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Kategorie: Zettel-Ewalds Sammelsurium

Alles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde

(Geschmacklich) Verbotene Stimulanzien

Und wenn wir gerade schon ein wenig zotig sind: Wie würde man eine Band nennen, bei der man ganz plakativ das, was man mit seinen Zuhörern machen will, als Bandnamen wählt?

The Schockers?
The Razors?
The Sendtohells?
The Cutmythroatandburymedeeps?
The Ultimatenightmareillusions?

Falsch. Das würde man vielleicht tun, wenn man jenseits der Weißwurst spielen würde. Nicht aber, wenn man die Haus- und Hof-Band des glorreichen TSV 1860 München werden will. Dann nennt man sich natürlich:

The Stimulators. (Blitze und Schrifttyp, der stimuliert, bitte dazu vorstellen.)

Und wem der Name alleine noch nicht stimulierend genug ist, der schaue sich die total rockenden und mitreißenden, fast schon unmenschlich sexuell anmutenden Stimulators an. Aber Vorsicht, erst festschnallen!

Man will ja nicht unken, aber man hat so seine Zweifel, ob man mit dieser Form von Stimulanz wirklich in die 1. Liga aufsteigen wird.

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Ungarn — El Salvador 10:1

Ohne jeglichen gegebenen Anlass schauen wir heute auf ein besonderes Spiel der Fußballgeschichte. Bis heute ist es der Rekordsieg bei einer WM, Ungarns 10:1 gegen die bedauernswerten Kicker aus El Salvador. Bedauernswert aber auch die Ungarn, die sich trotz dieses Kantersieges in der Vorrunde der WM 1982 nicht für die zweite Runde qualifizieren konnten.


Wie immer bei Fußballdaten die Daten zum Spiel.

Mit anderen Worten: Wäre Borussia Dortmund eine Nation, man hätte sich wenigstens weltweit blamiert und nicht nur innerhalb der Bundesliga.

Der Torjubel des el-salvadorianischen Spielers ob seines Treffers zum 1:5 ist allerdings herrlich.

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Jemandem ein X für ein ¤ vormachen

Zeter! Mordio! Sitten! Gemälde!

x (für x gleich beliebige Zahl) Millionen x (für x gleich beliebige Währungseinheit) für Spieler x (für x gleich x-beliebiger Spieler) sind zu viel!, tönt es vielstimmig ins Ohr, wenn man nur mit halbem zuhört. Da kann man nicht widersprechen.

Jetzt nicht und zu keiner anderen Zeit.

Es sei denn, der Markt gibt es her.

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Rant auf „die Jugend“

Ehrlich gesagt muss man mal wirklich und vernehmlich auf die Jugend scheißen. Genauso wie auf irgendwelche Neueinkäufe, millionenschwer. Man muss eigentlich auf alles scheißen, was da Neues kommen könnte.

So lange jedenfalls, wie man eine Mannschaft beisammen hat, die gut ist.

So lange braucht man keine gute Jugendarbeit, man braucht auch keine Talente um ihrer selbst oder um des die Talente hoch nach oben bringens willen.

Man lässt einfach die Mannschaft weiterspielen, die vorher schon spielte. Der altbekannte Erfolgreis.

Klar, man braucht einen guten zweiten Torwart, der dem ersten Feuer gibt, auf dass dieser nicht einschläft. Allselbiges muss auch für die Nr. 4 oder die Nr. 6 oder die Nr. 11 gelten. Allein: So lange die Mannschaft funktioniert, kann man sich sein schönes Jugendinternat (und all die üblen Schicksale, die darin verwelken) in den Arsch stecken.

Die ständigen Fragen, wie viele Spieler denn den Sprung aus „der eigenen Jugend“ in den Profikader geschafft hätten, gerade in den letzten Jahren, in denen der aktuelle Trainer regierend war, sind doch total fürn hohlen Zahn, so lange das Team funktioniert. Wer braucht einen 20- oder 18-jährigen Marko Marin, ein halb dahingeschawuppertes Talent, wenn er an dessen Stelle einen voll in seinem Saft stehenden 27-jährigen hat, der weiß, was er tut und warum er das tut?

Wer braucht ständigen ROI, nur weil das Jugendinternat ja nun mal im Unterhalt so teuer sei, wenn er währenddessen mit seiner aktuellen Mannschaft den besten, erfolgreichsten und attraktivsten Fußball der jüngeren Vereinsgeschichte spielt?

Die Antwort ist klar: niemand.

Niemand braucht neue Spieler, neue Impulse, neue Irgendwas aus der eigenen Jugend, so lange die eigene Mannschaft funktioniert.

Der Zeitraum, wie lange so etwas funktionieren kann, mag in den letzten Jahrzehnten arg geschrumpft sein. Nur weil andere Teams aber ständig ver- und kaufen und noch einen besseren Jugendtrainer verpflichten, das neue Supertalent (13) aus Afrika einkaufen und so weiter, muss man das noch lange nicht selbst kopieren. Man muss einen ordentlichen, gestandenen Profi, einen, der begriffen hat, dass seine Karriere endlich ist (so wie alles auf diesem Planeten, Universum, Galaxie, ad lib), nicht mehr zwangsläufig dazu antreiben, dass er seine beste Leistung bringt, wenn er die Aussicht hat, nur noch x (und x wird immer kleiner, bei jedem Menschen) Jahre spielen zu können und deshalb nur bei eigener bester Leistung und der der Kollegen einen Titel zu gewinnen. Und deshalb von sich aus die beste Leistung bringt.

Und wenn einer dann fragt: Warum gibt es denn keine neuen, immer noch nicht neue Impulse setzende, neue Knete in die Kasse bringenden, herrlich herangezogenen, fußballerisch und charakterlich bestens ausgebildeten Eigengewächse in der Stammelf, dann kann man einfach antworten:

Wozu?

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Die Ritter von der scharfen Lanze

Aus der nicht existenten Rubrik: Orte, an denen man keine Weltmeister erwartet:

(Der Ascheplatz leicht nordwestlich vom A.)

Und was war eigentlich mit den Herzbeschwerden, wegen derer Jürgen Kohler sein Amt in Aalen aufgab? Waren es doch eher Hirnbeschwerden bei den ganzen Zetteln und Dingens und so, die man ausfüllen muss, wenn man Spieler kauft oder verkauft? Nur dreieinhalb Monate beim MSV Duisburg lassen nicht unbedingt beste Eignung für die damalige Tätigkeit erahnen.

Aber wenigstens hat er einen Club mit CMS gefunden: SV Alemannia Adendorf.

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Was zu beweisen wäre

Man stelle sich die üblichen Auflistungen vor, was man alles für 93-94 Millionen Euro (immerhin 181,89219 – 183,84802 Millionen D-Mark (diese Umrechnung muss immer mal wieder sein, man verliert ja nach einer Währungsreform so ein wenig das Gefühl für die eigentlichen Summen)) kaufen könne: diverse Kampfflugzeuge oder Supertanker, ungefähr ähnlich viele Millionen Tüten Gummibären wie Millionen Millionen es sind, die berühmten x Kilometer Autobahn, vielleicht den Kosovo, vielleicht sogar El Salvador oder eine Papstwahl und so weiter — und frage sich dann, wie viele Punkte man Cristiano Ronaldo auf der nach oben offenen q.e.d.-Skala verpassen sollte oder dereinst wird, wenn er sich dergestalt äußert, dass er dieses Geld auf jeden Fall wert sei.

Was er in Zukunft beweisen wolle.

Wir sind gespannt. (Und tatsächlich ein wenig gespannter als in einer Mathe-Vorlesung. Allerdings ungläubiger.)

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Der König ist tot

Ein Mensch, der Fußball spielt, weil es seine Leidenschaft ist, und es damit bis in ein Finale einer Weltmeisterschaft bringt. Ein Mensch, der Fußball spielt, weil es seine Leidenschaft ist, und der, so die Legende, das auch im Urlaub nicht lassen kann. Ein Mensch, der dem deutschen Fußball, dem wir anhängen, immer einen gewissen spielerischen Glanz verlieh, der gerne mal eine schmockte, der gerne Playstation spielte und der sich sonst aus allem raushielt: ein Anti-Star im Star-Business Fußball.

Liebenswert war er, sympathisch, und das nicht nur als Floskel, denn wahrscheinlich war wenig von dem, was uns über die Medien erreichte, inszeniert, sieht man von der Hobbyfußball-Klamotte mit den englischen Urlaubern ab. Ein Fußballer, kein Star.

Wann hat man sowas zuletzt gesehen? Natürlich, bei seiner Einwechslung in Düsseldorf hat man das zuletzt gesehen, aber woanders und an welchen anderen Orten sieht man so etwas noch? Ein Fußballer, der Fußball spielt, weil er das Spiel liebt, während viele andere den Zweikampf, die Parade oder die Grätsche lieben. Er liebte das Spiel und wir liebten ihn, obwohl es so sehr schwer fällt, jemanden zu lieben, der außer dem Spielen keinen Anlass dazu bietet. Außer dem Spielen keinen Anlass, und das ist, was es so einfach machte, den Mann mit der Non-Frisur und ohne Titel zu lieben.

Von nun an müssen wir quasi passiv lieben, er spielt nicht mehr, nicht mehr dort jedenfalls, wo ihn die Kameras einfangen und in unsere Sportschau oder zu 101greatgoals.com transportieren. Er spielt nur noch im Privaten, ab jetzt.

Die Lücke ist so wenig spürbar, weil er so wenig Star war, aber sie wird spürbarer werden, wenn die nächste Saison beginnt und die Tore Erzielenden wieder wie von der Tarantel gestochen auf die nächste Kamera zustürmen werden.

Wir lieben Fußball, und ich kenne niemanden, der Bernd Schneider nicht mag. Ein großer Spieler, im Wortsinne, geht von uns. Ein ins Reich der Privatheit. „Schade“ wäre zu wenig, es ist ein Trauerspiel und wir sind ganz verzweifelt, ob es so etwas, ob es so jemanden jemals wieder geben wird.

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Irrtümer der Weltgeschichte oder Dr. Bizarro läuft an

Es mutet immer wieder aufs Neue äußerst bizarr an, wie Laien, wenn sie denn mal bei einem Volks- oder Gartenfest genötigt sind, einen Elfmeter zu schießen oder überhaupt nur einen ruhenden Ball aufs Tor zu schießen, in völliger Unkenntnis des tatsächlich gebotenen Bewegungsablaufs bei dieser Handlung so schnell wie möglich anlaufen, um dann bei der Ausübung der eigentlichen Schusshandlung dieses schnelle Anlaufen abzubrechen, weil sie nicht wissen, wie sie die Durchführung des Schusses an den schnellen Anlauf anfügen sollen.

Aber bizarre Schauspiele sind ja ohnehin interessanter als reibungslose Abläufe.

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Leicht bekleidete Einbrecher

Die „Einbrecher“, die letztens die ägyptischen Nationalspieler nach ihrem gefeierten Sieg über Italien bestohlen hatten, waren in Wirklichkeit von den Ägyptern selbst eingeladene Gewerbliche, mit denen sie ihrer Freude über ihren Sieg gegen den Weltmeister beim Confed-Cup Ausdruck verleihen wollten. Die so Eingeladenen freuten sich ebenfalls sehr, nicht über den Sieg, sondern über die Einladung. In diesem Falle über die Einladung zur Selbstbedienung, und nahmen sich gewisser Bargeldbestände liebevoll an.

Einen „unglücklichen Einzelfall“ nannte der stellvertretende Sicherheitsminister Südafrikas im Anschluss dieses Geschehen. Das wollen wir doch nicht hoffen: Nur eine Frau und eine ganze Fußballmannschaft?

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Fahndung, Ermittlung, Vorbeugung *

Gudn Abend, meine Damen und Herren.

Heute beschäftigen wir uns mit einem ganz besonderen Fall der Nepperei, in der unschuldige und vor allem nichts ahnende Menschen hinters Licht geführt werden. Es geht um schlimme Marketingmaßnahmen, die den Betroffenen zwar angezeigt, in ihrer Deutlichkeit aber nicht klar gemacht werden.

Doch zunächst zum Hintergrund der Tat, die wir mit Ihrer Mithilfe aufklären zu hoffen:

Das dreiste Phänomen ist von Tagesspiegel, SPON, 11Freunde und der ZEIT, auch von der Süddeutschen und wahrscheinlich noch vielen weiteren, bei denen man es nur deshalb nicht mitbekommt, weil man nach der Lektüre von Tagesspiegel, SPON, 11Freunde und der ZEIT sowie der Süddeutschen nicht auch noch die Zeitung der holsteinischen Schweiz oder der Brandenburger Förde, des Sender Freies Saarland oder der Schülerzeitung vom Mädchengymnasium in Hof lesen kann, selbst wenn man es wollte, durchaus bereits bekannt. Ein Tag hat schließlich für rechtschaffene Bürger nur vierundzwanzig Stunden: gefährlicher doppelter Content.

Da wird ein Beitrag ein einziges Mal geschrieben und dann an zig Quellen verkauft, wovon nicht immer der Autor profitiert, sondern manchmal auch die Zeitungen, manchmal sogar der Leser, der jetzt zufällig heute keine Lust auf SPON hat, sich aber trotzdem noch den möglicherweise lesenswerten Beitrag an anderer Stelle zu Gemüte führen kann. Dies sind die harmloseren Fälle unter den Vermarktern, die nach der Devise „Viel‘ Quellen sind viel Ehr‘“ verfahren. Es gibt aber auch die schwerwiegenderen, die nicht davor Halt machen, einzelne Emails mit mehreren Empfängeradressen zu versehen und dann auf ihr Glück zu hoffen.

Für den gemeinen Internetkonsumenten ist dieser doppelte Content nur eine kleine Gefahr, er könnte ein paar Sekunden seiner wertvollen Zeit verlieren, wenn er an einen Text gerät, den er an anderer Stelle schon gelesen hat. Für den Betreiber der Seiten hingegen kann diese Sache schon etwas ungemütlicher enden. Manchmal wird ein und derselbe Text auch unter unterschiedlichen Überschriften dargeboten und so ist demjenigen, der ihn veröffentlicht, meist nicht klar, dass es einen identischen Text schon an anderer Stelle gibt.

Originärer Content ist jedenfalls gemeinhin das, wieso man die neue Erfindung von eigentlich harmlosen Internettagebüchern — im Fachjargon auch „das Blog“ genannt — aufsucht. Dort ist man normalerweise vor doppeltem oder getrippeltem Content sicher, kann sich darauf verlassen, dass man den Inhalt nicht schon so oder in anderer Form von dpa oder sid gelesen hat, und weiß sich eines originären Leseerlebnisses sicher.

Nun, eine so offene Herangehensweise ruft natürlich auch Nepper und Schlepper auf den Plan und so müssen wir uns heute fragen, was da bei Jogis Jungs passiert ist, was genauso beim Footage-Magazin passiert ist. Die Fahnder sind sich noch nicht sicher, ob der selbe Täter nicht auch für weitere dieser Anfragen verantwortlich sein könnte, von denen er eine beim effzeh. untergebracht haben könnte.

Mit Ihrer Hilfe können wir diesen Fall vielleicht aufklären und etwas Licht ins Dunkle dieser seltsamen Pseudonyme bringen, die in den letzten Tagen nicht nur den drei genannten Blogs eine Email mit Bitte um Veröffentlichung, immer mit der Verlinkung zu einem Wettanbieter verbunden, gesendet haben, sondern auch vielen anderen arglosen Teilnehmern des normalen, unduplizierten Lebens in einer Content-Gesellschaft ohne sich zu gleichen.

Unsere Telefone sind rund um die Uhr besetzt, die üblichen Telefonnummern entnehmen Sie unten stehender Einblendung.

* Dieser Beitrag ist nicht als Anprangerung der beteiligten Blogs zu verstehen, denen nicht klar sein konnte, dass diese Masche System hat. Und deshalb weisen wir noch mal auf eine Sendung hin, deren Verschwinden zu solchen Szenen im Blogosquarium führt, wie hier beschrieben.



(Nicht zu vergessen die gefährlichen fanatisierten Atombomben-Autobahnfeinde… ab Sek 45. Sowie die Grünen, denen man als „fortschrittsgeplagter Mensch ja durchaus Sympathien entgegen bringen kann“, aus der sich aber eine neue Szene der Gewalt und der Intoleranz bildet. Aber das ist ein anderes Thema.)

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Homophonie kann eine Plage sein

Keine Witze mit Namen. Seine Kindheit wird schwer genug gewesen sein. Der arme Shane aus Neuseeland. Ganz so schlimm war es dann aber wohl doch nicht, denn sonst hätte er es nicht bis zum, naja, sagen wir Leistungssport gebracht.

Hoffnung gibt es auch für andere Kinder wieder, die glaubten, ihre Fußballkarriere würden an ihren mangelnden Fähigkeiten scheitern. Vielleicht hat Ur-Oma ja mal mit einem Neuseeländer geschäkert. Schnell aus- bzw. einbürgern lassen, und schon kann man das eine oder andere Länderspiel abstauben. Auf die Fähigkeiten kommt es da nicht ganz so an. Hauptsache, man kennt die Regeln und ist ein bisschen fit. Das reicht dann meist.

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