesen, womit man sich aber gründlich irrte, in Bezug auf Heynckes, nicht auf Matthäus.

Zum Anderen war man damals hohe Siege wohl noch etwas gewöhnter, zumindest im Pokal, zumindest in Gladbach, die schließlich schon vier Mal zweistellig in der Bundesliga gewonnen hatten: 12:0, 11:0, 10:0, 10:0. Da ist ein 9:2 fast schon mickrig, im Vergleich. Vielleicht aber auch, weil man schon in der 2. Runde mit 6:1 über Borussia Dortmund triumphiert hatte, nachdem in Runde 1 ein 7:0 beim FC Amberg herausgesprungen war. Torfabrik Borussia, eben, damals.

Die Lose fürs Halbfinale zogen Monika Koch-Emsermann und Jürgen Werner. Die eine Pionierin des Frauenfußballs, der andere DFB-Pokalsieger 1963 mit dem HSV, der hernach seine Karriere beendete, weil er das Berufsspielertum ablehnte (!). Dem DFB blieb er allerdings erhalten und trat immer wieder bei Auslosungen des DFB-Pokals auf, wohl auch im TV.

Wie die 28.000 Zuschauer am Bökelberg die Partie und die 9 Tore ihres Teams aufnahmen, ist mangels (mit Bordmitteln erhältlicher) Videoaufzeichnung nicht bekannt. Die Tore für Uerdingen an jenem für sie grauenhaften Samstag erzielten zwei spätere Nationalspieler: Stefan Kuntz und Marcel Witeczek.

0:1 Stefan Kuntz 17.
1:1 Hans-Jörg Criens 18.
2:1 Hans-Jörg Criens 25.
3:1 Hans-Georg Dreßen 45.
4:1 Uwe Rahn 49.
5:1 Hans-Günter Bruns 50.
6:1 Bernd Krauss 61.
6:2 Marcel Witeczek 68.
7:2 Hans-Georg Dreßen 76.
8:2 Christian Hochstätter 88.
9:2 Uwe Rahn 90.

Schiedsrichter: Wiesel (Ottbergen)

Der zur Pause eingewechselte Oliver Bierhoff konnte Bayer Uerdingen übrigens auch nicht mehr retten.

Einziger Trost für Uerdinger Spieler und Fans: Der Rückweg mit dieser steinernschweren Niederlage im Gepäck war denkbar kurz. Vom Bökelberg zur Grotenburg sind es nur 18 Kilometer. Und was würde man heute in Uerdingen dafür geben, überhaupt im DFB-Pokal mitspielen zu dürfen.

Ob der fanmäßige Wandervogel Torsten Wieland, in jener Zeit Bayer 05 Uerdingen-Sympathisant, Erinnerungen an die Partie hat, ist ebenso unbekannt.

Ermöglicht hat diesen Bericht die Webseite Strysio.de, auf der ein Sammler wirklich alles rund um Borussia zusammengetragen und in so großen Dosen online gestellt hat, dass einem schwindlig wird. Vor Details, in denen man baden kann, versteht sich. Danke an den dortigen Hausherrn. Er ist übrigens Mitglied in der „Deutsche Programmsammler-Vereinigung 1985 e.V.“.

Heute ist Borussia Mönchengladbach dann also schon einen Schritt weiter als während des 9:2 gegen Uerdingen, im Halbfinale nämlich, und wenn sie die erste zweite Mannschaft wird, die den FC Bayern drei Mal in einer Saison in Pflichtspielen bezwingt, kommt sie auch weiter als 1987 gegen den HSV — ins Finale des DFB-Pokals. Die aktuelle Anzeigetafel wird aber auf keinen Fall Probleme mit dem Ergebnis bekommen, egal, wie hoch das Ergebnis in einem eventuellen Elfmeterschießen geschraubt werden wird.

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Relegations-Derby-Konstellations-Übersicht

Gerade schrob ich bei Twitter, dass eine Relegation zwischen

Nürnberg und Fürth

sehr interessant sein könnte. Da antworteten gleich vier Menschen, dass es in dieser Saison noch weitere interessante Paarungen mit besonderer regionaler Verwandtschaft geben könnte, ich hoffe, diese vier fühlen sich nicht bestohlen, wenn ich ihre Anregung jetzt hier ins Blog packe.

Möglich wären also gleich vier verschiedene Derbys in der Relegation, wobei es ja am Ende (des Tages) nur eine gibt.

Nürnberg – Fürth
Düsseldorf – Köln
HSV – St. Pauli
Mainz – Frankfurt

Bitte kreuzen Sie an.

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Fingerzeige

Irgendwann muss es passiert sein. Der genaue Zeitpunkt liegt zwar im Dunkeln. Doch irgendwann hat der Fußballgott seinen Platz aus dem Fußballhimmel erst ins Stadion, dann in die Nähe der oder gar direkt auf eine der beiden Trainerbänke verlegt.

Anders ist es nicht zu erklären, dass Torschützen direkt nach ihrem Torerfolg früher die Hände zum Himmel reckten und auf und ab sprangen. Während sie heute mit dem nackten Zeigefinger irgendwohin ins Stadion zeigen und oft extrem agitiert dorthin laufen, wohin sie mit ihrem meist wie ein Wackeldackel wackelnden Zeigefinger zeigen.

Überhaupt ist die geballte Faust eine im Absterben begriffene Geste nach Torerfolg, während der einzelne Zeigefinger — den mannschaftlichen Aspekt an der Entstehung des Torerfolgs wenn nicht verneinend, so doch von ihm ablenkend — beinahe alle anderen Jubelkulturen verdrängt hat.

Nicht mal mehr fünf Freunde müssen es zum Jubeln also sein, es reicht ein Symbol mit der Betonung auf dem Singulären, wie es ja tatsächlich für ein Tor immer nur einen einzelnen Torschützen geben kann, niemals zwei, dieser aber wiederum ohne die anderen zehn nur dann eine Chance hätte, ein Tor zu erzielen, wenn er aus dem Fußballolymp stammte, in dem Maradona oder Messi wohnen, ansonsten aber wäre ein Torerfolg ohne Mitspieler undenkbar.

Und selbst bei Mitwirken der anderen zehn, weiß sogar noch der selbst zentrierteste Besitzer des wackelnden Zeigefingers, konnte es doch nur deshalb wieder damit klappen, den Ball am zu spät kommenden Torhüter vorbeizuschieben, weil es der Fußballgott so wollte. Der aber, ahnen wir jetzt, sitzt inzwischen irgendwo auf Höhe des Spielfeldes und schaut nicht mehr von oben zu.

Wahrscheinlich ist ihm das Spiel aus größerer Entfernung gesehen einfach zu schnell geworden, um es noch genießen zu können. Er musste näher ran. Wo er genau sitzt, das zeigt uns Nichtsahnenden die Richtung des Zeigefingers an, in die der Jubelnde ihn wackeln lässt. So muss es sein, denn dass der Zeigefinger einfach ohne tieferen Sinn ins Nichts zeigte, das würde der Fußballgott sicher nicht zulassen.

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Jägermeisters Söhne

Die Marketeers der jeweiligen Sponsoren klatschen vor Begeisterung in die Hände, wenn wir hier freiwillig und kostenlos Werbung machen, aber nun gut, so ist das im Fußball: Seit es Trikotwerbung auf den Brüsten von Fußballern gibt, zählt sie irgendwie(TM) zum Fußball und zur Liebhaberei dessen dazu.

Allerdings ändern sich die Hauptsponsoren immer mal wieder — und nicht alle haben das Glück, dass sie im Gedächtnis hängen bleiben. Andere werden aus unerfindlichen Gründen, oft ist es nichts als Zufall, zum „Kult“ erhoben, wahlweise aus dem Trikot mit dem jeweiligen Sponsor ein Kulttrikot gemacht. Da im Fußball anders als in vielen anderen Sportarten bei Länderspielen immer noch keine Sponsoren genutzt werden dürfen, bleiben in dem Fall allein die Vereinstrikots.

Das berühmteste ist sicher das Jägermeister-Trikot von Eintracht Braunschweig, doch es gibt noch viele weitere Klassiker.

Wer denkt bei dem Thema nicht sofort an den HSV und sein … Trikot?

Oder der BVB, natürlich ploppt in der Erinnerung zuerst das … Trikot auf.

Ein Werder-Bremen-Trikot, nur echt und erwünscht mit … vorne drauf.

Die Namen der klassischsten der Sponsoren sind natürlich bewusst frei gelassen, weil es möglicherweise eine Frage der Generation oder vielleicht anderer Begebenheiten in der persönlichen Biografie ist, welchen Sponsoren auf dem Trikot man am allermeisten mit einem Verein verbindet.

Da ich selbst mit meinen Antworten niemanden beeinflussen will, hier also die Liste der Clubs, die meiner Ansicht nach überhaupt in Frage kommen, da es sie lange genug in der Bundesliga gab oder gibt. Bevor man also in den Kommentaren die Antworten der anderen liest, am besten die Liste kurz rauskopieren und in einem anderen Fenster ausfüllen, bevor man seine eigene Antwort einträgt und die der anderen liest. Fehlende Vereine kann man gerne selbst ergänzen.

Hamburger SV
Borussia Dortmund
Werder Bremen
1. FC Kaiserslautern
Eintracht Frankfurt
FC Schalke 04
FC Bayern München
VfL Bochum
Bayer Leverkusen (haha)
Borussia Mönchengladbach
VfB Stuttgart
SC Freiburg
Mainz 05
Hannover 96
VfL Wolfsburg (hahaha)
Hertha BSC
1. FC Nürnberg
Fortuna Düsseldorf
1. FC Köln
1860 München
MSV Duisburg
Karlsruher SC
Arminia Bielefeld
FC St. Pauli

Meine Antworten dann verborgen hinter dieser kleinen Schaltfläche. Das sind also nicht die schönsten, besten, kultigsten Sponsoren, sondern jene, welche am stärksten mit dem Verein assoziiert sind.

Aber erst selbst beantworten. Stark sein, nicht klicken, erst selber grübeln.

“Haften_gebliebene_Trikotsponsoren“

Hamburger SV BP
Borussia Dortmund Continentale
Werder Bremen Olympia
1. FC Kaiserslautern Portas
Eintracht Frankfurt Tetra Pak
FC Schalke 04 Kärcher
FC Bayern München Opel
VfL Bochum Faber
Bayer Leverkusen Bayer
Borussia Mönchengladbach Diebels
VfB Stuttgart debitel
SC Freiburg Zehnder
Mainz 05 DBV Winterthur
Hannover 96 TUI
VfL Wolfsburg VW
Hertha BSC Continentale
1. FC Nürnberg ARO
Fortuna Düsseldorf ARAG
1. FC Köln Ford
1860 München Liqui Moly
MSV Duisburg Thyssengas
Karlsruher SC Ehrmann
Arminia Bielefeld Herforder
FC St. Pauli Böklunder

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Dieses einzigartige Tor …

Es ist ein Segen, das jetzt auch noch die letzte VHS-Kassette mit „allen Toren der Saison 1990/1991″ digitalisiert wird und umsonst im Netz zu sehen ist. Es ist ein Fluch, dass jederzeit rund um die Uhr Fußball gespielt wird und überall Tore fallen, bei denen stets eine Kamera läuft.

Du dachtest, das Tor Deiner Mannschaft sei einzigartig? Noch nie habe jemand einen Eckball mit der Hacke in den gegenügerliegenden Winkel gelenkt? Irrtum, das ist gerade erst vergangenen Freitag passiert — und zwar in der phillipinischen Liga. Der zweiten wohlgemerkt, was aber keinen Unterschied macht: Genau das gleiche Tor wie von Deinem Lieblingsstürmer.

Du meinst, zumindest auf Deinem Kontinent ist so ein Tor noch nie gefallen? Irrtum, Brighton & Hove Albion gegen Swindon Town, 85-86, haargenau das gleiche Tor, und das sogar ohne davon zu ahnen, dass so etwas jederzeit woanders auf der Welt fällt.

Ein einzigartiger Weitschuss von der linken Fahne an der Mittellinie aus? Alter Tobak, allein in Südamerika waren es am vergangen Wochenende drei davon, ganz zu schweigen von den vielen genau gleich erzielten Tore in den Jahrzehnten zuvor.

Nicht mal die Halbwertszeit der Aufmerksamkeit für diese Tore unterscheidet sich noch. Einmal das Tor aus 51 Metern in der schwedischen 4. Liga kurz durchs Dorf gejagt, schon wartet das formidable Eigentor dieses dummen Dänen, der mit dem Gemächt ins eigene Tor trifft, es damit aber auch nicht anders macht als Heerscharen an Eigentorschützen vor ihm, alle irgendwo an irgendeiner Ecke noch als Video zu finden. Und da kommt auch schon dieser Fallrückzieher vom Sechzehner, Bolivien, gestern Abend, genau wie jener Kanadier, der …

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Nix Neues aus Notistan

Überhaupt – die Notengebung. Nach dem Spiel werde ich auf dem Weg in den Arena-Keller zufällig Ohrenzeuge, wie diese Noten telefonisch in eine Redaktion übermittelt werden: „Hier, der … ähhh … Dings hier … der Höger! Ja, der war ganz OK, dem kannste eine drei geben. Fehlt noch wer? Ja, oh stimmt! Jurado. Der war ja auch dabei. Hmm… keine Ahnung. Macht mal irgendwas zwischen drei und vier. Ach nee, macht doch besser mal eine vier. Der hat ziemlich viel gefoult, glaube ich.“

Eine Beobachtung vom Schalkefan während seines Jobs als Twitterreporter für Zeit online.

So, und auch wenn’s schwer fällt, ab jetzt bitte verinnerlichen: Die Noten, die in den Zeitungen stimmen, sind einfach falsch.

Weil nicht nur subjektiv, sondern noch dazu von Leuten ausgedacht, die während der 90 Minuten noch zig andere Dinge zu erledigen hatten.

Und dann bitte nie wieder darüber jammern, dass irgendjemand unzutreffende Noten verteilt hat:

Macht Eure eigenen Noten, die in der Zeitung sind genauso nur zusammengewürfelt.

Nein, in der Zeitung, die Du liest, ist das nicht anders.

Lesen Sie dazu auch:
Beim Durchschnitt geschnitten
Der Notenskandal, der nie einer war

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dapd fordert auf famosem Weg Geld von Jens Weinreich

Update: Offenbar hat sich die Sache erledigt.

Neues von der *****front, diesmal bei Jens Weinreich, von dem die dapd für die Verwendung eines Zitats der dapd in einem seiner Beiträge 300 Euro plus Zinsen fordert. Und zwar tut sie dies wie in solchen Fällen so unschön üblich nicht per einfacher Rechnung, sondern direkt per Schreiben vom Anwalt, wozu dann natürlich weitere Kosten gehören. Plus Zinsen, da das Zitat in Weinreichs Blog von 2008 stammt.

2008 ist vier Jahre her — womit klar sein dürfte, aus welcher Richtung hier der Wind weht.

Diese Serienbriefe — auch andere im Netz Publizierende erhalten regelmäßig derartige Post — sind nichts anderes als der Versuch, Geld aus Bloggern herauszupressen, vornehmlich aus jenen, welche bei Post vom Anwalt in Kombination mit der (um etwa 450 Euro) noch bezahlbar erscheinenden Summe sofort einknicken. Wie Jürgen Kalwa es einst formulierte ist das nichts als moderne Wegelagerei.

Wie gut, dass Jens Weinreich und die Vokabel „einknicken“ zwei entgegengesetzte Pole sind. Retweets und eigene Beiträge zum Thema stellen trotzdem zwei von vielen denkbaren Mitteln dar, sich hier zu positionieren.

Zu Jens Weinreichs Beitrag.

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