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Kategorie: Zettel-Ewalds Sammelsurium

Alles, was Zettel-Ewald sonst noch notieren würde

Hopp im Sportstudio

Geliebtwerdenwollen vs Neureichencharme

oder

Populismus meets Boulevard

Bevor es heute durch die Blogs blättert, hier schon das Video von Hopps Auftritt beim Torwandschießen (von nun an heiß diskutierte Szene ab 3:10):

Welche Seite aber welche ist, bleibt dem Leser überlassen.

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Wie man Kunden verliert

Kunde, etwas Anderes bin ich ja nicht in den Augen jener, die ihr „Premiumprodukt“ verkaufen wollen.

Einen Kunden hat die Bundesliga auf jeden Fall schon mal für ihr Samstagsabendsspiel und für ihr frühes Sonntagnachmittagsspiel verloren.

Tut mir leid, zu diesen Terminen habe ich keine Zeit. Entweder spiele ich selbst oder ich bereite mich darauf vor, mein tatsächlich, obwohl Fußballinteressierter, noch vorhandenes soziales Leben zu genießen.

Um es mit irgendeinem x-beliebigen Lauterer zu sagen:

„Wenn man mich nicht dabei haben will, soll man es mir einfach sagen.“

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Höllisch nervende Hoffenheim-Hochjubelei

War da was?

Nicht gestern. Sondern in einem Jahr gestern vor einem Jahr.

Da hat ein Aufsteiger ein paar Spiele geglänzt und irgendwie ein paar Mal das Glück gehabt, einen Rückstand zu drehen. Es sei noch mal daran erinnert, dass schon mehr als nur einem forschen Aufsteiger zuvor der Atem in Form eines glücklichen Laufs ausgegangen ist, bevor die Saison zu Ende war. Und es ist dabei inzwischen irrelevant, ob die Millionen nun per Robin-Hood-Manier „gerecht“ zusammengeklaubt wurden oder öllegal. Es geht in keinster Weise um das Entstehen dieser Mannschaft. Und gerade deshalb: Können bitte all jene Schreiber, Radio- und TV-Menschen ihre ausladenden verbalen Erektionen wieder einpacken, mit denen sie jeglichen Torschuss, jegliche Kombination und jeden Sieg der Hoffenheimer feiern, als wäre der Leib Rangnicki auf uns niedergekommen?

Natürlich kann das gut und gerne auch auf Platz 3 enden, es kann aber immer noch genauso gerne auf Platz 13 enden, womit es dann auch nicht mehr als ein Anekdötchen zu Saisonbeginn bliebe. Offensichtlich hatte die TSG Hoffenheim größere Probleme, das Spiel gegen den VfL Bochum zu gewinnen. Die Gesetze des Zufalls wollen es so, dass es demnächst wieder Niederlagen geben wird.

Und vor allem: Nicht jedes per Hackentrick erzielte Tor ist gleich eine Offenbarung, die Rettung vor den immerbösen Bayern, nicht jeder Professor ist langfristig erfolgreich. Gerade an dieser Stelle heißt man etwas weniger Fußball-internen-Muff, stattdessen etwas mehr Arbeiten mit „modernen“ Methoden besonders gut. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass alles, was des Professoren Studenten tun, in den Himmel geschrieben und jegliche Maßlosigkeit bei der Bewertung und Einordnung zugunsten der Superlative aufgegeben werden sollte. Ran-Verhältnisse.

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Das Jarolim’sche Paradoxon

1:0 Trochowski (17., Elfmeter, Jarolim)

Man muss die Szene nicht mal gesehen haben, um den unüberwindbaren Wunsch zu verspüren, sich abzuwenden.

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Janus: Stand wohl nicht im Businessplan

Wenn man „janus“ sagt, gibt es keine Zweifel, welche Fortuna gemeint ist. Und über genau jene Fortuna, bei der alles wie immer ist, hat janus seinen mittlerweile 120. Bericht verfasst, der alles Bloggige an Länge um Längen und an Qualität sowieso schlägt. Heute geht es in einem kleinen Ausflug auch um ein Nicht-Fortuna-spezifisches Ereignis, aber auch der Rest ist alles wie immer eine Gemützuführung wert:

„Erwähnenswert auch noch eine Plakataktion gegen Dietmar Hopp, der in der Woche zuvor ein wenig gejammert hatte, dass es in einem Fußballstadion nicht nett genug zugehen würde, was den willfährigen DFB dazu veranlasste, einen Punktabzug für Mannschaften in Aussicht zu stellen, deren Fans sich nicht stilvoller Diplomatie verschrieben haben. Um das klar zu stellen, ich persönlich habe nichts gegen Hopp, die TSG Hoffenheim ist mir vollständig egal und ja, auch ich denke, dass dieser Dortmunder Honk, der ein Plakat mit dem Konterfei von Hopp in einem Fadenkreuz hoch hielt, nebst Unterschrift „Hasta la vista, Hopp!“, was zumindest von jedem Jugendlichen sofort als Zitat aus dem „Terminator“ erkannt werden dürfte (nebst der Aktion, die in den Filmen dann meist folgt, wenn der Gouverneur von Kalifornien diesen Satz spricht), also dass man diesem Typ, der angeblich 19 Jahre alt sein soll, mal ein bisschen Ärger ans Bein hängt, damit er versteht, wo nach allgemeinen Maßstäben die Grenzen des guten Geschmacks, der freien Meinungsäußerung und einer gewissen Wahrung der Menschenwürde liegen. Aber dass man diese eine Entgleisung zum Anlass nimmt, ernsthaft darüber nachzudenken, Vereinen dafür Punkte im Rahmen einer Fußballmeisterschaft abzuziehen, das ist schon stark. Relativ kurzfristig wurde daher deutschlandweit von den aktiven Fans eine Plakataktion organisiert, was übrigens zur Folge hatte, dass einige der Plakate in Hamburg und Bremen vor dem Spiel kurzerhand verboten wurden. Auch unsere Ultras hatten da mal etwas vorbereitet, das einzige Plakat, das ich von meinem Platz aus lesen konnte, fand ich gut: „Dass dich keiner leider kann, stand wohl nicht im Businessplan!“ Mir sind sowohl der Typ als auch sein Verein völlig egal, natürlich ist auch sehr viel Neid in der Diskussion, aber wenn sein Spezl Zwanziger jetzt schon Vereinen Punkte abziehen will, weil deren Fans nicht nett genug reagieren, dann geht es zu weit. Solch intelligente Häme ist in meinen Augen dagegen genau das Richtige.“

Janus. Von nun an hier in der Bar an der Ecke direkt anklickbar.

Wo er die seherischen Fähigkeiten herhat, einen so trefflichen Bericht mit allen korrekten Torschützen, Zuschauerzahlen und Zugausfällen schon 2003 verfassen zu können, wird er uns noch verraten. Ebenso die Ergebnisse des kommenden Spieltags, worauf wir nach einem kleinen Abstecher zu Oddset nie wieder werden arbeiten müssen.

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Frankfurt ≠ Frankfurt

Ticker-Schreiber dieser Welt, reißt Euch zusammen!

Dabei geht es hier nicht mal um den erst seit 1990 (wieder) relevanten Konflikt bezüglich a. M. und (Oder). Es ist tatsächlich die selbe Stadt, allerdings sind es zwei verschiedene Vereine. Niemand kürzt doch Bayern und 1860 mit „München“ und „München“ ab, selbst wenn die beiden Clubs in unterschiedlichen Ligen spielen. Die Nähe der sportbezogenen mentalen Repräsentationen der in München existierenden Clubs ist immer noch so ausgeprägt, dass die Verwechslungsgefahr zu groß wäre. Vielleicht ist München nicht das beste Beispiel, weil man Bayern München ohnehin immer mit „Bayern“ abkürzt. Ein Schicksal, was weder Bremen noch Frankfurt noch Rostock teilen, obwohl ihre Vereinsnamen ähnlich eindeutig sind. (Bayern Hof, Werder Hannover — das kennt wirklich nur die Avantgarde unter den Zahlen- und Namenfetischisten und Eintracht Braunschweig ist auch nur noch den Älteren ein Begriff. Ältere sind bekanntlich die, die sowieso kein Internet haben, deshalb muss man sie beim Schreiben von Tickern auch nicht berücksichtigen.)

Um es klarer zu machen: Niemand kürzt den FC St. Pauli mit „Hamburg“ ab, niemand kürzt die Stuttgarter Kickers allein mit „Stuttgart“ ab und niemand kürzt Fortuna Köln mit „Köln“ ab.

Welche gedankenlosen angehenden Akademiker kommen dann also auf die Idee, den FSV Frankfurt mit „Frankfurt“ abzukürzen? Dieser Name ist nun mal bereits fest verknüpft mit dem langjährigen Bundesligisten „Eintracht“.

Jedes Mal, wenn ich den Zweitligaticker aufrufe, wähne ich Eintracht Frankfurt für einige Sekunden bereits wieder abgestiegen und frage mich entsetzt, wo ich die letzten 9 Monate gewesen bin, ob Gladbach auch schon wieder unten ist und wer von meinem Tellerchen gegessen hat. Es dauert diesen einen, langen Moment, bis mir wieder einfällt: Achja, FSV Frankfurt.

Ich fordere hiermit alle Ticker-Betreiber ultimativ dazu auf, die alleinige Abkürzung „Frankfurt“ für den FSV Frankfurt abzuschaffen und auch auf den ersten Blick eindeutig kenntlich zu machen, dass nur der kleine Bruder gemeint ist.

Bei Nichtbefolgen drohen Ausrufezeichen in unbekannter Zahl oder Fettdruck.

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Einmal Hauptsponsor sein

Was ist nicht alles schon aus Liquiditätsmangel an Fans verkauft worden: Ein Steinchen mit Namen drauf beim Stadionneubau war da noch das Einfallsloseste. Weiter ging’s mit einem Sitzplatz auf der Reservebank, mit einem Platz im Kader, mit dem Trainerposten für ein Spiel, mit einem Einsatz in einem Freundschaftsspiel ad lib. Was noch gefehlt hat:

Einmal Hauptsponsor sein.

Das ist nun nicht gerade der Wunsch der allermeisten Fußballfans, auch wenn mit dem damit einhergehenden Einfluss auf den Lieblingsverein der eine oder andere sicher gerne mal ein bisschen experimentieren würde. Ein Verein versucht dennoch sein Glück mit diesem Angebot. Hauptsponsor werden kann man jetzt, Einfluss wird man wohl keinen bekommen, bei der allzeit klammen SG Wattenscheid 09, die es in die Niederungen der Fünftklassigkeit verschlagen hat:

[photopress:sg_wattenscheid_09_hauptsponsor_werden.jpg,full,centered]

Für supermarkteske 19,90 Euro an das Gründungsjahr angelehnte 19,09 Euro findet die jeweilige Buchstabenansammlung des eigenen Namens den Weg auf das Trikot der Wattenscheider Spieler und soll so bei 1000 zu verkaufenden Plätzen knapp 20.000 Euro auf die Konten des Clubs tröpfeln lassen. Nur 20.000 Euro, damit sind selbst in der fünften Liga keine großen Bäume auszureißen. Positiv wird sich da wohl eher der Rummel um diese Aktion auswirken, wozu dieser Beitrag schließlich schon ein Scherflein beiträgt.

Möglichen Trojanern haben die cleveren Wattenscheider vorgebaut: Namen anderer Vereine sind auf dem Trikot nicht erlaubt.

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Was macht eigentlich Carsten Jancker?

Viel ist nicht darüber bekannt. Er spielt noch Fußball, zur Zeit beim SV Mattersburg. In Österreich, einem komischen kleinen Land, in dem selbst Trainergrößen wie Karel Brückner damit überfordert sind, der Nationalelf einen Sieg auf den Färöer zu ercoachen.

Jancker spielt also noch, und er trifft sogar. Nicht ganz so schlappe 3x in dieser obskuren Partie, die trotzdem verloren ging. Wie das?, werden Leute fragen, die für gewöhnlich nicht in Bremen oder beim Revierderby oder bei einem Spiel der zweiten Liga ins Stadion gehen. Nun, ganz einfach: der Gegner schoss mehr Tore und das sogar ordentlich. Nun ist man von Wald- und Wiesenligen eigentlich ohnehin gewöhnt, dass dort die Tore wie am Fließband fallen, man hat es halt nicht so mit der Defensivarbeit. Dass hier aber gleich 11 Tore fallen und man trotzdem bis kurz vorm Abpfiff nicht weiß, wer der Sieger sein wird, das kennt man selbst in der deutschen zweiten Liga so nicht:

„Da zappeln die Pappeln.“

Trainer bei Sturm Graz ist übrigens besagter Franco Foda — und die Formulierung „der Sturmschlussmann“ weckte bei mir erst die Vorstellung eines Spielers hinter den Stürmern. Dabei war der Leder Schlussmann vom Club Sturm Graz gemeint. Verwirrend. Jancker jedenfalls trifft noch, wenn auch ohne zu punkten.

Ailton traf am selben Spieltag übrigens auch, aber das ist eine andere Geschichte.

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Was macht eigentlich TomᨠUjfalu¨i?

Viel ist nicht darüber bekannt. Er spielt noch Fußball, zur Zeit bei Atlético Madrid. Anscheinend spielt er aber auch andere Spiele, bei denen man sein letztes Hemd (und sogar Höschen) verlieren kann. Anders sind höchst verstörende Bilder von ihm wie jene bei The Spoiler nicht zu erklären.

Vielleicht wird man so, wenn man einen nicht ganz einflusslosen Rückpass zu Mathias Schober spielt, der schließlich eine halbe Generation zu Meistern-der-ewigen-Floskel macht, aber nicht zu echten Meistern.

Man weiß es nicht. Man steckt ja nicht drin. Im Gegensatz zu TomᨠUjfalu¨i.

(So mancher ist schon seekrank geworden von all diesen Akzenten und sonstigen Strichelchen auf seinem Namen.)

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London 0
Hull 4

Wer mit dem Titel nix anfangen kann: gleich weitersurfen. Alle anderen seien erinnert, dass die Momente, in denen man Titel guter Alben im Fußball verwenden kann, ohne platte Wortspiele oder schlechte Musik dabei zu gebrauchen, rar sind. Doch dies hier ist einer.

Der wunderbare Anlass für die wunderbare Verwendung des wunderbaren Albumtitels der wunderbaren Housemartins ist die wunderbare Bilanz, die der Club mit dem Namen Hull City aus — man ahnt es — Hull als Aufsteiger in die Premier League in seinen ersten 8 Spielen gegen Clubs aus London auf den Rasen zauberte: 4x gegen Clubs aus London angetreten, 4x gewonnen.

London 0 Hull 4

Nur Eingefleischte wissen (noch), dass auch die Housemartins aus Hull stammen — wieso auch sonst dieser Albumtitel — und da Hull City selten in der Premier League spielte, gab es bislang noch keine Gelegenheit, den Titel zu verwenden.

Nur Eingefleischte wissen auch, dass der volle Name der Stadt „Kingston upon Hull“ lautet, nur Engländer wissen wohl, dass die im übrigen England bekannte Wendung „Hull is dull“ die Lebensqualität dort treffend bezeichnet. Die Stadt wurde mehrfach Sieger bei der Wahl der Stadt mit der schlechtesten Lebensqualität in England.

Alle wissen allerdings, dass ein solcher Höhenflug eines Aufsteigers meist nur die ersten paar Spieltage anhält und nicht selten trotz der schon gesammelten Punkte noch im Abstieg endet. Frag nach bei Alemannia Aachen, in Ulm, in Saarbrücken oder auch in Nürnberg, damals, Fjørtoft und die Titanic. Hull Cities nächster Gegner aus London: Chelsea.

Hoffen wir auf London 0 Hull 5, damit die Housemartins nicht demnächst wieder das Einzige sind, wofür man das dulle Hull kennt.

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Die große FC-Bayern-Familie

Der sozialste Mensch, wo sich kennt, hat gerade mal wieder demonstriert, was er unter einer Familie versteht: Er entscheidet, wer aufgenommen wird, und wer wann gehen muss. Und wenn einer eine unbequeme Frage stellt, wird er eben gefeuert. So stellt man sich ein liebendes Familienoberhaupt vor. Besonders in Bayern. Es ist ja eine tolle Sache, schon lange vor der Zeit eine andere Einstellung zu Alkoholikern gehabt zu haben, als sie heute noch weitverbreitet ist. Sie wieder aufzunehmen. Auch Raimond Aumann, der zu kaum sonst etwas gut hätte sein können, wird eingegliedert in einen Job, der ihn allerdings inhaltlich überfordert. Macht alles nix, wichtig ist die Familie.

Und dann kommt einer daher und stellt eine nicht mal ganz so blöde Frage, wenn man sich aus objektiver Warte den Verlauf des Spiels des großen FC Bayerns beim Karlsruher SC anschaut — und schon wird er gefeuert, obwohl er eigentlich zum eigenen „Team“ gehört („fcbayern.tv“).

Wir fragen dann nicht weiter nach, wie sozial der sozialste Mensch, wo sich kennt, sein soll, und wir wollen auch nicht wissen, was dieser unter „sozial“ sein versteht. Wahrscheinlich meint er „christsozial“, was heutzutage nicht mal mehr die Menschen in Bayern mehrheitlich wünschen.

Aber wir hauen trotzdem wieder auf die Pauke.

„Für die Scheißstimmung seid ihr doch verantwortlich!“

Ja, Vater.

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Toni-Turek-Straße Platz

Kein Wunder, dass einen kein Routenplaner, kein Tom-Tom, kein „Navi“ (Neusprech) keine Straßenkarte und kein Mäpps der Welt und was es sonst noch so gibt zur viel beschworenen Toni-Turek-Straße in Düsseldorf bringen wollte: Weil es diese Straße gar nicht gibt.

Lange angekündigt, hatte der verstorbene Düsseldorfer Oberbürgermeister Joachim Erwin die nur geplante Straße schon mit diesem Namen eingeweiht, gebaut wurde sie schließlich nie.

Da sie nie gebaut wurde, man aber noch in jeder Stadt stolz auf seine bekannten Bürger und Ex- ist, hat man kurzerhand einen in der Nähe befindlichen Platz in „Toni-Turek-Platz“ umbenannt.

Damit befindet sich Toni Turek in guter Gesellschaft, denn seit kürzlich verfügt Düsseldorf auch über einen Johannes-Rau-Platz. Gute Gesellschaft, das kann man von der Nennung in diesem RPO-Beitrag nicht behaupten: Zwei dicke Fehler in einem so kurzen Beitrag plus die doch arg diskutable Aussage, dass Toni Turek „Düsseldorfs bekanntester Fußballer“ sei. Sicher auch eine Generationsfrage — man werfe z. B. den Namen „Klaus Allofs“ in den Ring — jedoch durchaus nicht so eindeutig, wie dort festgestellt. Aber wer liest schon RPO? Und wenn ja, warum?

„Toni, Du bist ein Fußballgott.“

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